GESCHAFFT! - Heute beginnt für mich eine neue Zeitrechnung
GESCHAFFT! - Heute beginnt für mich eine neue Zeitrechnung
Liebes Forum,
als ich im März letzten Jahres das Ausschleichen begann, nahm ich an, dass es vermutlich bis zum Jahresende dauern würde. Bald korrigierte ich meine innere Einschätzung und vermutete, es könne sogar noch ein bisschen länger dauern. Es hat genau bis gestern gedauert.
Seit Mai 2002 ist heute ist mein erster Tag OHNE.
Irgendwie hatte ich ihn mir ein bisschen feierlicher vorgestellt. Seit ein paar Tagen wusste ich, dass es auf den heutigen oder morgigen Tag hinauslaufen würde, an dem ich erstmals mein Frühstück neu gestalten würde.
Heute war es nun soweit. Meine alte Schulfreundin und ihr Mann waren zu Besuch in der Stadt und kamen zum Brunch zu uns. Wir haben fürstlich getafelt und es uns bei allerlei Köstlichkeiten gut gehen lassen. Doch keiner in der Runde wusste, dass für mich das Buffet erstmals ohne Paroxetin gedeckt war. Das feierte ich innerlich ganz leise mit mir selbst.
Ich muss sagen, das ist ganz schön aufregend!
Was wäre die Zeit bis gestern ohne EUCH, ohne dieses FORUM gewesen?
Ich war begleitet von Euch. Ich habe hier Unterstützung und Verständnis gefunden. Der Austausch über unsere gemeinsamen Sorgen hat mich über manche Verzweiflung hinweggetröstet. Ihr habt mich so manches Mal auf meinem Weg bestätigt. Die Informationen, die hier zu finden sind, dienten mir manchmal wie Leitplanken und Hinweisschilder (im Sinne von "da geht´s lang und dann gaanz langsam weiter") auf meinem Ausschleichweg in eine neue Zukunft. Das hat mir sehr viel Sicherheit gegeben - eine Sicherheit, die ich sonst nirgends fand.
Und nicht zuletzt, sondern eigentlich allem zuvor, möchte ich sagen, dass ich in diesem Forum ganz liebe Menschen kennen gelernt habe, mit denen mich mehr verbindet, als nur unsere gemeinsame Erfahrung. Ihr habt mir so gut getan! Allen, die sich jetzt angesprochen fühlen, möchte ich ein ganz herzliches DANKESCHÖN sagen!!!
Nun wünsche ich denen, die noch auf dem Weg sind bzw. die beabsichtigen ihn bald zu gehen, dass sie es gut schaffen und falls notwendig bessere Alternativen zu ADs finden. Und denjenigen, die bereits erfolgreich ihre ADs abgesetzt haben, wünsche ich dass ihre Zukunft auch frei davon bleibt!
Uns allen wünsche ich, dass wir nicht mehr so oft in uns hineinhorchen müssen und uns Symptome in Zukunft „gestohlen bleiben können“.
Mit vielen herzlichen Grüßen
von
Astrid
als ich im März letzten Jahres das Ausschleichen begann, nahm ich an, dass es vermutlich bis zum Jahresende dauern würde. Bald korrigierte ich meine innere Einschätzung und vermutete, es könne sogar noch ein bisschen länger dauern. Es hat genau bis gestern gedauert.
Seit Mai 2002 ist heute ist mein erster Tag OHNE.
Irgendwie hatte ich ihn mir ein bisschen feierlicher vorgestellt. Seit ein paar Tagen wusste ich, dass es auf den heutigen oder morgigen Tag hinauslaufen würde, an dem ich erstmals mein Frühstück neu gestalten würde.
Heute war es nun soweit. Meine alte Schulfreundin und ihr Mann waren zu Besuch in der Stadt und kamen zum Brunch zu uns. Wir haben fürstlich getafelt und es uns bei allerlei Köstlichkeiten gut gehen lassen. Doch keiner in der Runde wusste, dass für mich das Buffet erstmals ohne Paroxetin gedeckt war. Das feierte ich innerlich ganz leise mit mir selbst.
Ich muss sagen, das ist ganz schön aufregend!
Was wäre die Zeit bis gestern ohne EUCH, ohne dieses FORUM gewesen?
Ich war begleitet von Euch. Ich habe hier Unterstützung und Verständnis gefunden. Der Austausch über unsere gemeinsamen Sorgen hat mich über manche Verzweiflung hinweggetröstet. Ihr habt mich so manches Mal auf meinem Weg bestätigt. Die Informationen, die hier zu finden sind, dienten mir manchmal wie Leitplanken und Hinweisschilder (im Sinne von "da geht´s lang und dann gaanz langsam weiter") auf meinem Ausschleichweg in eine neue Zukunft. Das hat mir sehr viel Sicherheit gegeben - eine Sicherheit, die ich sonst nirgends fand.
