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Warum Absetzsymptome nur bei modenern AD?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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xavro1
Beiträge: 36
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Warum Absetzsymptome nur bei modenern AD?

Beitrag von xavro1 »

Hallo,

kann mir jemand sagen, warum es Absetzsymptome nur bei den SSRI und den neueren Antidepressiva geben soll?

In der Einführung zum Thema sind ja explizit folgende Produkte aufgeführt:
SSRI (Paroxetin, Fluoxetin, Sertralin, Fluvoxamin, [Es]Citalopram), SNRI (Venlafaxin), NaSSA (Mirtazapin) und NARI (Reboxetin, Viloxazin).

Besonders beim Mirtazapin wundert mich das, da das ja eigentlich chemisch ein tetracyclisches Antidepressivum ist ja auch kein Wiederaufnahmehemmer. Es passt also so gar nicht zu den anderen Mitteln.

Gibt es irgenwelche speziellen Gemeinsamkeiten bei diesen Antidepressiva? Wirken die auf irgendeinen Rezeptor, auf den die klassischen Tri- und Tetracyclika nicht wirken?

Gruß
Xavro
ashnak
Beiträge: 107
Registriert: 15.03.2004 20:21

Re: Warum Absetzsymptome nur bei modenern AD?

Beitrag von ashnak »

xavro1 hat geschrieben:Hallo,

kann mir jemand sagen, warum es Absetzsymptome nur bei den SSRI und den neueren Antidepressiva geben soll?

In der Einführung zum Thema sind ja explizit folgende Produkte aufgeführt:
SSRI (Paroxetin, Fluoxetin, Sertralin, Fluvoxamin, [Es]Citalopram), SNRI (Venlafaxin), NaSSA (Mirtazapin) und NARI (Reboxetin, Viloxazin).

Besonders beim Mirtazapin wundert mich das, da das ja eigentlich chemisch ein tetracyclisches Antidepressivum ist ja auch kein Wiederaufnahmehemmer. Es passt also so gar nicht zu den anderen Mitteln.

Gibt es irgenwelche speziellen Gemeinsamkeiten bei diesen Antidepressiva? Wirken die auf irgendeinen Rezeptor, auf den die klassischen Tri- und Tetracyclika nicht wirken?

Gruß
Xavro
AFAIK sind die Informationen, die man über die Wirkungsmechanismen hat mehr Vermutungen als Fakten, aber ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren. (Jedenfalls wüsste ich nicht, wie man die Wirkung dieser Mittel direkt in einem lebenden Gehirn überprpüfen sollte-.. ).
Insofern kann man, was die Entzugsproblematik betrifft ebenso wie bei den erwünschten Wirkungen eben nur sagen, daß sie bei manchen Kombinationen von Mensch und Medikament eben auftreten, bei anderen nicht.
Selber kenne ich Imiprmain und Paroxetin. Der Unterschied in der Wirkung war für mich, daß ich unter Paroxetin einen eher rauschhaften Zustand hatte, während ich mich mit Imipramin mehr wie ich selber ohne Angststörung fühle. Das Mittel, das also eine berauschende Wirkung hatte, erzeugte beim Absetzen dann auch Entzugserscheinungen. Aber das sind nur meine zwei Cent dazu. Ich würde mal so ins Blaue hinein spekulieren, daß SSRI auch noch an Orten im Gehirn wirksam sind, von denen man das bisher nicht weiß.

Gruß,
Ashnak
Seit Januar 2004 kein Paroxetin mehr.
Seit 13.11.04 kein Johanniskraut mehr.
Bei extrmem, akutem Bedarf Bromazepam oder Lendormin (< 1x/Monat)
Seit 16.12.04 leider wieder Lorazepam und Bromazepam in wechslender Dosierung.
Seit 29.12.04: Leider wieder Imipramin und Trimipramin, einschleichend. *seufz*
Seit 10.1.05: Ausschleichen der Benzodiazepine
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hi Xavro!

Warum Mirtazapine bei manchen Menschen wie zB. bei mir noch heftigere Entzugserscheinungen hervorrufen können als wie bei mir zB. Sertralin kann ich dir nicht beantworten.

Fakt ist, das ich, wenn die Entzugserscheinungen noch weiter in diesem Ausmaß anhalten, muss ich meinen Job am Nagel hängen, wegen der Benommenheit, die es mir unmöglich macht zu denken!

Hätte mir meine scheiss Ärztin zum Schlafen ein trizyklisches AD verschrieben, was es bei einem Benzoentzug auch getan hätte, hätte ich ziemlich sicher nicht diese Probleme!

Ich hoffe dir vermittelt zu haben, wie heftig auch NASSA sein kann.

Gruß

Hannes

PS.: Es gibt aber auch sehr kritische Berichte über trizyklische AD´s bei manchen Menschen, die oft Ähnliches erlebt haben wie viele bei SSRI!
ashnak
Beiträge: 107
Registriert: 15.03.2004 20:21

Beitrag von ashnak »

Hallo Hannes,
Hannes Wien hat geschrieben:PS.: Es gibt aber auch sehr kritische Berichte über trizyklische AD´s bei manchen Menschen, die oft Ähnliches erlebt haben wie viele bei SSRI!
vielleicht hast Du übersehen, daß ich neulich hier nach genau solchen Berichten suchte. Kannst Du mir dazu Näheres sagen?

Gruß,
Ashnak
Seit Januar 2004 kein Paroxetin mehr.
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Seit 16.12.04 leider wieder Lorazepam und Bromazepam in wechslender Dosierung.
Seit 29.12.04: Leider wieder Imipramin und Trimipramin, einschleichend. *seufz*
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Hannes Wien
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Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Ashnak!

Ich habe mehrmals bei Benzo UK gelesen, das Menschen mit trizyklischen AD´s Probleme hatten, hauptsächlich mit Amitryptilin und Clomipramin, Letzteres kannst du ja auch bei uns lesen einen Link dazu http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?p=5180#5180 ein Beitrag von Maus.

Ich denke Oliver kann dir mehr zu Amitryptilin erzählen über Erfahrungen von Anne ich finde diese Beiträge leider nicht.

Trotzdem bin ich sicher das die trizyklischen AD´s in der Regel nicht solche Probleme machen als die SSRI´s und NASSA.

Liebe Grüße
Hannes
Gesperrt