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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


2 neue Erfahrungen

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
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2 neue Erfahrungen

Beitrag von Astrid »

Hallo,

über zwei neue Erfahrungen möchte ich berichten. Vielleicht interessiert es die/den eine/n oder andere/n.

Letzte Woche hatte ich eine Magen-Darm-Infektion so richtig mit allem drum und dran. Mir ging es körperlich ausgesprochen schlecht.
Bei all dem Durchfall fragte ich mich natürlich, wo denn das Paroxetin bleiben würde? Käme es überhaupt im Körper an? Natürlich hatte ich Angst davor, dass es der morgendlichen Tablette genauso gehen würde, wie jedem Haps Zwieback. Rein - und sofort wieder raus. Würden dadurch Absetzprobleme entstehen.
Neben krampfhaften Bauchschmerzen und Fieber kam also auch noch diese Angst dazu. Aber was soll ich euch sagen. Es ging gut. Ich hatte keinerlei Symptome. Das war eine sehr beruhigende Erfahrung.

In dem Zusammenhang habe ich eine weitere gute Erfahrung gemacht. Silvester musste ich zu einem Arzt gehen, der Notdienst hatte und heute noch mal zu einer Nachuntersuchung. Der Allgemeinmediziner untersuchte mich sehr gründlich und fragte mich, aus welchem Anlass ich eine Überweisung für einen Neurologen bräuchte. Mit etwas Scham beantwortete ich dem Arzt die Frage und stieß zu meinem größten Erstaunen auf sehr viel Verständis und Erfahrung.
Als ich ihm sagte, dass ich mich in diesem Jahr von Paroxetin verabschieden werde, sagte er ohne Kenntnis meiner Vorgeschichte sofort: "Vorsicht, das muss man ganz ganz langsam angehen. Nehmen sie sich ruhig das ganze Jahr dafür Zeit."
WOW - wer hätte das von so einem alten Unikum erwartet.

Der Arzt schrieb mich von sich aus weiter krank, obwohl ich das nicht erwartet hatte. Er meinte, bei Depressiven müsse immer erst der Körper heilen. Das hätte meiner schon gut geschafft. Aber dann müsse auch die Seele Zeit haben wieder den Anschluss zu bekommen und das bedürfe Ruhe.

Ich glaub ich wechsel zu diesem in seiner Gesamterscheinung sehr eigentümlichen älteren Mann und wähle ihn als meinen neuen Hausarzt.


... wollt ich nur mal erzählt haben.

Eure Astrid
Verrückte
Beiträge: 27
Registriert: 18.12.2003 22:33

Beitrag von Verrückte »

*wow* so einem Arzt will ich auch mal begegnen! Was hast Du für ein Glück!

Ich wünsch Dir alles Gute mit dem Doc und beim Absetzen.

die Verrückte
pumpkin
Beiträge: 37
Registriert: 01.11.2003 18:59

Beitrag von pumpkin »

Hallo Astrid

Habe gerade eine ähnliche Erfahrung gepostet. Ich habe grippebedingt über 1 Woche nichts nehmen können- und nichts ist passiert (bin allerdings schon bei 2 ml Seroxat).
Glückwunsch zum neuen Arzt. Auch hier habe ich ähnliche Erfahrung mit meinem alten Kinderarzt- der hat mehr Verständnis als alle anderen Psychologen/Neurologen zusammen.

Ich drück dir ganz fest die Daumen für dieses Jahr!

LG
Adrienne
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Vielen lieben Dank Adrienne,

die Lebensgeister sind auch schon wieder alle wach und an Bord. Ich deute den Infekt jetzt positiv um und sage mir: "Ich hab die ganze Sch.... im letzten Jahr gelassen und nahm nichts mit ins Jahr 2004.
Das kann doch nur gut geht.

Auch dir alles Gute.

Astrid
Gesperrt