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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


7 Wochen Absetzen plus 7 Wochen ohne macht 14 Wochen Horror!

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Rieke,


die Sidroga Passiflor Dragees sind bestimmt nicht schlecht, sie enthalten pro Dragee 360 mg Trockenextrakt. :) Meine Tochter nimmt Tropfen und die schmecken ziemlich ekelig. Ich werde ihr die Dragees auch kaufen. Danke für den Tipp. :)
Wie viele Dragess nimmst du am Tag? 3 Stück kann man nehmen.

Liebe Grüße
Sandra
Rieke
Beiträge: 227
Registriert: 10.01.2004 11:42

Beitrag von Rieke »

Hallo Sandra,
das Hormonpflaster hat mir die Frauenärztin verschrieben, nachdem festgestellt wurde, dass ich unterversorgt war. Ich habe Angst, dass, wenn ich es nicht mehr klebe, nur noch am Heulen bin und es mir noch dreckiger geht. Ich bin da so hin- und hergerissen. Im Moment weis ich nicht mehr so recht was ich noch tun soll. Ich greife nach jedem Strohhalm. Von den Dragees habe ich 3 Stück pro Tag genommen, außerdem auch noch Baldrian jede Menge. Ich habe aber langsam keine Lust mehr, mich mit diesen "Bonbons" zuzuschütten.
Liebe Grüße und einen schönen 1. Advent.
Rieke
Rieke
Beiträge: 227
Registriert: 10.01.2004 11:42

Beitrag von Rieke »

Hallo Susi,
meine Gedanken waren schon schlimmer, ich kann z.B. keine Messer sehen, keine Bahnschienen, keine Brücken, dann überkommt mich der kalte Schauer. Unter dem Einfluß des AD waren die Gedanken so schlimm, so daß ich sie gar nicht aussprechen möchte. Im Moment habe ich die Gedanken an die Gedanken und kann sie nicht abstellen. Ferner kreisen meine Gedanken fast den ganzen Tag um die verdammte Depression.
Liebe Grüße Rieke
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Rieke,

darf ich fragen, wie alt du bist? Hattest du denn vor dem Pflaster Probleme mit der Stimmung? Gibt das Pflaster Östrogene und Gestagene ab oder nur Gestagene?
Sehr gut bei Östrogenmangel wirkt z. B. auch Rotklee.

In einer schlechten Stimmung, d. h. wenn man depressiv ist und Ängste hat, dann ist es "normal", dass einem Messer, Bahnschienen usw . "bedrohlich" vorkommen. Solche Empfindungen hatte ich früher, in einer depressiven Phase, auch. Vielleicht sollte man versuchen, solche Gedanken nicht als "...ich bin ein schlechter Mensch, dass ich so denke, wer weiß was ich alles "tun" könnte......", sondern versuchen zu sagen, "....mir geht es im Moment schlecht und da ist es durchaus normal, dass ich z. B. nicht gerne Messer sehen mag oder bei Bahnschienen z. B. an Selbstmord denke...., das nehme ich jetzt als gegeben hin und das wird auch wieder besser..... . Ich finde es ist wichtig, sich selber in einer schlechten Phase ein wenig "in Watte zu packen, sich zu mögen" , denn wenn man sich wieder spürt und mag, dann verlieren sich diese Gedanken wieder.......

Liebe Grüße
Sandra
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Rieke,

diese Gedanken wurden auch bei meiner Tochter durch Fluoxetin ausgelöst. Sie wurden beim Absetzen von Citalopram wieder ganz schlimm. Du hast keine Signatur, deshalb weiss ich nicht, welche Medikation Du nimmst oder genommen hast.

Könntest Du das bitte machen? Dann kann man eher nachvollziehen, was bei Dir ist und war.

Danke

Linda
oldsumsel
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Registriert: 18.09.2004 23:09

Mir geht´s saumies...

Beitrag von oldsumsel »

Hallo Linda, Sandra, Rieke und Sven,
mir geht es heute wieder echt bescheiden.. Ich halte diese Zwangsgedanken kaum noch aus!!! Habe heute Nacht wieder bis 3 Uhr geweint und bin dann erst durch Beruhigungsmittel eingeschlafen! Wollte morgen eigentlich mit dem Auto zum Supermarkt, aber schon schießen mir wieder diese Gedanken durch den Kopf: Du quatschst dann bestimmt kleine Kinder an und könntest ihnen was tun?! Ich bin ein seelisches Nervenbündel - ich schäme mich so sehr mit meinen Eltern darüber zu reden!!! Was ist, wenn es keine Zwangsgedanken sind??? - Dann möchte ich definitiv nicht mehr leben! Ob Akupunktur bei Zwangsgedanken helfen kann?

