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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Suche Hilfe und Erfahrungsaustausch .......??(Mirtazapin)

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Verona
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Suche Hilfe und Erfahrungsaustausch .......??(Mirtazapin)

Beitrag von Verona »

Ich werde versuchen es kurz zu machen:

Habe viele verschiedenen ADs immer für kurze Zeit probiert, nix half wirklich, alles wurde dadurch nur schlimmer. Somit schlug ich mich mit Lexotanil (Benzo - Brom) durchs Leben. 3 Jahre war ich eine sogenannte Niedrigdosisabhängige. Sep. 03 hörte ich ziemlich aprupt auf, ohne Auszuschleichen - ging mir dreckig - um das zu kompensieren schlich ich ein AD - Deanxit - ein. Ein Jahr später (Okt 04) zusätzlich Mirtabene 30 mg jeweils abends (Wirkstoff Mirtazapin). Habe vom Mirtabene einen Absetzversuch im Frühjahr hinter mir, der leider fehlschlug, ich erhöhte wieder auf 15 mg. Es geht mir mit dem Zeugs nicht gut, nur ohne noch viel weniger. Will jetzt aufhören, zuerst das Mirtabene weg, dann das Deanxit. Nehme jetzt jeden 2. oder 3. Tag abends 15 mg und fühle mich seitdem noch mieser. Symptome im Anhang beschrieben. Können das alles Entzugsymptome sein? Hat jemand ähnliches erlebt?

Ich wäre so dankbar über jeglichen Erfahrungsaustausch oder über Erlebnisberichte, denke ich bin die einzige hier weit und breit ders so geht und verstehe die Welt nicht mehr................bin echt verzweifelt!!

Setze ich zu schnell ab - will einfach runter - klappte damals beim Benzo ja auch irgendwie. Will nur nicht jetzt wieder mit Benzos nach 2 Jahren clean sein anfangen um Symptome vom AD zu mildern - würde ja heißen den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Bin nur knapp davor wieder Benzos zu nehmen *heul*

Bin über jede Antwort dankbar im Voraus

Eine verzweifelte

Verona
Symptome: derzeit: Benommenheit, Mundtrockenheit, ein wie auf Watte gehen - aber unangenehm, schneller Herzschlag, Appetitlosigkeit, Gefühl keine Luft zu bekommen, Übelkeit, Erschöpfung und Müdigkeit dadurch auch Depressionen.
Diagnose: chronische Depression, generalisierte Angstörung
Medikation: seit 2000 8 verschiedene Antidepressiva (immer nur für kurze Zeit, da NW zu stark) 3 Jahre in niedriger Dosierung Lexotanil - kein Lexotanil mehr seit Herbst 03!!! Halleluja - dafür um Entzug zu mildern einschleichen von Deanxit und seit einem Jahr zusätzlich Mirtabene (Wirkstoff Mirtazapin)
Bisherige Absetzversuche: einmal im Frühjar - von 30 mg ziemlisch schnell runtergefahren auf null - klappte nicht wieder hoch auf 15 mg - seit 2 Wochen nur mehr jeden zweiten Tag 15 mg
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Verona ich habe auch innerhalb kürzester Einnahmezeit heftig auf Antidepressiva reagiert mit sehr starken Nebenwirkungen. Bei manchen Leuten ist es humangenetisch bedingt dass sie Medikamente oder z. B. Alkohol zu langsam abbaut oder Substanzen toxischer aus der Leber wieder ausgeschieden werden.Bei anderen ist es eine gestörte Entgiftungsfunktion der Leber. Wieder andere reagieren einfach überempfindlich auf spezielle Medikamente! Aber egal weshalb du so empfindlich auf Psychopharmaka reagierst,wichtig ist es sie sehr langsames Abzusetzen. Lies mal die Absetztips hier im Forum oder kaufe dir selbst mal Bücher über diese Medikamente und Absetztips. Du solltest aber immer mit 1 Therapeuten oder Arzt über deine Absetzversuche reden.Evtl auch mit 1 guten Apotheker. Sicherlich ist es nicht einfach einen passenden Arzt etc zu finden der sich mit Absetzsympthomen und deinem Krankheitsbild auskennt. Ich hoffe sehr dass du auch in psychotherapeutischer Behandlung bist und 1 guten Hausarzt hast. Ich weiss nicht wie alt du bist und ob alle sinnvollen Untersuchungen gemacht worden sind ob es 1 organische Ursache für deine Krankheit gibt. Alles Gute AMANDA
Hannes Wien
Gründer
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Wohnort: Wien
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Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Verona,

willkommen im Forum!

