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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


stehe definitiv vor der entscheidung trevilor oder anafranil

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

stehe definitiv vor der entscheidung trevilor oder anafranil

Beitrag von francisco »

hallo leute,
es fällt mir schwer diese zeilen zu schreiben, denn seit ca 4 wochen gehts mir schlechter.
Alles fing seit letzten Ostern an, mit Angst und Panik, Juli 2004 Klinikaufenthalt ca wochen, weils wirklich nicht mehr ging. Seit Juli nehme ich jeden gottverdammten tag 45 mg remergil.
stand heute den 14 januar 2005, angst und panik attacken blieben, seit einnahme von remergil, aus. Sollte hier ein Arzt mitlesen, JA Remergil hilft gegen Angst und Panik, aber und leider kommt hier das "aber",
REMERGIL hilft so gut wie nicht gegen Depression, zumindest bei mir und vielen anderen auch die diesen mist schlucken müssen.

seit ca. 4 wochen sind nun neue symptome aufgetretten, die Unsicherheit.
heisst, um mal ein beispiel zu nennen, man ist sich nicht mehr sicher ob man das licht ausgemacht hat, man ist sich nicht mehr sicher beim fahren, denn bei einer kreuzung ist man halt sich nicht mehr 100 % sicher ob doch noch ein auto von rechts kommt.
klingt urkomisch, ist es aber nicht!
man kann nun sagen, "wieso wenn ich doch seh wie ich das licht ausmache so kann ich mir dann auch sicher sein", klingt einleuchtend, ist aber nicht so, denn das GEFÜHL das man sich sicher ist, ist nicht da!

nun gut, das hab ich nun meinem arzt erzählt, der schon seit ca 4 monate drauf drängt, das remergil wegzulassen und ein anderes mittelchen zu nehmen.

klingt auch gut, logisch und einfach, wer aber mal die anfangsbegleitsymptome eines AD durchgemacht hat, weiss dass man danach nicht mehr so schnell das mittelchen wechselt.
warum? ganz einfach man hat grossen schiss vor den erten 2 wochen, denn da treten die schönsten begleiterscheinungen auf, muss nicht, is klar, kann aber und vor dem hat man nen riesen bammel.

nu is es so, mein arzt meint: diese "unsicherheits"kontroll- handlungen können zunehmen wenn man nichts unternimmt, denn remergil hilft da nicht.
da ich nun panische angst habe, dass diese symptome zunehmen, werd ich mich vom remergil verabschieden und ein anderes AD nehmen.

und hier haben wir nun das ganze dilemma, Arzt nummer eins empfiehlt Anafranil (Clomipramin) , Arzt nummer zwei Trevilor.
Die entscheidung soll aber bei mir liegen, was ich ganz nett finde, denn jemand der gerade unter einer depression leidet und dazu noch angst und panik störungen hat, soll eine entscheidung treffen.
wie ihr euch schon vorstellen könnt, kann ich das nicht!

was könnte mir helfen?
antwort: die meinung von jemand der entweder eines, oder besser noch, beide medis mal genommen hat.

mit welchen begleiterscheinungen ( was für ein niedliches wort) könnt ich leben:

-mundtrockenheit, gewichtzunahme, verstopfung, leichte müdigkeit, niedriger blutdruck etc...

was will ich möglichst nicht:
- konzentrationsprobleme, verwirrtheit, orientierungsprobleme, zunahme von angst, schwindel.

sollte einer der beiden medis (anafranil/ trevilor) eher erstere begleiterscheinungen verursachen wird die wahl dann auf dieses medi fallen.

hoffe einige können mir da helfen, denn ich weiss nicht mehr weiter und langsam macht sich bei mir ein gefühl breit dass man keine lust mehr hat, was das bedeuted ist klar, denn auch ich will ein bischen noch was vom leben haben, ansonsten mach ich schluss.


lg

francisco

pd
auf jede antwort bin ich froh und seis nur das sich mal jemand meine posting durchgelesen hat.
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Francisco,

willkommen im Forum. :) Was sollen denn die Anafranil oder die Trevilor "ändern", wenn die Remergil nicht helfen? Tabletten können vielleicht vorübergehend eine kleine Krücke sein, wenn sie anschlagen, mehr aber nicht. Oftmals schlagen sie aber nicht so an, wie es sich die Ärzte erhoffen oder sie bewirken sogar das Gegenteil.