Und nicht zuletzt, sondern eigentlich allem zuvor, möchte ich sagen, dass ich in diesem Forum ganz liebe Menschen kennen gelernt habe, mit denen mich mehr verbindet, als nur unsere gemeinsame Erfahrung. Ihr habt mir so gut getan! Allen, die sich jetzt angesprochen fühlen, möchte ich ein ganz herzliches DANKESCHÖN sagen!!!
Nun wünsche ich denen, die noch auf dem Weg sind bzw. die beabsichtigen ihn bald zu gehen, dass sie es gut schaffen und falls notwendig bessere Alternativen zu ADs finden. Und denjenigen, die bereits erfolgreich ihre ADs abgesetzt haben, wünsche ich dass ihre Zukunft auch frei davon bleibt!
Uns allen wünsche ich, dass wir nicht mehr so oft in uns hineinhorchen müssen und uns Symptome in Zukunft „gestohlen bleiben können“.
Mit vielen herzlichen Grüßen
von
Astrid
Hallo Astrid ,
auch von mir einn Herzlichen Glückwunsch
Wenn ich mir vorstelle wie langsam Du die 20 mg ausgeschlichen hast
und ich von meinen 20 mg innerhalb einer Woche ( laut Arzt ) aufhören musste
Es geht mir momentan beschissen - diese ständigen Zaps machen mich wahnsinnig !
Ich lasse mir jetzt nächste Woche bei einem anderen Neurologen einen Termin geben .
Nur ich will keine AD´s mehr nehmen .
Aber wie halte ich die Zaps aus
auch von mir einn Herzlichen Glückwunsch
Wenn ich mir vorstelle wie langsam Du die 20 mg ausgeschlichen hast
Es geht mir momentan beschissen - diese ständigen Zaps machen mich wahnsinnig !
Ich lasse mir jetzt nächste Woche bei einem anderen Neurologen einen Termin geben .
Nur ich will keine AD´s mehr nehmen .
Aber wie halte ich die Zaps aus
-
Hannes Wien
- Gründer
- Beiträge: 903
- Registriert: 27.10.2003 14:16
- Wohnort: Wien
- Danksagung erhalten: 6 Mal
Das freut mich total für dich. Ich hoffe ich komme irgendwann auch mal dahin.
Britta
Britta
Leide seit ca. 8 Jahren an schlimmer innerer Unruhe und diffusen Ängsten. Diagnose: gen. Angststörung mit Depression
Therapien
12 Wochen psychosomatische Klinik, 3 1/2 Wochen Reha, seit 2 Jahren Verhaltenstherapie, regelmäßige Arztbesuche bei meiner Ärztin in unserer psychatrischen Klinik, regelmäßig Angstgruppe
Medikation
bereits erfolglos ausprobiert: Bespar, Saroten, Dipiperon, Atosil (reagier ich paradox drauf), Stangyl und div. andere Medis
-seit 2002 Zoloft 50mg/seit 08.12.04 Zoloft 25mg morgens/seit 02/2005 Zoloft, ca. 10mg morgens/seit 18.05.05 kein Zoloft mehr - Tavor bei Bedarf
-seit 08.02.05 Insidon Tropfen (ca. 45-50 Tropfen auf 3x täglich verteilt, davon die größte Menge abends)
-März 05 bis Juli 05 Akupunktur - ohne großen Durchbruch
-seit Juni 05 1xtgl. 12mg Perazin (mehr vertrag ich nicht)
-ab August 05 "Jarsin" Johanniskraut-Präparat
Therapien
12 Wochen psychosomatische Klinik, 3 1/2 Wochen Reha, seit 2 Jahren Verhaltenstherapie, regelmäßige Arztbesuche bei meiner Ärztin in unserer psychatrischen Klinik, regelmäßig Angstgruppe
Medikation
bereits erfolglos ausprobiert: Bespar, Saroten, Dipiperon, Atosil (reagier ich paradox drauf), Stangyl und div. andere Medis
-seit 2002 Zoloft 50mg/seit 08.12.04 Zoloft 25mg morgens/seit 02/2005 Zoloft, ca. 10mg morgens/seit 18.05.05 kein Zoloft mehr - Tavor bei Bedarf
-seit 08.02.05 Insidon Tropfen (ca. 45-50 Tropfen auf 3x täglich verteilt, davon die größte Menge abends)
-März 05 bis Juli 05 Akupunktur - ohne großen Durchbruch
-seit Juni 05 1xtgl. 12mg Perazin (mehr vertrag ich nicht)
-ab August 05 "Jarsin" Johanniskraut-Präparat
Liebe Astrid,
auch von mir:
Herzlichen Glückwunsch !!!
Es war ein langer und harter Weg für dich, aber jetzt hast du es geschafft: Ziel erreicht !!!
Ich freue mich für dich und hoffe, dass dein Durchaltevermögen allen, die am Absetzten sind, Mut macht durchzuhalten.
Gaaanz liebe Grüße, Candy
auch von mir:
Herzlichen Glückwunsch !!!
Es war ein langer und harter Weg für dich, aber jetzt hast du es geschafft: Ziel erreicht !!!
Ich freue mich für dich und hoffe, dass dein Durchaltevermögen allen, die am Absetzten sind, Mut macht durchzuhalten.
