Nebenwirkungen Citalopram, Absetzen???
Nebenwirkungen Citalopram, Absetzen???
Hallo, ich nehm erst seit 2 Tagen das Citalopram und auch nur in einer sehr geringen Dosis, 10mg pro Tag da ich auf einige medikamente allergisch reagier mit psychotischen Schüben oder unter extrembelastungen
So, meine Psychiaterin meinte auch ich solle mich sofort melden wenn was ist aber die Wochenenden haben wir nicht abgeklärt und jetzt hab ich heftige Nebenwirkungen schon am 2ten Tag(siehe Signatur)
da ich das inzwischen kenne bin ich mir sicher das ich auch auf dieses Medikament allergisch reagiere und eine weiter Einnahme für mich sehr schädlich wäre, aber ich weiss auch nicht ob ich es einfach absetzen kann und wohin wenden mit meinem Problem, morgen ist doch Samstag
Wo kann ich anrufen und nachfragen, ich hab langsam echt Angst vor Medis, ich hatte diesen Monat bereits einen allergischen Schub auf Avalox(Antibiotikum)
Ich hatte nie gedacht das ich so heftig reagiere
Und zu uter letzt gibt es denn ann für mich überhaupt die Möglichkeit ein Antidepressivum einzunehmen,wirken die nicht alle auf das zentrale Nervensysthem
Viele Grüsse
Schnuppe
So, meine Psychiaterin meinte auch ich solle mich sofort melden wenn was ist aber die Wochenenden haben wir nicht abgeklärt und jetzt hab ich heftige Nebenwirkungen schon am 2ten Tag(siehe Signatur)
da ich das inzwischen kenne bin ich mir sicher das ich auch auf dieses Medikament allergisch reagiere und eine weiter Einnahme für mich sehr schädlich wäre, aber ich weiss auch nicht ob ich es einfach absetzen kann und wohin wenden mit meinem Problem, morgen ist doch Samstag
Wo kann ich anrufen und nachfragen, ich hab langsam echt Angst vor Medis, ich hatte diesen Monat bereits einen allergischen Schub auf Avalox(Antibiotikum)
Ich hatte nie gedacht das ich so heftig reagiere
Und zu uter letzt gibt es denn ann für mich überhaupt die Möglichkeit ein Antidepressivum einzunehmen,wirken die nicht alle auf das zentrale Nervensysthem
Viele Grüsse
Schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Schnuppe,
bei den von Dir beschriebenen Nebenwirkungen würde ich auf keinen Fall eine weitere Tablette einnehmen. Bei einer 2-maligen Einnahme wird Dir beim plötzlichen Absetzen nichts passieren. Wenn es Dich beruhigt kannst Du den ärztlichen Wochenenddienst in Anspruch nehmen (die Telefonnummer bekommst Du notfalls bei der Polizei) - ich weiss aber nicht, ob der diensthabende Arzt sich mit ADs auskennen wird. Zudem ist es leider so, dass es den meisten Ärzten nicht bekannt ist, dass diese Medikamente solche Probleme auslösen können. Wenn Du aber sowieso eine bekannte Neigung zu Medikamentenallergien hast, wird er Dir mit größter Wahrscheinlichkeit auch sagen, dass Du es sofort absetzen sollst. Dabei brauchst Du keine Angst zu haben, dass Du Absetzsymptome bekommen wirst. Es kann sein, dass die Wirkung der Tabletten schon eine Woche lang zu spüren ist, diese lässt aber nach. 10 mg ist nicht eine sehr geringe Dosis. Es ist durchaus hoch genug, solche Probleme, die Du beschreibst, auszulösen.
Wenn Du so empfindlich auf Medikamente reagierst, würde ich es mir an Deiner Stelle überlegen, ob Du einen weiteren Versuch starten sollst, ein anderes Medikament zu nehmen. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass Du auf die anderen anders reagierst.
Falls Du noch Fragen hast, melde Dich einfach nochmals, ich bin den ganzen Abend noch hier.
Linda
bei den von Dir beschriebenen Nebenwirkungen würde ich auf keinen Fall eine weitere Tablette einnehmen. Bei einer 2-maligen Einnahme wird Dir beim plötzlichen Absetzen nichts passieren. Wenn es Dich beruhigt kannst Du den ärztlichen Wochenenddienst in Anspruch nehmen (die Telefonnummer bekommst Du notfalls bei der Polizei) - ich weiss aber nicht, ob der diensthabende Arzt sich mit ADs auskennen wird. Zudem ist es leider so, dass es den meisten Ärzten nicht bekannt ist, dass diese Medikamente solche Probleme auslösen können. Wenn Du aber sowieso eine bekannte Neigung zu Medikamentenallergien hast, wird er Dir mit größter Wahrscheinlichkeit auch sagen, dass Du es sofort absetzen sollst. Dabei brauchst Du keine Angst zu haben, dass Du Absetzsymptome bekommen wirst. Es kann sein, dass die Wirkung der Tabletten schon eine Woche lang zu spüren ist, diese lässt aber nach. 10 mg ist nicht eine sehr geringe Dosis. Es ist durchaus hoch genug, solche Probleme, die Du beschreibst, auszulösen.
Wenn Du so empfindlich auf Medikamente reagierst, würde ich es mir an Deiner Stelle überlegen, ob Du einen weiteren Versuch starten sollst, ein anderes Medikament zu nehmen. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass Du auf die anderen anders reagierst.
Falls Du noch Fragen hast, melde Dich einfach nochmals, ich bin den ganzen Abend noch hier.
Linda
Zuletzt geändert von Linda am 22.01.2005 00:59, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo Linda, Danke für Deine Antwort, ich hab ganz lange überlegt ein Medi zu nehmen und habe es auch mit meiner Therapeutin vorher abgesprochen die mir dazu geraten hat
Das macht mich ziemlich traurig ich dachte dann wär alles okay und in 4 Wochen bin ich wieder fit.
Wirken denn alle anderen modernen und atypischen Antidepressiva so krass, es gibt ja auch Johanniskraut wäre es da nicht möglich das eins von denen wirkt ohne der efahr einer allergischen Reaktion
Und ansonsten meinst Du das es möglich ist nur 5mg(mit Absprache von der psychiterin) zu nehmen und dann erhöhen oder meinst Du die nebenwirkungen treten noch einmal oder sogar heftiger bei einer Erhöhung ein denn ich sollte das Medilament in ein paar tagen auf 20 g aufstocken, hätte ich da nocheinmal nebenwirkungen verspürt?
Liebe Grüsse
Schnuppe
Das macht mich ziemlich traurig ich dachte dann wär alles okay und in 4 Wochen bin ich wieder fit.
Wirken denn alle anderen modernen und atypischen Antidepressiva so krass, es gibt ja auch Johanniskraut wäre es da nicht möglich das eins von denen wirkt ohne der efahr einer allergischen Reaktion
Und ansonsten meinst Du das es möglich ist nur 5mg(mit Absprache von der psychiterin) zu nehmen und dann erhöhen oder meinst Du die nebenwirkungen treten noch einmal oder sogar heftiger bei einer Erhöhung ein denn ich sollte das Medilament in ein paar tagen auf 20 g aufstocken, hätte ich da nocheinmal nebenwirkungen verspürt?
