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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Mirtazapin

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
dimidroll
Beiträge: 7
Registriert: 05.07.2009 14:48

Mirtazapin

Beitrag von dimidroll »

Hallo bin neu hier ,
bin 27 Jahre alt und fühle mich schlechter als mein 87 Järiger Opa.
Bekam vor einem jahr von meinem hausdok Mirtazapin wegen einschlafprobleme.Das zeug hat sehr gut geholfen konnte 10 stunden durchpennen .
Doch ich wurde immer öfters krank (5 mal erkältung in 6 monaten) hab immer mehr zugenommen wurde agressiver und dachte mir dann setze es einfach ab, in der packungsbeilage stand etwas von leichten Absetzerscheinungen also abgesetzt.
Eine woche ging es ganz gut dann kam zuerst die schlaflosigkeit und dass gefühl dass mein Hirn nicht mehr arbeiten will ich konnte 2+2 nicht mehr addieren.innerlich kitzelt es irgendwie die nerven in den Beinen,Armen und im Bauch was bis heute, 6 wochen nach absetzen anhält, alles ist so dunckel und irgendwie im Nebel besonders Abends ist alles so unreal dass ich denke ich bin verrückt und möchte nicht mehr so weiter leben.Das ganze verläuft aber in fasen wo es einem besser geht und man denkt es ist vorbei doch dann kommt was neues hinzu. Jetzt hab ich dass gefühl dass ich durchdrehe und gleizeitig zu nichts lust habe.
Der schlaf ist paar tage gut dann plötzlich geht nichts mehr ich weiss nicht mehr weiter wie lange ich es noch aushalte aber ohne dieses Forum hätte ich schon längst aufgegeben,hab hier heimlich mitgelesen was mir sehr geholfen hat, besonders um zu erkennen das es absetzerscheinungen sind wofon ich aber nicht immer überzeugt bin.
Ich bin jetzt einfach nur verzweifelt weiss nicht mehr wo hinten und vorne ist, mein körper macht was er will .Ich habe diese gefühle niemals zuvor so intensiv erlebt,depressionen, ängste, verrückte albträume, erregungszustände.Was zum geier ist dass alles geht dass irgendwann mal oder muss ich meinen körper mit was anderem bremsen? Ich muss irgendwie weiter arbeiten gehen kann mich nicht ständig krank melden ,aber mit diesen schlimmen kopfschmerzen und der gerreiztheit nach durchgewachten nächten ist es nicht so einfach tonnenschwere teile zu bearbeiten, cnc zu programmieren und dabei gut auszusehen.
Wem geht es ähnlich nach diesem sch**s mirta?
Diagnose:schlafstörung,Medikament:Mirtazapin,Absetzversuch:1,Einnahmedauer:1Jahr
Marsupilami

Re: Mirtazapin

Beitrag von Marsupilami »

Hallo dimidroll,

wenn du das Zeug ein Jahr genommen hast, solltest Du gemäß den Absetzplänen hier im adfd und/oder Erfahrungen Anderer hier ganz behutsam ausschleichen. Wenn es Dir so schlecht geht, hast du garantiert Absetzsymptome. Geh besser wieder auf die alte Dosis, dann sollte es Dir besser gehen und dann ganz langsam reduzieren. Wegen Einschlafproblemen ein Antidepressivum zu verordnen, das ist kriminell. Hausärzte sind generell nicht ausreichend ausgebildet, um Psychopharmaka verordnen zu können, aber leider hantieren sie dennoch oft damit herum. Die Beipackzettel verharmlosen das Absetzproblem.
Eröffne nach Deiner Freischaltung am Besten einen eigenen Thread, sofern es nicht schon einen zu Mirta gibt.

Gruß,

Marsu
antianti
Beiträge: 217
Registriert: 06.03.2009 08:43

Re: Mirtazapin

Beitrag von antianti »

Hallo Dimidroll,

schau mal nach den Threads von Oliver2 und Chrissinator. Letzterer ist allerdings nicht besonders motivierend. Aber immerhin ein Leidensgenosse.
Tja, und wie Marsu schon sagte: Die Absetzproblematik wird gerne verharmlost. Die Wahrheit wäre den Verkaufszahlen abträglich.

Liebe Grüße
ANTIANTI
Seit März 2009: Trevilor/Venlafaxin abgesetzt! (Akuter Entzug: 3 Tage, danach schrittweise Besserung. Bis zwei Monate später noch selten leichte Stromschläge.)
26.05.09: 25µg L-Thyrox
20.07.09: 50µg L-Thyrox
09.09.09: 75µg L-Thyrox
13.01.10: 75µg L-Thyrox + 150µg Jodid
21.01.10: 100µg L-Thyrox + 150µg Jodid

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"Ein Antidepressivum runterzudosieren ist wie mit einem 500PS starken Sportwagen durch eine verkehrsberuhigte Zone zu fahren."
dimidroll
Beiträge: 7
Registriert: 05.07.2009 14:48

Re: Mirtazapin

Beitrag von dimidroll »

Danke euch für die antworten.
Ich hab schon öfters mit dem gedanken gespielt wieder mit anzufangen
und dann langsam runter, aber ich will irgendwie nicht aufgeben, dann wären die ganzen leiden bis jetzt
sinnlos und die ganzen leute die mir geholfen haben, enttäuscht.
Mal sehen wie es weiter läuft, ich werd mich hier noch einbisschen einlesen.

Gruss,
Dimidrol.
Diagnose:schlafstörung,Medikament:Mirtazapin,Absetzversuch:1,Einnahmedauer:1Jahr
Marsupilami

Re: Mirtazapin

Beitrag von Marsupilami »

Dimidroll,

mach, wie es Dir für Dich am Besten erscheint. Es ist keine Schande, Rückschläge einstecken zu müssen, das ist keine persönliche Schwäche. Es geht um biochemische Vorgänge, die halt leider nicht zu beeinflussen sind mit dem Willen und die ihre Kapriolen machen. Und jeder, der sich auskennt, wird das verstehen. Und wer sich nicht auskennt, der sollte sich besser mit Ratschlägen zurückhalten, die Dir vielleicht eher schaden, auch wenn sie gut gemeint sind. Lass Dich nicht durch Außenstehende unter Druck setzen, und geh auch nicht zu streng mit Dir selbst um, hab Geduld mit Dir! Das ist jetzt auch ein Ratschlag, den Du annehmen kannst, aber nicht musst, :) .
Gutes Gelingen,

Marsu
Gesperrt