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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 28.01.19, 18:54

Übersetzung des Erfahrungsberichts von User "pug" im Mai 2017:
pug, your miracle is coming, hang on!
(übersetzt von mir, Quietscheentchen)

pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!


Ja, es wird sich wie ein Wunder anfühlen, wenn es für dich geschieht. Und es wird für dich geschehen, es ist nur eine Frage der Zeit.

Das möchte ich zuallererst loswerden: Ich glaube daran, dass wir alle mit der Zeit heilen. Es ist mir so ergangen, es geschieht mir weiterhin und es wird auch dir geschehen. Bin ich 100% geheilt? Nein. Geht es mir so, so viel besser? Oh ja!


Nun zu ein paar Grundlagen:

Männlich, Mitte 50, habe Zoloft über 20 Jahre eingenommen, vor 3,5 Jahren einen Kaltentzug hingelegt. Nach fünf Monaten ohne dachte ich, ich hätte einen Rückfall, begann also mit Prozac für 3,5 Monate und stoppte ebenfalls kalt.
Dann fand ich das Forum und entdeckte, dass ich keinen Rückfall durchmachte sondern einen Entzug. Also ja, ich machte alles komplett falsch und das mehr als einmal! Ich bin der Beweis, dass wir heilen können, wenn man uns Zeit gibt.

Gerade habe ich 30 Monate frei von Medikamenten gefeiert.


Nun, wie fange ich also an, die unmenschliche Folter zu beschreiben, die ich bis vor recht kurzem durchmachte? Ich bin nicht sicher, aber ich versuche es. Ich machte sowohl das Wellen-und-Fenster-Muster durch, als auch das Anhaltende-Leiden-Muster. Ich war einer derjenigen, die nach dem Absetzen sehr litten, aber erst nach etwa sechs Monaten wirklich niedergewalzt wurden. Nach einem Jahr konnte ich kaum funktionieren, nach anderthalb Jahren ging es mir immer noch furchtbar, und nach zwei Jahren nach Absetzen fragte ich mich, ob ich zu schier endlosem Leid verdammt war.

Aber jetzt, wo ich 2,5 Jahre hinter mir habe, glaube ich, ich habe die Kurve gekriegt.


Wellen und Fenster machten mein gesamtes erstes Jahr aus, dann wurde daraus durchgehendes Leiden für so ziemlich die nächsten 6 – 12 Monate oder länger. Dann wieder zurück zu Wellen und Fenstern. Meine letzte schwere Welle war in den Monaten 25 – 26 und nun fühlt es sich endlich an wie solider Fortschritt im letzten Monat oder so.

Ich zögere, hier Symptome aufzulisten, weil ich weiß, wie sehr es mich ängstigte, zu lesen, was andere durchmachten. Andererseits half es wirklich, wenn sich ein neues Symptom zeigte, denn ich wusste, es war Teil des Heilungsprozesses und keine Krankheit.

Die meisten Symptome sind nun verschwunden oder nur minimal ausgeprägt, obwohl sie für Jahre anhielten. Und nur, weil ich sie so erlebte, heißt das nicht, dass du es wirst. Wir alle haben einen sehr individuellen Weg zur Heilung.
Hier sind sie nun in keiner bestimmten Reihenfolge:

