Hallo,
bin w, 35 Jahre alt und nehme seit einem halben Jahr Paroxetin, zuletzt 40 mg pro Tag wegen Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen.
Vor 2 Wochen habe ich das Mittel abgesetzt, da keine Besserung der Zwangserkrankungen eintrat und die Depressionen auch nicht komplett verschwanden.
Habe das Medikament ausgeschlichen, aber wohl nicht langsam genug und seit ein paar Tagen habe ich die sogenannten "Elektroschocks", und das sehr häufig, mitunter jede Minute. Bei mir macht sich das mehr so wie ein zischendes Geräusch im Kopf bemerkbar. Ich hab auch irgendwie das Gefühl, ich sehe etwas schlechter. Und dann ist mir häufig schwindelig, kommt mir so vor, als ob das mit den "Elektroschocks" zusammenhängt. Nachts schwitzen und intensiv träumen (keine Alpträume) tue ich auch, ist aber nicht so schlimm. Ansonsten hab ich bisher keine Entzugserscheinungen.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, wie lange diese "Elektroschocks" noch andauern? Ich glaub, mehrere Wochen halte ich das nicht aus. Wie lang hat das bei euch angedauert?
Evtl. kann mir ja auch noch jemand ein anderes Medikament empfehlen? Gibt doch sicher auch einige, wo Paroxetin nicht angeschlagen hat und die gute Erfahrungen mit einem anderen Medikament gemacht haben.
Grüße, Saskia
Paroxetin und Dauer der Entzugserscheinungen
Paroxetin und Dauer der Entzugserscheinungen
Zuletzt geändert von Saskia am 15.01.2005 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
hallo Saskia,
herzlich willkommen hier im Forum.
In welcher Dosis und Zeit hast Du das Paroxetin ausgeschlichen?
Hast Du dir schon unser Infopaket angesehen? Darin steht auch wie man am besten ausschleicht. Wie lange diese Entzugserscheinungen anhalten, das ist bei jedem anders. Im Beipackzettel von Paroxetin s teht bis zu zwei Wochen. Aber das ist sicher stark untertrieben. Das kann Dir hier niemand vorhersagen. Wenn die Absetzsymptome zu stark für Dich werden, dann geh nochmals auf Deine letze Dosis zurück , bleib solange dabei bis Du Dich wieder stabil für den nächsten Schritt fühlst. Dann reduziere weiter, jedoch langsamer. Das kann etliche Wochen dauern, bei mir hat die Dosierung von 40mg auf 20mg auch lange gedauert und ich blieb dann bei 20mg längere Zeit.
Nun habe ich wieder etwas reduziert. Außer meinen Albträumen spür ich nichts.
Ein anderes Medikament kann Dir hier sicher niemand empfehlen, da dieses Forum in erster Linie Menschen beim Absetzen unterstützt und informiert. Gute Erfahrungen mit Medikamenten haben hier die wenigsten.
Machst Du auch eine Therapie? Was machst du sonst noch gegen Deine Depressionen, Angst und Zwangserkrankung?
Gruß an Dich Uschi
herzlich willkommen hier im Forum.
In welcher Dosis und Zeit hast Du das Paroxetin ausgeschlichen?
Hast Du dir schon unser Infopaket angesehen? Darin steht auch wie man am besten ausschleicht. Wie lange diese Entzugserscheinungen anhalten, das ist bei jedem anders. Im Beipackzettel von Paroxetin s teht bis zu zwei Wochen. Aber das ist sicher stark untertrieben. Das kann Dir hier niemand vorhersagen. Wenn die Absetzsymptome zu stark für Dich werden, dann geh nochmals auf Deine letze Dosis zurück , bleib solange dabei bis Du Dich wieder stabil für den nächsten Schritt fühlst. Dann reduziere weiter, jedoch langsamer. Das kann etliche Wochen dauern, bei mir hat die Dosierung von 40mg auf 20mg auch lange gedauert und ich blieb dann bei 20mg längere Zeit.
Nun habe ich wieder etwas reduziert. Außer meinen Albträumen spür ich nichts.
Ein anderes Medikament kann Dir hier sicher niemand empfehlen, da dieses Forum in erster Linie Menschen beim Absetzen unterstützt und informiert. Gute Erfahrungen mit Medikamenten haben hier die wenigsten.
Machst Du auch eine Therapie? Was machst du sonst noch gegen Deine Depressionen, Angst und Zwangserkrankung?
Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Hi Uschi,
Grüße, Saskia
Insgesamt 4 Wochen; in der 1. auf 30, in der 2. auf 20, in der 3. auf 10 und in der 4. auf 5 mg reduziert.Uschi hat geschrieben: In welcher Dosis und Zeit hast Du das Paroxetin ausgeschlichen?
