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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Mole25 » Freitag, 08.03.19, 16:17

Hi Lena, Hi Alle,

es gibt ein Lied von Mariah Carey - Hero. Habe ich 4 mal beim Gartenarbeit angehört. The hero is in you. Also der Held ist in dir, du bist der Held. You have the strength to carry on. Du hast die Kraft weiter zu gehen. Niemals aufgeben!! Der Text tut uns gut.
Ich singe dieses Lied - es geht mir gut. Es gibt ein You Tube. Jetzt habe es im Fernsehen.
LG Mole
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Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
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01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Samstag, 09.03.19, 12:22

Wochen-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 3. März 2019:

If your symptoms are persisting and you have been struggling for a long time, it may be difficult to ever imagine yourself recovering. So many times, I have heard friends in withdrawal say they don’t believe they will heal. It’s always lovely when they do get better and I remind them of those words. We laugh and reminisce and it is truly a pleasure for me to see someone who was so traumatized, happily close this chapter and move on. It will be the same for you.

Just remember that healing from withdrawal is not a straight road. It is a complex, non-linear, random and without-logic process. And while many people heal quickly, for others it can take time. But regardless of how long it seems to be taking, regardless of whether you were poly-drugged, cold-turkeyed, detoxed, given ECT, had failed reinstatements, up-dosed, kindled, etc., the outcome will be recovery. This is the result anecdotal evidence supports.

So, if you are feeling stuck or without hope, know that it is normal to feel that way, but also know that the fact that you are struggling doesn’t mean you are going to be battling withdrawal as long as you anticipate. It just means that your nervous system needs more time.

You aren’t broken. You can heal. You will heal. You are healing right now. And you will heal whether you believe this to be true or not. All you need to do is take things one day at a time and wait it out, just as you have been doing. Your history shows that you are strong enough and resilient enough. Yes, you have further to go, but you will get there… all the way to the finishing line. Just keep going.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Wenn deine Symptome anhalten und du dich schon lange Zeit abgequält hast, kann es schwierig sein, sich vorzustellen, dass du jemals gesund werden wirst. Ich habe so oft gehört, dass Freunde im Entzug sagten, dass sie nicht glauben, dass sie heilen werden. Es ist immer herrlich, wenn es ihnen besser geht und ich sie an diese Worte erinnere. Wir lachen und erinnern uns, und es ist für mich ein Vergnügen, jemanden zu sehen, der so traumatisiert war und dieses Kapitel nun glücklich schließt und weitermacht. Und so wird es auch für dich sein.

Denk daran, dass die Heilung vom Entzug kein geradliniger Weg ist. Es ist ein komplexer, nicht linearer, zufälliger Prozess ohne Logik. Und während viele Menschen schnell heilen, kann es für andere dauern. Aber unabhängig davon, wie lange es zu dauern scheint, unabhängig davon, ob du unter Mehrfach-Medikation standest, einen Kaltentzug durchgemacht hast, entzogen hast, EKT bekommen hast, die Wiedereindosierung fehlgeschlagen hat, du aufdosiert hast, usw., das Ergebnis wird die Genesung sein. Das zeigen sämtliche Erfahrungen und Beweise.

Wenn du also feststeckst oder keine Hoffnung mehr hast, solltest du wissen, dass es normal ist, sich so zu fühlen, aber du solltest auch wissen, dass die Tatsache, dass du so kämpfst, nicht bedeutet, dass du mit dem Entzug so lange kämpfen wirst, wie du erwartest. Es bedeutet nur, dass dein Nervensystem mehr Zeit benötigt.

Du bist nicht kaputt. Du kannst heilen. Du wirst heilen. Du heilst gerade jetzt. Und du wirst heilen, ob du glaubst, dass dies wahr ist oder nicht. Alles, was du tun musst, ist, einen Tag nach dem anderen zu schaffen und abzuwarten, genau wie du es bis jetzt getan hast. Deine Geschichte zeigt, dass du stark genug und belastbar genug bist. Ja, du musst noch weitergehen, aber du wirst dorthin gelangen ... zum Ziel. Mach einfach weiter.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 21.03.19, 22:33

Wochen-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 17. März 2019:

No matter how raging and unrelenting your symptoms are, please don’t lose heart. Know that the day will come when you wake up and things are different… better… and remain that way. No more waves or for those of you who did not have windows and had just one long wave, the end of the dark night.

You will be able to welcome your recovery and a new life chapter. You will have an opportunity to pick up the pieces and resume the life you once had or create a future you desire. You will have a profound sense of gratitude and an almost childlike appreciation for the simple things – things many take for granted.

