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 ! Nachricht von: Oliver

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Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Absetzsymptome von Amitryptilin

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Susan
Beiträge: 2
Registriert: 26.04.2005 11:00

Absetzsymptome von Amitryptilin

Beitrag von Susan »

Hallo,

ich habe über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren täglich jeden Abend 1 Tablette Amytriptilin eingenommen (Schmerztherapie).

Nun konnte ich - nach einem längern Gespräch mit dem Arzt - das Medikament absetzen. Obwohl ich den Arzt gefragt habe, ob sich irgendwelche Symptome bzgl. des Absetzens zeigen würde, die dieser verneinte, leide ich doch sehr stark unter sogenannten Absetzsymtomen.

Mir ist schwindelig und übel, ich habe Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen, fühle mich irgendwie erkältet, Müdigkeit, gelegentliche Bewegungsstörungen ...!
Ich fühle mich nicht besonders und weiß nicht, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird.

Kann ich etwas tun, damit ich die körperlichen Symptome weg bekomme? Wie lange dauern solche Störungen oder sind die sogar dauerhaft?

Herzlichen Dank für eure Antworten.

Liebe Grüße

Susan
Amytriptilin 1 x täglich 1 Tablette abends über einen Zeitraum von 4 Jahren (Schmerztherapie).
Hannes Wien
Gründer
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Registriert: 27.10.2003 14:16
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Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Susan,

willkommen im Forum!
ich habe über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren täglich jeden Abend 1 Tablette Amytriptilin eingenommen (Schmerztherapie).
Wieviel mg hatte die Tablette denn :?: die gibt es von 25 -75mg.
Nun konnte ich - nach einem längern Gespräch mit dem Arzt - das Medikament absetzen. Obwohl ich den Arzt gefragt habe, ob sich irgendwelche Symptome bzgl. des Absetzens zeigen würde, die dieser verneinte, leide ich doch sehr stark unter sogenannten Absetzsymtomen.
Die Ärzte haben meist keine Ahnung vom Absetzen, auch bei trizyklischen Antidepressiva nach 4 Jahren muß man langsam vorgehen!
Mir ist schwindelig und übel, ich habe Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen, fühle mich irgendwie erkältet, Müdigkeit, gelegentliche Bewegungsstörungen ...!
Das sind typische Entzugserscheinugen von AD´s.
Kann ich etwas tun, damit ich die körperlichen Symptome weg bekomme? Wie lange dauern solche Störungen oder sind die sogar dauerhaft?

Besoge dir Amytriptilin flüßig:

http://www.dkv.com/content_appl.phtml?c ... 008594.htm

Versuche es zuerst mit einem 1/4 deiner Ausgangsdosis über einige Tage bis 1-2 Wochen stabil zu werden .... wenn nicht möglich bis auf die 1/2 Ausgangsdosis steigern.

Und dann langsam über einige Wochen immer wenn es dir gut geht um ein paar mg. runter.

Mit einer Insulinspritze kannst du genau dosieren.

Wie lange die Symptome anhalten kann man nicht sagen, einige Wochen, einige Monate.

Aber wenn du langsam runtergehst kann es gut sein, dass du die meisten Symptome so umgehen kannst.


Liebe Grüße

Hannes
Susan
Beiträge: 2
Registriert: 26.04.2005 11:00

Danke

Beitrag von Susan »

Hallo Hannes,

danke für dein Willkommen :-).

Ich hatte die 25er.

Eine Frage:
Kann ich denn die Einnahme nicht umgehen? Alternativen?

Ich hasse dieses Zeugs und wenn ich gewusst hätte, dass ich anstatt meiner Schmerzen mich mit einem totalen Unwohlsein rumplagen muss, hätte ich die Dinger nie genommen.

Wieso wissen denn die Ärzte nichts über diese Absetzsymptome? Mein Arzt behauptet felsenfest, dass es die nicht gibt.
Dass es die aber gibt, das darf ich ja am eigenen Leib spüren und das ist alles andere als schön!

Liebe Grüße

Susan
Amytriptilin 1 x täglich 1 Tablette abends über einen Zeitraum von 4 Jahren (Schmerztherapie).
Hannes Wien
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Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Susan!
Kann ich denn die Einnahme nicht umgehen? Alternativen?

Defacto NEIN wenn du die Entzugserscheinungen loswerden willst.

Du hast Amytriptilin 4 Jahre genommen da spielen doch einige Wochen mehr in einer gerigeren Dosis keine Rolle mehr.
Wieso wissen denn die Ärzte nichts über diese Absetzsymptome? Mein Arzt behauptet felsenfest, dass es die nicht gibt.
Dass es die aber gibt, das darf ich ja am eigenen Leib spüren und das ist alles andere als schön!
Tja wenn die Ärzte sich auskennen würden dann gäbe es dieses Forum nicht. :frust:

Mit den besten Wünschen

Hannes
Gesperrt