Tiefe Depression, Angstzustände, Paranoia, Zwangsstörung, Panikattacken, Zwangsgedanken, die mich folterten, Hoffnungslosigkeit, irrationales Denken, suizidale Gedanken, Brain Zaps, intensive Krankheitsangst, schwere innere Anspannung, die sich anfühlte, als wäre mein gesamtes Inneres eingezwängt, sexuelle Dysfunktion, starke Anspannung, Zittern und Schmerzen in der Rückseite meiner Schenkel und Waden, schrecklicke Schmerzen in Schultern und Oberarmen, Manie, extreme Blähungen und Bauchschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Vertigo, das Gefühl, mein Gehirn stünde in Flammen, das Gefühl, ein Teil meines Gehirns fehlte, das Gefühl, eine Bombe wäre in meinem Kopf losgegangen, Schwebender-Kopf-Gefühl, sehr heißes Gesicht, Probleme mit Körpertemperaturregulation – mir war sehr heiß oder sehr kalt, Verstopfung, Dehydrierung, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, fühlte mich tot, Anhedonie, Akathisie, Stimmungsschwankungen, Insomnie, schlimmer Brain Fog und Unfähigkeit, klar zu denken, sensible Sicht und Gehör, juckende und brennende Haut, Erkältungssymptome, Kopfüberlastung, Phantomgerüche, andauernder Tinnitus, schlimme Fatigue und Erschöpfung, ich konnte nicht lesen, Musik hören oder meditieren, Palpitationen, sich bewegender dumpfer oder stechender Schmerz überall im Körper, Kopfschmerzen, und so viele andere Symptome, an die ich mich nicht erinnere.
Die Folter, der Schmerz, die Qual, das Leiden und die völlige Verzweiflung waren unendlich… bis es für mich endlich begann, aufzuhören. Und für dich wird es das auch.


Hat mir irgendetwas auf dem Weg geholfen? Ich habe vieles versucht: Akupunktur, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel, Neurofeedback, kein Gluten, kein Zucker, kein Koffein, kein Alkohol, und alles andere, das ich versuchen konnte, um mich besser zu fühlen. Hat es funktioniert? Auf eine Art hat alles funktioniert, denn es hielt mich auf meine Heilung konzentriert und gab mir Hoffnung, wenn ich keine mehr hatte, und die Möglichkeit, dass es mir besser gehen könnte. Aber die Zeit, die verging, war das tatsächliche Heilmittel, obwohl das das letzte war, was ich hören wollte, während ich so sehr litt. Ich bemerkte, dass Achtsamkeit, Atemübungen und körperliche Aktivität halfen, wenn alles andere versagte und ich wirklich verzweifelt war. Viele Stunden wurden nur in dem Versuch verbracht, auf meinen Atem zu achten, wie er aus meinem Körper ein und aus ging. Und ich nutze diese Praktik noch heute als Entspannungsübung.
Es half mir auch sehr, diese Seite täglich zu besuchen, sowie Benzo Buddies. Ich las für Stunden am Stück Erfolgsgeschichten, die Bloom in Wellness Facebook Seite und alles von Baylissa Frederick und auch Don Killian.


Also, was bleibt für mich? Ich habe noch immer Tinnitus (obwohl es im letzten Monat viel besser geworden ist), gelegentlich Blähungen und Bauchweh, Nervenschmerzen, ein paar Brain Zaps nachts, Fatigue und Müdigkeit und Schlafstörungen. Wenn ich prozentuelle Angaben machen müsste, wo ich jetzt stehe, würde ich sagen, körperlich bin ich zu etwa 85-90% geheilt und psychisch/emotional zu 90-95% geheilt. Ich esse nun alles, was ich möchte. Obwohl ich so gesund wie möglich esse, denn ich schätze das Leben nun so sehr und ich möchte so lange leben wie möglich. Ich treibe regelmäßig Sport und es fühlt sich wundervoll an. Ich genieße koffeinhaltige Getränke, inklusive normalem Tee und Kaffee, die ich für viele Monate aufgegeben hatte. Ich trinke auch Wein und Bier einige Male in der Woche, wenn ich möchte, und ich genieße es. Ich bin in der besten Form seit der High School und habe 75 Pfund verloren (absichtlich). Das Leben ist wieder gut und allein die einfachen Dinge sind mehr als genug, um Freude und Glück zu bringen.


Das ist nun also meine Geschichte und ich hoffe, sie wird dir Mut machen, während du sie liest, dass du heilen und wieder du selbst sein wirst.