Ja, mittlerweile schon.Hast Du dir schon unser Infopaket angesehen? Darin steht auch wie man am besten ausschleicht.
Das hängt vermutlich auch damit zusammen, wie lange und in welcher Dosis Paroxetin genommen wurde. Nochmals auf die letzte Dosis zurückkehren will ich nicht. Ich hab mir fest vorgenommen, das jetzt durchzuziehen. Sonst ist die Angst nur noch größer, daß ich gar nicht mehr davon loskomme. Gestern und vorgestern war's irgendwie am heftigsten mit den Elektroschocks. Heute kommt's mir vor, als wäre es schon etwas weniger geworden. Ich war mir anfangs auch nicht richtig bewußt, was das überhaupt für ein Hammer-Medikament ist. Nebenwirkungen hatte ich zum Glück keine, sonst hätte ich's vermutlich schon etwas eher abgesetzt. Deswegen hab ich mir wohl auch kaum Gedanken wegen der Entzugserscheinungen gemacht. Als das dann losging hatte ich auch gar nicht mehr dran gedacht, das in Zusammenhang mit Paroxetin zu bringen. Ich hatte richtig Angst, daß ich was schlimmes haben könnte wie einen Gehirntumor oder sowas. 1 Tag später bin ich erst auf die Idee gekommen, daß da ein Zusammenhang bestehen könnte und hab ein bißchen gegoogelt und bin glücklicherweise beruhigt worden. (Soviel zu den "Schlaumeiern", die meinen, das wäre ja alles nur Einbildung)Wie lange diese Entzugserscheinungen anhalten, das ist bei jedem anders. Im Beipackzettel von Paroxetin s teht bis zu zwei Wochen. Aber das ist sicher stark untertrieben. Das kann Dir hier niemand vorhersagen. Wenn die Absetzsymptome zu stark für Dich werden, dann geh nochmals auf Deine letze Dosis zurück , bleib solange dabei bis Du Dich wieder stabil für den nächsten Schritt fühlst. Dann reduziere weiter, jedoch langsamer. Das kann etliche Wochen dauern, bei mir hat die Dosierung von 40mg auf 20mg auch lange gedauert und ich blieb dann bei 20mg längere Zeit.
Grade die Träume empfinde ich als angenehm. Wohlgemerkt sind's bei mir keine Alpträume. Konnte mich jahrelang nicht mehr an Träume erinnern nach dem Aufwachen, deswegen hat das schon eher was positives. Sind schon sehr intensive persönliche und strange Träume, viele Dinge aus der Vergangenheit, die ich schon vergessen hatte, tauchen drin auf.Außer meinen Albträumen spür ich nichts.
Ich dachte auch nicht an diese Art von Medikamenten. Ich bin allgemein eher feindlich gegenüber Medikamenten eingestellt. Vielleicht hat ja jemand Empfehlungen was alternative harmlosere Medikamente angeht. Ich versuch's aber definitiv erstmal ganz ohne.Ein anderes Medikament kann Dir hier sicher niemand empfehlen, da dieses Forum in erster Linie Menschen beim Absetzen unterstützt und informiert. Gute Erfahrungen mit Medikamenten haben hier die wenigsten.
Nicht mehr, habe ich abgebrochen, weil ich damit überhaupt nicht klar kam.Machst Du auch eine Therapie?
Ich habe in den letzten 1-2 Jahren mein Leben ganz schön verändert. Das könnte mensch vielleicht Eigentherapie nennen. Ich beschäftige mich sehr viel mit dem Thema, allgemein mit Psychologie. Hab mir sehr viel Literatur dazu beschafft. Ich bin auch in der Position, viel Zeit zu haben, mich damit intensiv selber auseinanderzusetzen, da ich keine Familie habe. Und ich merke, daß mir das guttut, besser als die Therapiestunden.Was machst du sonst noch gegen Deine Depressionen, Angst und Zwangserkrankung?
Grüße, Saskia
Hallo Saskia,
Du hast ziemlich schnell abgesetzt, hast Dir immer nur eine Woche Zeit gelassen. Aber wenn Du damit klar kommst, und die Absetzsymptome für Dich auszuhalten sind, warum nicht. Jeder Mensch ist anders, der eine braucht länger , der andere schafft es in kurzer Zeit. Wichtig ist, dass es dir dabei noch weitgehend gut geht. Oliver hat mal was darüber geschrieben, wenn ich es richtig im Kopf habe, hat er es aus einem englischem Forum in dem es auch ums absetzen geht. Man hat dort die Erfahrung gemacht , je länger die Einnahmezeit umso länger die Absetzzeit.
Vielleicht schreibt er dir da selbst noch was dazu.