Liebe Grüsse
Schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Schnuppe,
alle Menschen reagieren anders auf verschiedene Substanzen. Du scheinst - wie ich - ein hochsensibles Wesen zu sein. Das hat Nachteile, eben dass man empfindlich auf Medikamente usw. reagiert, aber anderseits heißt es auch, dass man sensibel seiner Umgebung und auch anderen Menschen gegenüber sein kann. Alles hat bekanntlich 2 Seiten, und wo es eine schlechte gibt, gibt es immer eine gute.
Ob Du die Nebenwirkungen schon bei 5 mg spürst, kann Dir keiner im voraus sagen. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass Du einen großen Bogen um die SSRI machen sollst. Wenn Du ein AD probieren möchtest, würde ich an Deiner Stelle mit Deiner Ärztin reden und vielleicht eins der "alten" Trizyklika probieren. Die haben zwar auch Nebenwirkungen, sind aber seit langer Zeit im Einsatz und man weiss einfach mehr darüber.
Hast Du etwas anderes gegen Deine Symptome unternommen? Johanniskraut kann man natürlich auch probieren. Fischöle sind scheinbar auch hilfreich. Machst Du eine Therapie o.ä.? Darf ich Dich auch fragen, wie alt Du bist?
Linda
alle Menschen reagieren anders auf verschiedene Substanzen. Du scheinst - wie ich - ein hochsensibles Wesen zu sein. Das hat Nachteile, eben dass man empfindlich auf Medikamente usw. reagiert, aber anderseits heißt es auch, dass man sensibel seiner Umgebung und auch anderen Menschen gegenüber sein kann. Alles hat bekanntlich 2 Seiten, und wo es eine schlechte gibt, gibt es immer eine gute.
Ob Du die Nebenwirkungen schon bei 5 mg spürst, kann Dir keiner im voraus sagen. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass Du einen großen Bogen um die SSRI machen sollst. Wenn Du ein AD probieren möchtest, würde ich an Deiner Stelle mit Deiner Ärztin reden und vielleicht eins der "alten" Trizyklika probieren. Die haben zwar auch Nebenwirkungen, sind aber seit langer Zeit im Einsatz und man weiss einfach mehr darüber.
Hast Du etwas anderes gegen Deine Symptome unternommen? Johanniskraut kann man natürlich auch probieren. Fischöle sind scheinbar auch hilfreich. Machst Du eine Therapie o.ä.? Darf ich Dich auch fragen, wie alt Du bist?
Linda
Zuletzt geändert von Linda am 22.01.2005 01:08, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo Linda,
tja ich werds wohl absetzen, es sei denn ich schaff es morgen an der Uni-Klinik nen Psychiater aufzutreiben unter desen Aufsicht ich es einnehmen und die Wirkung abwarten kann, das wäre für mich noch eine Möglichkeit. Werd mich morgen mal in die Spur machen und versuchen jemanden zu finden, hab aber nicht viel Hoffung, wie auch
mhm, die "alten" ? na ja ich hab ne kleine Eßstörung und bei den alten ist eine gewichtszunahme sehr wahrscheinlich und das sie stark dämpfend wirken, ich will aber klar im Kopf bleiben
Ja ich hab andere Dinge unternommen versucht rauszugehen an die frische Luft, Sonne, Sport,Freune treffen, den Spas nicht verliern, das studium zurückschrauben um das was ich mir vornehme auch zu schaffen, mit meiner Therapeutin gesprochen
Ich habe meine VT vor einem Jahr erfolgreich abgeschlossen, die letzten 1-2Monate ist bei mir viel passiert und scheinbar reichen meine Reccoursen nicht aus um es nur mit Freunden und Familie zu schaffen ich hatte schon mal ne sehrstarkedepression und die ohne Medis geschafft, ich weis wie schwer das ist und das d nicht vie gegen abrutschen hilft und ich rutsche wieder ab, deshalb der neue Weg mit Medikamenten, aber es soll wohl nicht sein
ich bin 25 Jahre und irgendwie jetzt gerade ziemlich am heulen weil wieder was schief geht, irgendwie klappt zur Zeit überhaupt nix
Liebe Grüsse
Schnuppe
tja ich werds wohl absetzen, es sei denn ich schaff es morgen an der Uni-Klinik nen Psychiater aufzutreiben unter desen Aufsicht ich es einnehmen und die Wirkung abwarten kann, das wäre für mich noch eine Möglichkeit. Werd mich morgen mal in die Spur machen und versuchen jemanden zu finden, hab aber nicht viel Hoffung, wie auch
mhm, die "alten" ? na ja ich hab ne kleine Eßstörung und bei den alten ist eine gewichtszunahme sehr wahrscheinlich und das sie stark dämpfend wirken, ich will aber klar im Kopf bleiben
Ja ich hab andere Dinge unternommen versucht rauszugehen an die frische Luft, Sonne, Sport,Freune treffen, den Spas nicht verliern, das studium zurückschrauben um das was ich mir vornehme auch zu schaffen, mit meiner Therapeutin gesprochen
Ich habe meine VT vor einem Jahr erfolgreich abgeschlossen, die letzten 1-2Monate ist bei mir viel passiert und scheinbar reichen meine Reccoursen nicht aus um es nur mit Freunden und Familie zu schaffen ich hatte schon mal ne sehrstarkedepression und die ohne Medis geschafft, ich weis wie schwer das ist und das d nicht vie gegen abrutschen hilft und ich rutsche wieder ab, deshalb der neue Weg mit Medikamenten, aber es soll wohl nicht sein
ich bin 25 Jahre und irgendwie jetzt gerade ziemlich am heulen weil wieder was schief geht, irgendwie klappt zur Zeit überhaupt nix
Liebe Grüsse
Schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Schnuppe,
ich verstehe, dass Du enttäuscht bist. Es wäre schön, wenn man einfach etwas nehmen könnte und "dann wär alles okay und in 4 Wochen bin ich wieder fit" - manchmal wünsche ich mir auch, dass ich einfach auf einen Knopf drücken könnte und alles, was mich stört, würde auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Wie lange hast Du Deine Eßstörung? Wie äußert sie sich? Ich kann Dir ein gutes Buch dazu empfehlen - "Die Frau, die im Mondlicht aß". Die Autorin weiss ich leider nicht mehr, aber bei Amazon müßte sie zu finden sein. Man kann übrigens bei der Einnahme von SSRI auch sehr stark zunehmen.
Es klingt wie wenn Dein Studium Dich ziemlich anstrengt. Stehst Du dabei stark unter Leistungsdruck?
Linda
ich verstehe, dass Du enttäuscht bist. Es wäre schön, wenn man einfach etwas nehmen könnte und "dann wär alles okay und in 4 Wochen bin ich wieder fit" - manchmal wünsche ich mir auch, dass ich einfach auf einen Knopf drücken könnte und alles, was mich stört, würde auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Wie lange hast Du Deine Eßstörung? Wie äußert sie sich? Ich kann Dir ein gutes Buch dazu empfehlen - "Die Frau, die im Mondlicht aß". Die Autorin weiss ich leider nicht mehr, aber bei Amazon müßte sie zu finden sein. Man kann übrigens bei der Einnahme von SSRI auch sehr stark zunehmen.