Ja, ich kenne alle deine Nebenwirkungen von Mirtazapine und noch viel mehr!

Trotzdem und genau deswegen solltest du sehr langsam absetzen!

Mirtazapine nur jeden 2 Tag nehmen geht bei größeren Dosen oft noch.

Bevor du ganz absetzt solltest du sehr langsam in Richtung 0 gehen, dass geht am besten mit Remeron flüssig.

Ich denke Du bist aus Österreich wegen der Markennamen.

Wenn du ganz langsam absetzt wirst du auch keine Benzos benötigen!

Mit den allerbesten Wünschen

Hannes
Verona
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Beitrag von Verona »

Hallo Amanda!

Danke für deine schnelle Antwort. Nein ich habe keinen guten Arzt. Habe einen befreundeten Praktiker, der derzeit im Urlaub ist, und der das auch abtut mit den Worten "Möglich ist alles - ja kann sein" - hilft mir irgendwie nicht wirklich weiter. Und organisch bin ich eigentlich schon durchgecheckt, war bisher immer alles im Normbereich. Derzeit hab ich allerdings sowas wie eine "Arztphobie" da mir diese Leut bisher noch nie wirklich weitergeholfen haben, und ich sicherlich nicht aufs nächste Medi umsteigen möchte.

Versuche am Ball zu bleiben

Liebe Grüße Verona
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Verona
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Registriert: 09.08.2005 20:55
Wohnort: Österreich

Beitrag von Verona »

Hallo Hannes!

Wie ich sehe auch ein Österreicher - ja ich komme auch daher, richtig erkannt. Habe gelesen du hast ja schon lange mit Mirtazapin aufgehört, und trotzdem noch immer Absetzsymptome? Hast du vielleicht einen Erfahrungsbericht oder kannst bitte ein bißl näher auf deine Symptome eingehen?
Gottseidank habe ich hier dieses Forum gefunden, sonst hätte ich einfach aufgehört mit den Mirtabene. So werde ich jetzt vorsichtig versuchen langsam runterzudosieren. Und danke dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast - man lernt ja nie aus.
Wie geht es dir heute?

Ich fahre jetzt mal eine gute Woche in Urlaub, melde mich dann aber wieder, wenn ich zurück bin und schreibe wies mir geht - danke jedenfalls für deine prompte Antwort.

Viele Grüße

Verona
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amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Verona ich habe auch eine Artzphobie aber das hat bei mir noch ganz andere Gründe (Fehlbehandlungen, Fehldiagnosen usw ) Versuche mal fähige Apotheker zu finden. Die haben mir am besten weiter geholfen....wobei ich jetzt nach langem suchen auch ein paar fähige Ärzte gefunden habe ! Wichtig ist dass du dich SELBST sehr gut informierst und mit den entsprechenden Unterlagen in der Hand zu deinem Arzt oder Apotheker gehst. Alles Gute AMANDA
Dival
Beiträge: 63
Registriert: 10.08.2005 14:01

Beitrag von Dival »

Hallo Verona!
Kann Dich sehr gut verstehen, besonders das Gefühl davon auszugehen, die Einzige sein, die mit dem Absetzen Probleme hat!
Man reduziert ja - normalerweise - nicht einfach so als Ergebnis einer überstürzten Entscheidung, sondern weil man entweder akute / massive Beschwerden wegen des Medikaments hat oder weil man sich sicher ist, dass der richtige Zeitpunkt da ist, um auszuschleichen (weil man sich eben einfach wieder stärker und gut fühlt, so ist es in meinem Fall). Und dann trifft einen die Keule der Absetzsymptome, die erneut Verunsicherung und depressionsähnliche Symptome hervorruft!