You may not be able to see the gifts in this experience right now. But the time is coming when you will. So keep holding on. Keep trusting. Keep believing that no matter how intense your withdrawal is, the healing is taking place. Try to not see what is happening as an illness, but instead see it for what it is: a necessary part of your healing process and path to your recovery. You are going to be okay in the end. All will be well.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Egal, wie tobend und unerbittlich deine Symptome sind, bitte verliere nicht den Mut. Du weißt, dass der Tag kommen wird, wo du aufwachst und die Dinge anders sind… besser… und so bleiben. Keine Wellen mehr oder für diejenigen, die keine Fenster und nur eine lange Welle hatten, das Ende der dunklen Nacht.

Du wirst deine Genesung und ein neues Lebenskapitel willkommen heißen. Du wirst die Gelegenheit haben, die Bruchstücke in die Hand zu nehmen und das Leben wieder aufzunehmen, das du einmal hattest, oder die Zukunft zu schaffen, die du dir wünschst. Du wirst ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit und eine fast kindliche Wertschätzung für die einfachen Dinge haben - Dinge, die für viele selbstverständlich sind.

Möglicherweise kannst du die Geschenke in dieser Erfahrung momentan nicht sehen. Aber diese Zeit wird kommen. Also bleib dran. Vertraue weiter. Glaube weiterhin daran, dass die Heilung, egal wie intensiv dein Entzug ist, stattfindet. Versuche das, was passiert, nicht als Krankheit zu sehen, sondern als das, was es ist: ein notwendiger Teil deines Heilungsprozesses und ein Weg zu deiner Genesung.Du wirst am Ende okay sein. Alles wird gut.

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 26.03.19, 23:27

Wochen-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 24. März 2019 - eine ganz ganz speziell tolle Nachricht diesmal <3

Today I just want to remind you that if time is passing and the symptoms seems to be intensifying rather than improving or new symptoms are emerging, or they are cycling quickly or are random, please don’t be discouraged. When this happens, it’s easy to think that your nervous system is not healing and that recovery is a long way away. Just remember the erratic, non-linear, random, ‘no rhyme or reason’, and complex nature of withdrawal.

Quite often, when the most profound healing is taking place, the symptoms worsen and it’s at these times one feels most discouraged. Remember that cliché: the darkest hour is just before dawn? This can be the case with withdrawal. Just when you feel on the brink of giving up, of losing all hope, the break comes and you receive confirmation of the healing that was taking place all along.

This is the reason you must keep holding on. Withdrawal will end. Everything that is happening now is a part of the healing process. Although you can’t feel it, profound healing is indeed taking place. Don’t despair. Don’t give up. Keep going, always holding hope close to your heart, as your dearest companion. It will see you through.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Heute möchte ich dich nur daran erinnern, dass wenn die Zeit vergeht und sich die Symptome eher zu verstärken scheinen, als dass sie sich bessern, oder neue Symptome auftauchen, oder sie schnell wechseln oder zufällig auftauchen, lasse dich bitte nicht entmutigen. Wenn dies passiert, beginnt man leicht zu denken, dass das Nervensystem nicht heilt und die Genesung weit entfernt ist. Erinnere dich einfach an die unberechenbare, nicht lineare, zufällige, grundlose und komplexe Natur des Entzugs.

Oft, wenn die tiefste Heilung stattfindet, verschlimmern sich die Symptome, und zu diesen Zeiten fühlt man sich am meisten entmutigt. Erinnerst du dich an das Klischee: Die dunkelste Stunde ist kurz vor Sonnenaufgang? Dies kann bei einem Entzug der Fall sein. Gerade wenn du das Gefühl hast, dass du bald aufgibst und alle Hoffnung verlierst, kommt der Bruch und du erhältst eine Bestätigung der Heilung, die die ganze Zeit über stattgefunden hat.

Dies ist der Grund, warum du weiter dranbleiben und aushalten musst. Der Entzug wird enden. Alles, was jetzt passiert, ist Teil des Heilungsprozesses. Obwohl du es nicht fühlen kannst, findet tatsächlich eine tiefgreifende Heilung statt. Verzweifle nicht. Gib nicht auf. Mach weiter und halte die Hoffnung immer nah an deinem Herzen, wie deinen liebsten Gefährten. Sie wird dich durchtragen.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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(Ich kann es bestätigen, dass nach den dunkelsten Zeiten immer wieder Heilung sichtbar wird!)
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Mole25 » Freitag, 26.04.19, 21:22