Es klingt wie wenn Dein Studium Dich ziemlich anstrengt. Stehst Du dabei stark unter Leistungsdruck?
Linda
Hallo Linda,
ich hab leider diesmal keine zeit um es auf die weiche Tour zu probieren dann kann ich mein Studium an den Nagel hängen und das ich eine Semesterbeschränkung habe whl auch gleich meinen Studiumsplatz
Ich will ja nur Zeit kriegen ich würde ja nebenbei ne Therapie machen aber dann halt nur sehr langsam
Meine Essstörung? keine Ahnun ich glaub so mit 16 hats angefangen und inzwischen ist sie wohl chronisch, chronisches Untergewicht das immer gerade so an der Magersucht langschrammt
-->Man kann übrigens bei der Einnahme von SSRI auch sehr stark zunehmen.
Mhm ist aber ehr selten, aber bei den alten uf alle Fälle
und dafor hab ich Angst auch das die matschig machen, dann kann ich mich nicht konzentrieren, auch schlecht
-->Es klingt wie wenn Dein Studium Dich ziemlich anstrengt. Stehst Du dabei stark unter Leistungsdruck?
Nein, ich find es toll, esstrengt mcih nicht an, aber ich studiere nicht bei meiner kleinen Familie und seh meinen Sohn und Partner nicht so oft und das Studium muss ich aus eigener Tasche finanzieren also arbeiten, wenn dann noch andere , emotional gravierende Probs dazukommen und Krankheit dann überfordert mich das wohl
Liebe Grüsse
schnuppe
ich hab leider diesmal keine zeit um es auf die weiche Tour zu probieren dann kann ich mein Studium an den Nagel hängen und das ich eine Semesterbeschränkung habe whl auch gleich meinen Studiumsplatz
Ich will ja nur Zeit kriegen ich würde ja nebenbei ne Therapie machen aber dann halt nur sehr langsam
Meine Essstörung? keine Ahnun ich glaub so mit 16 hats angefangen und inzwischen ist sie wohl chronisch, chronisches Untergewicht das immer gerade so an der Magersucht langschrammt
-->Man kann übrigens bei der Einnahme von SSRI auch sehr stark zunehmen.
Mhm ist aber ehr selten, aber bei den alten uf alle Fälle
-->Es klingt wie wenn Dein Studium Dich ziemlich anstrengt. Stehst Du dabei stark unter Leistungsdruck?
Nein, ich find es toll, esstrengt mcih nicht an, aber ich studiere nicht bei meiner kleinen Familie und seh meinen Sohn und Partner nicht so oft und das Studium muss ich aus eigener Tasche finanzieren also arbeiten, wenn dann noch andere , emotional gravierende Probs dazukommen und Krankheit dann überfordert mich das wohl
Liebe Grüsse
schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
psychiatrische Notaufnahme
Hallo Schnuppe,
an einer Uni-Klinik sollte auf jeden Fall ein Psychiater Notdienst haben. Auch rund um die Uhr. Du brauchst also nicht zu warten, wenn es dringend ist.
Im Zweifelsfall kannst du die Klinik anrufen. Selbst wenn dort keine psychiatrische Notaufnahme ist, kann man dir sagen, welche Klinik vor Ort dafür zuständig ist.
Gruß
Xavro
an einer Uni-Klinik sollte auf jeden Fall ein Psychiater Notdienst haben. Auch rund um die Uhr. Du brauchst also nicht zu warten, wenn es dringend ist.
Im Zweifelsfall kannst du die Klinik anrufen. Selbst wenn dort keine psychiatrische Notaufnahme ist, kann man dir sagen, welche Klinik vor Ort dafür zuständig ist.
Gruß
Xavro
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Schnuppe,
scheinbar geht es bei Dir wirklich drunter und drüber. Falls Du Lust dazu hast, können wir uns gerne mal in Ruhe über Deine Lebensumstände austauschen, wenn Du Dich nicht mehr auf die Nebenwirkungen von dem Cipramil konzentrieren musst. Aber vorrangig müssen wir uns damit beschäftigen.
Das "Risiko" bei einem/r Arzt/in an einer psychiatrischen Klinik ist halt, dass er/sie die Nebenwirkungen als "normale Symptome beim Einschleichen" abtut. Ich finde es wichtig, dass Du ganz klar verständlich machst, dass Du bereits mit anderen Medikamenten Schwierigkeiten hattest. Es gibt nämlich auch Menschen, die - genetisch bedingt - bestimmte Enzyme, die zum Abbau von bestimmten Substanzen, u.a. AD, benötigt werden, in der Leber nicht herstellen. Lass Dich davon nicht beunruhigen, es ist kein Problem an sich. Es heißt nur, dass Du diese Substanzen nicht so einfach aus dem Körper schaffen kannst und es dadurch zu toxischen Symptomen führen kann.
Letztendlich kann ich Dir nur eins empfehlen: Machs so wie ich und höre auf Deine innere Stimme. Lasse Dir von den Ärzten nichts einreden und lasse Dich auch nicht von Deinen eigenen Erwartungen an das AD verleiten.
Ich bin übers Wochenende am Computer - muss arbeiten - kannst mir also gerne schreiben, wenn Du Probleme hast oder Dich einfach mitteilen willst.
Wird schon - wenn Du es im Moment auch nicht glaubst
Linda
scheinbar geht es bei Dir wirklich drunter und drüber. Falls Du Lust dazu hast, können wir uns gerne mal in Ruhe über Deine Lebensumstände austauschen, wenn Du Dich nicht mehr auf die Nebenwirkungen von dem Cipramil konzentrieren musst. Aber vorrangig müssen wir uns damit beschäftigen.
Das "Risiko" bei einem/r Arzt/in an einer psychiatrischen Klinik ist halt, dass er/sie die Nebenwirkungen als "normale Symptome beim Einschleichen" abtut. Ich finde es wichtig, dass Du ganz klar verständlich machst, dass Du bereits mit anderen Medikamenten Schwierigkeiten hattest. Es gibt nämlich auch Menschen, die - genetisch bedingt - bestimmte Enzyme, die zum Abbau von bestimmten Substanzen, u.a. AD, benötigt werden, in der Leber nicht herstellen. Lass Dich davon nicht beunruhigen, es ist kein Problem an sich. Es heißt nur, dass Du diese Substanzen nicht so einfach aus dem Körper schaffen kannst und es dadurch zu toxischen Symptomen führen kann.
Letztendlich kann ich Dir nur eins empfehlen: Machs so wie ich und höre auf Deine innere Stimme. Lasse Dir von den Ärzten nichts einreden und lasse Dich auch nicht von Deinen eigenen Erwartungen an das AD verleiten.
Ich bin übers Wochenende am Computer - muss arbeiten - kannst mir also gerne schreiben, wenn Du Probleme hast oder Dich einfach mitteilen willst.
Wird schon - wenn Du es im Moment auch nicht glaubst
Linda
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
@Xavro:
Über meine eigene Erfahrungen mit Fachärzten kannst Du in meinem Erfahrungsbericht nachlesen.
Vielleicht verstehst Du dann, weshalb ich niemanden ohne genaue Überlegung an eine Klinik - besonders zum Notdienst - verweisen würde.