Ich erinnere mich, wie ich ähnliche Aussagen in Erfolgsgeschichten las und dachte. „Ja, genau, das ist so leicht für dich, das zu sagen, du durchleidest ja gerade nicht diese schreckliche Hölle!“ Und vielleicht denkst du dasselbe wie ich damals, aber bitte höre auf meine Worte, du wirst es schaffen, du wirst dich erholen, du wirst dich besser fühlen und du wirst dich mir anschließen und das Leben wieder lieben. Bitte gib nur nicht auf, gib nicht nach und mach weiter!


Wie ich hier nun sitze, mit einer Tasse Kaffee, und darüber nachdenke, was ich die letzten paar Jahre durchgemacht habe, scheint es alles so merkwürdig und fremd. Erfolgsgeschichten versprachen, dass ich es bis zur Heilung schaffen würde, und sie hatten Recht. So bin nun ich an der Reihe, dir zu sagen, dass du es schaffen wirst. „Du wirst es schaffen!“
Ich wünsche allen hier das Allerbeste und eine schnelle Heilung. Bitte lasst mich wissen, wenn ihr irgendwelche Fragen habt und ich werde gern versuchen zu helfen.

Mit all meiner Liebe
Pug
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 07.02.19, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 28.01.19, 19:14

pug updatet auch heute noch seinen Thread und antwortet immer wieder geduldig auf die Fragen der anderen Benutzer.
Seine Mutmachenden Antworten möchte ich ebenfalls gern übersetzen und hier festhalten.


Wie seine Anhedonie verschwand:

https://www.survivingantidepressants.or ... ent=289261



Ich hatte Anhedonie und ich fühlte mich innerlich tot, wie ein Zombie, und ja, jetzt bin ich wieder menschlich! Ich fühlte mich von mir und allem und jedem um mich herum abgeschnitten. Als wäre ich in einem kleinen Bereich gefangen, ohne Kontakt zur Außenwelt, obwohl ich mich doch in ihr bewegte.

Ein Freund oder Familienmitglied hätte genau vor mir sterben können und ich hätte nichts gefühlt. Es war sehr schwer, damit umzugehen und ich war sicher, dass ich dazu verdammt war, auf ewig so zu leben. Aber ich lag falsch!

Meine Emotionen kamen für mich meist mit großen Schwankungen zurück. Zusammenbrechen und eine halbe Stunde lang weinen oder sehr verärgert oder gereizt sein. Überemotionalität, ein Fünkchen Freude für ein paar Minuten, und dann zurück zur Emotionslosigkeit.

Ich hatte einige Schwierigkeiten damit, meine Emotionen zu kontrollieren als sie begannen, zurückzukehren, das war nochmal eine ganz andere Herausforderung.

Langsam aber stetig haben sich meine Gefühle ausbalanciert und sind nun viel stabiler und „normaler“ (oder was für mich normal ist und sich richtig anfühlt).

Ich fühle wieder. Das ganze Spektrum menschlicher Emotionen, und es ist wundervoll.
Das wirst du auch. Geh durch jeden Tag so gut du kannst und die Zeit wird deine Emotionen wieder auf die Reihe bekommen. Ich hoffe, das geschieht für dich sehr bald.

Beste Wünsche

pug
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 28.01.19, 19:30

Über seine sexuelle Dysfunktion
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=289264



Hallo,

die sexuelle Dysfunktion ist viel, viel besser geworden! Keine Angst vor anschaulichen Fragen. Wenn wir hier nicht offen darüber reden, können wir einander nicht helfen!
Es ist schwer abzuschätzen ob ich diesbezüglich wieder „normal“ bin, weil die Medikamente meine Libido und sexuellen Fähigkeiten getötet haben. Und ich habe sie so lange genommen, dass ich nicht wirklich weiß, was für einen Mann meines Alters normal ist.


Ich kann dir sagen, dass meine Lust zurückgekehrt ist, die Erektionen sind viel verlässlicher und die Orgasmen sind wieder intensiv geworden.
Ich habe daran gezweifelt, ob ich jemals wieder Sex wollen würde, in der Lage sein würde, es zu vollziehen oder irgendein Vergnügen dadurch zu empfinden.
Ich habe das Glück, eine verständnisvolle Partnerin zu haben, die mir bei stand während ich heilte und meine Fähigkeiten zurück erhielt.