Hallo Lena,

deine Übersetzungen helfen mir (obwohl ich es direkt in Englisch lesen kann).
Ich habe in der letzten Zeit angefangen Windows zu haben. Whoooppeeee!!!!
(ich arbeite mit dem Programm DNRS von Anne Hoppe). Dann plötzlich habe ich 2 schlechte Tage und möchte wieder aufgeben. Dann kommen die Windows??!!! Also: Es stimmt, was Baylissa schreibt. Ups and downs.
LG Mole
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inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Freitag, 26.04.19, 21:32

Hey Mole,

Ahhhhh wie genial ist das denn??? 😀😀 Das ist soo toll!
Danke fürs Mitteilen!
LG Lena
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 28.04.19, 0:00

Wochen-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 21. April 2019

Everything heals. A broken heart heals. A troubled mind heals. Wounds heal. The body repairs itself. Your essence emerges unscathed from the chaos. Happiness returns. The bad times never last.

Thanks to withdrawal and the years following, I have had confirmation that these statements are true. I believe that the bad times don’t last, and in your case, withdrawal. If you allow the time required and not give up, the healing will be completed. I know I sound like a stuck record but in my experience, based on the anecdotal evidence I have gathered from the thousands of people I have supported over more than a decade, the body heals and happy times return.

So today, as you prepare to navigate your way through the intensity of withdrawal, remember that no matter how cruel your symptoms may be, there is a healing process taking place and the result will be your recovery. But the healing takes time and is non-linear. and although you may have been waiting for what feels like forever, time is passing. This means you are getting closer to the home stretch. Even if you are tapering, holding and waiting to stabilize, or you have reinstated and have yet to restart your taper, or you have other drugs to come off, you must keep your eye on the prize: your healing and recovery. It is doable.

In the meantime, take good care of yourself. Eat as healthily as you can, pace yourself, find a way to connect with nature, positively distract, limit your exposure to the horror stories and opinions of those who plant seeds of doubt in your mind, and use the coping tools that work best for you.

Remember that your body heals. Your heart heals. Your mind heals. Wounds heal. Your happiness is going to come back. This most challenging chapter of your life won’t last. Everything heals.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Alles heilt. Ein gebrochenes Herz heilt. Ein aufgewühlter Geist heilt. Wunden heilen. Der Körper repariert sich selbst. Dein Wesen geht unversehrt aus dem Chaos hervor. Das Glück kehrt zurück. Die schlechten Zeiten dauern nie an.

Dank des Entzugs und der folgenden Jahre habe ich die Bestätigung, dass diese Aussagen wahr sind. Ich glaube, dass die schlechten Zeiten nicht von Dauer sind, und in deinem Fall der Entzug. Wenn du dir die erforderliche Zeit zugestehst und nicht aufgibst, wird die Heilung stattfinden. Ich weiß, dass ich wie eine hängengebliebenene Platte klinge, aber meiner Erfahrung nach, basierend auf den anekdotischen Beweisen, die ich von den Tausenden von Menschen gesammelt habe, die ich über ein Jahrzehnt lang unterstützt habe, heilt der Körper, und glückliche Zeiten kehren zurück.

Wenn du dich heute also darauf vorbereitest, durch die Intensität des Entzugs zu navigieren, denke daran, dass, egal wie grausam deine Symptome auch sein mögen, ein Heilungsprozess stattfindet und das Ergebnis deine Genesung sein wird. Aber die Heilung braucht Zeit und ist nicht linear, und obwohl du vielleicht schon so lange gewartet hast, dass es sich wie eine Ewigkeit anfühlt, vergeht die Zeit. Dies bedeutet, dass du der Heimstrecke näher kommst. Selbst wenn du reduzierst, die Menge hältst und auf Stabilisierung wartest, wieder eindosiert hast, deine Reduzierung wieder aufgenommen hast oder andere Medikamente absetzen musst, musst du den Preis im Auge behalten: Deine Heilung und Genesung. Es ist machbar.

Passe in der Zwischenzeit gut auf dich auf. Iss so gesund wie möglich, lass es ruhig angehen, suche eine Möglichkeit, mit der Natur in Kontakt zu treten, lenke dich positiv ab, beschränke deinen Zugang zu den Horrorgeschichten und Meinungen derer, die bei dir Zweifel säen, und verwende die Bewältigungswerkzeuge, die für dich am besten funktionieren.

Denke daran, dass dein Körper heilt. Dein Herz heilt. Dein Geist heilt. Wunden heilen. Dein Glück wird wiederkommen. Dieses schwierigste Kapitel deines Lebens wird nicht von Dauer sein. Alles heilt.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Samstag, 04.05.19, 20:30

Wochen-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 28. April 2019

Whatever stage of the journey you are at, know that you are headed for recovery. If you are still tapering off the drug, your healing has indeed begun. The healing process commenced with your decision to discontinue the drug and with your very first cut. When you complete your taper, this will be a huge achievement.