Die Unsicherheit, die du beschreibst und die Gedanken die du deswegen hast, sind Zwangsgedanken. Es kann sein, dass durch SSRI Zwangsgedanken oder Zwänge ausgelöst werden, wenn man sie nicht gut verträgt. Hast du vor der Medikamenteneinnahme keine Zwangsgedanken gehabt? Seit Ostern 2004 hast du Angst- und Panikgefühle, was meinst du, warum hast du diese bekommen? Was ist vorgefallen? Welche Ärzte wollen dir jetzt andere SSRI verordnen, ein Hausarzt und ein Neurologe? Machst du im Moment eine ambulante Therapie?

Liebe Grüße
Sandra
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hi Francisco!

REMERGIL hilft so gut wie nicht gegen Depression, zumindest bei mir und vielen anderen auch die diesen mist schlucken müssen.
Wir haben das schon mehrmals diskutiert hattest du schon bevor du Remergil genommen hast Depressionen oder ist das eine Nebenwirkung von 45mg Remergil ??

nu is es so, mein arzt meint: diese "unsicherheits"kontroll- handlungen können zunehmen wenn man nichts unternimmt, denn remergil hilft da nicht.
da ich nun panische angst habe, dass diese symptome zunehmen, werd ich mich vom remergil verabschieden und ein anderes AD nehmen.
Wie kommst du denn zu der Auffassung das du ohne AD nimmer Leben kannst?
Versuchs doch mal ohne wenn du dann wirklich nicht zu recht kommst kannst du ja noch immer über ein AD nachdenken.
Die Angst vor der Angst treibt viele dazu an AD´s Jahre lang zu nehmen, obwohl sie diese gar nicht mehr brauchen!
was will ich möglichst nicht:
- konzentrationsprobleme, verwirrtheit, orientierungsprobleme, zunahme von angst, schwindel.
Das und vieles mehr wollte ich auch nicht, deswegen nimm ich nix mehr und mir geht es viel besser bis auf die zum Teil recht heftigen Entzugserscheinungen!

Liebe Grüße
Hannes
Oliver
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Registriert: 10.10.2003 23:58
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Das ADFD als Tagebuch ...

Beitrag von Oliver »

Hallo Franzisco.

Tu doch bitte mal Folgendes:
Klicke auf Deinen Namen in einem Deiner Beiträge, Du kommst dann in die Anzeige Deines Profils. Klick dann auf "Alle Beiträge von Francisco anzeigen" - Du bekommst dann alle Beiträge angezeigt, welche Du hier geschrieben hast. Wenn Du Dich von Seite 3 bis eins von unten nach oben durcharbeitest, hast Du eine kleine Zeitrafferaufnahme Deiner bisherigen Leidensgeschichte mit Psychopharmaka ...

Ich habe das gerade gemacht und bekam folgenden Eindruck:
  1. Der Grund warum Dir Psychopharmaka verschrieben wurden, ist mir immer noch völlig schleierhaft. Das habe ich ja auch damals direkt nach Deinem ersten Beitrag geschrieben.
  2. Es sieht nicht so aus, als hätten Dir die Psychopharmaka irgendwie geholfen - eher im Gegenteil.
  3. Ich lese nirgendwo irgendetwas von Therapie oder anderen Versuchen mit Deiner Situation umzugehen.
Wie soll es weitergehn?
Ich kann Dir nur folgendes sagen: Wir haben dieses Forum nicht gegründet, um Leuten bei der Wahl ihres nächsten Psychopharmakons zu helfen. Ich lese solche Fragen zu hunderten in anderen Foren und dann gibt es auch immer gleich ein ganzes Heer freischaffender Medikamentenberater die bereitwillig Auskunft über die Vorzüge von Medikament X schwadronieren oder berichten, wie toll ihnen Medikament Y geholfen hat ... ich fürchte sowas wirst Du hier nicht lesen, und das ist auch gut so, weil es nämlich niemandem hilft. Wie Du Medikament X oder Y vertragen wirst, kann Dir nämlich im Vorfeld sowieso keiner sagen - kein Arzt, kein Heer von Mitbetroffenen und auch nicht der Papst.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein AD nicht der richtige Weg für Dich ist, egal ob SSRI oder Tca ... Was immer da letztes Jahr passiert ist, als Du diesen schlimmen Migräneanfall hattest - es ist nichts, was in irgendeiner Weise Anlass gibt, dass Du jetzt für den Rest Deines Lebens Psychopharmaka schlucken musst.

Und Zuguterletzt: Alle Symptome von denen Du jetzt berichtest, können durchaus Nebenwirkungen von Remergil sein. Nimmst Du eigentlich noch Zyprexa? Das ist nämlich auch nicht ohne, was die Nebenwirkungen angeht ...