Ich kann dir sagen, es ist so viel besser als auf Medikamenten, und wurde immer besser, während ich mich erholte. Ich denke, dass es sich weiterhin verbessern wird, so wie alles andere auch.
Sex ist wieder wunderbar und ich bin unendlich dankbar, dass er wieder ein Teil meines Lebens geworden ist.
Ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln, dass es für dich genauso sein wird. Gib dem einfach Zeit.
So frustrierend es auch ist, wenn wir leiden. Aber Zeit wird wirklich den Unterschied machen.
Ich hoffe, dieser Bereich deiner Heilung wird sich sehr bald verbessern. Du wirst so dankbar und glücklich sein, wenn es soweit ist, so wie ich es bin.

...

pug
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 28.01.19, 19:42

Über brennende Haut
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=289286


Die brennende Haut ist so gut wie weg! Für die längste Zeit brannte und kribbelte die Haut rechts an meinem Rücken und fühlte sich merkwürdig an. Ich hatte auch brennende Bereiche an meinen Füßen, Schenkeln, anderen Bereichen und auch meine Brustwarzen brannten. Das ist nun zum größten Teil alles weg.
Gelegentlich habe ich den leisesten Hauch eines Brennens, aber das geht schnell wieder vorbei.

Während meiner Heilung verschwand die brennende Haut immer mal wieder für eine Weile, kam aber immer zurück. So frustrierend!
Aber wieder einmal hat die Zeit dies geheilt und es foltert mich nicht länger.

Ich habe noch Nervenschmerzen, aber das hat sich auch verbessert. Der Schmerz kommt und geht nach eigenem Gutdünken und an willkürlichen Stellen an meinem Körper.
Zuletzt in meiner linken Pobacke und entlang meines gesamten linken Beines. Es kann immer noch sehr schmerzhaft sein, ist jetzt aber sehr viel leichter zu handhaben und ich kann damit umgehen.
Die stechenden Schmerzen haben sich auch verbessert und sind mit der Zeit weniger geworden.
Ich bin zuversichtlich, dass es sich, während ich mich weiterhin erhole und die Zeit vergeht, weiter verbessern und eventuell ganz verschwinden wird.
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 28.01.19, 19:51

Eine Userin fragte nach, ob pug sich noch in die schlimmen Zustände hineinversetzen könne:
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=289288



Du liegst genau richtig! Ich kann mich nicht zurück versetzen oder die Angst, Depression, Hoffnungslosigkeit und absolute Verzweiflung nachempfinden, die ich fast durchgängig empfunden habe für gefühlte Ewigkeiten. Es ist einfach nicht da.


Wie andere schon sagten, du blickst zurück und fragst dich „Was ist da passiert?“ Ich lese mein altes Tagebuch oder denke zurück, und obwohl ich mich an alles erinnere, fühlt es sich nicht genauso traumatisch an oder einflussreich.

Es ist sehr merkwürdig, aber auch wieder verständlich, wenn man bedenkt, dass wir eine Hirnverletzung haben, von der wir heilen.
Manchmal kommt ein Hauch zurück ins Gedächtnis aber das ist alles und es ist schnell wieder weg.
Meine Angst vor Rückfällen ist nun fort, und das ist, warum es sich anfühlt, als hätte ich endlich die Kurve gekriegt.
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 31.01.19, 19:06

Über Bäder und Tagebücher
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=289290



Hallo allerseits,

einige Dinge fielen mir neulich noch ein, die ich mit euch teilen wollte.
Während der schlimmsten Zeiten meiner Heilung, als ich von extremen Angstzuständen, Akathisie und der Angst vor dem Schlafengehen gequält wurde, nahm ich heiße Magnesiumsulfat-Salzbäder direkt vor dem Zubettgehen.
Ich nahm Backpulver und Epsom Salz in Unmengen und weichte im heißesten Wasser, das ich aushalten konnte, für ungefähr 20 Minuten, während ich mir geführte Meditationen anhörte.
Dann ging ich sofort ins Bett und versuchte zu schlafen, oder zumindest zu entspannen. Ich glaube, die Bäder haben geholfen, und vielleicht würden sie euch auch Erleichterung verschaffen.