Hast Du übrigens selbst Erfahrung mit solchen Diensten?
Linda
Ich wünsche mir, dass ich so viel Vertrauen in das Können der Fachärzte haben könnte wie Du. Wir hatten in der Anfangszeit des Forums mal eine Neurobiologin als Mitglied (hallo Anne, falls Du noch mitliest - liebe Grüße!), die aus verschiedenen Gründen - auch studiumbedingt - Paroxetin genommen hatte. Sie bekam grauenvolle Symptome beim Absetzen. Es wurde so schlimm, dass sie nachts freiwillig zur psychiatrischen Ambulanz ging. Dort wurde sie von einem diensthabenenden Arzt nach kurzer "Diagnose" als "Borderlinerin" diagnostiziert. Er wollte sie dort behalten und, wenn ich mich nicht täusche, ihr ein Neuroleptikum verabreichen. Sie wusste sich glücklicherweise zu wehren, weil sie ganz genau wusste, dass seine "Diagnose" nicht stimmte. Anne war über ihre ganzen Erfahrungen so entsetzt, dass sie sich hier eingebracht hatte und wesentlich dazu beigetragen hat, dass das Forum zustande kam.an einer Uni-Klinik sollte auf jeden Fall ein Psychiater Notdienst haben. Auch rund um die Uhr.
Über meine eigene Erfahrungen mit Fachärzten kannst Du in meinem Erfahrungsbericht nachlesen.
Vielleicht verstehst Du dann, weshalb ich niemanden ohne genaue Überlegung an eine Klinik - besonders zum Notdienst - verweisen würde.
Hast Du übrigens selbst Erfahrung mit solchen Diensten?
Linda
Zuletzt geändert von Linda am 22.01.2005 01:40, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo Linda, momentan scheint bei mir das meiste vom Schub vorbei zu sein und auch die schockähnlichen Symptome sind abgeklungen, heute geh ich sicher nur noch in eine Richtung und die heisst Bett, hab die Schnauze voll!
na ja wenn alles gut durchorganisiert ist geht es nicht drunter und drüber im Moment aber schon
--> Falls Du Lust dazu hast, können wir uns gerne mal in Ruhe über Deine Lebensumstände austauschen,
meinst Du per pm oder im forum, bin gerade etwas iritiert aber ja fänd ich gut
-->Das "Risiko" bei einem/r Arzt/in an einer psychiatrischen Klinik ist halt, dass er/sie die Nebenwirkungen als "normale Symptome beim Einschleichen" abtut.
ja das denk ich auch oder das er sagt was sie waren psychotisch ich behalt sie besser gleich mal da, davor hab ich riesige Angst Ich glaub inzwischen hab ich aber schon so oft Schübe von medikamenten gehabt das ich meinem Gefühl vertrauen kann und weiss wann es besser ist kein Risiko einzugehen, das letztemal(vor 3Wochen!) hab ich auch gedacht mhm, 50/50 eine, die 2te Tabletteneinahme probier ich noch, kann ja nicht so schlimm werden ansonsten setz ich ab, tja bin im krankenhaus gelandet in der notambulanz. Diesmal hab ich ähnliche Symptome nur abgeschwächt gehabt
-->Ich bin übers Wochenende am Computer - muss arbeiten - kannst mir also gerne schreiben, wenn Du Probleme hast oder Dich einfach mitteilen willst.
ja, werd ich wohl mal, mich würde mal interessierenwie euer Mitglied sich gewehrt hat, das was ihr passiert ist, ist bei mir so DIE Horrorvorstellung schlechthin, die können doch jederzeit behaupten was sie wollen, wie soll man denn das wiederlegen können als laie
Wie gesagt, Notdienst find ich auch nicht so gut, aus eben diesen gründen, hab da auch schon eine nicht sehr nette machen dürfen
Hallo Xavro1
mhm, danke für deinen Tipp mit der psychosozialen Beratungsstelle, da war ich schon und bin postwendend wieder raus, mit demjenigen konnte ich nicht arbeiten, beim besten Willen nicht.
Auserdem hab ich ne sehr gute Therap, aber trotzdem danke
Irgendwie wirds schon werden, ich geh jetzt erstmal schlafen. Tschüss und danke fürs zuhören, hat mich ziemlich aufgefangen.
na ja wenn alles gut durchorganisiert ist geht es nicht drunter und drüber im Moment aber schon
--> Falls Du Lust dazu hast, können wir uns gerne mal in Ruhe über Deine Lebensumstände austauschen,
meinst Du per pm oder im forum, bin gerade etwas iritiert aber ja fänd ich gut
-->Das "Risiko" bei einem/r Arzt/in an einer psychiatrischen Klinik ist halt, dass er/sie die Nebenwirkungen als "normale Symptome beim Einschleichen" abtut.
ja das denk ich auch oder das er sagt was sie waren psychotisch ich behalt sie besser gleich mal da, davor hab ich riesige Angst Ich glaub inzwischen hab ich aber schon so oft Schübe von medikamenten gehabt das ich meinem Gefühl vertrauen kann und weiss wann es besser ist kein Risiko einzugehen, das letztemal(vor 3Wochen!) hab ich auch gedacht mhm, 50/50 eine, die 2te Tabletteneinahme probier ich noch, kann ja nicht so schlimm werden ansonsten setz ich ab, tja bin im krankenhaus gelandet in der notambulanz. Diesmal hab ich ähnliche Symptome nur abgeschwächt gehabt
-->Ich bin übers Wochenende am Computer - muss arbeiten - kannst mir also gerne schreiben, wenn Du Probleme hast oder Dich einfach mitteilen willst.
ja, werd ich wohl mal, mich würde mal interessierenwie euer Mitglied sich gewehrt hat, das was ihr passiert ist, ist bei mir so DIE Horrorvorstellung schlechthin, die können doch jederzeit behaupten was sie wollen, wie soll man denn das wiederlegen können als laie
Wie gesagt, Notdienst find ich auch nicht so gut, aus eben diesen gründen, hab da auch schon eine nicht sehr nette machen dürfen
Hallo Xavro1
mhm, danke für deinen Tipp mit der psychosozialen Beratungsstelle, da war ich schon und bin postwendend wieder raus, mit demjenigen konnte ich nicht arbeiten, beim besten Willen nicht.
Auserdem hab ich ne sehr gute Therap, aber trotzdem danke
Irgendwie wirds schon werden, ich geh jetzt erstmal schlafen. Tschüss und danke fürs zuhören, hat mich ziemlich aufgefangen.
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Schnuppe,
gehe jetzt auch in die Falle.
Wie gesagt, bin ich am Wochenende hier am Computer und tausche mich gerne mit Dir aus - wie Du willst entweder hier im Forum - wäre schön, es könnten nämlich andere mit ähnlichen Herausforderungen davon profitieren, gerne aber auch per PN, falls es Dir lieber ist.
Schlaf gut
Linda
gehe jetzt auch in die Falle.
Wie gesagt, bin ich am Wochenende hier am Computer und tausche mich gerne mit Dir aus - wie Du willst entweder hier im Forum - wäre schön, es könnten nämlich andere mit ähnlichen Herausforderungen davon profitieren, gerne aber auch per PN, falls es Dir lieber ist.