You may already be off the drug and are being bombarded with a myriad of scary symptoms; despite this, you are healing. You may be way past the reported ‘normal’ timeframe, you are healing. Never doubt that healing is taking place, because it is.

As you know, a difficult withdrawal can be very challenging. So please, try not to be hard on yourself when choosing what thoughts to believe. Don’t tell yourself anything you would not tell someone you love and care for deeply. Remind yourself of your remarkable achievement and the courage and strength it took to get to where you are. Never underestimate the magnitude of what you are doing. Withdrawal is such a complex phenomenon with so many different intense symptoms, it is no wonder coping can sometimes be so overwhelming and all-consuming.

Whatever stage you are at in your recovery journey, the good news is that you are getting better, even if you don’t feel like it. Healing is non-linear and when the symptoms are most intense, this is when profound healing is taking place.

So, today, remember that no matter what your situation is, you are on the way to being well and to a new, healthier life chapter.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Egal, in welchem Abschnitt der Reise du dich befindest, du bist auf dem Weg zur Genesung. Auch wenn du das Medikament noch reduzierst, hat deine Heilung in der Tat schon begonnen. Der Heilungsprozess begann mit deiner Entscheidung, das Medikament abzusetzen, und mit deiner ersten Reduzierung. Wenn du die Reduzierung abgeschlossen hast, wird dies ein enormer Erfolg sein.

Du hast möglicherweise das Medikament bereits ganz abgesetzt und wirst mit einer Vielzahl von furchterregenden Symptomen bombardiert. Trotzdem heilst du.
Möglicherweise hast du den "normalen" Zeitrahmen weit überschritten, doch du heilst. Zweifle nie daran, dass Heilung stattfindet, denn so ist es.

Wie du weißt, kann ein schwieriger Entzug sehr herausfordernd sein. Also, bitte, versuche, nicht zu unfreundlich zu dir selbst zu sein, wenn es darum geht, welchen Gedanken du glaubst. Sag dir selbst nichts, was du nicht jemandem sagen würdest, den du liebst und um den du dich liebevoll kümmerst. Erinnere dich an deine bemerkenswerte Leistung und den Mut und die Stärke, die du benötigt hast, um dorthin zu gelangen, wo du jetzt bist. Unterschätze niemals den Wert deines Handelns. Der Entzug ist ein so komplexes Phänomen mit so vielen verschiedenen intensiven Symptomen, dass es nicht verwunderlich ist, dass das Bewältigen manchmal so überwältigend und alles verzehrend ist.

Egal, in welchem Stadium du dich auf deiner Genesungsreise befindest, die gute Nachricht ist, dass du dich erholst und es sich bessert, auch wenn du dich nicht danach fühlst. Die Heilung ist nicht linear und wenn die Symptome am intensivsten sind, dann findet eine tiefgreifende Heilung statt.

Also denke heute daran, dass du, egal in welcher Situation du dich befindest, auf dem Weg bist, gesund zu werden und zu einem neuen, gesünderen Lebenskapitel.

Heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von svenja2014 » Montag, 06.05.19, 12:29

Liebe Lena!

Vielen Dank für die Übersetzung!!
Die Worte von Baylissa treffen genau ins Schwarze....
Genau das brauche ich gerade.....dass ich mich nicht identifiziere mit meinen Gedanken und Gefühlen und mich dann dafür hasse...
Ich muss netter zu mir selbst werden....und mich nicht dauernd verurteilen dafür, dass ich sooo negativ drauf bin sehr oft...