Alles Gute
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss :)

Bitte beachten:
Bitte melde Beiträge, die gegen die Regeln verstoßen über einen Klick auf das Ausrufezeichen oben rechts im problematischen Beitrag und erkläre in der Meldung was das Problem ist. Das Team wird sich dann darum kümmern. Da das Team nur ehrenamtlich in der Freizeit aktiv ist, kann das allerdings auch mal dauern.

Wenn es um Probleme direkt mit Entscheidungen des Teams geht, dann wende Dich bitte per PN oder mail ( forenmaster@adfd.org) an mich.
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Francisco,

habe leider übersehen, dass du schon länger hier im Forum bist.
Entschuldigung! :)

Liebe Grüße
Sandra
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

Beitrag von francisco »

hi oliver,

Wir haben dieses Forum nicht gegründet, um Leuten bei der Wahl ihres nächsten Psychopharmakons zu helfen
du hast schon recht,

aber ich wusste nicht mehr was ich machen sollte, wen soll ich den sonst fragen, die ärzte lassen die entscheidung bei mir, die anderen wissen nicht was eine depression ist und haben keine ahnung was los ist.
deswegen klammert man sich an die hoffnung das es jemanden gibt, der erfahrung mit beiden medis gehabt hat, seine erfahrung könnte mir bei meiner entscheidung helfen.
ganzes Heer freischaffender Medikamentenberater die bereitwillig Auskunft
ja, dass muss man aber verstehen, wenn ich heute jemand treffen würde der vorhat remergil zu nehmen, würde ich ihm genau erklären wie remergil bei mir war. man will einfach das der andere möglichst nicht durch die selbe hölle muss, reicht wenns mir beschissen ging, das möcht ich keinem anderen zumuten.
Wie Du Medikament X oder Y vertragen wirst, kann Dir nämlich im Vorfeld sowieso keiner sagen
würde ich so nicht sagen, es gibt sehr wohl sachen die bei 80% gleich wirken.
z.B wenn ich von 50 beiträge über ein bestimmtes SSRI medi lese, dass
man von dem zeug sehr schwer wegkommt, kommt man selber schon ins grübeln.
oder remergil, wer nur dem arzt oder dem beipackzettel vertraut, glaubt das es mit der gewichtzunahme nicht so wild ist. nun gut ich habe bisher keinen getroffen der bei remergil nicht zugenommen hat und zwar gewaltig!

zu meinem problem; wenn 4 leute schildern dass sie von zum beispiel trevilor schwindel bekommen und es bei anafranil "nur" verstopfung und mundtrockenheit war, so ist bei mir der fall klar auch mit der gefahr hin dass es letztenendes bei mir anderst wirkt.
Der Grund warum Dir Psychopharmaka verschrieben wurden, ist mir immer noch völlig schleierhaft.
nun ja, als die ganze scheisse am ostern los ging, war es so, dass ich am schluss nur noch 68 kg wog, keinen schlaf mehr hatte und ich völlig kaputt war, da halfen gespräche nicht mehr, deswegen ja auch die entscheidung damals vom arzt wegen der klinik.


Es sieht nicht so aus, als hätten Dir die Psychopharmaka irgendwie geholfen - eher im Gegenteil.
ja da gebe ich dir recht, leider sieht das so heute aus.
obwohl ich zugeben muss, dass ich bis dato keine angst-panikattacken mehr hatte und wer schonmal so ne attacke gehabt hat weiss das schon zu schätzen.


Ich lese nirgendwo irgendetwas von Therapie oder anderen Versuchen mit Deiner Situation umzugehen.
ich hatte damals in der klinik begleitend eine therapie und auch später, allerdings ging ich später dann nicht mehr zur psychologin.
ich werd versuchen mal wieder hinzugehen, aber wenn ich dann merke, die gute frau hört zwar zu, aber weiss am schluss auch nicht so richtig was sie machen soll, ist das schon frustrierend. die warten auch immer erstmal ab bis die medis anschlagen um dann mal anfangen zu helfen.