Schlaf gut
Linda
Hallo Linda,
nein, ich bin nun wirklich nicht mehr arztgläubig. Ich habe in dieser Hinsicht auch schon einiges mitmachen müssen. Trotzdem ist der Notdienst die richtige Anlaufstelle für derart dringende Probleme, vor allem, wenn man nicht weiß wohin, weil der vertraute Arzt am Wochenende eben nicht erreichbar ist. Da in der Diskussion die Äusserung fiel, das ein Notarzt nicht zwingend ein Psychiater sei, wollte ich es nicht versäumen darüber zu informieren, dass es einen speziellen Notdienst für psychiatrische Probleme gibt. Das weiß ja auch nicht jeder.
Ich selbst bin schon zweimal in der psychiatrischen Notaufnahme aufgeschlagen und dort gut behandelt worden. Wobei ich allerdings auch nicht so ein spezielles Problem hatte wie Schnuppe.
Meine kritische Haltung Ärzten gegenüber, bedeutet allerdings auch nicht, dass ich jeden Arzt verteufele, nur weil er Arzt ist. Auch wenn ich überwiegend negative Erfahrungen habe, verdient jeder Arzt/Mensch eine ehrliche Chance. Schließlich gibt es auch sehr gute Ärzte. So kann ich mir zum Beispiel gut vorstellen, dass sich ein Arzt an einer Uni-Klinik wahrscheinlich viel eher mit Absetzproblemen auskennt, als irgendein niedergelassener Psychiater, der seit seinem Abschluss nie wieder eine Schulbank gesehen hat.
Gruß
Xavro
nein, ich bin nun wirklich nicht mehr arztgläubig. Ich habe in dieser Hinsicht auch schon einiges mitmachen müssen. Trotzdem ist der Notdienst die richtige Anlaufstelle für derart dringende Probleme, vor allem, wenn man nicht weiß wohin, weil der vertraute Arzt am Wochenende eben nicht erreichbar ist. Da in der Diskussion die Äusserung fiel, das ein Notarzt nicht zwingend ein Psychiater sei, wollte ich es nicht versäumen darüber zu informieren, dass es einen speziellen Notdienst für psychiatrische Probleme gibt. Das weiß ja auch nicht jeder.
Ich selbst bin schon zweimal in der psychiatrischen Notaufnahme aufgeschlagen und dort gut behandelt worden. Wobei ich allerdings auch nicht so ein spezielles Problem hatte wie Schnuppe.
Meine kritische Haltung Ärzten gegenüber, bedeutet allerdings auch nicht, dass ich jeden Arzt verteufele, nur weil er Arzt ist. Auch wenn ich überwiegend negative Erfahrungen habe, verdient jeder Arzt/Mensch eine ehrliche Chance. Schließlich gibt es auch sehr gute Ärzte. So kann ich mir zum Beispiel gut vorstellen, dass sich ein Arzt an einer Uni-Klinik wahrscheinlich viel eher mit Absetzproblemen auskennt, als irgendein niedergelassener Psychiater, der seit seinem Abschluss nie wieder eine Schulbank gesehen hat.
Gruß
Xavro
Hallo Schnuppe,
schön, dass es dir wieder besser geht.
dass es bei der Beratungsstelle menschlich nicht geklappt hat, ist natürlich ärgerlich. Gibt es da nur die eine Person? Ich kenne mich mit den Regelungen an Universitäten nicht aus. Aus deinem Statement habe ich herausgelesen, dass dein Studium an einem seidenen Faden hängt und du es möglicherweise nicht beenden darfst. Da deine Studienprobleme wohl gesundheitlich bedingt sind, würde ich - möglicherweise naiv - vermuten, dass es Ausnahmeregelungen für solche Fälle gibt. Wäre doch schade, die ganze investierte Arbeit den Bach runter gehen zu lassen, nur weil man es mit der Person in der zuständigen Stelle nicht gut kann. Kann das Uni-Sekretariat keine Auskunft über die Möglichkeiten geben? Vielleicht gibt es bei Euch ja auch eine Selbsthilfegruppe psychisch kranker Studenten. Im Zweifelsfall würde ich mich einfach an eine externe Beratungsstelle wenden. In einer Universitätsstadt sollten die auch Erfahrung mit studentischen Problemen haben.
Gruß
Xavro
schön, dass es dir wieder besser geht.
dass es bei der Beratungsstelle menschlich nicht geklappt hat, ist natürlich ärgerlich. Gibt es da nur die eine Person? Ich kenne mich mit den Regelungen an Universitäten nicht aus. Aus deinem Statement habe ich herausgelesen, dass dein Studium an einem seidenen Faden hängt und du es möglicherweise nicht beenden darfst. Da deine Studienprobleme wohl gesundheitlich bedingt sind, würde ich - möglicherweise naiv - vermuten, dass es Ausnahmeregelungen für solche Fälle gibt. Wäre doch schade, die ganze investierte Arbeit den Bach runter gehen zu lassen, nur weil man es mit der Person in der zuständigen Stelle nicht gut kann. Kann das Uni-Sekretariat keine Auskunft über die Möglichkeiten geben? Vielleicht gibt es bei Euch ja auch eine Selbsthilfegruppe psychisch kranker Studenten. Im Zweifelsfall würde ich mich einfach an eine externe Beratungsstelle wenden. In einer Universitätsstadt sollten die auch Erfahrung mit studentischen Problemen haben.
Gruß
Xavro
ich hab das medikament jetzt erstaml abgesetzt und mir gehts ziemlich gut, so gut das ich mir nicht mehr sicher bin ob ich wirklich am Montag noch mal zu der Psychiaterin will und mir was neues aufschreiben zu lassen, irgendwie hab ich von den allergischen Reaktionen erstmal genug. Meine Bereitschaft etwas mit chemie gegen meine "Depression" zu tun ist erstmal stark gesunken
Wenn ich mich bei der psychiaterin meldeund ihr erzähle was war wird sie mir bestimmt gleich das nächste präperat aufschreiben und dann darf ichs wieder aprobiern und vieleicht ne Reaktion kriegen, So richtig sicher bin ichmir nicht mehr ob ich das wirklich will...
@xavro
-->Gibt es da nur die eine Person?
nein ich habe genug freunde und für ander probs die man mit "normalos" oder sollte ich sagen psychisch gesunden Menschen nicht besprechen kann auch ne Therapeutin, nur ist diese nicht an meinem Studienort
-->dass dein Studium an einem seidenen Faden hängt und du es möglicherweise nicht beenden darfst.
Dann tut es mir leid, das ich mich falsch ausgedrückt habe es hängt, noch nicht an einem seidenen Faden aber wenn ich wirklich depressiv bin dann schaffe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit das nächste Semester von der Belastung her nicht und dann hängt es an einem seidenen Faden, so weit will ichs nicht kommen lasssen
-->Vielleicht gibt es bei Euch ja auch eine Selbsthilfegruppe psychisch kranker Studenten.
ähm, mir ist nicht ganz klar wieso Du Menschen in psychisch "Kranke" einteilst und psychisch "Gesunde"?
Es gibt bestimmte Dinge, wenn man die erlebt reagiert man dementsprechen drauf. Also eine normale Reaktion auf eine nicht normale Situation oder Erfahrung. Es IST normal und nicht krank, nur für Aussenstehende nicht nachvollziehbar.
