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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Veränderung im Denken/Fühlen als Nebenwirkung

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Katharina, :)

ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Kampf!
Ist eigentlich Interferon das gleiche wie Betaferon?
Soweit ich es mitbekommen habe, mußt Du es spritzen wegen Hepatitis. Meine Älteste Tochter hat MS und spritzt sich jeden zweiten Tag Betaferon. Gott sei Dank kann ich da nur sagen, es geht ihr gut, sie muß nichts zusätzlich nehmen. Das macht sie nun das dritte Jahr. Ihre MS ist zum Stillstand gekommen.
Durch das Paroxetin hat sich auch mein Empfinden und Denken verändert. Das merke ich erst heute seit ich fast davon weg bin.
Ich hatte z.B. manchmal das Gefühl nicht ich zu sein. Das war ganz komisch und irgendwie erschreckend.
:cry:
alles Liebe für Dich uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Katharina, :)
hab mal nachgeschaut , Interferon ist so ziemlich das gleiche wie Betaferon das meine Tochter spritzt.
Als meine Tochter vor Jahren die Diagnose MS erfuhr stürzte sie ganz tief ab, es war für meine Tochter damals auch sehr schwer. Von daher kann ich mir sehr gut vorstellen, was Du durchmachst, die Interferon Therapie hat ja auch so seine Nebenwirkungen, wie ich von meiner Tochter weiss. Da muß man erst mal mit leben lernen.
Depression begleitet mein Leben,aber bisher kam ich damit zurecht mit Therapeutischer Hilfe sodaß ich keine Antidepressiva brauchte.
Das kenn ich auch zu gut, die Depression ist auch mein Begleiter seit nun fast zwanzig Jahren. :( Ich brauchte auch sehr lange bis ich bereit war es mit Medikamenten zu versuchen. Vor allem, da sie mir auch nie richtig geholfen haben. Seit ein paar Tagen melden sich auch bei mir wieder Depressionen, ich bin ja nun seit 4 Wochen auf 10mg Paroxetin. Das scheint bei mir immer eine Grenze zu sein. Nach einer gewissen Zeit fühle ich mich dann immer depressiver. Heute morgen kam ich fast nicht aus dem Bett, bring wieder seit Samstag nichts richtig zustande. Immer wenn ich denk nun gehts mir besser, kommt sie wieder. Heute morgen hätte ich am liebsten wieder meine Dosis erhöht, weil ich genau weiss in ein paar Tagen gehts mir dann wieder gut. Es ist einfach ein Teufelskreis! Fühle mich im Moment ziemlich beschissen, wenn ich wieder erhöh, war alles in den letzten Wochen umsonst! Noch ein paar Tage durchhalten, nächste Woche fliege ich in Urlaub, hab noch so viel zu tun bis dahin, dabei würd ich am liebsten im Bett bleiben, Decke über den Kopf und meine Ruhe haben! Es ist zum verzweifeln!
Ich bin ein Mensch,der "abdreht" wenn ich Substanzen in mir habe die mein Sein verändern.
Ich mochte auch die leichteste Alkoholwirkung nicht - deren Entspannungseffekt ja, aber nicht den Effekt der im Kopf geschah,eben der Verlust der Scharfsinnigkeit.
Auch das kenn ich, ich trinke auch fast keinen Alkohol weil ich mich dann total unwohl fühle. Auch Schlafmittel oder Beruhigungsmittel nehm ich keine, weil mir dieses Gefühl der Gleichgültigkeit usw. Angst macht. Als ich vor Jahren mit dem Paroxetin begann, mußte ich mich immer erst selbst beruhigen, bevor ich es schluckte, und mir immer wieder sagen, steh es durch , wenn die Nebenwirkungen weg sind wird es Dir helfen.
Du bist jedenfalls nicht alleine Katharina, andere kennen diese Gefühle und Gedanken auch. Man kann sie nur manchmal nicht richtig in Worte fassen.

lieben gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Gesperrt