Nimmst Du eigentlich noch Zyprexa?
nein , gottseidank nicht mehr,
das medi half mir auch nicht, nach ca. 4-5 wochen nahm ich es nicht mehr ein.

naja olli so sieht es bei mir aus,

lg

francisco
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

Beitrag von francisco »

hi hannes, sandra,

also ich war vor ostern 2004 völlig normal und kerngesund,
ich hatte vor 4 jahren mal eine depression, auch ausgelöst durch eine schwere migräne (sprachzentrum war betroffen), damals bekam ich ein benzo und danach doxipin. doch es war damals keine angst-panik so wie diesesmal, auch war es nicht so hammerhart wie jetzt.
durch die damalige depre kam ich durch, benzo und doxipin konnte ich super absetzen.
die beiden ärzte wo cih nun war sind beides psychiater , einer ist sogar noch neurologe.

apropo neurologe, wegen der migräne hat man mir schon eine kernspintomographie sowie ein electoencefalogramm gemacht 2004 , alles soweit ok.


lg

francisco
sara
Beiträge: 22
Registriert: 06.01.2004 22:55

Beitrag von sara »

Hallo Francisco,
ich kann sehr gut verstehen in welcher Zwangslage du dich zur Zeit befindest.
Ich habe deine Berichte im Forum nicht verfolgt, schließe aber aus deinem Thread, dass es dir wirklich dreckig geht.
Ich möchte mich der Meinung der Moderatoren anschließen, dass eine rein medikamentöse Therapie bei Depressionen letztendlich keine Heilung bringt.
Was ich allerdings deinen Zeilen entnommen habe, ist die Tatsache, dass du dazu derzeit überhaupt nicht im Stande bist.
Nun zu meinen Erfahrungen.
Aufgrund eines Schicksalsschlags bin ich im September 2003 in eine schwere Depression gerutscht, die anfänglich mit Remergil behandelt wurde. Da ich auf 15 mg nicht angesprochen habe, wurde die Dosis auf 45mg erhöht, was lediglich zu einer Zunahme der Nebenwirkungen, nicht aber zu einer Verbesserung meiner psychischen Gesundheit führte. Nach drei Wochen drängte ich meine Ärztin zu einer Therapieänderung.
Da ich prinzipiell sehr kritisch Psychopharmaka betrachte, nahm ich Trevilor auch mit äüßerstem Widerwillen. Die ersten beiden Wochen hatte ich auch mit den üblichen Nebenwirkungen zu kämpfen ( ich hoffe für dich, dass du zu Beginn des Wechsels der Medikamente krank geschrieben bist, ich für meinen Teil, hätte in dieser Zeit unmöglich arbeiten können!). Dann spürte ich eine allmähliche Besserung und nahm das Medikament über vier Monate.
Durch dieses Forum war ich mit der Absetzproblematik von SSRI vertraut und habe in kleinen Schritte innerhalb von zwei Monaten von 150 auf 0 mg ausgeschlichen ( soweit man das als Ausschleichen bezeichnen kann!)
Ich hatte großes Glück, dass ich dabei keine Probleme hatte. Wenn du mal als Suchbegriff Trevilor in diesem Forum eingibst wirst du sehen, dass es viele Menschen gibt, die unter enormen Absetzsymptomen leiden.
Ich für meinen Teil würde dir also nicht zu Trevilor raten! Mir hat es zwar geholfen nach schwerer Depression gesellschaftlich wieder funktionsfähig zu werden, letztendlich trat meine Gesundung aber erst nach dem vollständigem Absetzen dieses Medikaments ein!

Anafranil kenne ich zwar nicht, würde ich aber eher einem SNRI wie Trevilor vorziehen.
Wie die Moderatoren schon geschrieben haben, ist ja dieses Forum eher für Menschen, die mit dem Absetzen von SSRI Schwierigkeiten haben.
Wende dich doch an das" Kompetennetz Depression". Dieses Forum wird auch von einem Psychiater ( und seinem Team) moderiert, der dir Auskünfte über die Medikamente geben kann.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen!

Alles Gute SARA
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Francisco,

wie wird eine Depression durch Migräne ausgelöst? Oder Angst und Panik?
Das hab ich noch nie gehört. Wenn Dein letzter Migräneanfall Ostern 2004 war glaube ich nicht dass Deine Probleme davon kommen.
Da würde ich eher drauf tippen, dass Deine Beschwerden vom jetzigen Medikament sprich Remergil kommen. Ich würde das an Deiner Stelle erst mal ausschleichen , und probieren ob es ohne nicht besser wird.
Wende dich doch an das" Kompetennetz Depression".
Na ja, ab und zu lese ich auch mal in diesem Forum, aber ob Du dort Hilfe bekommst? Glaube ich eher nicht! Was denen nicht in den Kram passt ( z.B. Absetzsymptome ) wird einfach rausgelöscht!

Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
sara
Beiträge: 22
Registriert: 06.01.2004 22:55

Beitrag von sara »

Hallo Uschi,
was du über das Kompetenznetz Depression geschrieben hast, möchte ich so nicht stehen lassen!
Es gibt durchaus kritische Artikel über SSRI.
Vielleicht sollte Francisco einfach selbst entscheiden von wem er sich Hilfe holt. Ihr wolltet ihm ja keine Entscheidungshilfe geben!
SARA
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Sara,
Es gibt durchaus kritische Artikel über SSRI.
Na, ja!
Vielleicht sollte Francisco einfach selbst entscheiden von wem er sich Hilfe holt. Ihr wolltet ihm ja keine Entscheidungshilfe geben!
Dieses Forum wurde nicht gegründet um Entscheidungshilfe bei der Wahl eines Antidepressivums zu geben! Natürlich schreibt auch der eine oder andere über seine Erfahrungen mit dem jeweiligen Mittel. Da sind wir ja offen für! Vor allem da Medikamente ja auch bei jedem anders wirken.Da kann man nicht einfach zu einem Mittel raten. Entscheiden muß sich Francisco auf jeden Fall selbst , was er nun tun will.

Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
sara
Beiträge: 22
Registriert: 06.01.2004 22:55

Beitrag von sara »

Ich kapituliere vor soviel Uneinsichtigkeit!
Auf einen weiteren Schlagabtausch habe ich keine Lust!
Ich wollte lediglich Francisco meine Sichtweise näherbringen, da ich ja sowohl mit Remergil als auch mitTrevilor Erfahrung hatte.

Sara
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: stehe definitiv vor der entscheidung trevilor oder anafr

Beitrag von Astrid »

Hallo Francisco,

nach all dem Schlagabtausch möchte ich dir nun auch noch antworten.

Ausschlaggebend für meine Antwort an dich sind deine Eingangsworte
francisco hat geschrieben: es fällt mir schwer diese zeilen zu schreiben, denn seit ca 4 wochen gehts mir schlechter..
Das sollte so nicht bleiben. Daran sollte sich etwas zum Positiven ändern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass AD dabei helfen können, ABER ändern tun sie NICHTS! Das muss man selbst tun.

Ich weiß so gut wie gar nichts über dich. Daher wäre es fatal, dir überhaupt zu einem AD zu raten. Wer weiß, ob dir Remergil nicht nur verschrieben wurde, weil die Ärzte sonst nicht wussten wie sie dich behandeln sollten. Du wärest nicht der erste, der aus einer gewissen ärztlichen Ratlosigkeit (wenn nicht sogar Bequemlichkeit) in den Sog der ADs geraten ist. Pass auf, dass daraus kein Teufelskreis entsteht.
Bestehe lieber auf eine lupenreine Diagnostik statt auf ein neues Medikament.
Unprofessionell finde ich das Verhalten der Ärzte, dir die Entscheidung über ein Medikament zu überlassen. Meine Güte nochmal. SIE SIND doch die eigentlichen Profis. Sie müssten dir doch fundiert begründet sagen können, was dir zu empfehlen ist. Alles andere ist fahrlässig.

Wähle nicht zwischen Begleiterscheinungs-Angebot 1 oder 2. Das ist doch Quatsch. Erstens weißt du nicht, ob sie bei dir eintreten und außerdem kann keiner vorher sagen, wie sie sich im Zusammenwirken mit allen anderen Lebensumständen auswirken. Also, lass es lieber bleiben.
was könnte mir helfen?
antwort: die meinung von jemand der entweder eines, oder besser noch, beide Medikamente mal genommen hat.
Das könnte dir helfen:
Ich rate dir dringend keines der angebotenen Medikamente zu nehmen und auch kein anderes, sondern Remergil auszuschleichen und mit professioneller psychologischer Hilfe herauszufinden, was eigentlich los ist mit dir, was die panische Angst bei dir auslöst und was zu den Depressionen geführt hat um anschließend nach Lösungswegen zu suchen.
Tabletten führen die nicht herbei!

Zum Thema Unsicherheit möchte ich dir noch etwas schreiben.
Ich kenne das Gefühl allzu gut, alles unter Kontrolle haben zu müssen. Bei mir gehört es zu dem Paket an Lebensbegleitumständen dazu, die meine Depressionen und die Ängste ausgelöst haben.
Das weiß ich, seit dem ich mittels Therapie dahinter gekommen bin. Nicht alles ist auf die ADs zurückzuführen. Vieles verursacht man ohne es zu Wissen selbst. Die ADs können aber auch ganz schön viel Durcheinander bringen, so dass man zum Schluss nicht mehr durchblickt.

