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Richtige Dosis berechnen - Dreisatz

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Blumenwiese
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Richtige Dosis berechnen - Dreisatz

Beitrag von Blumenwiese » Freitag, 19.07.19, 0:33

Hallo,

Ich hab festgestellt, dass es häufig die Frage nach dem Berechnen der richtigen Dosis gibt. Darum möchte ich hier kurz den Dreisatz nochmal erklären, so wie ich das mache und am leichtesten finde. Falls es im Forum schon so einen Beitrag gibt, kann der hier auch wieder gelöscht werden ;)

Beispiel:

Ich nehme gerade 50 mg. Also entspricht 50 mg 100%
Also: 50 mg = 100%

Sagen wir, ich möchte 7% reduzieren. Dann schreibe ich mir den Dreisatz wie folgt auf:

50 mg = 100 %
X = 7 %

Da die Menge sich proportional zueinander verhält, wird hier beim Dreisatz über Kreuz gerechnet.

Also 7%×50 mg÷ 100%

Was man womit Mal nimmt, sieht man am besten, wenn man es so wie ich aufschreibt.

Noch ein Beispiel, wenn man nicht wissen will wieviel etwas in Prozent ist, sondern in Milligramm:

Ich nehm gerade 50 mg und möchte auf 42 mg reduzieren. Wieviel Prozent ist das?

50 mg = 100 %
42 mg = X


Auch hier rechne ich wie oben auch, überkreuz.

42 mg×100%÷50 mg

Immer die Werte die sich diagonal gegenüberstehen rechne ich Mal und teile durch den Wert, der dem X diagonal gegenübersteht.

Genauso kann man auch die Anzahl der Kügelchen berechnen. Immer drauf achten, dass die gleiche Maßeinheit auf der gleichen Seite steht. Also z.B. links Milligramm und rechts die Prozentwerte. Oder eben links Anzahl der Kügelchen und rechts Miligramm oder Prozent.

Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen verständlich erklären. Wenn was unklar ist, bitte fragen.
Zuletzt geändert von padma am Samstag, 27.07.19, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Signatur abgehängt

padma
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Re: Richtige Dosis berechnen - Dreisatz

Beitrag von padma » Samstag, 27.07.19, 18:06

hallo,

und hier die Variante ohne X für diejenigen die sofort die Krise bekommen, wenn sie eine mathematische Gleichung sehen. :o

Beispiel:

Ich nehme 50 mg und möchte um 7 % reduzieren

50 mg entsprechen 100 %
1 % entspricht 50 mg geteilt durch 100 = 0,5 mg
7 % entspricht 0,5 mg mal 7 = 3,5 mg

Du nimmst also 3,5 mg weniger entspricht 46,5 mg


Beispiel:


Ich nehm gerade 50 mg und möchte auf 42 mg reduzieren. Wieviel Prozent ist das?

50 mg entsprechen 100 %
1 mg entspricht 100 geteilt durch 50 = 2 %
8 mg weniger ( 50 mg- 42 mg) entsprechen 8 x 2% = 16% weniger.


Und für die Rechenfaulen gibts den Dreisatzrechner: https://www.mathepower.com/dreisatz.php

padma
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Re: Richtige Dosis berechnen - Dreisatz

Beitrag von padma » Samstag, 27.07.19, 18:31

hallo,

jetzt noch ein Rechenbeispiel zur Kügelchenmethode:


Rechenbeispiel:


Du hast eine 75 mg Venlafaxin Kapsel, die durchschnittlich 288 Kügelchen enthält. Du benötigst 68 mg.

75 mg entsprechen also 288 Kügelchen.
1 mg entspricht 3,8 Kügelchen (288 geteilt durch 75 = 3,8)
68 mg entsprechen 258,4 Kügelchen (68 mal 3,8 = 258,4)

Du benötigst also 258 Kügelchen


Für die Wasserlösemethode:

Rechenbeispiel:
Du hast eine 20 mg Tablette und benötigst 18 mg. Die Tablette löst du in 100 ml Wasser.

20 mg entsprechen jetzt 100 ml
1 mg entspricht 5 ml (100 geteilt durch 20 = 5)
18 mg entsprechen dann 90 ml ( 18 mal 5 = 90)

Du nimmst also 90 ml der Lösung ein und schüttest 10 ml weg.


Für Reduzieren mit der Feinwaage

Rechenbeispiel:

Du hast eine Tablette mit 20 mg Wirkstoff. Du benötigst 18 mg.
Die Tablette wirkt durchschnittlich 2,86 g (= 2860 mg) (1 g = 1000 mg)

20 mg Wirkstoff entsprechen also 2860 mg Tablettenngewicht
1 mg entspricht 143 mg (2860 geteilt durch 20 = 143)
18 mg entsprechen 2574 mg (18 mal 14,3 = 2574)

Du benötigst also 2574 mg (2,574 g) Tablettengewicht

Weitere Rechenbeispiele und Erklärungen findest du hier: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 53#p257753

Straycat
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Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Richtige Dosis berechnen - Dreisatz

Beitrag von Straycat » Sonntag, 28.07.19, 11:21

Hallo an alle,

ich verwende immer diesen Prozentrechner zur Berechnung meiner Dosis und wie viel ich reduziere:
https://www.blitzrechner.de/prozent/

Dachte mir ich lasse diesen Tipp mal hier, für alle, die ebenso schlecht in Mathe sind/waren, wie ich ;-)

Alles Liebe,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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