Ich finde es sehr raurig das viele Menschen Deine Einstellung teilen denn es ist nicht unsere Schuld das wir, die schlimme Dinge erleben so, für andere Menschen nicht nachvollziehbar, krank reagieren.
Wir (Psychos)reagieren normal und völlig gesund auf eine ungesunde Situation!
Aber trotzdem danke, ich habe eine Selbsthilfegruppe für sexuellen Missbrauch!
liebe grüsse
Schnuppe
Wenn ich mich bei der psychiaterin meldeund ihr erzähle was war wird sie mir bestimmt gleich das nächste präperat aufschreiben und dann darf ichs wieder aprobiern und vieleicht ne Reaktion kriegen, So richtig sicher bin ichmir nicht mehr ob ich das wirklich will...
@xavro
-->Gibt es da nur die eine Person?
nein ich habe genug freunde und für ander probs die man mit "normalos" oder sollte ich sagen psychisch gesunden Menschen nicht besprechen kann auch ne Therapeutin, nur ist diese nicht an meinem Studienort
-->dass dein Studium an einem seidenen Faden hängt und du es möglicherweise nicht beenden darfst.
Dann tut es mir leid, das ich mich falsch ausgedrückt habe es hängt, noch nicht an einem seidenen Faden aber wenn ich wirklich depressiv bin dann schaffe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit das nächste Semester von der Belastung her nicht und dann hängt es an einem seidenen Faden, so weit will ichs nicht kommen lasssen
-->Vielleicht gibt es bei Euch ja auch eine Selbsthilfegruppe psychisch kranker Studenten.
ähm, mir ist nicht ganz klar wieso Du Menschen in psychisch "Kranke" einteilst und psychisch "Gesunde"?
Es gibt bestimmte Dinge, wenn man die erlebt reagiert man dementsprechen drauf. Also eine normale Reaktion auf eine nicht normale Situation oder Erfahrung. Es IST normal und nicht krank, nur für Aussenstehende nicht nachvollziehbar.
Ich finde es sehr raurig das viele Menschen Deine Einstellung teilen denn es ist nicht unsere Schuld das wir, die schlimme Dinge erleben so, für andere Menschen nicht nachvollziehbar, krank reagieren.
Wir (Psychos)reagieren normal und völlig gesund auf eine ungesunde Situation!
Aber trotzdem danke, ich habe eine Selbsthilfegruppe für sexuellen Missbrauch!
liebe grüsse
Schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)
Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Schnuppe,
es freut mich, dass es Dir jetzt besser geht.
Was mir gestern noch eingefallen ist und ich in meiner PN vergessen habe - wenn Du eine Eßstörung hast, kann Dein psychisches Gleichgewicht auch aus dem Lot kommen, wenn Dein Körper nicht die richtigen Bausteine zur Zellerneuerung usw. bekommt. Ich lese gerade ein interessantes Buch von David Servan-Schreiber, es heißt "Die neue Medizin der Emotionen". Darin beschreibt er beeindrückende Fälle von Menschen, die jahrelang an Depressionen usw. gelitten haben, die mit der Einnahme von Fischölen nach ein paar Wochen verschwanden.
Hier im Forum gibt es auch einen kurzen Artikel darüber:
Zum Artikel über Fischöle
Man kann solche Lachsöl-Tabletten recht günstig bei Lidl kaufen, falls Du momentan nicht viel Geld hast. Zunehmen tut man laut seiner Beobachtungen nicht, falls Du davor Angst hast - er meint das Gegenteil wäre sogar der Fall, da die darin enthaltenen essentiallen Öle für den Stoffwechsel unerlässlich sind. Ein Vitaminmangel kann auch weitreichende Auswirkungen haben. (Lidl hat auch ein günstiges Multivitamin- und Mineralienpräparat). Ein Untergewicht kann natürlich auch den Hormonhaushalt beeinflussen, da eine Frau ein bestimmte Menge an Körperfett benötigt, um Oestrogene herzustellen. Hast Du einen normalen Zyklus? Oestrogenmangel kann auch ganz schön auf die Psyche schlagen. Bewegung tut auch gut - Servan Schreiber meinte, dass depressive Menschen, die 3x die Woche laufen, hätte im Versuch anhaltende Erfolge bei der Bekämpfung der Depression - die meisten, die Medikamente nahmen und keinen Sport machten wurden innerhalb eines Jahres wieder rückfällig - die "Sportler" aber nicht. Ich denke, es gibt viele Möglichkeiten, etwas in diese Richtung zu unternehmen.
Ich denke, das letzte, was Dir momentan guttut, ist dass Du Dir selbst noch mehr Druck aufbürdest, als Du ohnehin schon hast, indem Du Dir sagst, Du musst leistungsfähig bleiben. Ich weiss, das ist leicht gesagt, aber Du erreichst nur das Gegenteil damit. Wenn Du einen Weg finden könntest, Dir diesen Druck zu nehmen, z.B. durch die Möglichkeit einer Verlängerung, würde sich bestimmt vieles von alleine geben. Schaue, dass Du Deine Verpflichtungen soweit zurückschraubst wie nur möglich - manchmal denkt man, man muss unbedingt dies und jenes machen; wenn man es aber nicht tut, bricht die Welt auch nicht zusammen. Früher setzte ich mich auch arg unter Druck, wenn ich einen engen Abgabetermin zugesagt habe, weil ich meine Kunden halten wollte. Jetzt schaue ich, dass ich mir genug Luft lasse, indem ich z.B. den Kunden frage, ob es dann wirklich so eilt, ob der Auftrag unbedingt am Freitag noch abgegeben werden muss z.B., wenn sowieso niemand vor Montag etwas damit anfängt - in den meisten Fällen ist es wirklich nicht so dringend, und ich merke, dass die Kunden sich selbst unter unnötigen Druck setzen. Mit der zusätzlichen Zeit kann ich meine Arbeit dann auch geniessen, anstatt sie als mein Feind zu betrachten.
Meine Tochter macht auch eine Ausbildung in einer anderen Stadt und am Anfang hat sie sich fast wahnsinnig gemacht, da sie meinte, sie müsste jedes Wochenende zurückkommen, um mit ihrem Freund zusammenzusein. Das sind 3 Stunden hin, 3 Studen zurück, was sie jede Woche machte aus lauter Angst, sie würde ihn verlieren, wenn sie sich nicht regelmäßig sehen würden. Er kam nur widerwillig zu ihr hin, was zu weiteren Konflikten führte... irgendwann ist sie einfach zusammengebrochen und konnte einfach nicht mehr. Ich glaube, manchmal müssen wir an diesem Punkt ankommen, bevor wir wirklich etwas ändern. Heute geht sie zu ihm, wenn sie dazu Lust hat, und nicht, weil sie das Gefühl hat, dass sie muss - und sie sind immer noch zusammen. Ich weiss nicht, wie Dein Leben momentan aussieht, aber es gibt bestimmt auch Ecken, wo man etwas ändern könnte, um Dir den Druck etwas zu nehmen. Und, wenn Du wirklich depressiv wirst, dann hat es auch ein Grund - eine Depression kann auch einfach ein Rückzug bedeuten, auch eine Art Abwehr, wenn Du willst. Wenn es so ist, dann ist es halt so, und Dir jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen bringt überhaupt nichts, im Gegenteil. Wenn es etwas ändern würde, könntest Du es Dir sogar überlegen
.....