Dir wünsche ich, dass du den Durchblick nicht verlierst.

Herzlichst
Astrid

[/quote]
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

Beitrag von francisco »

Hi Sara,
danke für Deinen Beitrag, Du hast mir schon enorm geholfen, allein das du hier geschrieben hast , dass Du von 45 mg Remergil (was verdammt viel ist) weggekommen bist, das gibt mir mut und mut brauch ich jetzt, deswegen nochmals danke für Dein posting.

Ich habe gestern mit 12,5 mg Anafranil angefangen (25 mg tablette halbiert), ich werde es probieren bis nächsten donnerstag, dann will ich anfangen mit der reduktion von remergil (vor der reduktion hab ich enormen schiss).
wie hast du remergil ausgeschlichen?
wie geht es Dir heute?
welche begleitsymptome hattest Du mit Remergil?



Hi Uschi,
wie wird eine Depression durch Migräne ausgelöst?
nun es gibt eine vermutung, da die Migräneattacke so schwer war dass selbst das Sprachzentrum betroffen war, gibt es die vermutung das das gleichgewicht im gehirn gestört worden ist, botenstoffe, serotonin etc..
wenn man dann selbst ein sehr nervöser mensch ist, kann dann eine eigendynamik losrollen, zuerst verstärkte nervosität dann angst dann panik attacken. genau so war es bei mir am ostern und genau so war es vor vier jahren auch nach einer schweren migräneattacke.
mein neurologe meint, dass es sicher einen zusammenhang gibt, denn der zufall wäre zu gross. man muss auch sagen , dass man wärend einem schweren migräneanfall die hölle am leib erfährt, selbst mitzuerleben wie das sprachzentrum betroffen ist, ist eine radikale erfahrung. man möchte was sagen und was man sagt hat keinen sinn, man fühlt sich wärend den ca 1-2 stunden eingeschlossen im eigenen körper und man hat panische angst nicht mehr mit den mitmenschen kommunizieren zu können. die panik und angst die da aufkommt kann so enorm sein, dass es dann später zu einer depression kommt mit angst und panik.
man hat angst vor dem nächsten migräneanfall, angst dann vor der angst und dann entsteht dann sowas was ich heute habe.
ich will nochmal betonen das migräne nicht so harmlos ist wie man gemeinhin immer hört, alle die migräne mit aura haben (so heisst der fachbegriff) wissen was ich meine.
das einzige gute bei migräne, zu 99% bleiben keine schäden das gehirn erholt sich total. man weiss bis heute nicht wie es überhaupt zu dieser störung kommt, erste forschungen haben ergeben, dass es mitunter mit serotonin zu tun hat. Und serotonin wie wir ja alle hier leider wissen hat was mit dem wohlbefinden zu tun.
trotzdem möchte ich den kennenlernen der bei solch einem migräneanfall die ruhe bewart im richtigeng glauben, dass ja alles wieder vorbei geht, was ja auch stimm,t aber dieser nervenrambo muss erst geboren werden.

der grund wieso ich nun zu anafranil rüber geh ist der, dass ich nun vor dieser wachsenden "unsicherheit" angst habe. da meinte der arzt, das sollte man gleich am anfang stoppen bevor sich sowas ritualisiert.



dann zu euch beiden,

für mich sind die erfahrungen anderer eine entscheidung hilfe, denn ich schau mir an welche symptome am meisten bei einem und dem anderen medi auftauchen und das hilft mir für meine entscheidung, denn ich selber sehe mich ausserstande eine klare entscheidung zu treffen

liebe grüsse

francisco
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Francisco,

danke für Deine ausführliche Erklärung, nun kann ich verstehen, dass so extreme Migräneanfälle , auch eine Depression mit Angst und Panik auslösen können.
für mich sind die erfahrungen anderer eine entscheidung hilfe, denn ich schau mir an welche symptome am meisten bei einem und dem anderen Medikament auftauchen und das hilft mir für meine entscheidung, denn ich selber sehe mich ausserstande eine klare entscheidung zu treffen
Da sollte Dich eigentlich Dein Arzt dabei unterstützen!