Auch hilfreich war es, ein Tagebuch zu führen. Meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, wie schlecht es mir ging und meine Symptome aufzulisten, halfen mir sehr.
Es war gut zu notieren, wenn es mir ein wenig besser ging, um darauf zurückschauen zu können und mir zu versichern, dass ich mir die Besserung nicht eingebildet hatte.
Ich kopierte Zitate und Erfolgsgeschichten und fügte sie dort ein, und schrieb auch meine eigenen positiven Affirmationen auf, um sie mir Stunde um Stunde zu wiederholen.
Ich denke, diese Dinge halfen. Ich führte ein elektronisches Tagebuch in einem Word-Dokument und auch eines auf Papier, für die Erfolgsgeschichten und Affirmationen und Zitate.
Ich las beide immer und immer wieder jeden Tag, bis ich das eines Tages nicht mehr brauchte.
...

pug
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 31.01.19, 19:19

Wann er wusste, dass er es geschafft hatte.
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=290813


Es war und ist noch immer ein sehr langsamer Prozess für mich. Es gab viele, viele kleine Kurven, die ich gekriegt habe: Ein bisschen Erleichterung für ein oder zwei Stunden, ein Symptom verschwand für einen Tag, den Silberstreifen am Horizont erkennen während einer dunklen Zeit, nachts ein paar Stunden am Stück schlafen, plötzlich wieder Dinge tun wollen, wie ein Buch lesen oder Musik hören.

Es geschah alles in kleinen Stufen.

Ich schätze, die „große“ Kurve für mich war vor kurzem, dass es mir einfach egal war, wie lange es noch dauern würde bis zur kompletten Heilung oder wie lange ich noch leiden und mich schlecht fühlen musste. Ich weiß, es wird passieren.
Ich vertraue auf meine vollständige Heilung, die kommen wird, und bin an einem Punkt, an dem das tägliche Leben möglich ist, auch mit den Herausforderungen, die sich mir noch stellen.

Wenn du also irgendeine Verbesserung bemerkst, egal wie klein, halte dich mit aller Kraft daran fest und wisse, auch wenn diese erstmal wieder verschwindet, sie wird wiederkommen und irgendwann endgültig bleiben.
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 31.01.19, 19:28

Rückgang der psychischen Symptome
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=290818



Die psychische Qual löste sich sehr, sehr langsam. So langsam, es schien, als würde es gar nicht passieren.
An einem Tag dachte ich „ich glaube, ich fühle mich etwas besser. Ich glaube, die (Symptom hier einfügen) ist nicht ganz so schlimm heute.“

War es besser? Ich weiß es nicht aber es fühlte sich so an, also hielt ich mich an diesem Gefühl der Verbesserung fest, auch wenn ich mich am nächsten Tag wieder furchtbar fühlen sollte.

Ich sagte mir einfach immer wieder, morgen würde es leichter werden. Bis es das eines Tages auch tat.

Ich fühlte mich hoffnungslos und glaubte, dass ich es auf keinen Fall schaffen konnte. Aber ich las jeden Tag Erfolgsgeschichten, die vom Gegenteil schrieben und ich hielt mich mit aller Macht daran fest. Und die Menschen, die diese Geschichten schrieben, hatten Recht. Es wird besser!
...

pug
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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 31.01.19, 19:43

Über Brain Fog und Tinnitus
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=295669


Der Brain Fog ist nun beinahe verschwunden, außer ich habe einen stressigen Tag. Aber er ist nun viel leichter und hält nicht länger als ein paar Stunden an.
Es ist ein schreckliches Symptom und ich habe nicht wirklich Verbesserungen bemerkt, bis nach ungefähr 18 – 20 Monaten, dann lichtete sich der Nebel nur kurz und rollte gleich wieder an.

