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neu: fluvoxamin gegen sulpirid... oder:was soll das alles

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
acid
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Registriert: 17.06.2005 09:56
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neu: fluvoxamin gegen sulpirid... oder:was soll das alles

Beitrag von acid »

:frust:


hallo meine lieben leidensgenossen

ich bin neu auf eurer seite, leider nicht neu im ganzen medikamentenwirrwarr der nation. :(

seit sieben jahren in therapeutischer behandlung, depression, ängste...
von geschlossener klinik, über offene, tagesklinik, hin zu ambulanter therapie alles schon mitgemacht... die meisten dinge waren einfach nur unsinniger mist, weil meine umwelt unüberlegt und nichtreflektierend über mich urteilte, als ich noch nicht volljährig war
das hat sich jetzt mit meinen 20 jahren etwas gebessert.

so....
ich habe angefangen mit tavor und zyprexa, es ging weiter mit fluvoxamin, zwischendurch andere antidepressiva, neuroleptika, sogar antiepileptika...
mit den fluvoxamin habe ich jetzt vier jahre ausgehalten.
mein neurologe hat mir nun sulpirid verschrieben, die fluvoxamin abgesetzt.
habe kopfweh, schwindel, schwitze, mir ist schlecht, ich habe kopfdruck und meine augen tendieren ins gelbliche. :cry:
guten tag leberwerte
ich bin mit den fluvoxamin einfach nicht mehr klargekommen. mir war nur noch schlecht und 30kg habe ich in den jahren zugenommen und bekomme sie nicht mehr runter...

:vomit:

tja, jetzt hab ich nicht nur die körperlichen sypthome, sondern auch ängste. bin heute wegen einer panikattacke aus der schule gerannt, ist mir seit jahren nicht mehr passiert.

von einer fluvoxamin auf eine sulpirid, nehme sulpirid jetzt ne woche und steiger ab morgen auf zwei. ist das ne gute umstellung?

so, und jetzt zu meiner frage...also
inwiefern verändert drogenkonsum die wirkung von sulpirid...
pep,speed, kiffen..
ich frage nur aus intresse.
sind die symphtome normal?
was kann ich gegen diesen extremen schwindel machen?
und das ekelhafte schwitzen...
kann es sein das ich einen fluvoxaminentzug durchmache?
habe sie ja vier jahre durch genommen.
was hilft gegen all den unsinn..

und mit all dem unsinn muss man funktionieren in der gesellschaft...
was soll das alles!



:shock:



entschuldigt das wirrwarr. kann kaum einen klaren gedanken fassen.

ich freue mich diese seite gefunden zu haben und erhoffe anschluss bei euch.

acid :censored:
diagnose: posttraumatische belastungsstörung
symptome: ängste, depressionen, soziale phobie, jetzt auch stimmenhören
medikation: paroxetin 20mg und doxepin 25mg
bisherige absetzversuche: 2000 zyprexa und tavor, bis 2005 vieles ausprobiert, fluvoxamin 2jahre lang und diverse ssri und lange sulpirid, alle absetzversuche geglückt, aber anstrengend und mit unheimlichen abstürzen und ängsten, zittern, und suizidgedanken...
seit 2005 paroxetin
dazu seit 20.11.06 doxepin
Hannes Wien
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Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Acid!
von einer fluvoxamin auf eine sulpirid, nehme sulpirid jetzt ne woche und steiger ab morgen auf zwei. ist das ne gute umstellung?
Du musst auf jedem Fall das Fluvoxamin langsam, nach so langer Zeit über einige Monate ausschleichen!
tja, jetzt hab ich nicht nur die körperlichen sypthome, sondern auch ängste. bin heute wegen einer panikattacke aus der schule gerannt, ist mir seit jahren nicht mehr passiert.
Das ist Entzugserscheinungen siehe link:infopaket und http://www.antidepressiva-absetzen.de/ also ganz langsam absetzen.
inwiefern verändert drogenkonsum die wirkung von sulpirid...
pep,speed, kiffen..
Was Pep ist weiss ich nicht aber Speed und Fluvoxamin kann LEBENSGEFÄGRLICH sein also Finger weg.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=1721

Liebe Grüsse

Hannes
PhilRS
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ACHTUNG !!!

Beitrag von PhilRS »

Mensch acid,

interpretiere ich Deinen user-(!) Namen richtig??

Mir fehlt die nötige Extrem-Markierung für das, was ich hierzu sagen muss:

CANNABIS + SSRI, und vor allem

LSD + SSRI

sind auf gar keinen Fall zusammen einzunehmen !!!
- das ist eine potenzielle Fahrkarte ins Pflegeheim !!!

