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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

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Lithium30Jahre+ : Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Lithium30Jahre+
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Being in your Power!/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo, :roll:

möchte noch etwas zu Caroline Mary ergänzen.

Dazu fällt mir "Jadenfit" ein der dieses
"Being in your power!" :fly: von Caroline beispielhaft wiederspiegelt.

https://youtu.be/zldyuv_MqQY

So wichtig wie dies ist sollte einem jedoch bewusst sein ab wann dieser Power nicht mehr gut tut. Sehe dies als ein Spiel mit dem Gaspedal - im Optimalfall als ein Fahren ohne Risiko - bei dem möglichst wenig Bremseinsatz notwendig ist.

Fakt ist dass z.B. das Lithium, ... eine Dauerbremse darstellt was langfristig Bremsbeläge und Bremsscheiben kostet welche jedoch nicht ausgetauscht werden können. Irgendwann ist dieses Fahrzeug Mensch durch diese falsche und fahrlässige Handhabe dann natürlich irreparabel! :evil:

Auf der anderen Seite besteht leider das große Risiko den "Ferrari" in den Graben zu fahren oder einen irreperablen Totalschaden - eventuell sogar mit zusätzlichen Unfallfolgen - zu verursachen!

Das ganze braucht schlussendlich sehr viel Zeit für die Handhabe, Fahrtraining, ... für dieses besondere, sehr leistungsfähige und einzigartige Sondermodell für welches wir auserwählt worden sind.

Liebe Grüße :)
Lithi
Diagnose: Bipolar 1 seit 1985
Symptome/Verlauf: manische, psychotische und depressive Episoden mit insgesamt 3 Klinikaufenthalten. 1985/1991/2004) teilweise induziert durch Sommer/Badeurlaub und übermäßige Aktivitäten - auch mit Alkoholkonsum. 2004 erfolgte ein unüberlegter/abrupter Stopp der Lithiumeinnahme (Monomedikation) was eine Absetzpsychose zur Folge hatte.

1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

Nahrungsergänzung: Magnesium, D3, C, Neuromultivit, Selen, Zink, Folsäure, Kefir für mein Darmmikrobiom - bedarfsmäßig Rosenwurz, Alpha-Liponsäure (ALA) und Brahmi

Schlafoptimierung: 375 mg Passionsblumenextrakt und 750 mg Ashwaganda
Lithium30Jahre+
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"Danke sagen"/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo, :roll:

heute sage ich danke! Im Besonderem danke, dass ich es geschafft habe nun schon seit ca. 4 Wochen mit nur einer Tagesdosis von 450 mg Lithiumcarbonat und ohne Bedarfsmedikation klar zu kommen. :party2:

... also einen großen Danke für meine Gesundheit bzw. dafür dass es mir gut geht!

"Danke" ist für mich mittlerweile zu einem therapeutischen Werkzeug geworden. "Diese Menschen" - zu denen ich auch gehöre - werde ich dadurch mehr schätzen und auch freundlicher zu ihnen sein.

Speziell bei einer bipolaren Störung werde ich dadurch ausgeglichener was meinen schwankenden Emotionen sehr zu gute kommt.

Für was kann ich/wir denn sonst noch dankbar sein:

Eltern, Partner, Geschwister, Freunde/Bekannte, Therapeuten, Hausarzt - vielleicht auch ein Facharzt, adfd Forum (unermüdlichen Einsatz des Teams und der unterstützenden Mitgliedern), Vereine, gute Menschen, ...

Danke, dass ich durch meine Erkrankung so viel Lernen hab dürfen!

Der Einfluss der Ernährung auf die Psyche - beginnend mit der entsprechenden Wertschätzung - ist unumstritten und auch Psychiater werden in Zukunft auch unterhalb des Halses nach Ursachen für Probleme suchen müsses.