Wie in meinem heute geschriebenen Beitrag zu lesen ist, habe ich gestern leider auch wieder - nach fast drei Wochen auf Null-Dosis- mit 30 mg Mirtazapin angefangen, obwohl ich nicht ganz hinter diesem Rat meiner Neurologin stehe. Ich habe bei ihr absolut das Gefühl, dass sie mich ernst nimmt und mir helfen will, aber leider auch die Vermutung, dass wirklich noch nicht genug Erfahrung mit den Absetzsymptomen besteht; von Patienten-Seite sicherlich, wie ja auchdie Beiträge in diesem Forum zeigen, aber nicht bei den Verschreibern.

Ich lese aus Deiner Nachricht, dass Du schon einiges geschafft hast wenn es um das Absetzen von Medikamenten geht. Vielleicht ist das ja auch mit ein wichtiger Punkt in der Krise, in der zumindest ich mich während des Absetzens befinde/befunden habe, da ich ja nun seit gestern wieder dabei bin. Das Gefühl, es nun aber endlich schaffen zu müssen, es unbedingt zu wollen. Und dann zu merken, dass es einfach so, mit all den Nebenwirkungen, nicht geht. Ich weiß nun, aus den Beiträgen der anderen Forum-Teilnehmer, dass wahrscheinlich der Schritt von 15 mg auf 0 viel zu groß war und zu schnell erfolgt ist. Dies gibt mir Mut für einen neuen Versuch, denn ich dann irgendwann machen werde. An dieser Stelle "Danke" an alle!

Ich wünsche Dir, dass es Dir bald besser geht und Du Deinen Urlaub genießen kannst, um neue Kraft zu schöpfen und den Kopf zumindest ein wenig frei zu kriegen!

Take care,
Dival
Verona
Beiträge: 7
Registriert: 09.08.2005 20:55
Wohnort: Österreich

Beitrag von Verona »

Hallo Amanda!

Danke für den Tip mit dem Apotheker, der ist für mich leichter zu finden, als ein guter Arzt - werde mich mal noch genauer informieren. Blöd ist einfach nur dass ich so ungefähr jeden 2. Tag 15 mg nehme, aber einfach oft vergesse, weil ichs ja jetzt nicht mehr täglich nehme. Also ist das irgendwie unregelmäßig - werde mal nachdenken, ob ich nich doch lieber vierteln sollte die Tablette. Mal sehen - fahre jetzt erst am Samstag für eine Woche weg.

Wünsche dir auch alles Gute

Verona
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Verona
Beiträge: 7
Registriert: 09.08.2005 20:55
Wohnort: Österreich

Beitrag von Verona »

Hi Dival!

Ja es tut gut zu wissen nicht ganz alleine mit dem Problem dazustehen. Dachte echt, dass nur ich damit Schwierigkeiten habe.

Darf ich fragen warum du gleich wieder mit 30 mg raufgegangen bist und nicht mit 15 mg.?

Ich schreibe nächstes Mal mehr, wollte mich einfach nur nochmal kurz melden - bin jetzt bißl unter Stress und da ists nie gut längere Postings zu tippen.

Kopf hoch wir werden das schon schaffen - irgendwann und irgendwie - hoffe ich mal und glaube daran.

Liebste Grüße

Verona
Symptome: derzeit: Benommenheit, Mundtrockenheit, ein wie auf Watte gehen - aber unangenehm, schneller Herzschlag, Appetitlosigkeit, Gefühl keine Luft zu bekommen, Übelkeit, Erschöpfung und Müdigkeit dadurch auch Depressionen.
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Dival
Beiträge: 63
Registriert: 10.08.2005 14:01

Beitrag von Dival »

Hi Verona!
Habe gar nicht damit gerechnet, noch vor Deinem Urlaub was von Dir zu hören! Habe mich um so mehr gefreut, Danke!

