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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Seroxat: Sind das übliche Absetzsyndrom?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
kiki
Beiträge: 5
Registriert: 23.05.2005 21:23

Seroxat: Sind das übliche Absetzsyndrom?

Beitrag von kiki »

Hallo zusammen,

vor drei Wochen habe ich mich entschieden, nach 2 Jahren Seroxat nun mal wieder abzusetzen. Ich habe zunächst von 20 mg auf 10 mg reduziert. Bisher habe ich Seroxat nie so lange genommen und hatte beim Absetzen keinerlei Probleme.

Nun stelle ich folgendes fest: In der 2. Woche war mir permanent übel, ich hatte totale Appetitlosigkeit. Das geht jetzt wieder.

Seit der 3. Woche wache ich regelmäßig morgens 1 1/2 Stunden vor meiner üblichen Zeit (7.00 Uhr) auf und ansonsten könnte ich wo ich gehe und stehe einfach einschlafen. Das macht sich im Büro besonders gut.

Meine Frage: Ich habe noch 16 Tabletten a 20 mg. Wie würdet Ihr weiter vorgehen? Zunächst weiterhin bei 10 mg bleiben oder die halbe Tablette noch einmal vierteln oder komplett absetzen?

Ich freue mich schon auf Eure guten Ratschläge! :group:

KIKI
Symptome: (Angstzustände, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Unkonzentriertheit, Antrieblosigkeit); Diagnose: (Anfag 2001: Schwere depressive Episode, jährlich im Herbst immer wieder mittlere depressive Episoden seit 2002)
Medikation: (Seroxat, 20mg, seit Januar 2005) >> (30mg, seit September 2004) >> (vorher 20 mg seit September 2002)
Bisherige Absetzversuche: (März 2002 Seroxat komplett abgesetzt)
Absetzverlauf (März 2002, Startdosierung): (ca. 6 Wochen auf 10 mg reduziert, dann abgesetzt, keine Probleme dabei!) >> (Dauer, Dosierung) >> (...)
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Kiki !
Seit der 3. Woche wache ich regelmäßig morgens 1 1/2 Stunden vor meiner üblichen Zeit (7.00 Uhr) auf und ansonsten könnte ich wo ich gehe und stehe einfach einschlafen. Das macht sich im Büro besonders gut.
Niedergeschlagenheit, schlecht Schlafen, Übelkeit gehören sehr wohl zu den Entzugserschnungen der SSRI AD.

Lese mal das link:infopaket !
Meine Frage: Ich habe noch 16 Tabletten a 20 mg. Wie würdet Ihr weiter vorgehen? Zunächst weiterhin bei 10 mg bleiben oder die halbe Tablette noch einmal vierteln oder komplett absetzen?
2 Jahre sind eine lange Zeit, es wäre sicher nicht falsch, wenn du dir Paroxetin flüssig besorgst und einfach langsam reduzierst, denn die letzten mg. sind oft die schwersten!

Liebe Grüße

Hannes
kiki
Beiträge: 5
Registriert: 23.05.2005 21:23

Beitrag von kiki »

Hallo,

Hannes, Dir zunächst vielen Dank für den Ratschlag, ich habe das Infopaket gelesen und habe diese Woche einen Termin beim Arzt, um ihn um flüssiges Paroxetin zu bitten.

Mir geht es inzwischen auch wieder richtig gut. Die Nebenwirkungen der letzten Wochen sind alle weg und nun möchte ich die nächsten mg angehen.

Nun lese ich wirklich mit Interesse Euer Forum und bin doch etwas ratlos.

Ich weiss, dass die Depression bei mir immer wieder kommen kann. Inzwischen habe ich davor aber nicht mehr so große Angst, denn ich weiss, dass das Seroxat mir innerhalb von ca. 14 Tagen hilft und ich dann mit dem Medikament wieder ein normales Leben führen kann.

Mit meinen Ärzten abgestimmt ist auch, dass weitere Therapien nicht notwendig sind, Sport treibe ich. Wenn Ihr nun sagt, dass die Medikamente so schädlich sind, was soll ich denn alternativ tuen?

Ich fühle mich ja jetzt schon ganz schlecht, wenn ich mich bei meinem jetzigen Absetzprogramm darauf verlasse, dass ich im Bedarfsfall sofort zum Neurologen gehen kann und wieder Seroxat verschrieben bekomme. Bin ich deswegen abhängig?
Symptome: (Angstzustände, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Unkonzentriertheit, Antrieblosigkeit); Diagnose: (Anfag 2001: Schwere depressive Episode, jährlich im Herbst immer wieder mittlere depressive Episoden seit 2002)
Medikation: (Seroxat, 20mg, seit Januar 2005) >> (30mg, seit September 2004) >> (vorher 20 mg seit September 2002)
Bisherige Absetzversuche: (März 2002 Seroxat komplett abgesetzt)
Absetzverlauf (März 2002, Startdosierung): (ca. 6 Wochen auf 10 mg reduziert, dann abgesetzt, keine Probleme dabei!) >> (Dauer, Dosierung) >> (...)
Oliver
Gründer
Beiträge: 11072
Registriert: 10.10.2003 23:58
Hat sich bedankt: 713 Mal
Danksagung erhalten: 420 Mal

Beitrag von Oliver »

Hallo Kiki.