Hoffe dass es Dir bald wieder besser geht Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Sara,
Ich kapituliere vor soviel Uneinsichtigkeit!
Warum bin ich uneinsichtig? Nur weil ich meine Meinung vertrete?
Auf einen weiteren Schlagabtausch habe ich keine Lust!
Wenn wir uns hier einen Schlagabtausch liefern, hilft das niemandem vor allem Francisco nicht!
Ich sehe das auch nicht als Schlagabtausch, sondern als Meinungsaustausch unter Menschen, die sich gegenseitig helfen wollen.
Ich wollte lediglich Francisco meine Sichtweise näherbringen, da ich ja sowohl mit Remergil als auch mitTrevilor Erfahrung hatte.
Kannst Du doch! Hat keiner was dagegen. Meine Sichtweise hab ich ja auch rübergebracht. Auch wenn Sie manchem nicht passt!

Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
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Oliver
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Kompetenznetz Depression ...

Beitrag von Oliver »

Hallo.

Ich möchte was über das Kompetenznetz Depression erzählen.

Ich habe vor längerer Zeit mal versucht mit den Leuten da über das Abhängigkeitspotential von SSRI zu diskutieren und ich bin in meinem ganzen Leben vorher und nachher noch nie so heftig persönlich angegriffen und beschimpft worden. Der Grund warum ich dort anfing zu schreiben war eben der, dass ich mitbekommen hatte, dass dort Ärzte moderieren. Einer von ihnen antwortete irgendwann mal auf die Frage ob Antidepressiva abhängig machen können: "Sie machen nicht abhängig, basta!" Und ich dachte mir: "Hmmm ... das kann man irgendwie so nicht stehen lassen" ... und versuchte dort darüber zu diskutieren. Das Ergebnis war, dass sich eine Horde von Forenteilnehmern auf mich stürzte, inhaltlich null auf das einging was ich schrieb und anfing mich in kleine, mundgerechte Stücke zu hacken. Die Moderatoren haben schelmisch grinsend zugeschaut und sich rausgehalten. Irgendwann haben sie dann angefangen, meine Beiträge zu löschen, obwohl diese in keinster Weise gegen die Forumsregeln verstoßen haben und die persönlichen Attacken auf mich (welche eindeutig gegen die Forumsregeln verstießen), haben sie stehen gelassen.

Ich habe es dann irgendwann aufgegeben ... aber als einer der Mods mal wieder eine völlig haltlose Behauptung aufstellte (das tut er gerne - er ist Psychiater - also hat man ihm zu glauben ;) ), habe ich diese sachlich und mit Fakten und Quellenangaben als völlig unbewiesen herausgestellt und wollte seine Meinung dazu hören ... seine Reaktion war, meinen Account und die für ihn wohl etwas peinlichen Beiträge zu löschen. Es ging soweit, dass mich die Herren Moderatoren persönlich kontaktierten und mich baten ihre Pferde nicht scheu zu machen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Herren dort wussten, dass Sie meinen Beiträgen inhaltlich nichts entgegenzusetzen hatten ... weil sie nun mal Hand und Fuß hatten ... warum hielten sie es dann für notwendig sie zu löschen?

Das Forum wird übrigens von Pfizer (Zoloft) gesponsort und die gesamte Auslegung der Kompetenznetze ist die, dass sie mit der Industrie zusammenarbeiten sollen. Meiner Meinung nach lässt sich das Kompetenznetz leider von dieser Industrie instrumentalisieren und da sind sie bei weitem nicht die einzigen. Die Moderatoren werden für ihre Tätigkeit dort übrigens bezahlt ... und wes' Brot ich fress des' Lied ich sing ...

Zuguterletzt ist der Chef (Sprecher) vom Kompetenznetz Herr Ulrich "Antidepressiva-machen-nicht-abhängig" Hegerl.

... vielleicht wird so langsam klar, dass ich kein großer Freund dieser Institution bin, denn ich habe nicht den Eindruck, dass deren oberste Priorität der Dienst am Patienten ist.

Das Forum dort mag ganz nett sein, aber wenn man Probleme mit ADs hat und unabhängige Informationen sucht oder was gegen willkürliche Zensur hat, sollte man einen Bogen um das (In)Kompetenznetz machen.

Oliver
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Oliver und an alle die mitlesen,

davon wußte ich nichts, dass Du Deine persönlichen Erfahrungen mit dem Kompetenznetz gemacht hast.
Meine Meinung beruht auf das ab und zu mal reinlesen und mir meine Meinung bilden!

gruß Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hallo Francisco,

du hast geschrieben, dass du auf die Erfahrung anderer vertraust, bzw. auf den Rat der Ärzte, um deine Probleme in den Griff zu bekommen.

Versuche doch mal, auf Erfahrungen Betroffener zurückzugreifen, die es OHNE ADs versuchen, eben auch auf Erfahrungen der Forumsmitglieder, die beim Absetzen sind, oder bereits abgesetzt haben und alternativ zu ADs ihre Probleme angehen.

