Hallo Leute, durch Zufall bin ich heute auf dieses Forum gestossen und war/bin ganz begeistert hierüber!!
Ich bin 36 Jahre alt und leide seit meinem 12 Lebensjahr unter Schlafstörungen, die nach und nach ins exorbitante drifteten. Sie griffen in alle Bereiche und keiner konnte mir helfen. Ich nahm schon als Teenager meine ersten Schlaftabl.(Benzo´s). Meine erste Therapie fand in der Kinderklinik statt. In die Schule konnte ich fast kaum noch und ich wurde ständig freigestellt und stürzte auch hier hoffnungslos ab. Irgendwann war ich unglaublich resignativ und begriff, dass alle Ärzte/Therapeuten nur von einer großen Hilflosigkeit erfüllt waren.
Irgendwann vor nunmehr ungefähr 12Jahren verschrieb mir mein damaliger Hausarzt Stangyl (Antidepressivum) was ich total skeptisch und ohne Hoffnung einnahm. Dann wieder Erwartens half es verhältnismäßig gut!! Ich hatte das beste halbe Jahr in meinem Krankheitsverlauf!! Mein Hausarzt sagte, er hätte es gewußt, dass das das Übel ist, denn meine Schlafstörung wäre das Begleitsymptom einer Depression.Nach einem halben Jahr ließ auch hier die Wirkung wieder nach. Letztes Jahr im November war ich so am Ende, dass mein Arzt mich sofort statinär in die Psychatrie einweisen wollte. Nichts, aber auch gar nichts (medikamentös) griff noch bei mir. Ich wußte nicht mehr wie ich das aushalten sollte. Schließlich änderte ich aus wohl doch noch bestehenden Selberhaltungstrieb etwas gravierendes in meinem Privatleben und ich konnte mich tatsächlich erstmal aus dem totalen Loch ziehen. Jetzt geht seit einiger Zeit wieder fast gar nichts mehr. Komme ich mal in den Schlaf - nur Träume!! Ich befinde mich in einer unheimlichen Druckspirale, träumte schon von Selbstmord. Ich denke ich stoße hier auf Verständnis, und kann vielleicht das Gefühl finden mich nicht mehr so furchtbar alleine zu fühlen mit dieser elementaren psychischen Erkrankung. Ich habe immer drauf geachtet, nie zu sehr in die "Med.Falle" zu tappen, was beeinhaltet, dass ich immer mal ausgesetzt habe und wenn es nur für 2 Nächte war!! Momentan habe ich keine Chance mehr. Herzrasen, morgens um 8 h oft noch wach und später und so komme ich auch nicht drum herum mich in letzter Zeit hin und wieder krankschreiben lassen zu müssen. Gehe nur noch am Stück, mir ist die Fliege oft an der Wand zu viel, ich schaffe die normalsten, alltäglichsten Dinge nicht mehr. Taumele nur noch durch dieses Leben, Lebensqualität ..... hört auf! Konzentrieren kann ich mich oftmals nicht mehr auf routiniersten, kleinsten Dinge. Ich bin ziemlich verzweifelt und möchte unbedingt mal Austausch mit Menschen, die wissen was das alles bedeutet!! Übrigens vor 10 Jahren war ich auch mal im Schlaflabor, dort wurde nur hilflos festgestellt, dass ich ein extrem schwerer Fall bin, und mir wurde damals das Bikalm verschrieben. Bitte meldet euch- Danke - Mausi
Hallo, ich möchte mich euch vorstellen.
Hallo, ich möchte mich euch vorstellen.
Ich nehme im Wechsel: Stangyl, Valium und Bikalm. Dieses ausschließlich zur Nacht, weil Hauptsymptomatik meine exorbitanten Schlafstörungen sind. Stangyl, meistens nur 25 mg. Bikalm:5-10 mg, Valium: max.20mg.
In ganz schlimmen Phasen noch Rivotril: 0.5-1 mg.
In ganz schlimmen Phasen noch Rivotril: 0.5-1 mg.
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Hannes Wien
- Gründer
- Beiträge: 903
- Registriert: 27.10.2003 14:16
- Wohnort: Wien
- Danksagung erhalten: 6 Mal
Hallo Mausi, willkommen im Forum!
Du schreibst, dass du schon Teenageralter Benzos zum Schlafen bekommen hast.
Wie lange hast du die Benzos denn immer genommen ich meine jetzt durchgehend?
Waren das Tage Wochen oder sogar Monate/Jahre?
Zolpidem (Bikalm) ist ürbrigens um nix besser als die Benzos, denn es wirkt genau so auf den GABA Rezeptor wie die Benzos auch.
