Ich bin nicht so gut darin, mich vorzustellen.. also dann:
2008 hatte ich einen schweren Autounfall mit Todesfall. Daraufhin hatte man Depression und posttraumatische Belastungsstörung.
Man gab mir 30mg Citalopram und eine Therapie, die ich nach 3 Malen fallen lassen habe weil ich mich unwillkommen fühlte. So ist es halt, wenn man immer zum Schluss hört "Und, müssma nochmal? Müssma noch einen Termin ausmachen?!"
2009 begannen die Nebenwirkungen: permanentes Zittern und leichte Anfälle. Citalopram wurde langsam abgesetzt leider mit einem Depressionsrückfall darum muss ich seit 2010 Venlafaxin. Momentan geht es mir damit schlechter. Und das alles zum Abitur.
Und wäre dieser Idiot beim Stopschild stehen geblieben wäre es niemals zu alldem gekommen! (Es tut mir leid, die Wut bekomme ich einfach nicht weg)
Ich hoffe, hier viele Erfahrungen lesen zu können und mich durch eurer Wissen eines Tages zum großen Ziel "Medikamentenfrei" zu kommen.
Cutina.
Hallo
Re: Hallo
Hallo Cutina,
herzlich willkommen im Forum.
Das mit dem Autounfall ist natürlich krass, kein Wunder, dass Deine Psyche einen Knacks bekommen hat.
Ich finde es allerdings auch sehr heftig, wie man Deine Therapie versaut hat:
Ich denke, Du solltest noch eine weitere Therapie versuchen und vorher gut schauen, ob Du mit dem Therapeuten klarkommst. So eine traumatische Erfahrung, wie Du sie erlebt hast, kann man nicht mit Medikamenten und ein paar aufmunternden Sätzen wegbringen. Es wundert mich auch nicht, dass Du nach (nur) zwei Jahren immer noch wütend bist. Das wirst Du vielleicht immer sein, und Du solltest Dich dafür nicht entschuldigen. Hast Du eine Möglichkeit, diese Wut zu kanalisieren, z.B. durch Malen, Schreiben oder Boxen?
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du einen Weg findest, das Geschehene zu verarbeiten.
Du wirst es ganz bestimmt schaffen, irgendwann wieder ohne AD leben zu können.
LG
antianti
herzlich willkommen im Forum.
Das mit dem Autounfall ist natürlich krass, kein Wunder, dass Deine Psyche einen Knacks bekommen hat.
Ich finde es allerdings auch sehr heftig, wie man Deine Therapie versaut hat:
Das ist, mit Verlaub, blöde Schei*e! Da hätte ich mich auch nicht willkommen gefühlt.Cutina hat geschrieben:Man gab mir 30mg Citalopram und eine Therapie, die ich nach 3 Malen fallen lassen habe weil ich mich unwillkommen fühlte. So ist es halt, wenn man immer zum Schluss hört "Und, müssma nochmal? Müssma noch einen Termin ausmachen?!"
Ich denke, Du solltest noch eine weitere Therapie versuchen und vorher gut schauen, ob Du mit dem Therapeuten klarkommst. So eine traumatische Erfahrung, wie Du sie erlebt hast, kann man nicht mit Medikamenten und ein paar aufmunternden Sätzen wegbringen. Es wundert mich auch nicht, dass Du nach (nur) zwei Jahren immer noch wütend bist. Das wirst Du vielleicht immer sein, und Du solltest Dich dafür nicht entschuldigen. Hast Du eine Möglichkeit, diese Wut zu kanalisieren, z.B. durch Malen, Schreiben oder Boxen?
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du einen Weg findest, das Geschehene zu verarbeiten.
Du wirst es ganz bestimmt schaffen, irgendwann wieder ohne AD leben zu können.
LG
antianti
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Cutina
Re: Hallo
Hallo antianti,
danke für deinen Beitrag.
Ich habe mir schon oft überlegt, wieder eine Therapie zu beginnen aber ich trau mich nicht so unbedingt irgendwo anzurufen da ich mich durch diese Erfahrung einfach nicht ernstgenommen fühle. Man hat halt doch immer das Gefühl "Noch will ich nicht von der Klippe springen, es gibt Leute, denen geht es schlimmer. Für die ist eine Therapie notwendiger".
Meine Hobbys habe ich leider in den letzten 2 Jahren alle aufgegeben schlicht und einfach weil ich keinen Antrieb mehr habe. Auch wenn ich gerne wiedermal malen möchte komm ich nicht dazu, weil ich dann doch wieder lieber im Bett lieg und nichts tue. Außerdem habe ich sowieso wenig Zeit weil ich gerade in der K13 bin und das Abi näher rückt.
Meine jetzige "Therapie" ist mein Nebenjob. Ich arbeite mit Kindern. Normalerweise bin ich jedesmal nach einer Kinderturnstunde motiviert aber seitdem ich meine neuen Tabletten habe habe ich nicht mal mehr Lust auf meine Kleinen, die sonst mein ein und alles waren. Das ist gruselig, wie Tabletten einen verändern können.