1000 Dank dafür....🙂💐
Alles Gute
LG Svenja
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Seit ca2005 Antidepressiva, zuerst Sertralin, dann Venlafaxin150 mg + Trittico 150 mg wegen Panikattacken und Depression
Trittico reduziert auf 50 mg wegen völlig blockiertem Gehirn am Vormittag
2011 Scheidung Psychische Rehabilitation 6 Wochen , entlassen Venlafaxin150 mg, Trittico 100 mg, Seroquel 25 mg
ca.2014 Seroquel abgesetzt, ohne Ausschleichen, Panikattacken Angstzustände VerzweiflungWeinen
Trittico aufdosiert auf 100 mg, daraufhin verschwinden Absetzerscheinungen in kurzer Zeit
2015 -2017 Trittico ausgeschlichen ( langsam, genau weiß ich es nicht mehr), nehme Same und Gaba als NEM, das hilft mir
seit 2018 NUR noch Venlafaxin 150 mg, fühle mich meistens antriebslos, depressiv, habe Angst in der Arbeit nicht mehr zu funktionieren, gefühlsarm, fühle mich wie von mir abgeschnitten,
Ab 2018 langsame Reduzierung in ca. 10 Prozent Schritten, bis Herbst 75mg +27;5mg seit Herbst Reduktionspause
Seit 5.3.2019 Versuch weiter zu reduzieren momentan also 75mg plus ca.20 mg
Schwitzen, Kopfweh, Blutdruckprobleme( zu hoch),mulmiges Gefühl( Kloß im Hals) innere Anspannung,Herzklopfen, Depression,bin zuviel alleine
Bin seit2005 in Gesprächstherapie 1 mal im Monat
seit 15.4. -4 mg= 91,5 mg
totale Reizbarkeit, frühes Aufwachen Schwindel, Übelkeit, Durcheinander im Gehirn....kann keinen klaren Gedanken fassen, Zwangsgedanken nach 1 bis 2 Wochen besser...

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Montag, 06.05.19, 13:26

Liebe Svenja,

ach schön, ich freue mich immer sehr, wenn die Übersetzungen euch anderen auch so helfen!

Gut zu sich selbst zu sein ist ein großes Thema bei Baylissa. Das ist echt wichtig. Und gerade im Entzug, wo viele Gedanken und Gefühle einfach biochemisch bestimmt und ausgelöst werden ... das hat nichts mit "uns" zu tun. Da muss man wirklich nett und lieb zu sich sein - wie zu einem Kind, das krank ist.

LG Lena :)
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Sunyata » Montag, 06.05.19, 21:39

LenaLena hat geschrieben:
Montag, 06.05.19, 13:26
nett und lieb zu sich sein - wie zu einem Kind, das krank ist.
Soooooo wahr!
Danke :hug:
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Seit 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

seit 07/2017 auf Null und im protrahierten Entzug:

gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome und das Gefühl, daß es einfach nicht besser wird... :frust:

- schwere anhaltende Depressionen und Ängste
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - ständige Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen/ Sehstärke verändert sich ständig - sowie erhöhter Augeninnendruck (beginnendes Glaukom)

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Samstag, 11.05.19, 21:40

Wochen-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 5. Mai 2019

Reflection:
I choose to listen to the voice that reminds me that my nervous system is resilient and self-healing. I gently, and without self-judgement or blame, let go of the ‘what if….’ thoughts and accept that time and the innate intelligence of my body will create the balances and regeneration needed in order for calmness in my nervous system to be restored. I understand that what is happening is ‘normal’ and I remind myself that the healing process is unfolding in the sequence and timing that are best for me.

While I wait, I nurture myself well and am mindful of what holds my attention. I do what I can to cope, taking things moment by moment, hour by hour, day by day. I may have no control and not be able to change what is happening to me, but I understand that the choices I make will influence how well I cope and I use this knowledge to my advantage.

I trust in the process… I exhale… and I wait.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Zum Nachdenken:

Ich entscheide mich, auf die Stimme zu hören, die mich daran erinnert, dass mein Nervensystem belastbar und selbstheilend ist. Ich lasse sanft, ohne Selbstverurteilung und Schuld, die Was-wäre-wenn-Gedanken los und ich akzeptiere, dass die Zeit und die angeborene Intelligenz meines Körpers das Gleichgewicht und die Regeneration schaffen werden, die notwendig sind, um die Ruhe in meinem Nervensystem wiederherzustellen. Ich verstehe, dass das, was gerade passiert, „normal“ ist und erinnere mich, dass sich der Heilungsprozess in der für mich optimalen Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt entfaltet.

Während ich warte, achte ich gut auf mich und darauf, was meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich tue, was ich kann, um mit dieser Situation zurechtzukommen, und nehme die Dinge von Moment zu Moment, von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag. Ich habe vielleicht keine Kontrolle und kann nicht ändern, was mit mir passiert, aber ich verstehe, dass die Entscheidungen, die ich treffe, Einfluss darauf haben, wie gut ich damit zurechtkomme, und ich nutze dieses Wissen zu meinem Vorteil.

Ich vertraue auf den Prozess ... ich atme aus ... und ich warte.

Heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Rosenrot » Sonntag, 12.05.19, 12:23

Liebe Lena, :)

vielen Dank für deine tollen Baylissa-Übersetzungen!