Liebe Grüße
Hannes
Du schreibst, dass du schon Teenageralter Benzos zum Schlafen bekommen hast.
Wie lange hast du die Benzos denn immer genommen ich meine jetzt durchgehend?
Waren das Tage Wochen oder sogar Monate/Jahre?
Was du hier beschreibst könnten auch Entzugserscheinungen davon sein.Konzentrieren kann ich mich oftmals nicht mehr auf routiniersten, kleinsten Dinge.
Zolpidem (Bikalm) ist ürbrigens um nix besser als die Benzos, denn es wirkt genau so auf den GABA Rezeptor wie die Benzos auch.
Liebe Grüße
Hannes
Antwort an Hannes
Hallo Hannes,
Mensch, war dir dankbar. Habe fast geheult, als ich gesehen habe, dass sich irgendwer gemeldet hat!! Ich bin wirklich ziemlich verzweifelt und fühle mich so alleine mit der Sch...! Nein, du irrst, ich habe als Teenager nur ganz sporadisch Benzo´s genommen!! Und später IMMER darauf geachtet, wie auch schon erwähnt, Pausen einzulegen!!
IMMER war meine Devise:"Wenn ich richtig drauf komme, zu dem ganzen sonstigen Dilemma, dann sehe ich überhaupt kein Land mehr"Ich finde es furchtbar, RICHIG abhängig zu werden/sein!!!!!!
Habe übrigens meinen Mann im August 2003´, einem ARZT, an exorbitanter Morphinsucht verloren.... Es war grausam, um es mal sachte auszudrücken. Er ist innerhalb von 3 Jahren gestorben, war Fentanyl abhängig, was um Längen stärker ist als Morphium.
Jetzt stecke ich wieder in einer komplizierten Beziehungsgeschichte, die evtl. auch nicht gerade zusätzlich zur Ruhe beiträgt. Ein liebenswerter, sensibler Mann. Aber er hat sich wegen mir aus seiner Ehe befreit, es existieren 2 Kinder und er ist selber in Therapie um das alles irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Er war ein Kollege meines Mannes.. ER leidet auch sehr mir als Arzt nicht weiterhelfen zu können.
Aber du unterschätzt, evtl diesen massiven Schlafentzug. Wenn du in einer Woche kaum mehr schläfst, häufig als andere in 1, max. 2 Nächten, dann ist die Rübe total weichgekocht, der Köfper spinnt, es geht kaum noch was!
Wie gesagt, habe noch nie jemanden kennengelernt, der da in dem Ausmaß Erfahrungen hatte- ABER - ich habe dann eben Beiträge,hier in diesem Forum gelesen, wo einige ja auch phasenweise über einen gewissen Zeitraum keinen Schlaf mehr bekommen haben. DAS hat mich so motiviert, mir hier evtl. etwas Hilfe zu holen. Glaub mir, ich will nicht voll abhängig werden!!! Wäre auch glücklich, wenn ich keine oder nur geringfügige medikamentöse Hilfe bräuchte! ABER WAS SOLL ICH TUN`??? Wer stellt diese masive Unruhe in mir ab, dieses Gefühl in einer Tour schießt Adrealin durch meinen Körper., das Gefühl mein Herz rasst. Mußte heute wieder zuhause bleiben..Konnte vorhin nur noch heulen. Und immer nur eines : Große Hilflosigkeit- es ist zum ko.....
Dennoch erwäge ich nochmal zu einer weibl.Therapeutin zu gehen. Ich war bislang ausschließlich bei männlichen Therapeuten.
So, jetzt habe ich dich genug zugejammert, tut aber gut und ich danke dir, dass du geantwortet hast. Lieben Gruß "Mausi"
Mensch, war dir dankbar. Habe fast geheult, als ich gesehen habe, dass sich irgendwer gemeldet hat!! Ich bin wirklich ziemlich verzweifelt und fühle mich so alleine mit der Sch...! Nein, du irrst, ich habe als Teenager nur ganz sporadisch Benzo´s genommen!! Und später IMMER darauf geachtet, wie auch schon erwähnt, Pausen einzulegen!!
IMMER war meine Devise:"Wenn ich richtig drauf komme, zu dem ganzen sonstigen Dilemma, dann sehe ich überhaupt kein Land mehr"Ich finde es furchtbar, RICHIG abhängig zu werden/sein!!!!!!
Habe übrigens meinen Mann im August 2003´, einem ARZT, an exorbitanter Morphinsucht verloren.... Es war grausam, um es mal sachte auszudrücken. Er ist innerhalb von 3 Jahren gestorben, war Fentanyl abhängig, was um Längen stärker ist als Morphium.