Ist es selbstverständlich wenn ich jederzeit Wasser zur Verfügung habe geschweige denn hochwertige Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel? Auch ein "Dank für Speis und Trank!" und/oder passende Gedanken, Worte, Gesten, ... gehören einfach zu einem achtsamen Essen nach Bauchgefühl dazu.

Danke, dass ich überhaupt leben darf. Für die Luft, für die Sonne, für die Natur. Danke für die schönen Bergwanderungen in der Gruppe aber auch alleine in der unberührten Natur. Danke für den schönen/aktiven Almeinsatz und das gesellige Zusammensein danach, ... und danke für den erholsamen Schlaf nach diesen Outdooraktionen.

Inspiriert dazu wurde ich auch durch das Video "Thank you - Powerful Moojis guided prayer" auf YouTube https://youtu.be/KffMtlSBw3E

Habe dazu auch eine Vorlage "Danke-Kollage" erstellt um - wie bei einem Mandala - durch ausmalen an einer bessere Zentrierung zu arbeiten.

... und schlussendlich "Danke Dir selbst" und sei dir bewusst, dass gar nichts im Leben selbstverständlich scheinen darf und alles uns frei geschenkt wird.

Hoffe ich konnte euch durch diese Einblicke etwas in Richtung persönlicher Genesung unterstützen und wünsch allen Wege welche in die Gesundheit führen.

Liebe Grüße :)
Lithi
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1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

Nahrungsergänzung: Magnesium, D3, C, Neuromultivit, Selen, Zink, Folsäure, Kefir für mein Darmmikrobiom - bedarfsmäßig Rosenwurz, Alpha-Liponsäure (ALA) und Brahmi

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"Positiv denken"/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo Optimisten, :roll:

habe nun mit meiner Reduktion fortgesetzt und werde in letzter Zeit immer wieder gebeutelt. Meistens gab es mehrere Regelverstöße welche meine bipolare Besonderheit triggerten und sich negativ in Richtung Tagesstruktur und schlussendlich auch bezüglich Schlaf auswirkten.

Es war vor kurzem z.B. ein Freund auf Besuch den ich schon längere Zeit (vielleicht sogar Gott sei Dank) nicht gesehen hatte. Kurz danach nächtigte auch noch eine alte Liebe bei mir - was zwar nett war - aber auch sie hat mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht.

Trotzdem denke ich positiv und habe einen unerschütterlichen Glauben in Richtung Heilung. Auf der einen Seite habe ich aus der Sicht der Schulpsychiatrie eine unheilbaren Krankheit - soll ich mich nun ausgeliefert, ohnmächtig und hilflos fühlen?

Ich wünsche mir Gesundheit, Heilung, liebevolle Gedanken und sage ich bin gesund, stark, mächtig, ... und so ist es dann auch!

Trotz Reduktion und minimalstem Medikamentenstand ist es mir möglich mich bei Leichtathletikbewerben zu behaupten und sogar bei der Staatsmeisterschaft teilzunehmen.

Sobald ich sage so eine Lithiumreduktion ist schwer :evil: - dann wird sie mit Gewissheit auch schwer werden! Bin mit großem Respekt und mit einer teils großen Angst bei diesem Gesundwerden dabei und Frage immer mehr meinen Bauch.

Ich liebe das Leben und Versuche alles mit den Augen der Liebe zu sehen. Spüre immer mehr meine negativen Gedanken, Instinkte - also meine schlechte Seite - besser unter Kontrolle zu haben mit dem Ergebnis vermehrter Harmonie im Geist.

Stell dir als Vorbild für positives Denken einfach diesen Grisu vor mit seinem gebetsmühlenartiger Aufruf „Ich will Feuerwehrmann werden“!

https://youtu.be/RZ90VUHjEIc

Gehen wir mit derselben Einstellung ans Gesundwerden, dann haben wir dahingegend sehr gute Chanchen. Dazu noch ein Ausschnitt mit den gesunden Schlagworten/Werkzeuge Selbstgespräch, Frieden, sich zu beherrschen, ...