Gaaanz liebe Grüße, Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
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Oliver
- Gründer
- Beiträge: 11072
- Registriert: 10.10.2003 23:58
- Hat sich bedankt: 713 Mal
- Danksagung erhalten: 420 Mal
Glückwunsch ...

... da ist Dir sicher ein Hinkelstein vom Herzen gefallen
Oliver
Hallo Astrid,
auch vom mir herzlichen Glückwunsch. Freue mich wahnsinnig ,dass Du es geschafft hast.
lieben Gruß an Dich Uschi
auch vom mir herzlichen Glückwunsch. Freue mich wahnsinnig ,dass Du es geschafft hast.
lieben Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
DANKESCHÖN !!!
Hallo Ihr alle!
Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Glückwünsche und Grüße.
@ Linda: Wo hast du denn die netten Smilies her. Die haben mich echt begeistert und sehr erfreut.
@ Mali: Ich wünschte dir sagen zu können, wie du die Zaps aushalten kannst. Alles Glück, das du gebrauchen kannst, wünsche dir bei der Suche nach einem neuen und GUTEN Neurologen.
@ Hannes: Independenceday, deine Bezeichnung fand ich schon immer schön, aber ich wollte sie nicht übernehmen, weil es irgendwie „deine“ ist und auch bleiben soll. Ich wünsche dir, dass deine Benommenheit bzw. die restlichen Entzugserscheinungen bald vergehen und NIE wiederkommen.
@ Britta: DU KOMMST DAHIN!
@ Candy: Jetzt haben wir es beide geschafft. Ach wenn es dir doch auch bald familiär wieder besser ginge. Dann wäre alles gut. Ich wünsche es dir so sehr!
@ Oliver: Danke für den netten Hinkelstein, den Obelix nun alleine weiterschleppen muss, nachdem er mir vom Herzen gefallen ist. Natürlich schaue ich hier weiterhin rein. So wie alle anderen, denen das Forum ans Herz gewachsen ist.
@ Uschi: Danke und ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich dir gratulieren kann. Er wird kommen!
Tja Ihr Lieben, so schön es ist, nichts mehr einnehmen zu brauchen, so sind damit noch lange nicht alle Probleme beseitigt.
Is nix von wegen Heilung!
Ängste und Panik quälen mich weiterhin sogar so sehr, dass ich heute mit meiner Therapeutin über einen möglichen Klinikaufenthalt gesprochen habe. So wie es mir seit November wieder geht, ist das kein Zustand, den ich auf Dauer ertragen kann. In den nächsten Tagen werde ich Entscheidungen über Therapiefortsetzung bei einem neuen Therapeuten oder einem Therapieangebot in einer Klinik treffen müssen.
Das Einzige was feststeht ist, dass ich einen Weg ohne Medikamente gehen will!
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Vielen Dank noch mal und liebe Grüße
von
Astrid
Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Glückwünsche und Grüße.
@ Linda: Wo hast du denn die netten Smilies her. Die haben mich echt begeistert und sehr erfreut.
@ Mali: Ich wünschte dir sagen zu können, wie du die Zaps aushalten kannst. Alles Glück, das du gebrauchen kannst, wünsche dir bei der Suche nach einem neuen und GUTEN Neurologen.
@ Hannes: Independenceday, deine Bezeichnung fand ich schon immer schön, aber ich wollte sie nicht übernehmen, weil es irgendwie „deine“ ist und auch bleiben soll. Ich wünsche dir, dass deine Benommenheit bzw. die restlichen Entzugserscheinungen bald vergehen und NIE wiederkommen.
@ Britta: DU KOMMST DAHIN!
@ Candy: Jetzt haben wir es beide geschafft. Ach wenn es dir doch auch bald familiär wieder besser ginge. Dann wäre alles gut. Ich wünsche es dir so sehr!
@ Oliver: Danke für den netten Hinkelstein, den Obelix nun alleine weiterschleppen muss, nachdem er mir vom Herzen gefallen ist. Natürlich schaue ich hier weiterhin rein. So wie alle anderen, denen das Forum ans Herz gewachsen ist.
@ Uschi: Danke und ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich dir gratulieren kann. Er wird kommen!
Tja Ihr Lieben, so schön es ist, nichts mehr einnehmen zu brauchen, so sind damit noch lange nicht alle Probleme beseitigt.
Is nix von wegen Heilung!
Ängste und Panik quälen mich weiterhin sogar so sehr, dass ich heute mit meiner Therapeutin über einen möglichen Klinikaufenthalt gesprochen habe. So wie es mir seit November wieder geht, ist das kein Zustand, den ich auf Dauer ertragen kann. In den nächsten Tagen werde ich Entscheidungen über Therapiefortsetzung bei einem neuen Therapeuten oder einem Therapieangebot in einer Klinik treffen müssen.
Das Einzige was feststeht ist, dass ich einen Weg ohne Medikamente gehen will!
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Vielen Dank noch mal und liebe Grüße
von
Astrid