Übrigens Boxen ist eine super Idee. Mein insgeheimer Wunsch ist einen Boxsack zu besitzen und mich daran auszutoben haha. Aber momentan bin ich noch nicht sehr fit weil ich mich nach dem Unfall ein Jahr lang nicht viel machen konnte außer dumm rumsitzen.
Liebe Grüße,
Cutina
danke für deinen Beitrag.
Meine Hobbys habe ich leider in den letzten 2 Jahren alle aufgegeben schlicht und einfach weil ich keinen Antrieb mehr habe. Auch wenn ich gerne wiedermal malen möchte komm ich nicht dazu, weil ich dann doch wieder lieber im Bett lieg und nichts tue. Außerdem habe ich sowieso wenig Zeit weil ich gerade in der K13 bin und das Abi näher rückt.
Meine jetzige "Therapie" ist mein Nebenjob. Ich arbeite mit Kindern. Normalerweise bin ich jedesmal nach einer Kinderturnstunde motiviert aber seitdem ich meine neuen Tabletten habe habe ich nicht mal mehr Lust auf meine Kleinen, die sonst mein ein und alles waren. Das ist gruselig, wie Tabletten einen verändern können.
Übrigens Boxen ist eine super Idee. Mein insgeheimer Wunsch ist einen Boxsack zu besitzen und mich daran auszutoben haha. Aber momentan bin ich noch nicht sehr fit weil ich mich nach dem Unfall ein Jahr lang nicht viel machen konnte außer dumm rumsitzen.
Liebe Grüße,
Cutina
Re: Hallo
Hallo Cutina,
ich muss jetzt gerade mal den Hnweis geben, dass wir noch in der Vorstellung sind und Du am besten einen neuen Thread unter einer neuen Kategorie aufmachst, z.B. persönlicher Austausch, da Du ja noch gar nicht absetzt. Ich antworte jetzt trotzdem schon mal hier.
Es ist trotzdem toll, dass Du diesen Nebenjob noch machst. Es ist wichtig, eine gewisse Aktivität beizubehalten, selbst wenn sie nur noch Routine ist. Malen und Schreiben (z.B. Tagebuch) habe ich vorgeschlagen, weil beide mir geholfen haben, meine Gefühle zu sortieren und abzulegen. So habe ich z.B. herausgefunden, dass ich Angst vor meiner Wut habe. Für das Boxen daheim musst Du ja gar nicht besonders fit sein. Das kommt dann wieder automatisch. Vielleicht hast Du ja ein dickes Sofakissen, das Du verprügeln und anschreien kannst
LG
antianti
ich muss jetzt gerade mal den Hnweis geben, dass wir noch in der Vorstellung sind und Du am besten einen neuen Thread unter einer neuen Kategorie aufmachst, z.B. persönlicher Austausch, da Du ja noch gar nicht absetzt. Ich antworte jetzt trotzdem schon mal hier.
Das kenne ich nur zu gut, damit habe ich, wie so viele andere, immer noch zu kämpfen. Ich glaube auch, dass das durch das Venlafaxin noch verstärkt werden kann. Ein AD wirkt ja häufig dämpfend auf die Gefühlswelt. So kommt weniger Schmerz und Trauer bei einem an, aber auch weniger von den anderen Gefühlen. Dann kann es sein, dass man an seinen Aktivitäten weniger Interesse hat als vorher. Man fühlt sich dann gleichgültiger, stumpfer.Cutina hat geschrieben: Meine Hobbys habe ich leider in den letzten 2 Jahren alle aufgegeben schlicht und einfach weil ich keinen Antrieb mehr habe. Auch wenn ich gerne wiedermal malen möchte komm ich nicht dazu, weil ich dann doch wieder lieber im Bett lieg und nichts tue.
Es ist trotzdem toll, dass Du diesen Nebenjob noch machst. Es ist wichtig, eine gewisse Aktivität beizubehalten, selbst wenn sie nur noch Routine ist. Malen und Schreiben (z.B. Tagebuch) habe ich vorgeschlagen, weil beide mir geholfen haben, meine Gefühle zu sortieren und abzulegen. So habe ich z.B. herausgefunden, dass ich Angst vor meiner Wut habe. Für das Boxen daheim musst Du ja gar nicht besonders fit sein. Das kommt dann wieder automatisch. Vielleicht hast Du ja ein dickes Sofakissen, das Du verprügeln und anschreien kannst
Auch das Gefühl kenne ich, aber es stimmt nicht. Es ist manchmal unumgänglich, sich Hilfe zu holen. Natürlich muss dabei diese Hilfe auch was taugen... Aber Du bist keine Simulantin, und selbst wenn, Dein persönlicher Leidensdruck entscheidet. Und wenn jemand wegen einer Trennung zur Therapie geht oder ein anderer wegen eines Traumas, dann haben doch beide das Recht und die Notwendigkeit dazu.Cutina hat geschrieben:"Noch will ich nicht von der Klippe springen, es gibt Leute, denen geht es schlimmer. Für die ist eine Therapie notwendiger".
LG
antianti