Liebe Grüße :)
Lithi
Diagnose: Bipolar 1 seit 1985
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1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

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"I BELIEVE In Recovery"/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo Recoveries, :roll:

Glaube und Wiedergenesung stehen in einem sehr starken Zusammenhang. Dabei geht es nicht direkt um einen Gottglauben sondern einfach z. B. um die biblische Aussage "Es geschehe nach deinem Glauben".

Es heißt ja auch, dass Jesus zu dem Geheilten sagte: "Dein Glaube hat Dir geholfen". Zudem sagte er: "Nicht ich habe Dir geholfen oder die Medizin oder ... " (... deine Maßnahmen, deine Nahrungsergänzungsmittel, ...), nein: "Dein Glaube hat Dir geholfen."

Glaube "im Hier und Jetzt" an dein Gesundwerden, dann wirst du gesund werden! Jeder hat einen freien Willen und kann damit fast jede beliebige Realität erschaffen. Glaube und Gedanken sind Werkzeuge und damit verfügen wir über die Macht :fly: "Berge zu versetzen".

Das Ego/der Verstand :frust: arbeitet dagegen und lässt Zweifel aufkommen - lass also deiner Intuition den Vortritt. Sag deinem Verstand er soll endlich still sein und geh in die Achtsamkeit und Stärke damit deine eigene Wahrnehmung.

Ist also unsere Software (zu einem bestimmten Teil genetische beeinflusst durch die Programme unserer Eltern ) nicht optimal können wir durch unser Denken und Glauben Updates erstellen und Änderungen herbeiführen.

Liebe Grüße
Lithi

P.S.: 😉

Dazu "Peter Fox - Alles neu"

https://youtu.be/qdtLCfEcPL4
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1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

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Re: Lithium30Jahre+ : Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo Danci,

mehr Konzentration und Struktur hört sich gut an - super!

Bei noch mehr Konzentration und Struktur wäre deine positive Meldung über dein Wohlbefinden unter Danci82 wahrscheinlich besser aufgehoben damit andere deinen Verlauf entsprechend nachvollziehen können.

Deine Frage über Rebound-Phänomene bei Lithium lässt sich sicherlich klar mit JA beantworten. Dazu zählt z.B. die “Rebound“-Manie im Zusammenhang mit der Dopamin- und 5-HTP-Aufnahme. Was Lithium alles durcheinanderbringt ist so komplex - das weiß niemand so wirklich.

Ganz neu sind Erkenntnisse dass Lithium auch in wesentlich geringerer Dosierung in Nervenzellen die Signalvermittlung z. B. beim für die Stimmung wichtigen Dopamin-2-Rezeptor hemmt. Das heißt für uns dass wir auch noch beim Ausschleichen der letzten 225 mg entsprechend vorsichtig sein müssen.

Danke für die Anregung und dir auch ein dosiert/freudvolles Wochenende.

Liebe Grüße :)
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1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

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Schlafoptimierung: 375 mg Passionsblumenextrakt und 750 mg Ashwaganda
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"KRAFTTAGE"/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo Lithianer, hallo Karel/Danci/Jaden & Co, :roll:

im Vorfeld danke Jaden für die Lorbeeren ... Auf der A8/Schild Prien bist du mir vor ca. 3 Wochen übrigens in den Sinn gekommen.

Hatte am vergangenen Sonntag und Montag zwei sehr schöne Tage und beide waren so richtige Krafttage für mich. Dies war nun der zweiten Kurzurlaub und aus beiden bin ich gestärkt hervorgegangen obwohl sie doch recht anstrengend waren.

Der sportliche soziale Kontakt am Sonntag mit einigen Bekannten und auch Freunden bestärken mich besonders auf meinem Weg zu einer Normalität und hilft mir mit Menschen besser umzugehen.
______________________________

Seit 2019 war ich sehr vorsichtig damit, weil "wenn einer eine Reise tut" das bei psychischen Krankheiten oft sogar in einer Psychose endet.