LG von einer völlig verzweifelten Susi!
seit 11.06.04 20mg Paroxetin
seitdem auf und ab - bis zu 5mg reduziert
Versuch seit 01.11.04 auf 0mg

tgl. 1 Kapsel Johanniskraut
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Susi,

es sind Zwangsgedanken!!!!!, jemand, der wirklich "etwas von Kindern will", der würde sich nicht so wie du, 1000 Gedanken machen! !!Die Gedanken sind es, die dich "verrückt" machen ! Warum sprichst du nicht wirklich einmal Kind an, dann wirst du sehen, dass du ganz normal reagierst und nichts "machst", du hast dich da in eine krankhafte Angst hinein gesteigert! Du solltest versuchen, dich deiner Angst stellen und vielleicht für eine gewisse Zeit z. B. ehrenamtlich in einer Kinderklinik zu helfen o. ä., dann wirst du diese Angst verlieren!

Hast du auch schon versucht zur Beruhigung Passionblumenkraut-Tropfen oder Tabletten zu nehmen?
Evtl. musst du dir vorübergehend doch noch ein anderes Medikament verordnen lassen, ich denke, du hast die Paroxetin-Tabletten zu schnell abgesetzt.
Weil du sie aber auch nicht vertragen hast, würde ich lieber für einige Zeit ein anderes Mittel nehmen, vielleicht ein trizyklisches Antidepressivum.....und überlege, ob die Diane nicht doch eine Rolle spielt., was deine Stimmung betrifft....


Liebe Grüße
Sandra
Sven
Beiträge: 75
Registriert: 16.08.2004 08:01
Wohnort: Zürich

Auswege aus dem Gedankenkreisen...

Beitrag von Sven »

Hallo Susi,

ich weiss wie und was Du erleidest. Ich möchte Dir noch ein paar Sachen mir auf den Weg geben, die ich von führenden, meist amerikanischen Psychiatern bekommen habe,
teilweise auf Anfrage, deren Bücher oder Artikel.
Es ist nicht so, dass Ängste, Zwänge, Depressionen, Ausdruck einer Geisteskrankheit sind (oder einer Neurotransmitterstörung), sondern vielmehr falsche Schaltkreise, die sich sich irgendwann mal verfestigt haben und nun schwer zu lösen sind. Unser Gehirn hat die
grundsätzliche möglichkeit, ganz ohne Tabletten neue, ,,normalere" Schaltkreise und Gedankenketten neu wachsen zu lassen. Man muss nur ( und das ist eben die Schwierigkeit ) sein Verhalten und seine Gedankengänge ändern, ändert man sein Verhalten erstmal, dann ändert sich auch wieder die Gehirnchemie (Verbindungen).
Die Zwansstörung ist ein gutes Beispiel dazu: lies das jetzt aufmerksam durch:

Was bei der Störung falsch abläuft:

1.
Bei Zwangsgedanken, ist die Filterfunktion, die vernünftige Gedanken von doofen Gedanken filtert geschwächt; dies kann sein durch: Stress, Depression, Angst, Drogen, aber auch ADs. Nochmal: jeder Mensch hat solche doofen und aufdringlichen Gedanken, den meisten Menschen werden diese aber niemals bewusst, sie schaffen eben nicht die Hürde
von dem Unterbewussten in das Bewusste. Durch irgendeinen Auslöser, haben es nun einige ,,doofen" Gedanken bei Dir (uns) geschafft die Hürde zu nehmen und kommen nun ins Bewusstsein, was uns erst mal erschreckt: jetzt kommt die 2te Fehlprogrammierung:

2. Selbst bei den meisten ,,normalen Menschen" treffen manchmal diese doofen Gedanken aufs Bewusste. Der normale Mensch, erkennt den Gedanken aber sofort als unwichtig oder unsinnig und lässt ihn fallen. Pukt aus das wars für ihn. Der Zwangskranke oder Angstkranke, verhält sich fatal andersartig: irgendeine falsche Verschaltung im Gehirn bewirkt, dass wir denken (ja schlimmer noch: fühlen), dass dieser schlimme Gedanke das selbe sei wie die Durchführung des Gedanken! Wir messen dem Gedanken ungeheure Bedeutung zu! Er wird zur grätchenfrage !