Mir ging es letzte Nacht sehr schlecht. Mir war schwindelig und ich war starr vor Angst.
Da fand ich in deiner aktuellen Übersetzung die richtigen Worte zur rechten Zeit. Das hat mir sehr geholfen.
Ich danke dir vielmals. :hug:

Liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 12.05.19, 13:06

Liebe Rosenrot,

Das ist toll!, dass du darin so eine kraftvolle Hilfe gefunden hast 😊💪
Aber der Dank gebührt hauptsächlich Baylissa für ihre immer treffenden, verständnisvollen Worte <3

LG Lena
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 22.05.19, 12:33

Wöchentliche Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 19. Mai 2019

I know it’s not easy when you have been waiting for signs of healing and it is seeming to take forever. It makes it really difficult to keep going but you have to. You can’t give up or give in. You’ve come too far and worked too hard. Don’t let withdrawal win. Don’t give up.

Although it may not feel like it, your healing is taking place. Your nervous system just needs more time. Don’t lose heart. Believe that you can make it, because you can and you will. You have much more strength and courage that you know. Remember, it won’t be like this forever.

You are going to witness your recovery unfolding. And you will be pleased that you held on. One day you are going to look back at everything you have overcome and you are going to be SO proud of yourself, in a humble and most validating way. For now, just keep going.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Ich weiß, es ist nicht einfach, wenn du auf Zeichen der Heilung wartest und es ewig zu dauern scheint. Das macht es wirklich schwierig, weiterzumachen, aber du musst dranbleiben. Du kannst nicht aufgeben oder nachgeben. Du bist zu weit gekommen und hast zu hart gearbeitet. Lass den Entzug nicht gewinnen. Gib nicht auf.

Obwohl es sich nicht so anfühlt, findet deine Heilung statt. Dein Nervensystem braucht nur mehr Zeit. Verliere nicht den Mut. Glaube daran, dass du es schaffen kannst, denn das kannst und wirst du. Du hast viel mehr Kraft und Mut, als du meinst. Denke daran, es wird nicht für immer so sein.

Du wirst es erleben, wie sich deine Genesung entfaltet. Und du wirst dich freuen, dass du durchgehalten hast. Eines Tages wirst du auf alles zurückblicken, was du überwunden hast, und du wirst SO stolz auf dich sein, auf eine demütige und höchst bestätigende Weise. Vorerst, halte einfach durch.

Heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 28.05.19, 11:48

Wöchentliche Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 26. Mai 2019

Don’t allow withdrawal to break you. It can be persistent and unrelenting, and it can make you feel like this is your permanent reality. Please believe me when I tell you, it is not. Healing is happening, even if you have no evidence yet. You must keep this mindset.

If you lose sight of the fact that this is a healing process, you can become overwhelmed. If you are fixated on how much longer, it takes you away from the present moment and makes you overlook the fact that every day, no matter what, healing is taking place and that when you wake up each morning, you are a day closer to the end of withdrawal.

So, see if you can make peace with everything that is taking place and remind yourself that you are going to get better… that you are getting better. Your situation will improve. No matter what stage of withdrawal you are at, those unrelenting symptoms WILL one day go and you will be able to put this experience behind you. Please keep going… because you can and will make it.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Lass nicht zu, dass der Entzug dich bricht. Er kann hartnäckig und unnachgiebig sein und dir das Gefühl geben, dass dies deine permanente Realität ist. Bitte glaube mir, wenn ich dir sage, dass es nicht so ist. Heilung geschieht, auch wenn du bisher noch keinen Beweis dafür hast. Du musst dieses Mindset (diese Denkweise) beibehalten.

Wenn du die Tatsache aus den Augen verlierst, dass dies ein Heilungsprozess ist, kann dich das überwältigen. Wenn du nur darauf fixiert bist, wie lange es noch dauert, hält dich das davon ab, im gegenwärtigen Moment zu sein und lässt dich die Tatsache übersehen, dass jeden Tag, egal was passiert, Heilung stattfindet, und dass du, wenn du morgens aufwachst, einen Tag näher am Ende des Entzugs bist.

Also schau, ob du mit allem, was geschieht, Frieden schließen kannst, und erinnere dich daran, dass es dir besser gehen wird ... dass du gesund werden wirst. Deine Situation wird sich verbessern. Egal in welchem Stadium des Entzugs du dich befindest, diese unerbittlichen Symptome WERDEN eines Tages verschwinden und du wirst in der Lage sein, diese Erfahrung hinter dir zu lassen. Bitte halte daran fest ... denn du kannst und wirst es schaffen.

Heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 30.05.19, 7:42

Hallo an alle, die hier diese wunderbaren Texte von Baylissa übersetzen,

ich möchte mich endlich bei euch allen bedanken, die diese motivierenden Texte hier übersetzen.