Bei Reduktion von Medikamenten ist/kann jeder Rhythmuswechsel durch Ortsveränderung, Distress aber auch sogar Eustress und viele andere Faktoren zu starker Instabilität führen. Wenn durch Eustress das Schlafbedürfnis sinkt oder sich die Aufmerksamkeit verändert kann dies schlimme Folgen haben und sogar zu Depressionen führen.

Über viele Monate hinweg hatte ich aufgrund meinen immensen Gedankenaktivitäten sehr viele Ideen und Reisepläne und Gott sei Dank dann nicht umgesetzt.

Gehe gerne ganz alleine (auch wegen diesem Corona) in ein sehr ruhiges Appartement und bin dann sehr flexibel. Wenn eine Freundin mitgeht ist das auch schön, aber dies bedeutet jedoch viel mehr Input und ...

Diesmal habe ich die erste Nacht sehr schlecht bis gar nicht geschlafen. Verunsicherungen, Ängste bringen mich dann oft fast aus den Gleichgewicht aber in der zweiten Nacht konnte ich 4 Stunden durchschlafen und das ist sowieso fast schon mein Maximum. Die dritte Nacht war nur noch so halbwegs aber es hat gereicht und ich konnte wieder einen sehr erfolgreichen Wettkampf bestreiten.

Meinen Nieren geht es nicht wirklich gut und die linke Niere macht sich immer wieder unangenehm bemerkbar. Polydipsie, Polyurie und auch ein Diabetes Insipidus sind leider schon entsprechend fortgeschritten und auch Rötungen auf der Haut beim Brustkorb welche schon seit 2 1/2 unbehandelt sind reflektieren diese Nierenstörung zusätzlich.

Dies steht wahrscheinlich auch im Zusammenhang mit dem Anfluten von Lithium bei Beschädigung der Retardfunktion und könnte einem
Arzneimittelexanthem (allergische oder pseudoallergische Hautreaktion) zugeordnet werden.

Die Nieren sind ja so etwas wie die Heizung des Körpers. Habe immer wieder über sehr kalte Oberschenkel geklagt und niemand aus der Ärzteschaft hat sich dafür interessiert.

Aus Sicht der TCM habe ich eine Nieren-Yang Schwäche (Funktionsstörung) - meine Nieren sind einfach jahrzehntelang durch sehr unangemessene Aufnahme von Wasser überbelastet worden.

Nierenpflege ist deshalb bei mir schon länger angesagt. Bin trotzdem sehr Zuversichtlich denn ich weiß dass ich in einem Heilungsprozess bin, der für mich schon einem Wunder gleichkommt.

Auch du bist ein Wunder! Entdecke das Wunder das du bist durch Stärkung der Verbundenheit zu dir selbst. Du mußt an dieser Entfaltung arbeiten, denn dann kannst du wirklich alles erreichen.

Eine der besten Möglichkeiten positiv/entgiftend/meridianfördernd auf die inneren Organe einzuwirken ist eine bewusste Bauchatmung welche dann längerfristig zu einer Standardatmung werden sollte. Sind also Leberwerte, Nierenwerte, ... nicht gut ist dieser Wechsel ins Bewusstsein DIE EMPFEHLUNG mit der sogar vorhandene Ängste/Panikattacken sehr gut zu kontrollieren sind!

Mit der nur noch sehr geringen Dosis von 1/2 Tablette am Tag ist es schon ein ganz anderes Leben. Mit viel mehr Freude und Elan kann ich jetzt vieles angehen und es schleicht sich immer öfter eine natürliche Müdigkeit ein, welche ich sonst nur noch aus der Jugendzeit kenne als ich z. B. als Beifahrer noch wegnicken hab können.