Endlich, nach etwa zwei Jahren, zog er sich zurück und ich dachte „Wow! Ich kann wieder denken und mein Gehirn funktioniert!“

Wie auch bei allem anderen war dies ein sehr langsamer Prozess und ich dachte, der Brain Fog würde nie verschwinden. Tat er aber, und dafür bin ich so dankbar.
Gedächtnis und Wahrnehmung haben sich sehr verbessert, noch nicht zu 100%, aber so, so viel besser, dass es sich wie 125% anfühlt!

Es kommt sehr darauf an, wie ich mich an jenem Tag/Stunde/Minute fühle. Habe ich mehr mit Symptomen zu kämpfen, sind auch Gedächtnis und Wahrnehmung betroffen. Aber um einiges weniger als zuvor.
Nun kann ich mich durch jede Herausforderung arbeiten und mich dabei meist kompetent fühlen.

Der Tinnitus ist auch besser geworden. An einigen Tagen leiser, und er war sogar schon ganz weg für ein oder zwei Tage! Was für ein unwirkliches und tolles Erlebnis, einen Tag lang keinen Tinnitus zu haben. Das gibt mir viel Hoffnung, dass er irgendwann ganz verschwinden wird.

Wie alle meine Symptome wurde er schrittweise, beinahe unmerklich, besser, obwohl ich dachte, das würde er niemals.
Jetzt gerade ist es für mich ein zischender Hochspannungs-Tinnitus. Aber nicht so laut wie damals und einfacher zu ignorieren. Und wer weiß, vielleicht ist er für morgen mal weg. Oder übermorgen!
...

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Re: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 31.01.19, 19:57

Wie geht es ihm im August 2017? Sein Umgang mit Wellen
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=298778


Es wird bei mir weiterhin besser. Mein Prozess jetzt ist so ziemlich derselbe wie die ganze Zeit zuvor auch. Es geht mir schlechter, bevor es besser wird. Der Unterschied ist, jetzt sind die Symptome weniger ausgeprägt und leichter zu handhaben.

Ich schätze, man könnte sie Wellen nennen, wenn es mir nicht so gut geht. Allerdings auf so einem anderen Niveau, sie sind eigentlich eher Miniwellen. Nicht immer angenehm, aber aushaltbar.
Die „zwei Schritte vorwärts, ein, zwei oder sogar drei Schritte zurück“ sind für mich nun eher „ein Schritt vorwärts und ½ oder ¼ zurück“. Mehr Fortschritt und weniger Rückschlag.

Mein Umgang mit einer Welle oder schlechten Phase ist seit jeher der Versuch, positiv zu bleiben, mir selbst zu versichern, dass es besser wird und Heilung auf lange Sicht zu sehen. (Mit genügend Zeit werde ich heilen.)
Monate und Monate lang fühlte ich mich so schlecht, es war nur schlichtes Überleben. Ich tat, was ich konnte, um von Moment zu Moment durchzuhalten. Ich erinnerte mich an die Erfolgsgeschichten, die es hier und anderswo gibt.

Nicht immer gelang mir das. Viele Stunden lang verfluchte ich mein Schicksal, hatte keine Hoffnung, und wollte aufgeben. Aber ich überstand es irgendwie und fühlte mich ein wenig besser, und das erneuerte mein Vertrauen darin, dass Verbesserungen stattfinden würden.
Wenn du durchhalten kannst, bis sich etwas verbessert, egal wie wenig, dann wirst du die Bestätigung haben, dass die Dinge sich ändern können, und dieses erneuerte Vertrauen wird dich weitermachen lassen bis zur nächsten Besserung.
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Re: Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 08.02.19, 14:47

Über Muskelbeschwerden und seine Emotionen
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=298779


Ich hatte Muskelschwäche, alle Arten von merkwürdigem Kribbeln, Schocks, Zuckungen und andere Symptome, die ich schwer beschreiben kann.

Ich hatte auch den furchtbaren Kopfdruck und sensibles Sehen und Hören.