Ich kann zwar nicht für Dich mitsprechen, aber ich merke immer mehr, dass bei mir das Gefühl, etwas nicht gepackt zu haben, was andere ja auch schaffen, diesen Frust, Unsicherheit und auch Druck geschaffen hat. Vorher habe ich immer laut bekundet, dass ich notfalls auch AD bis an mein Lebensende nehmen würde, wenn ich es denn wirklich brauche und es mir damit besser geht. Aber als es dann jetzt tatsächlich so war, dass es mir ohne AD bzw. mit den Entzugssymptomen schlecht ging, wollte ich überhaupt nicht hören, dass ich wohl erst mal wieder damit anfangen muss, um dann erneut und in kleineren Schritten zu reduzieren.

Mit 30 mg habe ich jetzt wieder angefangen, weil es mir damit vorher wirklich total gut ging.
Nach ca. 2 Wochen mit 15 mg fingen die Symptome an: am schlimmsten waren die Kopfschmerzen, die einfach nicht weggehen wollten, trotz Sport, absolut ausgewogener Ernährung, Entspannungsübungen und viel Ruhe. Tja, und dann nach 2 Wochen auf Null-Dosis wurden alle Symptome stärker, und neue Symptome wie Anzeichen für Angst traten auf, die ich nicht mehr einordnen konnte.
Also: 30 mg, weil die Neurologin dies geraten hat, und weil auch meine Psychotherapeutin dies für sinnvoll hält; mit 15 mg ging es mir ja nicht wirklich gut.

Irgendwie kam in diesen letzten beiden Wochen ganz vieles zusammen, so dass ich immer noch nicht genau weiß, welche Symptome nun wohin gehören. Ich denke, dass bei mir und damit vielleicht bei „Frau“ wohl immer eine Kombination aus mehreren Faktoren zusammenkommt wie z. B. Prämenstruelles Syndrom, Hormonspiegel (bin gerade 40, keine Kinder, also vielleicht schon Beginn der Wechseljahre?), Rückenprobleme, und dann natürlich auch unbewusste Prozesse, die durch die Psychotherapie in Gang setzt. Z. B. hat mir heute der Masseur gesagt, dass vielleicht 50 % der Symptome, die ich am Mittwoch hatte, auch eine Wirkung der Massagehandlung vom Vortag sein können. Ist schon alles ziemlich verwirrend!

Vielleicht kannst Du ja versuchen, erst mal alles, was Druck erzeugt (und damit auch der Gedanke: ich muss endlich von diesem Zeug wegkommen) ein wenig nach hinten schieben. Du weißt doch ganz tief drinnen, dass Du es schaffen kannst! Aber alles hat seine Zeit und vielleicht ist gerade jetzt nicht der richtige Zeitpunkt?
Ich wünsche Dir also, dass der Urlaub Dir wieder mehr Ruhe geben kann und Deine Verzweiflung über den nicht ganz so erfolgreichen Absetzversuch geringer wird. Hier im Forum sieht man ja, dass diese Probleme weitverbreitet und ganz sicher kein persönlicher Misserfolg wegen mangelnder Willensstärke sind!