Dies gelingt mir nur mit drei fixen täglichen Einheiten Yoga/Entspannung/Meditation. Besonderes Augenmerk auf das Essen, guter Wechsel zwischen Spannung/Entspannung, viel Bewegung in der frischen Luft, ... wirkt dann einem Ungleichgewicht zwischen Körper und Psyche entgegenwirkt.
______________________________

Der Krafttag am Montag war ein sehr gemütlicher Wandertag von ca. 6 Stunden. Hab vergessen das Handy auf lautlos zu stellen was dann zu einem Telefonat - gegen die Regeln der Achtsamkeit - mit einer Freundin geführt hat. Hätte sie gleich mitnehmen können denn am Abend gab es nochmals ein längeres Telefonat. Es ist nicht zu Unterschätzen wie die Psyche durch Handy, Computer, Fernsehr, Multimedia, ... belastet wird!

Hab dann noch zwei Reh fotografieren und in den Bergen mitten im Grün Mittag gemacht. Eine Dose Tunfisch mit Klee und Wegerich direkt vom Jausenplatz und ein gutes Brot. Dazu natürlich mein Kefir und einen Tee und als Nachtisch später dann noch ein Apfel. Hatte mein Fernglas dabei und konnte deshalb die Reh genauer betrachten und auch andere Fernziele waren sehr interessant.

Der Jausenplatz war etwas windgeschützt und angenehm sonnig. Im Hintergrund waren Grillen zu hören und dann habe ich auch eine Feldheuschrecke gesehen. Wenn diese braune Schrecke lange Fühler gehabt hat dann wäre es eine Grille gewesen. Etwas tiefer ins Gras blickend waren dann noch Waldameisen bei der Arbeit zu beobachten.

Auf dieser Lichtung sind mir gleich relativ junge Brennnesseln aufgefallen die durch den vielen Regen noch so gut gewachsen sind. Deshalb sammelte ich die zarten Spitzen und freute mich schon auf den Brennnesselspinat zu den Bratkartoffeln mit Ei am Abend zu dem ich mir auch noch 1/8 Rotwein gönnen werde.

Dann ging ich weiter und auf dem Waldweg erblickte ich ein schönes Fotomotiv. Auch dort konnte ich es nicht lassen ein paar Naturfotos zu versenden. Wahrscheinlich habe ich durch diese Nicht-Achtsamkeit den Reißverschluss bei der Hüfttasche vergessen zuzumachen und deshalb habe ich wahrscheinlich dort mein blaues Schweizer Taschenmesse verloren.

Auf dem Rundweg saß ich dann noch auf einer schönen Sonnenbank im Almgebiet und las noch ein wenig aus den Buch "Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Was für ein Klack, Klack höre ich denn nun? Was kommt denn da daher? Ein Wandere mit Stöcken hetzt den Berg herauf und ... hat es schrecklich eilig. Als ich fast im Tal unten war kam er dann noch den Berg heruntergejoggt und schmunzelnd schenkte ich ihm ein Lächeln.

Bei einer Villa zog ich nochmals mein Handy heraus, denn diese knallrote Buche schaute in der herbstlichen Abendsonne besonders schön aus. Dafür kletterte ich sogar eine steile Böschung hoch um einen optimalen Standpunkt zu finden.

Im Dorf angelangt - in der Nähe von meiner Unterkunft - kamen mir zwei Katzen entgegen mit denen ich mich am Vortag schon angefreundet hatte und warteten schon darauf wieder gestreichelt zu werden.

Dies waren also meine zwei sehr schönen Krafttage. Ein Tag mit Spannung bzw. ein Tag zur Entspannung im Sinne vom Yin und Yang.

Liebe Grüße :)
Lithi
Diagnose: Bipolar 1 seit 1985
Symptome/Verlauf: manische, psychotische und depressive Episoden mit insgesamt 3 Klinikaufenthalten. 1985/1991/2004) teilweise induziert durch Sommer/Badeurlaub und übermäßige Aktivitäten - auch mit Alkoholkonsum. 2004 erfolgte ein unüberlegter/abrupter Stopp der Lithiumeinnahme (Monomedikation) was eine Absetzpsychose zur Folge hatte.