Ich habe den Eindruck, du glaubst allen Ernstes, dass Medikamente die Lösung bei psychosomatischen Erkranken darstellen.

Eine der schlimmsten Nebenwirkungen, die leider nicht so häufig erwähnt wird, ist, dass ADs den Patienten emotional "zudeckeln". Viele Gefühle werden unterdrückt, kaum mehr wahrgenommen.
Wie soll ich nun aber etwas bearbeiten/verarbeiten, was ich gar nicht mehr wahrnehmen kann???
Wenn du wirklich an die Ursache deiner Symptome herankommen willst, dann solltest du eine Therapie anstreben, die aber auch nur dann wirklich effektiv sein kann, wenn deine Emotionen nicht zugedeckelt sind.

Ich nehme seit 4 Wochen keine ADs mehr und ich kann dir sagen, dass es verdammt schwer ist, all diese Ängste, die Panik, die Depression in vollem Ausmass auszuhalten. Aber dies ist der einzige Weg, den Gefühlen nachzugehen und zu schauen, was da genau los ist. Nur so werde ich - egal wie lange es dauert bis zum Ziel - irgendwann einmal alles verknüpfen und verarbeiten können.

ADs können nur eine "Krisenintervention" sein, sie helfen niemals wirklich, die ganzen Symptome auf Dauer zu reduzieren oder gar zu beseitigen.

Meiner Meinung nach sollte man sich überlegen, was das Ziel ist - auch, wenn der Moment oft kaum zu ertragen ist.
Im "Notfall" empfiehlt es sich dann eher, ein "Bedarfsmedikament" einmalig einzunehmen, und dann geht es weiter.

Wie Hannes bereits oben schrieb: wer sagt, dass man ohne AD nicht leben kann? Ich hätte es kaum für möglich gehalten: es GEHT - ich lebe noch! Und ich sehe viele Dinge, die bei mir die Symptome auslösen, deutlich klarer!

Ganz liebe Grüsse von der Candy
sara
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Registriert: 06.01.2004 22:55

Beitrag von sara »

Hallo Francisco,
du hast dich also für Anafranil entschieden , was ich bei der Alternative Trevilor für das bessere AD halte.
Du schreibst, dass du bereits Anafranil nimmst und am Donnerstag erst mit dem Ausschleichen von Remergil beginnst. Ich hätte es für besser erachtet erst Remergil zu reduzieren und dann erst mit einem anderen Ad zu starten, aber das ist einzig und allein deine Sache und die deines Psychiaters!
Nun zu deinen Fragen:
Ich habe Remergil mit 45mg nur 4Tage genommen, da die Nebenwirkungen für mich unerträglich waren: Heißhunger, komatöser Schlaf mit nächtlichem Erwachen und Panikattacken.
Deshalb bin ich fürs Remergilreduzieren nicht der richtige Ansprechpartner. Ich habe nämlich innerhalb von 5Tagen abgesetzt (ohne Entzug), ab dem dritten Tag habe ich mit Trevilor begonnen.
heute bin ich Gott sei Dank kerngesund und nehme auch seit ca 1Jahr kein AD mehr ein. Um meinen Schicksalsschlag adequat zu verarbeiten habe ich aber im Sommer eine Psychotherapie gemacht.
An all die anderen die Francisco von Antidepressiva abraten, möchte ich nur eines sagen:
Ich bin alles andere als ein Befürworter von ADs. Als meine Mutter an Krebs erkrankte und wenige Zeit später daran gestorben ist, habe ich zwei Monate lang versucht mit Johanniskraut und Baldrian meine Psyche zu stabilisieren, leider ohne Erfolg! Es folgten schlaflose Nächte und zwei Monate später eine sehr schwere Depression.
Ich halte es für sehr gefährlilch, kranke Menschen ( ich glaube, auch Francisco gehört dazu) dazu zu ermunteren, ihre Krankheit ohne ADs in Griff zu bekommen. Wenn er sich dazu entschlossen hat, sollten wir das alle respektieren und wer will , kann ihn bei seinem Weg unterstützen.
Auch stimmt es nicht, dass Depressionen nach vier Monaten so mir nichts dir nichts verschwinden. Für eine "durchschnittliche" Depression mag dies zutreffen, aber viele Menschen leiden wesentlich länger daran und da können ADs helfen, wieder ins Lot zu kommen und im anschluss mit einer Psychotherapie Traumata oder was weiß ich aufzuarbeiten.

Lieber Francisco, ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg!
SARA
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