Unter www.antidepressiva-absetzen.de findest einen sehr guten Absetzplan an dem wir gerade basteln ... ist zwar momentan noch ein bisschen eine Baustelle, aber es wird langsam :)

Alles Gute
Oliver
Margit
Beiträge: 7
Registriert: 08.03.2005 06:55

Absetzsymptome bei Paroxetin

Beitrag von Margit »

Hallo Kiki! Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich dir sagen, daß es "normal" ist daß du solche Entzugserscheinungen unter Seroxat(Paroxetin) hast. Ich habe schon desöfteren versucht das Seroxat, daß ich schon fast seit 12 Jahren nehme abrupt aber auch ausschleichend abzusetzen . Hatte aber immer stärkste Absetzsymptome . Das letzte Mal wollte mich meine Psychiaterin von Seroxat 20mg auf Fluctin 20mg umstellen. Nach ein paar Tagen ging es mir so schlecht, hatte im Kopf elektrische Zaps, Schwindelgefühle, Appetitlosigkeit, Übelkeit, starke Entfremdungsgefühle, Panikattacken, konnte nachts nicht mehr schlafen. Als ich dann wieder umgestellt habe auf Seroxat ging es mir prompt wieder besser. jetzt habe ich 2 Monate wieder 20mg genommen und jetzt seit ca. 6 Wochen auf 15 mg reduziert. Bis jetzt merke ich eigentlich keine Verschlechterung. Aber ich weiß ja das es erst heftig wird wenns an die letzten mg geht. Werde jetzt nach ein paar Wochen, wennes so bleibt auf 12,5mg runtergehen. Für die letzten mg werde ich mir von meiner Hausärztin, weil ich momentan keinen Psychiater habe der mich unterstützen könnte, das flüssige Seroxat, das man mgweise reduziern kann besorgen. Bei mir ist die Sache so, daß ein Teil von mir dieses Medikament total hasst, aber wenn ich dann daran denke wie schlecht es mir geht wenn ich absetze nehme ich es wieder"gerne".
Symptome: Angstzustände, Depressionen Hypochondrie Diagnose :endogene Depression
Medikation: Paroxetin 20mg seit 1994 ; Hypnorex retard 400mg seit 1999; Mirtazapin seit2000;
bisherige Absetzversuche: 1995 Paroxetin auf10mg dann 0 gescheitert
1999Wechsel von Paroxetin20mg auf Zoloft heftigste Absetzwescheinungen mit Schlaflosigkeit und Zaps Starke Unruhe dann Psychiatrieaufenthalt dort wieder 20mg und auf Lithium eingestellt. 3Monate in der Klinik
vor 2 Wochen Wechsel von Paroxetin 20mg auf Fluoxetin20mg stärkste Absetzsymptome Unruhe depressive Gedanken, Horror, Zaps und Schlaflosigkeit
kiki
Beiträge: 5
Registriert: 23.05.2005 21:23

Beitrag von kiki »

Lieber Oliver, der Absetzplan wird wirklich!!! :P :

Liebe Margit,

nun habe ich seit 1 Woche auf 5 mg reduziert. Seit zwei Tagen habe ich wieder alle depressiven Symptome:

Ich wache um 5.00 Uhr auf, ich habe Angst, ich habe kein Selbstvertrauen und kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, dass ich meinen Job (leite derzeit ein Projekt mit 30 Mitarbeitern) auch nur ansatzweise schaffen kann. Wenn im Moment einer mit einem Problem kommt, denke ich: Nur weglaufen...das kann ich auch nicht lösen.

Das geht sicherlich nicht mehr lange gut...Mein Freund besteht darauf, dass ich am Montag wieder mal zu meinem Neurologen gehen.

Was ich einfach nicht verstehe ist, warum diese Krankheit immer wieder da ist, wenn ich das Seroxat absetze. Das kann doch nicht ein Leben lang so gehen. Du nimmst die Tabletten schon seit 12 Jahren??? Okay, dagegen sind zwei Jahre lächerlich.

Viele Grüße
Kiki
Symptome: (Angstzustände, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Unkonzentriertheit, Antrieblosigkeit); Diagnose: (Anfag 2001: Schwere depressive Episode, jährlich im Herbst immer wieder mittlere depressive Episoden seit 2002)
Medikation: (Seroxat, 20mg, seit Januar 2005) >> (30mg, seit September 2004) >> (vorher 20 mg seit September 2002)
Bisherige Absetzversuche: (März 2002 Seroxat komplett abgesetzt)
Absetzverlauf (März 2002, Startdosierung): (ca. 6 Wochen auf 10 mg reduziert, dann abgesetzt, keine Probleme dabei!) >> (Dauer, Dosierung) >> (...)
Gesperrt