1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

Nahrungsergänzung: Magnesium, D3, C, Neuromultivit, Selen, Zink, Folsäure, Kefir für mein Darmmikrobiom - bedarfsmäßig Rosenwurz, Alpha-Liponsäure (ALA) und Brahmi

Schlafoptimierung: 375 mg Passionsblumenextrakt und 750 mg Ashwaganda
Lithium30Jahre+
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"GELASSENHEIT"/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo, :roll:

es läuft recht gut und ich bin froh, dass ich durch meinen nun fast medikamentenfrei Zustand "ein neues Leben" bekommen habe.

Es gibt zwar immer wieder z. B. Stimmungseinbrüche, große Mühe ausreichend Schlaf zu finden, Gereiztheit mit einem Teils immensen Aggressionspotential, ... aber auf der anderen Seite darf ich jetzt endlich frei Leben mit einem viel intensiveren Gefühlsleben.

Das bedeutet ich fahre jetzt mit einem Auto/Motor ohne Drosselung (Lithium) und es gibt nun keine Begrenzung von Spannungs- oder Leistungsspitzen. Deshalb sollte jedem verständlich und bewusst sein dass dieses Fahrzeug nun schwer zu kontrollieren sein wird um nicht im Baum/Zaun, im Dunkel (Depression), Gegenverkehr, ... oder Graben zu landen!

Mit etwas begleitender Psychotherapie in der Vergangenheit und mit sehr vielen "Treatments" konnte ich den Umgang mit diesen veränderten Umständen erlernen und werde in Zukunft noch sehr viel beitragen müssen um eine gute Balance halten zu können.

In einer Hotel-Broschüre fand ich heute eine tolle Formulierung zu gelassen: "Um die Leichtigkeit aus Kindertagen wieder zu erleben, brauchen wir Lebensfreude und etwas Zeit für und selbst. Achtsamkeit mit der Umwelt und vor allem mit sich selbst bringt die Fähigkeit in uns hervor, wieder selbst für uns zu sorgen statt Erwartungen zu haben. Lernen Sie, Ihr Denken, Fühlen & Handeln positiv zu beeinflussen."

Fakt ist jedoch, wenn Menschen die Leichtigkeit aus Kindertagen :rotfl: nie erlebt haben wird es später immens schwierig sein dieses Vertrauen, sich fallen lassen, sich unbeschwert geboren zu fühlen zu erarbeuten.

Deshalb ist auch diese Gelassenheit aus einem entsprechenden Gleichmut heraus sicherlich auch ein wichtiger Punkt diese Defizite zu kompensieren.

Schöne Adventszeit und liebe Grüße :)
Lithi
Diagnose: Bipolar 1 seit 1985
Symptome/Verlauf: manische, psychotische und depressive Episoden mit insgesamt 3 Klinikaufenthalten. 1985/1991/2004) teilweise induziert durch Sommer/Badeurlaub und übermäßige Aktivitäten - auch mit Alkoholkonsum. 2004 erfolgte ein unüberlegter/abrupter Stopp der Lithiumeinnahme (Monomedikation) was eine Absetzpsychose zur Folge hatte.

1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

Nahrungsergänzung: Magnesium, D3, C, Neuromultivit, Selen, Zink, Folsäure, Kefir für mein Darmmikrobiom - bedarfsmäßig Rosenwurz, Alpha-Liponsäure (ALA) und Brahmi

Schlafoptimierung: 375 mg Passionsblumenextrakt und 750 mg Ashwaganda
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"FARBE BEKENNEN"/Lithium absetzen - Experiment oder Chance

Beitrag von Lithium30Jahre+ »

Hallo zusammen, :?

hoffe dass viele in der Zwischenzeit ein paar Schritte oder vielleicht nur einen Schritt weiter gekommen sind. Oft ist auch ein Stillstand schon ein großer Erfolg und auch Rückschritte sind oft gut für eine notwendige Erweiterung/Änderung der Perspektive.

