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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Hallo neu hier und habe Fragen

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Marco
Beiträge: 14
Registriert: 09.04.2005 20:45

Hallo neu hier und habe Fragen

Beitrag von Marco »

Hallo, ich bin neu hier im Forum, habe es erst Gestern entdeckt, und schon eifrig gelesen. Ich gehöre auch zum Verein, nehme seit Sommer 2003 Sipralexa (Escitalopram) 10mg, bin alle 6 Wochen beim Psy.. Ich bin jetzt 20 Jahre alt und stehe kurz vorm Abitur. So, habe nun einige Fragen,
Im letzden Monat ist mir 2 mal passiert dass ich morgens aufsteh, an etwas schlimmes/bedrückende Situation denken muss, und nicht mehr weiss ob ich es nur geträumt habe, oder ob es wirklich passiert ist. (Realitätsverlust?)
Bin auch manchmal sehr vergesslich.
Kann das am Schulstress liegen oder werd ich durch die Medikamente Gaga, meine Schulleistungen sind auch net mehr so besonders..
Mein Psy hat jetzt so gemeint dass ich mal versuchen soll die Dosis zu halbieren, überlässt mir da aber zimlich freie Hand. Habe es auch schon 2-3 versucht und dann nach 3-5 Tagen wieder eine ganze genommen , weil ich mich mies fühlte. Habe schon ein wenig Angst wieder depressiv zu werden, kann ich die Dinger nicht einfach bis zu meinem Tod nehmen?

So ciao
geheilt :-))
Marco
Beiträge: 14
Registriert: 09.04.2005 20:45

?

Beitrag von Marco »

Hey,
werde ich hier ignoriert?
das ist echt deprimierend.
Kann vielleicht jemand mal wenigstens 'Hallo' sagen.
geheilt :-))
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Marco,

sorry ich habe deinen Beitrag übersehen! :wink:
Im letzden Monat ist mir 2 mal passiert dass ich morgens aufsteh, an etwas schlimmes/bedrückende Situation denken muss, und nicht mehr weiss ob ich es nur geträumt habe, oder ob es wirklich passiert ist. (Realitätsverlust?)
Bei SSRI Ad´s ist alles möglich allerdings kann ich nicht sagen, dass ich davon schon mal gehört hätte.
Bin auch manchmal sehr vergesslich.
Das kenne ich gut hatte ich unter der Einnahme von Zoloft recht häufig ist aber nach dem Absetzen bald wieder verschwunden!

Mein Psy hat jetzt so gemeint dass ich mal versuchen soll die Dosis zu halbieren, überlässt mir da aber zimlich freie Hand. Habe es auch schon 2-3 versucht und dann nach 3-5 Tagen wieder eine ganze genommen , weil ich mich mies fühlte.
Also das waren eindeutig Entzugserscheinungen nicht das Auftreten deiner Ursprungserkrankung!
David Healy hat geschrieben:LEIDE ICH AN ABSETZERSCHEINUNGEN?


Es gibt drei Indikatoren, um zwischen Absetzerscheinungen und dem Wiederauf-tauchen der ursprünglichen Symptomatik zu unterscheiden:

1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre nicht mehr auftauchen. 2. Wenn die Symptome (siehe Absetzsymptome) nach erneuter Einnahme oder Erhöhung der Dosis wieder verschwinden, deutet dies ebenfalls auf ein Absetzsymptom hin und nicht auf ein Wiederauftauchen der ursprünglichen Symptomatik. Wenn es echte Krankheitssymptome wären, würde es länger dauern, bis Sie wieder auf die Behandlung ansprechen. Die kurzfristige Reaktion der Symptomatik auf die Behandlung weist auf ein Absetzproblem hin.
3. Es ist durchaus möglich, dass sich ihre Absetzsymptome mit den Symptomen ihrer eigentlichen Krankheit überlappen. Beides enthält Elemente von Unruhe, Angst und Depressionen. Ebenso oft treten beim Absetzen aber auch völlig neue Symptome auf wie: kribbelnde Gefühle, elektrische Schocks, Schmerzen und ein grippeähnliches Gefühl.

Das gesammte link:infopaket findest du da!
Habe schon ein wenig Angst wieder depressiv zu werden, kann ich die Dinger nicht einfach bis zu meinem Tod nehmen?
Was wirklich wichtig ist langsam absetzen, nach 2 Jahren mindestens über ein paar Monate!

Escitalopram gibt es neuerdings auch flüssig, du könntest es mit einer Insulinspritze genau dosieren und langsam mg für mg absetzen.

Liebe Grüße

Hannes
Marco
Beiträge: 14
Registriert: 09.04.2005 20:45

Beitrag von Marco »

Jo, Danke Hannes. :hug:
Im Moment bin seit knapp 10 Tagen bei halber Dosis (5mg), und will das jetzt auch weiter durchziehen.
Hab nämlich gemerkt dass ich ziemlich schlimme Stimmungschwankungen bekomme wenn ich mit der Dosis immer von 10 nach 5 nach 10 mg abwechsle, bin dan auch mal geradezu euphorisch, ist auch net immer so passend. :party: Man redet/schreibt manchmal ziemlichen Quatsch. :whistle:
Nu denn, melde mich wenns was neues gibt.
geheilt :-))
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Alles Gute aber machs nicht zu schnell!

LG

Hannes
Gesperrt