Ich fühlte mich innerlich tot und hatte keinerlei Gefühle. Es war sehr schwer und beängstigend. Alle diese Symptome waren hartnäckig und eine Herausforderung und fühlten sich an, als würden sie nie mehr weggehen. Ich war sehr sicher, dass ich mich nie wieder besser fühlen würde.

Aber die Dinge wurden langsam besser und die meisten Symptome stören mich heute nicht mehr oder werden mir nur kurz in Erinnerung gerufen, um dann recht schnell wieder zu verschwinden.


Meine Gefühle sind zurück und ich habe die ganze Bandbreite möglicher Emotionen und das angemessene Gefühl zu jeder Situation. Es ist wundervoll und ich werde es nie als selbstverständlich hinnehmen.

Und ich sehe keinen Grund, weshalb die Heilung nicht auch für dich so verlaufen sollte.
Tu weiter, was du kannst, um jeden Moment des Tages zu überstehen, konzentriere dich auf die Heilung, von der hier im Forum und in Erfolgsgeschichten berichtet wird, und wisse, dass sie möglich ist, und geschieht!

...

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Re: Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 09.02.19, 18:31

Über Derealisation/Depersonalisation und seine Arbeit
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=298781


Ich hatte Depersonalisation und Derealisation. Extrem erschreckend und herausfordernd. Ich fühlte mich abgeschnitten von der Welt und mir selbst. An einem Fremden, isolierten Ort herumschwebend und für immer verloren.

Auch fühlte ich mich tot für eine Weile. Als wäre ich nichts außer der automatischen Funktionen, die mich am Leben hielten.

Etwas, das ich während dieser Zeit durchmachte, war die Angst vor körperlichen Krankheiten und das war für mich so furchterregend, dass es mich anspornte, bis zum nächsten Tag durchzuhalten, für etwas Erleichterung. Die irgendwann in kleinen Portionen kam.

Es war genug, um mich weitermachen zu lassen. Und das ist alles, was es brauchte. Mehr Zeit, die vergeht, um die Heilung stattfinden zu lassen.

Ich habe einfach mein bestes getan, um mich auf die nächste Minute, Stunde, den nächsten Tag zu konzentrieren, und ich sagte mir wieder und wieder, dass es bald besser würde. Oder so etwas wie: "wenn ich es nur bis morgen schaffe, vielleicht fühle ich mich dann besser. Andere berichten, dass sie hielten, warum also nicht ich?"

Das ließ mich weitermachen und eines Tages fühlte ich mich ein bisschen besser, was alles bestätigte, das ich in Erfolgsgeschichten gelesen hatte.
Es ist so ein furchtbar schwieriger Weg, den wir gehen, aber er endet an einem Ort der Heilung und Wertschätzung dafür, einfach nur am Leben zu sein.

Unglaublicherweise habe ich während des gesamten Entzugs arbeiten können.
Ich bin erstaunter als ich in Worte fassen kann, dass ich das konnte. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich das durchgehalten habe.

Es brauchte große Hartnäckigkeit, schreckliches Leiden und extremes Glück, diesen Job zu behalten.
Der Fakt, dass ich noch einen habe, ist mir ein großes Rätsel, eines, das ich vielleicht nie ganz verstehen werde.

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pug
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Re: Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 21.03.19, 19:04

Über Verdauungsbeschwerden
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=301953


Ja, ich hatte schreckliche Bauchsymptome, fast über die gesamte Dauer des Heilungsprozesses. Erst kürzlich wurden sie besser.

Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, ständige Blähungen und Krämpfe. Es wurde einfach nicht besser, bis vor kurzem!
In diesem Bereich zeigen sich Besserungen und es ist eine große Erleichterung.

Ich bin damit umgegangen wie du. Vollkost, gesunde Ernährung, alles so gut ich konnte.
Ich habe Club Soda gegen Blähungen getrunken, und Kamillentee, um den Magen zu beruhigen. An vielen Tagen half es kaum, an anderen aber schon.