Selbst bin ich sehr dankbar dass bei mir eine gute Balance vorhanden ist und dies hauptsächlich durch einen Focus auf das "was für mich wirklich zählt". Dazu passt fast ganz genau die aktuelle Aussage von Karel: " Hab mir nun eine Grübelzeit zwischen 15 und 16 eingerichtet." Fokussierung stärkt - genauso wie z. B. ein Laser - die Leistung und findet im Moment statt. Oft ist es gar nicht so einfach einen liebevollen Gedankenstopp vorzunehmen, aber gibt keine andere Möglichkeit ans Ziel zu gelangen bzw. weiter zu kommen.

Um meine Zerstreutheit, Gedankenaktivitäten, ... oder auch Störung/Diagnose in den Griff zu bekommen heißt es "FARBE BEKENNEN" und nicht meine Problematik versuchen im Außen zu lösen. Da hilft kein Jammern, sich in die Opferrolle begeben, andere(s) dafür verantwortlich machen, ... denn es ist einfach ein Fakt: "Nichts verändert sich, bis man sich selbst verändert und plötzlich verändert sich alles!"

Dazu haben wir unzählige "Treatments" von welchen die Meditation wahrscheinlich eine der besten ist. Die Menschen und deren Schwierigkeiten sind so unterschiedlich und genauso unterschiedlich sind "die Wege welche nach Rom führen". Treatments unterstützen mich bei der Arbeit den Focus zu einem wahren Sein beizubehalten - wie individuell auch immer dieses Sein vielleicht sein soll.

Eine sehr kritische Selbstreflektion, Selbstliebe/ein achtsamer Umgang mit sich selbst,... führt dann auch hoffentlich zu einem besseren Umgang mit anderen. Beim Streit - mit wem auch immer - kommt dann oft vieles zu Tage, denn dort finden diese Kollisionen mit dem Verstand statt. Wer hat Recht, wo ist die Wahrkeit, wer ist Schuld oder verantwortlich ... und deshalb wird es nur einen Frieden geben wenn die Veränderung in einem selbst stattfindet durch die entsprechende innere Einstellung.

Mir selbst ist bewusst wie klein ist doch dieses Ich, was für ein "Scheisserchen" ist dieses Ego und wie überempfindlich ist dies wenn es in der Vergangenheit entsprechende Erfahrung gesammelt hat. Ich frage mich: "Wie kann ich leben ohne diese Vergangenheit?". Es ist natürlich möglich dies durch vieles zu kaschieren wie z. B. durch Materialismus, übermäßiges Essen und Trinken, Drogen, Medikamente, Flucht in was "Gott" auch immer, ... Im Grunde genommen ist/wäre es ganz einfach?

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit von sich selbst davonzulaufen wenn jemand diesem kleinen Ich auf die Zehen steigt. Dann hat es die Taktik beleidigt zu sein, sich trösten zu lassen, Mitleid zu erwecken, oder auch böse und trotzig zu werden und dort wo es hin läuft ist es auf alle Fälle dunkel. Das kleine Kind ist dann leider noch nicht soweit und muss weiterhin in die Schule gehen.

Das ganze Leben ist ein Lernen und ich freue mich überhaupt ein Lernender sein zu dürfen.

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Kraft und Durchhaltevermögen für euren Genesungsweg.

Liebe Grüße :)
Lithi
Diagnose: Bipolar 1 seit 1985
Symptome/Verlauf: manische, psychotische und depressive Episoden mit insgesamt 3 Klinikaufenthalten. 1985/1991/2004) teilweise induziert durch Sommer/Badeurlaub und übermäßige Aktivitäten - auch mit Alkoholkonsum. 2004 erfolgte ein unüberlegter/abrupter Stopp der Lithiumeinnahme (Monomedikation) was eine Absetzpsychose zur Folge hatte.