So, jetzt habe ich lange genug geschwafelt und gehe an die Arbeit.
Linda
es freut mich, dass es Dir jetzt besser geht.
Was mir gestern noch eingefallen ist und ich in meiner PN vergessen habe - wenn Du eine Eßstörung hast, kann Dein psychisches Gleichgewicht auch aus dem Lot kommen, wenn Dein Körper nicht die richtigen Bausteine zur Zellerneuerung usw. bekommt. Ich lese gerade ein interessantes Buch von David Servan-Schreiber, es heißt "Die neue Medizin der Emotionen". Darin beschreibt er beeindrückende Fälle von Menschen, die jahrelang an Depressionen usw. gelitten haben, die mit der Einnahme von Fischölen nach ein paar Wochen verschwanden.
Hier im Forum gibt es auch einen kurzen Artikel darüber:
Zum Artikel über Fischöle
Man kann solche Lachsöl-Tabletten recht günstig bei Lidl kaufen, falls Du momentan nicht viel Geld hast. Zunehmen tut man laut seiner Beobachtungen nicht, falls Du davor Angst hast - er meint das Gegenteil wäre sogar der Fall, da die darin enthaltenen essentiallen Öle für den Stoffwechsel unerlässlich sind. Ein Vitaminmangel kann auch weitreichende Auswirkungen haben. (Lidl hat auch ein günstiges Multivitamin- und Mineralienpräparat). Ein Untergewicht kann natürlich auch den Hormonhaushalt beeinflussen, da eine Frau ein bestimmte Menge an Körperfett benötigt, um Oestrogene herzustellen. Hast Du einen normalen Zyklus? Oestrogenmangel kann auch ganz schön auf die Psyche schlagen. Bewegung tut auch gut - Servan Schreiber meinte, dass depressive Menschen, die 3x die Woche laufen, hätte im Versuch anhaltende Erfolge bei der Bekämpfung der Depression - die meisten, die Medikamente nahmen und keinen Sport machten wurden innerhalb eines Jahres wieder rückfällig - die "Sportler" aber nicht. Ich denke, es gibt viele Möglichkeiten, etwas in diese Richtung zu unternehmen.
Ich denke, das letzte, was Dir momentan guttut, ist dass Du Dir selbst noch mehr Druck aufbürdest, als Du ohnehin schon hast, indem Du Dir sagst, Du musst leistungsfähig bleiben. Ich weiss, das ist leicht gesagt, aber Du erreichst nur das Gegenteil damit. Wenn Du einen Weg finden könntest, Dir diesen Druck zu nehmen, z.B. durch die Möglichkeit einer Verlängerung, würde sich bestimmt vieles von alleine geben. Schaue, dass Du Deine Verpflichtungen soweit zurückschraubst wie nur möglich - manchmal denkt man, man muss unbedingt dies und jenes machen; wenn man es aber nicht tut, bricht die Welt auch nicht zusammen. Früher setzte ich mich auch arg unter Druck, wenn ich einen engen Abgabetermin zugesagt habe, weil ich meine Kunden halten wollte. Jetzt schaue ich, dass ich mir genug Luft lasse, indem ich z.B. den Kunden frage, ob es dann wirklich so eilt, ob der Auftrag unbedingt am Freitag noch abgegeben werden muss z.B., wenn sowieso niemand vor Montag etwas damit anfängt - in den meisten Fällen ist es wirklich nicht so dringend, und ich merke, dass die Kunden sich selbst unter unnötigen Druck setzen. Mit der zusätzlichen Zeit kann ich meine Arbeit dann auch geniessen, anstatt sie als mein Feind zu betrachten.
Meine Tochter macht auch eine Ausbildung in einer anderen Stadt und am Anfang hat sie sich fast wahnsinnig gemacht, da sie meinte, sie müsste jedes Wochenende zurückkommen, um mit ihrem Freund zusammenzusein. Das sind 3 Stunden hin, 3 Studen zurück, was sie jede Woche machte aus lauter Angst, sie würde ihn verlieren, wenn sie sich nicht regelmäßig sehen würden. Er kam nur widerwillig zu ihr hin, was zu weiteren Konflikten führte... irgendwann ist sie einfach zusammengebrochen und konnte einfach nicht mehr. Ich glaube, manchmal müssen wir an diesem Punkt ankommen, bevor wir wirklich etwas ändern. Heute geht sie zu ihm, wenn sie dazu Lust hat, und nicht, weil sie das Gefühl hat, dass sie muss - und sie sind immer noch zusammen. Ich weiss nicht, wie Dein Leben momentan aussieht, aber es gibt bestimmt auch Ecken, wo man etwas ändern könnte, um Dir den Druck etwas zu nehmen. Und, wenn Du wirklich depressiv wirst, dann hat es auch ein Grund - eine Depression kann auch einfach ein Rückzug bedeuten, auch eine Art Abwehr, wenn Du willst. Wenn es so ist, dann ist es halt so, und Dir jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen bringt überhaupt nichts, im Gegenteil. Wenn es etwas ändern würde, könntest Du es Dir sogar überlegen
So, jetzt habe ich lange genug geschwafelt und gehe an die Arbeit.
Linda
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Xavro.
Brief an den behandelnden Arzt
Meine Erfahrungen mit einer Uni-Klinik (Ulm) waren leidvoll und kurz. Die Inkompetenz und vor allem Arroganz der dortigen Ärzten waren ein wesentlicher Faktor bei Jessicas "Diagnose" (falsch) und "Behandlung" (falsch), der dazu führte, dass Jessica überhaupt soweit kam, dass sie ein Antidepressivum nahm.
Natürlich lehne ich nicht jeden Mensch nur ab, weil er Arzt ist. Ich kenne sehr gute Ärzte, die nicht meinen, dass sie mit ihrem Medizinstudium Sonderrechte erworben haben.
Linda
Jessicas behandelnder Mediziner war Oberarzt an einer psychiatrischen Klinik. Was ich ihm zu sagen hatte, kannst Du hier nachlesen:xavro1 hat geschrieben: ..ich mir zum Beispiel gut vorstellen, dass sich ein Arzt an einer Uni-Klinik wahrscheinlich viel eher mit Absetzproblemen auskennt, als irgendein niedergelassener Psychiater, der seit seinem Abschluss nie wieder eine Schulbank gesehen hat.
Brief an den behandelnden Arzt
Meine Erfahrungen mit einer Uni-Klinik (Ulm) waren leidvoll und kurz. Die Inkompetenz und vor allem Arroganz der dortigen Ärzten waren ein wesentlicher Faktor bei Jessicas "Diagnose" (falsch) und "Behandlung" (falsch), der dazu führte, dass Jessica überhaupt soweit kam, dass sie ein Antidepressivum nahm.
Natürlich lehne ich nicht jeden Mensch nur ab, weil er Arzt ist. Ich kenne sehr gute Ärzte, die nicht meinen, dass sie mit ihrem Medizinstudium Sonderrechte erworben haben.