Fluvoxamin ist in dieser Hinsicht (Komb. mit LSD & Co. => das war's dann mit der Hirnchemie) zwar nicht ganz so häufig aufgefallen wie Fluoxetin (FLUCTIN, PROZAC).

Das liegt aber an der selteneren Verwendung, PROZAC wurde -zig mal häufiger verwendet und führte darum häufiger zu Meldungen über schwere neurotoxische Wechselwirkungen mit LSD.

Fluvoxamin hat ziemlich sicher dasselbe hohe Risiko.

:!: :!: :!: In den USA sind inzwischen über 100 Fälle bekannt, wo die Kombination von SSRI (Fluvoxamin, Fluoxetin, u.a.) mit Halluzinogenen (LSD, Ecstasy, ferner Cannabis usw.) zu schweren Schizophrenie-artigen Psychosen geführt hat -> die sich nicht ausreichend behandeln lassen, und über lange Zeit bestehen bleiben !!! Die Betroffenen wandern dementsprechend ins Heim, oder unter die nächste Brücke (je nach Versicherung und "Krankheitseinsicht").

Nochmals: Wenn das passiert, dann gibt's keinen Rückfahrschein !

Es handelt sich hierbei auch nicht um die "normale" Halluzinogen-Psychose, und die Leute müssen auch keine Risikofaktoren haben! Es ist nach jetzigem Wissensstand wurscht, ob man gefährdet ist oder nicht, also z.B. bisherige Einnahme ohne größere Probleme verkraftet hat.

Statt dessen ist es wohl so, als ob "ein Schalter umgelegt" wird - und das war's dann! ... Kann bei jeder einzelnen Einnahme passieren, egal wie oft es vorher gutging.

Ich hoffe Du weißt, was das bedeutet.

Alles Gute dennoch
-PhilRS.
PhilRS
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NACHTRAG - und an Hannes

Beitrag von PhilRS »

NACHTRÄGE:

* "Normale Halluzinogen-Psychose": Meinte sowohl den psychose-artigen Zustand unter LSD u.a. Halluzinogenen, als auch Flashbacks sowie die protrahierte Form (das "Hängenbleiben"). In solchen Fällen ist es oft möglich, mit Neuroleptika gegenzusteuern, oder zumindest kann im Laufe der Zeit oft ein Abklingen registriert werden (Gegenbeispiele vorhanden).

* Das Konzept der "drogeninduzierten Psychose" nach DSM-IV und ICD-10 ist m.E. problematisch, jedoch allgemein anerkannt (ich wollte die Unterscheidung trotzdem treffen).

-> Die SSRI+Halluzinogen-Psychose ist schwerer als die oben genannten und nicht damit vergleichbar !! Schlechtere Prognose als Hauptproblem.

<hr>
@Hannes:

"pep" ist weitgehend synonym mit "speed", aus pharmakologischer Sicht. Im Straßenjargon werden oft verschiedene Ausdrücke verwandt, um bestimmte Produkte von anderen abzuheben (und durch die variierenden Erwartungen der Käufer neue "Marktsegmente" aufzutun).

Von daher unterscheidet sich der Schwarzmarkt eigentlich kaum vom "Weißmarkt". :x

Gruß
-PhilRS.
acid
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Beitrag von acid »

entschuldigt, dass ich erst jetzt antworte. internetzugang war gekappt.
ich nehme keine/kaum drogen, ich habe wegen einer freundin von mir gefragt, welche konsumiert und selber medikamente / antidepressive nimmt.
wenn solch eine psychose ausgelößt wird, welche möglichkeiten hat man, um ins normale alltagsleben zurückzukehren?

ich glaube, mir geht es zur zeit wieder ein wenig besser... wenn nur diese kopfschmerzen nicht wären.
mein neurologe meinte fluvoxamin sei schon auf niedriger dosis gewesen, deshalb der schnelle wechsel. mir gings trotzdem wirklich mies.
nehme jetzt 150mg sulpirid, geht mir wie gesagt etwas besser. hoffe die reste verklingen auch noch... bin immernoch etwas durcheinander und durch den wind, renne planlos durch die gegend und laufe gegen dinge... puh.

danke für die antworten.

acid
diagnose: posttraumatische belastungsstörung
symptome: ängste, depressionen, soziale phobie, jetzt auch stimmenhören
medikation: paroxetin 20mg und doxepin 25mg
bisherige absetzversuche: 2000 zyprexa und tavor, bis 2005 vieles ausprobiert, fluvoxamin 2jahre lang und diverse ssri und lange sulpirid, alle absetzversuche geglückt, aber anstrengend und mit unheimlichen abstürzen und ängsten, zittern, und suizidgedanken...
seit 2005 paroxetin
dazu seit 20.11.06 doxepin
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