1. Reduktionsversuch (viel zu schnell) am 5. April 2018 bis 9. Mai 2018 675 mg auf 450 mg - Aufdosierung 675 mg wegen gravierender Schlafprobleme, körperlicher Schwäche/Überreaktion mit Reizüberflutung trotz Bedarfsmedikation. (Quetiapin, 50 - 150 mg, Dominal Forte 40-80 mg, Lorazepam 1,0 mg) Hätte früher aufdosieren müssen denn es war schon recht kritisch - hatte dabei großes Glück.

2. Reduktionsversuch am 3. Juni 2018 675 mg auf 630 mg/8. Aug. 600 mg, ... - am 16. Oktober 2018 bei ca. 560 abgebrochen. Es wurde immer "enger" mit "typischen" hypomanische Tendenzen (Wochenendbeziehung, zu viel Bedarfsmedikation, ...)

3. Reduktionsversuch ab 15. Jänner 2019 640 mg (5%ige Reduktion mit dem Ziel einer 10%igen Reduktion bis Ende 2019 - abgebrochen im März 2019 wegen einer Rippenprellung/Schlafbeeinträchtigung)

4. Reduktionsversuch ab 1. Mai 2019 und am 01/2020 das sehr hohes Zwischenziel von 450 mg Tagesdosis erreicht! "Das Eis ist zwar etwas dünn" - hab aber nun dadurch die Möglichkeit mich neuronal umzustrukturieren. Seit dem 25. April 2020 ist es mir nun auch erstmals gelungen das Quetiapin als Schlafanstoß komplett auszuschleichen!

Fortsetzung der Lithiumreduktion durch Auslassen von Dosen - ab 30. Aug. 2020 jeden 3. Tag die Morgendosis von 1/2 Tablette auslassen, ab 19. Sept. Abenddosis 375 mg/0,75 Tablette, 5. Okt. 280 mg/0,63 Tabletten und ab 11. Okt. nur noch 225 mg. Ab 04.11. 100 mg, 17.11. 80 mg, 25.11. 70 mg, 03.12. 60 mg, 11.12. 50 mg, ab 17.12. 40 mg usw. morgens und abends (zum Ausgleich der Retardproblematik.) 01.01.2021 MEDIKAMENTENFREI

Leider hatte ich einen Rückfall, welcher sich jedoch halbwegs in Grenzen gehalten hat - deshalb nur 3 Monate ohne Medikamente aber immerhin fast ein Jahr mit nur sehr wenig Phasenprophylaxe. Lithium ist auf alle Fälle abgesetzt und deshalb kann meine Niere mit einer anderen Medikation sich erholen!

Fazit: Eine Lithiumreduktion unter 0,5 mmol ist ein sehr gefährliches Experiment - im Besonderen bei einer Bipolar I Störung - und sollte nur in Begleitung eines Psychiaters erfolgen!

Ein Recovery ist oft äußerst schwierig und es sollte auch nicht jeder versuchen! Ein Wiedergenesung ist jedoch auch nicht unmöglich, wie viele angeblich maßgebliche Quellen glaubhaft machen wollen.

Eine sehr, sehr langsame Reduktion ist mittels Feinwaage (trotz Handhabe, Retardpräperat, Hautproblematik, ...) aber auch mittels Auslassen von Dosen möglich. Eine eventuelle Traumatisierung sollte aufgearbeitet sein!

Bedarfsmedikation lt. "Medikamentenlager": Dominal Forte 80 mg, Zolpidem 10 mg, Lorazepam 1,0 mg, Diazepam 10 mg, Quetiapin 100/25 mg, Quetiapin XR 50 mg

Nahrungsergänzung: Magnesium, D3, C, Neuromultivit, Selen, Zink, Folsäure, Kefir für mein Darmmikrobiom - bedarfsmäßig Rosenwurz, Alpha-Liponsäure (ALA) und Brahmi

Schlafoptimierung: 375 mg Passionsblumenextrakt und 750 mg Ashwaganda
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