Linda
Hallo Schnuppe
Über die Definition von Krankheit kann man sicher streiten. So kann man zum Beispiel argumentieren, dass die Reaktion eines Menschen auf Rhinoviren auch eine völlig normale Reaktion (sprich: die Nase läuft etc.) auf eine ungesunde Situation ist. Trotzdem würde ich einen Menschen mit einem Schnupfen immer als "krank" bezeichnen. Nur weil jemand krank ist, heisst das ja noch nicht, dass man "unnormal" ist.
Ich möchte niemanden mit meine Wortwahl beleidigen oder abwerten (falls doch, wird das entsprechend deutlich werden). Ich bin jedoch auch in anderen Bereichen der Meinung, dass es wenig Sinn macht, die Alltagssprache zu politisieren (auch darüber kann man streiten). Solche Formulierungen wie man/frau, Arzt/Ärztin oder TherapeutInnen finde ich bei aller Liebe zur Gleichberechtigung schlicht und ergreifend lästig und den Lesefluss störend.
An meiner Situation ändert sich auch nichts dadurch, dass ich mich anstatt als "psychisch krank" als "Psycho" bezeichne. Persönlich finde ich die letztere Form sogar als eher beleidigend. Wobei das aber ganz entscheidend davon abhängt, wer diese Formulierung benutzt. "Wir Psychos" hier im Forum finde ich völlig okay. "Du Psycho" empfinde ich dagegen als abwertend. Dieses Spiel funktioniert mit "psychisch krank" natürlich genauso.
Gruß
Xavro
Ich meinte eigentlich, ob es in der Beratungsstelle nur eine Person gibt.Schnuppe hat geschrieben: @xavro
-->Gibt es da nur die eine Person?
nein ich habe genug freunde und für ander probs die man mit "normalos" oder sollte ich sagen psychisch gesunden Menschen nicht besprechen kann auch ne Therapeutin, nur ist diese nicht an meinem Studienort
[...]
-->Vielleicht gibt es bei Euch ja auch eine Selbsthilfegruppe psychisch kranker Studenten.
ähm, mir ist nicht ganz klar wieso Du Menschen in psychisch "Kranke" einteilst und psychisch "Gesunde"?
Es gibt bestimmte Dinge, wenn man die erlebt reagiert man dementsprechen drauf. Also eine normale Reaktion auf eine nicht normale Situation oder Erfahrung. Es IST normal und nicht krank, nur für Aussenstehende nicht nachvollziehbar.
Ich finde es sehr raurig das viele Menschen Deine Einstellung teilen denn es ist nicht unsere Schuld das wir, die schlimme Dinge erleben so, für andere Menschen nicht nachvollziehbar, krank reagieren.
Wir (Psychos)reagieren normal und völlig gesund auf eine ungesunde Situation!
Über die Definition von Krankheit kann man sicher streiten. So kann man zum Beispiel argumentieren, dass die Reaktion eines Menschen auf Rhinoviren auch eine völlig normale Reaktion (sprich: die Nase läuft etc.) auf eine ungesunde Situation ist. Trotzdem würde ich einen Menschen mit einem Schnupfen immer als "krank" bezeichnen. Nur weil jemand krank ist, heisst das ja noch nicht, dass man "unnormal" ist.
Ich möchte niemanden mit meine Wortwahl beleidigen oder abwerten (falls doch, wird das entsprechend deutlich werden). Ich bin jedoch auch in anderen Bereichen der Meinung, dass es wenig Sinn macht, die Alltagssprache zu politisieren (auch darüber kann man streiten). Solche Formulierungen wie man/frau, Arzt/Ärztin oder TherapeutInnen finde ich bei aller Liebe zur Gleichberechtigung schlicht und ergreifend lästig und den Lesefluss störend.
An meiner Situation ändert sich auch nichts dadurch, dass ich mich anstatt als "psychisch krank" als "Psycho" bezeichne. Persönlich finde ich die letztere Form sogar als eher beleidigend. Wobei das aber ganz entscheidend davon abhängt, wer diese Formulierung benutzt. "Wir Psychos" hier im Forum finde ich völlig okay. "Du Psycho" empfinde ich dagegen als abwertend. Dieses Spiel funktioniert mit "psychisch krank" natürlich genauso.
Gruß
Xavro
-
Linda
- Gründer
- Beiträge: 654
- Registriert: 06.10.2003 11:46
- Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
- Danksagung erhalten: 8 Mal
Hallo Xavro.
Ich finde es sogar sehr wichtig, ob man sich als "krank" bezeichnet oder nicht. Das hat eine ganz starke, wenn auch unterschwellige Wirkung auf uns selbst und unsere Einstellung dazu. Ich hatte schon immer Schwierigkeiten mit dem Begriff "psychisch krank". Meiner Ansicht nach sind solche Erscheinungen wirklich oft ein Warnzeichen des Körpers - und der Psyche natürlich - dass etwas nicht in Ordnung ist, also eine natürliche Reaktion auf Missstände. Diese sollte man auch als solche betrachten und nicht nur versuchen, die "Symptome" zu bekämpfen oder unterdrücken, wahrend der Grund für die Reaktionen unverändert bleibt. Die Menschheit hat eine weitreichende Spanne von möglichen Ausdrucksarten, die alle die gleiche Berechtigung haben, als "normal" zu gelten. In meinen Augen kommen viele Probleme daher, weil wir uns an teilweise willkürlich definierten "Normalitäten" messen und uns in irgendeiner Hinsicht als unzulänglich betrachten.
Jede Sprache ist sowieso politisch, da sie das System, in dem sie gewachsen ist, reflektiert; man muss sie nicht dazu machen.
Linda
Ich finde es sogar sehr wichtig, ob man sich als "krank" bezeichnet oder nicht. Das hat eine ganz starke, wenn auch unterschwellige Wirkung auf uns selbst und unsere Einstellung dazu. Ich hatte schon immer Schwierigkeiten mit dem Begriff "psychisch krank". Meiner Ansicht nach sind solche Erscheinungen wirklich oft ein Warnzeichen des Körpers - und der Psyche natürlich - dass etwas nicht in Ordnung ist, also eine natürliche Reaktion auf Missstände. Diese sollte man auch als solche betrachten und nicht nur versuchen, die "Symptome" zu bekämpfen oder unterdrücken, wahrend der Grund für die Reaktionen unverändert bleibt. Die Menschheit hat eine weitreichende Spanne von möglichen Ausdrucksarten, die alle die gleiche Berechtigung haben, als "normal" zu gelten. In meinen Augen kommen viele Probleme daher, weil wir uns an teilweise willkürlich definierten "Normalitäten" messen und uns in irgendeiner Hinsicht als unzulänglich betrachten.
Sowas kannst Du sagen, weil Du ein Mann bist. Dazu kann ich Dir die Lektüre Das Deutsche als Männersprache von Luise F. Pusch und auch Die Töchter Egalias von Gerd Brantenberg empfehlen.Xavro hat geschrieben: Solche Formulierungen wie man/frau, Arzt/Ärztin oder TherapeutInnen finde ich bei aller Liebe zur Gleichberechtigung schlicht und ergreifend lästig und den Lesefluss stören.
Jede Sprache ist sowieso politisch, da sie das System, in dem sie gewachsen ist, reflektiert; man muss sie nicht dazu machen.
Linda