Jetzt stecke ich wieder in einer komplizierten Beziehungsgeschichte, die evtl. auch nicht gerade zusätzlich zur Ruhe beiträgt. Ein liebenswerter, sensibler Mann. Aber er hat sich wegen mir aus seiner Ehe befreit, es existieren 2 Kinder und er ist selber in Therapie um das alles irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Er war ein Kollege meines Mannes.. ER leidet auch sehr mir als Arzt nicht weiterhelfen zu können.
Aber du unterschätzt, evtl diesen massiven Schlafentzug. Wenn du in einer Woche kaum mehr schläfst, häufig als andere in 1, max. 2 Nächten, dann ist die Rübe total weichgekocht, der Köfper spinnt, es geht kaum noch was!
Wie gesagt, habe noch nie jemanden kennengelernt, der da in dem Ausmaß Erfahrungen hatte- ABER - ich habe dann eben Beiträge,hier in diesem Forum gelesen, wo einige ja auch phasenweise über einen gewissen Zeitraum keinen Schlaf mehr bekommen haben. DAS hat mich so motiviert, mir hier evtl. etwas Hilfe zu holen. Glaub mir, ich will nicht voll abhängig werden!!! Wäre auch glücklich, wenn ich keine oder nur geringfügige medikamentöse Hilfe bräuchte! ABER WAS SOLL ICH TUN`??? Wer stellt diese masive Unruhe in mir ab, dieses Gefühl in einer Tour schießt Adrealin durch meinen Körper., das Gefühl mein Herz rasst. Mußte heute wieder zuhause bleiben..Konnte vorhin nur noch heulen. Und immer nur eines : Große Hilflosigkeit- es ist zum ko.....
Dennoch erwäge ich nochmal zu einer weibl.Therapeutin zu gehen. Ich war bislang ausschließlich bei männlichen Therapeuten.
So, jetzt habe ich dich genug zugejammert, tut aber gut und ich danke dir, dass du geantwortet hast. Lieben Gruß "Mausi"
Ich nehme im Wechsel: Stangyl, Valium und Bikalm. Dieses ausschließlich zur Nacht, weil Hauptsymptomatik meine exorbitanten Schlafstörungen sind. Stangyl, meistens nur 25 mg. Bikalm:5-10 mg, Valium: max.20mg.
In ganz schlimmen Phasen noch Rivotril: 0.5-1 mg.
In ganz schlimmen Phasen noch Rivotril: 0.5-1 mg.
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CloneX
- Gründer
- Beiträge: 1165
- Registriert: 10.10.2003 17:01
- Wohnort: Deutschland :)
- Danksagung erhalten: 20 Mal
Hallo Mausi,
willkommen im Forum !
Du scheinst ja echt etwas durchzumachen. Dieses Forum beschäftigt sich allerdings mehr mit Problemen die durch Medikamente entstehen. Deswegen weiß ich nicht ob du hier diese Hilfe findest, die du suchst, auch wenn wir dich hier gerne aufnehmen
Es werden sicher noch ein paar Leute schreiben.
Möglicherweise findest du aber auch noch andere Foren die sich mehr mit psychischen Erkrankungen und Schlafproblemen auseinandersetzen. Vielleicht kann dir hier ja jemand eins empfehlen, damit du Leute findest die sich da noch besser auskennen.
Gib auf jedenfall nicht auf. Viele Menschen haben es selbst aus der
größten Schei**e wieder herausgeschafft und führen ein gutes Leben.
Eine Therapeutin zu suchen ist sicher eine gute Idee - leider muss man da auch etwas Glück haben um an eine(n) gute(n) zu kommen.
Gute Besserung!
willkommen im Forum !
Du scheinst ja echt etwas durchzumachen. Dieses Forum beschäftigt sich allerdings mehr mit Problemen die durch Medikamente entstehen. Deswegen weiß ich nicht ob du hier diese Hilfe findest, die du suchst, auch wenn wir dich hier gerne aufnehmen
Möglicherweise findest du aber auch noch andere Foren die sich mehr mit psychischen Erkrankungen und Schlafproblemen auseinandersetzen. Vielleicht kann dir hier ja jemand eins empfehlen, damit du Leute findest die sich da noch besser auskennen.
Gib auf jedenfall nicht auf. Viele Menschen haben es selbst aus der
größten Schei**e wieder herausgeschafft und führen ein gutes Leben.
Eine Therapeutin zu suchen ist sicher eine gute Idee - leider muss man da auch etwas Glück haben um an eine(n) gute(n) zu kommen.
Gute Besserung!