Schon so oft im Laufe meines Entzuges, obwohl ich erst seit 10 Wochen auf 0 bin, habe ich gezweifelt und war auch verzweifelt und Ich glaube fast nur diese Texte, und vor allem immer wieder der Hinweis auf einen sich abspielenden Heilungsprozess, helfen mir den Prozess zu verstehen, der da in einem vorgeht und das wichtigste auch daran zu glauben.

Als rational denkender Mensch will man das ja anfangs gar nicht wahr haben, dass so etwas mit einem passieren kann. Und dass solche Schmerzen, die in einem wüten, Prozesse der Heilung sein sollen??

Aber es ist so, und immer wenn ich beginne daran zu zweifeln, helfen mir diese Texte enorm. Ich hoffe, dass ich es endlich auch mal verinnerlichen kann, alles was geschieht ist ein Heilungssprozess.

Nochmal vielen Dank Baylissa
und alle fleissigen Übersetzer

Viele Grüsse
Jürgen
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Wen es interessiert, der findet hier die Vorgeschichte: https://www.juergenknecht.de/meine-leidenszeit
September 2018 37,5 mg Venlafaxin
bis Oktober aufdosiert auf 150 mg Venlafaxin als Botenstofftherapie
dabei nach Absetzen von Opiaten NW Restless Legs und Beinschwäche
deshalb Februar 2019 Reduzierung auf 75 mg kaum NW
Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung

LenaLena
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Montag, 10.06.19, 17:52

Wöchentliche Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 2. Juni 2019

If things are extremely difficult for you right now and you can’t seem to find any hope or you can’t fathom any concept of ever getting better, this is understandable and normal. However, it does not mean that your conclusions are valid. They are thoughts based on withdrawal-induced fear, on a lack of evidence of healing, on seeing your friends all suffering and with very few, if any, saying they feel some healing has taken place.

This constant effort to keep going and to not give up can make you feel drained and that you can’t continue for one more day. But you can, and you must. The strength that you need to make it to recovery will come. You must not give up. Despite how things seem, your healing is taking place.

It won’t be like this forever. I promise you. No matter how long you have been waiting, the time is coming when you will begin to witness your recovery unfolding. And you will be pleased that you held on.

For now, you must keep finding ways of getting through the days. When the timing is right for you, recovery will be attained. You will look back at everything you have overcome and you will be SO happy that you didn’t give up or give in.

This is what I have had the privilege of witnessing over the years and this is what makes me able to unhesitatingly encourage even those of you who are very, very protracted to keep holding on. Your time is coming.

I pray that it is soon for you and that, while you wait, you will continue to find the strength, courage and determination to persevere.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Wenn die Dinge für dich im Moment extrem schwierig sind und du keine Hoffnung zu finden scheinst oder dir nicht vorstellen kannst, jemals gesund zu werden, ist dies verständlich und normal. Dies bedeutet jedoch nicht, dass deine Schlussfolgerungen stimmen. Es sind Gedanken, die auf entzugsinduzierter Angst beruhen, auf dem Mangel an Beweisen für deine Heilung, darauf, dass du siehst, dass deine Entzugs-Freunde alle leiden und dass es rundum sehr wenige, wenn überhaupt, gibt, die sagen, dass sie das Gefühl haben, dass ein bisschen Heilung stattgefunden hat.

Diese ständige Mühe, weiterzumachen und nicht aufzugeben, kann dazu führen, dass du dich erschöpft fühlst und als könntest du keinen Tag länger weitermachen. Aber du kannst, und du musst. Die Kraft, die du brauchst, um bis zur Genesung zu gelangen, wird kommen. Du darfst nicht aufgeben. Ungeachtet dessen, wie die Dinge scheinen, findet deine Heilung statt.

Es wird nicht für immer so sein, wie es jetzt ist. Ich verspreche es dir. Egal wie lange du gewartet hast, die Zeit wird kommen, in der du Zeuge deiner sich entfaltenden Gesundung wirst. Und du wirst dich freuen, dass du durchgehalten hast.

Im Moment musst du immer wieder nach Wegen suchen, um gut durch den Tag zu kommen. Wenn der richtige Zeitpunkt für dich gekommen ist, wird deine Genesung da sein. Du wirst auf alles zurückblicken, was du überwunden hast, und du wirst so glücklich sein, dass du nicht aufgegeben oder nachgegeben hast.

Das ist es, was ich im Laufe der Jahre miterleben durfte, und dies macht es mir möglich, auch diejenigen von euch, die sehr, sehr langwierig betroffen sind, zum Festhalten zu ermutigen. Deine Zeit kommt.

Ich bete, dass es bald für dich soweit ist und dass du, während du wartest, weiterhin die Kraft, den Mut und die Entschlossenheit findest, durchzuhalten.

Heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Montag, 10.06.19, 18:24

Gestern kam ein sehr toller, gehaltvoller Text von Baylissa online.
Ich würde mir wünschen, dass auch in diesem Forum diese Einstellung mehr beherzigt wird - auch wenn wir alle Leidende sind. Wir selber wählen, wie wir damit umgehen :) Lasst nicht den Entzug gewinnen oder die, die uns das "angetan" haben!!

Wöchentliche Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 9. Juni 2019

In withdrawal, there is a big difference between giving up and letting go.

Giving up means not expecting to heal, forgetting how resilient and self-healing our bodies are, and letting the withdrawal catastrophizing voice ‘win’. It means not acknowlegding the many who were where you are now, who have healed and moved on.

Letting go means trusting in the process and releasing the need to analyze and control it. It means believing in the self-healing capabilities and innate intelligence of the human body. It requires normalizing the process and not resisting it, knowing that in time you will have signs of healing.

It’s difficult to let go if you tune in to the vicarious distress that exists online. It exists not because anyone deliberately sets out to scare others, but because everyone is overwhelmed with intense symptoms and the struggle to make it through each day. This is why it is important to create balance by taking time out to healthily distract (not to resist what is happening, but to nurture yourself), and to limit the time you spend discussing withdrawal, comparing notes, and searching for answers.

As you navigate your way through this week, tell yourself that you will cope well and you won’t give up. Take a deep breath… exhale… let go… and allow your recovery to unfold in the time and sequence that is just right for you, trusting that the strength needed will come… knowing it is already within you and has brought you this far.

Giving up will leave you feeling defeated, deflated and desperate. Letting go will leave you feeling at peace, liberated and hopeful. Choose the latter. You can do it. Even as you read here, you ARE doing it. Just let go and keep going. You will make it.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa



Übersetzung:
Im Entzug gibt es einen großen Unterschied zwischen Aufgeben und Loslassen.

Aufgeben bedeutet, nicht (mehr) zu erwarten, dass wir heilen, zu vergessen, wie belastbar und selbstheilend unser Körper ist, und die katastrophale Entzugsstimme „gewinnen“ zu lassen. Es bedeutet, nicht anzuerkennen, dass so viele andere Betroffene dort waren, wo du jetzt bist, und dass sie alle geheilt und weitergezogen sind.

Loslassen heißt, auf den Prozess zu vertrauen und ihn nicht mehr analysieren und kontrollieren zu müssen. Es bedeutet, an die Selbstheilungskräfte und die angeborene Intelligenz des menschlichen Körpers zu glauben. Es erfordert, den Prozess als normal anzusehen und keinen Widerstand zu leisten, in dem Wissen, dass du mit der Zeit Zeichen der Heilung an dir sehen wirst.

Es ist schwierig, loszulassen, wenn du dich in das Elend hineinziehen lässt, das online herrscht. Es existiert nicht, weil jemand absichtlich versucht, andere zu erschrecken, sondern weil jeder von intensiven Symptomen und dem Kampf, es jeden Tag zu schaffen, überwältigt ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu schaffen, indem du dir die Zeit nimmst, um dich auf gesunde Weise abzulenken (nicht, um sich gegen das Geschehen zu sträuben, sondern um gut zu sich selbst zu sein) und die Zeit zu begrenzen, die du mit Diskussionen über den Entzug, dem Vergleich von Hinweisen und der Suche nach Antworten verbringst.

Sage dir diese Woche, dass du gut zurechtkommst und nicht aufgeben wirst. Atme tief ein… atme aus … lass los … und lass deine Genesung sich in der Zeit und Reihenfolge entfalten, die genau zu dir passt. Vertraue darauf, dass die benötigte Kraft kommen wird … lass dir sagen, dass sie bereits in dir ist und dich so weit gebracht hat.

Wenn du aufgibst, fühlst du dich besiegt, leer und verzweifelt. Wenn du loslässt, fühlst du dich friedlich, befreit und hoffnungsvoll. Wähle Letzteres. Du kannst es schaffen. Gerade während du dies liest, TUST du es. Lass einfach los und mach weiter. Du wirst es schaffen.

Heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Annanas » Dienstag, 11.06.19, 8:07

Liebe Lena :) -
wie immer vielen Dank für die Übersetzung.
Speziell diesen Beitrag finde ich extrem wichtig u sehr hilfreich - weil das Gegenteil von dem, was Baylissa schreibt, wirklich eine Symptomverstärkung nach sich zieht (eine eigene Erfahrung).
Liebe Grüße von Anna
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