Also, Kopf hoch und viel Spaß im Urlaub!
Würde mich über eine Nachricht nach dem Urlaub echt freuen!
Dival
01/05 Diagn.: Schwere depressive Episode, Panikstör., Agoraphobie, Subsyndromale posttraumat. Belastungsstör., Somatisierungsstör.
Vorlauf / Medikation
Medikation:
07/04: Klinik: Atosil 25 Trop., wg. massiver Schlafstör. durch Traumatis. bei Holotropem Atmen
08 - 11/04 tgl. Laif 900, Ivel Mono (Baldrian)
11/04: Panikatt., Notfallamb., Valium, IMAP
11/04: a) Tavor (Lorazepam), bis 12/04: 1,5 mg, dann 2 Wo. 1,0 mg, 1 Wo. 0,5 mg, 0, o.k.
01/05: 4 Wo. Klinik
11/04 – 06/05: Remergil / Mirtaz. 30 mg, Nebenw.: Gew. +6 kg, lebhafte Träume;
Absetzversuche:
01.07. - 21.07.: 15 mg; Absetzs.: Unruhe, Schlafstör., Gedankenkreisel, Unwohlsein, Kopfschm., Unsicherheitsgefühl
seit 22.07: 0 mg; Absetzs.: Verstärkte Symptome, Negativ-Gedanken, kleine Schläge durch ganzen Körper, leichte Angstgefphle
10.08.: Absetzvers. abgebrochen: wieder 30 mg
15.08.: 4 Nächte Restless-Legs-Symptom, Sprachschwierigkeiten
24.08.: okay, leichte Gewichtsabnahme
22.09.: Start 2. Absetzvers.: 25 mg, mind. 3 Wo.
31.10.: noch 25 mg, alles i. O.
02.12.: ca. 20 mg; 27.12.: ca. 15/16 mg, jetzt eher 15 (12.01.06)
01.02.06: 13,5 mg / Remeron flüssig = 0,9 ml, 23.02.: 12 mg (0,8 ml), 16.03.: 10,5 mg (0,7 ml)
06.04.06: 9 mg (0,6 ml); ab 27.04.: 7,5 mg (0,5 ml), läuft super.
14.07.06: ab morgen noch 0,1 ml / 1,5 mg. Dann ist es geschafft! Bin sehr zuversichtlich und dankbar für den Tipp mit dem flüssigen Remergil.
09.08.: 0,0
14.09.2006: 0,0 und alles in Ordnung! Jippieh!
Volker
Beiträge: 9
Registriert: 04.08.2005 14:17

Beitrag von Volker »

Hallo Verona,

Bin seit eimem Klinikaufenthalt im März 2001 auf Mirtazapin 30
( zunächst Remergil/ dann Mirtazapin ) . Nach 2 erfolglosen Absetzversuchen 2003/ und 2004 beginne ich seit einer Woche das Mirtazapin auszuschleichen. Bei vorherigen Absetzversuchen hatte ich ähnliche Symtome , wie Du bescheibst, zusätzlich heftige Schweissausbrüche nachts/ Albträume/ Gefühle als ob die Gedanken irgendwie vollkommen wegschwimmen und asolut keine Fähigkeit mehr , überhaupt etwas konzentriert zu tun.
Ich habe am Montag begonnen von 30 mg auf 22,5 mg zu wechseln un möchte diese Dosierung mindestens für 4 Wochen beibehalten , anschliessend werde ich auf 15 mg gehen und dies wieder für 4 Wochen beibehalten.
Ich denke, nach allem was ich in den Beiträgen dieses Forums gelesen habe, ist es wichtig, ganz langsam auszuschleichen . Vor allem für die Reduzierung von 15 mg auf Null würde ich Dir empfehlen, wie in einigen Beiträgen auch geschrieben, auf das Medikament in flüssiger Form zu wechseln und in mg-Schritten zurückgehen ( werde / wenn vorher alles einigermassen läuft/ alle 14 Tage um ein mg zurückgehen).
Denke inzwischen, dass viele Ärzte in Bezug auf Mirtazapin absolute Dilettanten sind ( Kommentar meines Neurologen: wenn es Ihnen besser geht, können Sie das Medikament natürlich ganz kurzfristig wieder absetzen. Auf Nachfrage: keine Gefahr der Abhängigkeit)

Alle Gute
Volker
lesenfee200
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Wohnort: Mecklenburg Vorpommern

Beitrag von lesenfee200 »