Ich habe auch keine Therapie gemacht, weil ich einfach nicht den passenden Therapeuten gefunden habe. Ich habe viel gelesen, im Internet gesucht, mich viel mit meiner Familie und meinen Freunden unterhalten. Das hat mir mehr gebracht als eine Therapie, jedenfalls sehe ich das so. Vor allem habe ich mir immer meinen Humor und meine Lebensfreude bewahrt. Trotz allem , und auch die Hoffnung habe ich nie aufgegeben, selbst wenn es mir noch so mies ging. DAs war das allerwichtigste.
Gruß an Dich Uschi
Du hast ziemlich schnell abgesetzt, hast Dir immer nur eine Woche Zeit gelassen. Aber wenn Du damit klar kommst, und die Absetzsymptome für Dich auszuhalten sind, warum nicht. Jeder Mensch ist anders, der eine braucht länger , der andere schafft es in kurzer Zeit. Wichtig ist, dass es dir dabei noch weitgehend gut geht. Oliver hat mal was darüber geschrieben, wenn ich es richtig im Kopf habe, hat er es aus einem englischem Forum in dem es auch ums absetzen geht. Man hat dort die Erfahrung gemacht , je länger die Einnahmezeit umso länger die Absetzzeit.
Vielleicht schreibt er dir da selbst noch was dazu.
Mir war das auch nicht klar, es ging mir ja auch am Anfang damit so gut wie selten nicht mehr.Ich war mir anfangs auch nicht richtig bewußt, was das überhaupt für ein Hammer-Medikament ist.
Genau so gings mir auch !Deswegen hab ich mir wohl auch kaum Gedanken wegen der Entzugserscheinungen gemacht. Als das dann losging hatte ich auch gar nicht mehr dran gedacht, das in Zusammenhang mit Paroxetin zu bringen. Ich hatte richtig Angst, daß ich was schlimmes haben könnte wie einen Gehirntumor oder sowas. 1 Tag später bin ich erst auf die Idee gekommen, daß da ein Zusammenhang bestehen könnte und hab ein bißchen gegoogelt und bin glücklicherweise beruhigt worden. (Soviel zu den "Schlaumeiern", die meinen, das wäre ja alles nur Einbildung)
Über meine Träume kannst Du auch hier im Forum nachlesen, habe öfters darüber geschrieben. In meinen Träumen tauchen auch sehr viele Erinnerungen an meine Kindheit auf. Vielleicht ist das ja auch eine Verarbeitung derselben.Grade die Träume empfinde ich als angenehm. Wohlgemerkt sind's bei mir keine Alpträume. Konnte mich jahrelang nicht mehr an Träume erinnern nach dem Aufwachen, deswegen hat das schon eher was positives. Sind schon sehr intensive persönliche und strange Träume, viele Dinge aus der Vergangenheit, die ich schon vergessen hatte, tauchen drin auf.
Ich habe auch keine Therapie gemacht, weil ich einfach nicht den passenden Therapeuten gefunden habe. Ich habe viel gelesen, im Internet gesucht, mich viel mit meiner Familie und meinen Freunden unterhalten. Das hat mir mehr gebracht als eine Therapie, jedenfalls sehe ich das so. Vor allem habe ich mir immer meinen Humor und meine Lebensfreude bewahrt. Trotz allem , und auch die Hoffnung habe ich nie aufgegeben, selbst wenn es mir noch so mies ging. DAs war das allerwichtigste.
Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Hallo,
wollte mich mal wieder melden, denn es gibt positives zu berichten. Ich habe mir nach dem 16.01. aus der Apotheke Johanniskraut-Kapseln geholt, die ich seitdem nehme. Die Nebenwirkungen vom Paroxetin hielten noch ein paar Tage an, wurden dann aber schwächer und nach ca. 1-2 Wochen waren sie völlig verschwunden. Ich bin doch sehr froh, daß ich das durchgehalten habe und ich muß sagen, daß es mir im Moment einigermaßen gut geht, zumindest keinesfalls schlechter als ich noch Paroxetin in hoher Dosis genommen habe. Jetzt werde ich erstmal abwarten... und hoffen, daß es nicht wieder schlimmer wird...
Grüße, Saskia
wollte mich mal wieder melden, denn es gibt positives zu berichten. Ich habe mir nach dem 16.01. aus der Apotheke Johanniskraut-Kapseln geholt, die ich seitdem nehme. Die Nebenwirkungen vom Paroxetin hielten noch ein paar Tage an, wurden dann aber schwächer und nach ca. 1-2 Wochen waren sie völlig verschwunden. Ich bin doch sehr froh, daß ich das durchgehalten habe und ich muß sagen, daß es mir im Moment einigermaßen gut geht, zumindest keinesfalls schlechter als ich noch Paroxetin in hoher Dosis genommen habe. Jetzt werde ich erstmal abwarten... und hoffen, daß es nicht wieder schlimmer wird...
Grüße, Saskia