Ich stimme dir zu, dass unser Gehirn und Verdauungssystem aufeinander einwirken und ich versuche mich an einem ganzheitlichen Umgang mit meiner Gesundheit und Heilung.
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pug
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Re: Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 21.03.19, 19:27

Antwort auf einen sehr mutlosen Kommentar
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=303494


Wenn ich auf einer Wanderung dir voraus ginge und zu einem wunderschönen Wasserfall käme, dir kurz schriebe: "Ist dieser Wasserfall nicht umwerfend!?"

Du würdest mir zurück schreiben: "pug, schon möglich, aber ich kann ihn noch nicht sehen."

Und so ist das mit der Heilung. Ich erzähle dir von der Schönheit des Wasserfalls, weil ich davor stehe und ihn anschauen kann. Und du musst mir da vertrauen und weiter wandern, bis du hier an kommst und ihn auch sehen kannst!

Es spielt keine Rolle, ob du auf dem Weg negative oder schlechte Gedanken denkst; solange du nur weiter wanderst, wirst du auch hier ankommen und sehen, was ich sehe!

Während des Heilungsprozesses habe ich hart daran gearbeitet, einen positiven Blick zu behalten und "gute" Gedanken zu denken.
Aber das war oft unmöglich und ich fiel oft in Ärger, Frust, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und alle möglichen Negativgedanken.

Aber ich bin weiter gewandert und habe es zum ersten wundervollen Wasserfall geschafft, und ich weiß, es wird mehr davon geben.

Verzeih dir selbst deine Negativität und schlechte Gedanken, die Sorgen und ständigen Zweifel. Sie sind alle Teil des Heilungsprozesses, genau wie eine laufende Nase Teil einer Grippe ist. Akzeptiere sie als Symptom und als Zeichen der Heilung, während du an einer etwas positiveren Betrachtungsweise arbeitest.

Obwohl ich so viele üble, üble Gedanken hatte, Stunden, Tage, Wochen und Monate an einem negativen Ort verbracht habe, bin ich trotzdem geheilt und heile weiter. Und ein positiver Blick auf die Zukunft ist zurück gekommen und wird jeden Tag mehr und mehr wieder ein Teil von mir.

Geh einfach weiter! Nicht aufgeben! Du kannst das!
...
pug
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Re: Heilungsbericht: pug, dein Wunder wartet auf dich, halte durch!

Beitrag von Quietscheentchen » Mittwoch, 24.04.19, 23:15

Ob er Wutanfälle hatte
https://www.survivingantidepressants.or ... ent=318021


Ja, ich hatte Wutanfälle und all die sich ständig ändernden Emotionen, mit denen wir alle uns während unserer Heilung herumschlagen müssen.

Mein Temperament konnte glühend heiß sein, eine der Situation völlig unangemessene Überreaktion, gefolgt von Weinen und Schuldgefühlen.

Natürlich war das eigentlich eine Verbesserung gegenüber dem Zombiedasein ohne Emotionen.

Aber es war unglaublich schwer, mit Gefühlen umzugehen, die ihren eigenen Kopf zu haben schienen. Und ich konnte zu keiner Zeit wissen, welche Emotion als nächste auftauchen würde.

Ich arbeitete so hart ich konnte, um neutral und reaktionslos zu bleiben, und öffnete meinen Mund so selten wie möglich. Die Leute müssen gedacht haben, ich sei kalt, distanziert, oder würde sie ignorieren. Aber ich akzeptierte lieber das, anstatt Dinge zu sagen, die verletzend oder zusammenhanglos waren.

Es war ein langer Weg, aber meine Gefühle sind besser geworden und werden es weiterhin. Und ich übe noch immer, langsam und verzögert zu reagieren und zu sprechen, um nichts zu sagen, das ich bereuen könnte.

Ich denke mir, ich kann Dinge auch später noch sagen, wenn sie denn gesagt werden müssen. Aber erst, nachdem ich abgewägt habe, was und wie ich es sage, und ob es wirklich gesagt werden muss.

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