Hallo Volker,

will mich mal kurz einklinken und dir sagen, dass du genau richtig
ausschleichst. Dabei wünsche ich dir alles Gute.
Ich habe leider nicht die flüssige Form vertragen und bin jetzt bei
einer viertel Remergil (von 15mg) angekommen. Mir geht es ganz gut
und fühle langsam wieder wie früher. D.h. ich spüre wieder meine
"alten" Gefühle, ob Trauer oder Freundigkeit. Es ist eigentlich ein
schönes Gefühl nicht mehr so von dem AD beeinflusst zu werden.
Aber ohne Verhaltenstherapie würde ich es wohl nicht schaffen.
Durch den Therapeuten versuche ich die alten schlechten Gedanken-
muster durch positiv zu "löschen". Es ist nicht immer leicht, aber
nur so denke ich, schafft man es auf Dauer ohne AD klar zu kommen.

lg Anke
Verona
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Beitrag von Verona »

So wollte mich einfach nur mal wieder melde. Sorry, dass es so spät ist. War eine Woche in Urlaub, und hab mein Mirtabene (Mirtazapin) zu Hause vergessen. Also nachdem ich dann keins mehr hatte mußt ich ja aufhören. Danach erkrankte ich ziemlich heftig an einer Nierenbeckenentzündung mit über 40 Grad hohem Fieber. Dank einer starken Dosis Antibiotika ging das Fieber schnell wieder runter. Also wie sich jeder vorstellen kann, gehts mir noch immer nicht gut. Keine Ahnung, ob das jetzt Absetzerscheinungen sind, oder einfach noch die Antibiotikaeinnahme.

Ich werde versuchen mich da durchzubeißen - nur an den miesen Symptomen hat sich leider nicht viel geändert. Vorallem die Benommenheint und so ein komisches Schwächegefühl macht mir sehr zu schaffen.

Ich melde mich wieder, und danke fürs Lesen.

Liebste Grüße

Verona
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Hannes Wien
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Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Verona,
Ich werde versuchen mich da durchzubeißen - nur an den miesen Symptomen hat sich leider nicht viel geändert. Vorallem die Benommenheint und so ein komisches Schwächegefühl macht mir sehr zu schaffen.
Das ist eindeutig von Mirtazapine, wenn es zu heftig wird versuche mit 3mg (flüssig) wieder stabil zu werden.

Und dann sehr langsam runter!

Liebe Grüße

Hannes
lesenfee200
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Hallo Verona

Beitrag von lesenfee200 »

Hannes hat Recht.
Wenn es nicht besser wird nimm eine geringe Dosis ein.
Ich habe das flüssige Remergil nicht vertragen. Da ging der Schuß nach
hinten los. Du kannst auch eine viertel Remergil (von 15mg) nehmen.
Da behälst du erst mal einen Spiegel im Stoffwechsel.
Ich nehme die Dosis seit gut 3 Wochen und wenn bald einen Tag Pause
dazwischen einlegen. Dh. also jeden 2. Tag eine viertel Tabl.
Dies mal habe ich mir vorgenommen gaaaanz langsam auszuschleichen.
Es nützt nichts es auf brutale Art zu versuchen und dann von den
körperlichen Absetzsymptomen am Boden zerstört zu sein.

Viel Glück!

lg Anke
Verona
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Wohnort: Österreich

Beitrag von Verona »

Ihr seids Schatzerln dass ihr mir antwortets, ob das Absetzsymptome sind oder nicht. Ich tu mir einfach schon viel leichter, (vom Kopf her) wenn ich weiß woher es kommt, sonst würde ich im Kreis rennen. Bin sehr froh, hier Austausch gefunden zu haben. Also dann zähl ich mal die Benommenheit und das blöde Schwächegefühl den Absetzsymptomen zu. Schlafen konnte ich nach dem Absetzen übrigens auch nicht mehr gut, das hat sich aber mittlerweile eingependelt. Eigentlich mag ich im Moment gar nichts mehr nehmen, auch nicht 15 mg oder noch weniger Mirtazapin, denke der Körper muß sich doch daran gewöhnen, dass er nix mehr bekommt. So stell ich mir das halt mal als Leie vor. Ich wart mal ab.

Wie gehts denn euch so? Würde mich echt interessieren ..................

Liebste Grüße

Verona
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Gesperrt