3. Nun fühlen wir den Drang den Gedanken zu analysieren, schließlich haben wir ja ,,Verantwortung" für die schlimmen Gedanken, wir fühlen Unsicherheit: was soll das bedeuten, ziehe ich den Gedanken durch, bin ich geisteskrank, wie, weshalb, warum.
Exakt das macht die Krankheit aus: der schlimme Gedanke (den jeder mal hat) und vorallem die Lösungsversuche danach, die den Gedanken nur verstärken:
- Verdrängen des Gedanken: versuchen den Gedanken zu verdrängen macht ihn noch schlimmer. Fakt.
- Umgehen vermeiden: auch das macht ihn noch stärker. Fakt.
- Versuchen den Gedanken zu analysieren, eine Lösung zu finden: eine Lösung gibt es nicht, den Zwangsgedanken sind unechtes GAGGA, deshalb bedürfen sie keiner Lösung. Fakt.

Wie bekomme ich sie weg, fragst Du Dich. Gar nicht, denn jeder normale Mensch hat die Gedanken manchmal. Aber das Grübeln, die Angst davor, dass kann man ändern, und zwar durch Verhaltenstherapie und Psychotherapie! Genauso wie Angstkranke, Depressive, musst Du als Zwangsneurotiker lernen, neu, gesund, und anders zu denken, zu bewerten, sodass, sich die falschen Justierungen im Gehirn lösen und neue Nervenbahnen wachsen können, die wieder normaler sind. Das selbe Prinzip haben die ADs, sie unterdrücken Angst, Zwänge und Depressionen, Du gesundets nicht durch die Chemie, sie geben dir (vor ellem Deinem Gehirn) nur die Möglichkeit und die Auszeit, neue gesundere Nervenverbindungen zu knüpfen: der Haken bei ADs liegt aber auf der Hand:
- Nebenwirkungen
- Paradoxwirkungen sind möglich (verschlechterung deines Zustands)
- Unwirksamkeit
- Absetzphönomäne die äußerst unprickelnd sein können!
- Wiederauftaucen der Krankheit beim Ende der Medikation

Vertraue also nicht ,,nur" auf ADs, sondern nur Dir.
Wenn Du glaubst Du bist zu schwach momentan, dann nutze ein AD, doch es deckt das Problem nur zu! Arbeiten musst Du selbst an Dir, FAKT!
Du musst eine Therapie machen, zumindet als Selbsthilfe Bücher kaufen die dir Möglichkeiten aufzeigen.
Ich gebe Dir nun Ratschläge für einen Anfang mit der Krankheit umzugehen:

Akzeptiere die Gedanken, analysiere sie nicht mehr, antworte Ihnen nicht, lass Sie im Raum stehen, sag Dir dass Du nächsten Monat darüber nachdenkst, momentan nicht.
Akzeptiere dass Du eine Zwangsstörung hast, heiss die Gedanken willkommen, sage Dir immer wenn die Gedanken kommen, dass es eine Krankheit ist und Du keine Verantwortung hast.
Konfrontiere Dich mit Deinen Angstzwangsgedanken: geh zu einem Spielplatz, geh in den Kindergarten, lade deine beste Freundin ein, und schäle mit Ihr zusammen mit Messern Zwiebeln,
das wird hart aber glaube mir, je öfter Du das machst, umso schneller kommt Besserung, raube den Zwängen die Kraft. Vor allem und ganz wichtig: such professionelle Hilfe, z.B. über Zwaenge.de - Sie helfen Dir einen
Therapeuten zu suchen! Fang heute noch an, an Deinem Ziel, deiner Genesung, zu arbeiten! Hoffen und abwarten bringt null, Du musst aktiv werden! Hör auf soziale Kontakte und die Arbeit zu meiden,
geh raus, geh aus, triff Dich mit Leuten, geh wieder arbeiten oder studieren, nicht was wir fühlen und denken zählt, nur was wir tun zählt! Auch wenn der lange Text eher ins Zwängeforum gehört, womöglich ist er nützlich, denn SSRI oder das Absetzen, können durchaus Zwänge provozieren und oder verstärken!
Für mehr infos, gehe auf: http://www.panikattacken.at/zwangsstoerung/zwang.htm
eine Seite, die die Zwangsstörung recht gut erklärt, Du wirst Dich wiedererkennen!
Wenn Du fragen hast frage mich!
S
oldsumsel
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Registriert: 18.09.2004 23:09

Dankeschön!

Beitrag von oldsumsel »

Hallo Sven,
zuerst einmal wieder ein ganz herzliches "Dankeschön" für deine liebe Antwort!
Ich habe gestern Nacht wieder nur geweint und bin erst gegen 5 Uhr eingeschlafen. Im Moment habe ich auch null aggressive Zwangsgedanken - alles kreist in meinem Kopf um Kinder, Mißbrauch ect.
Ich war heute auf der Post und mir ist ein kleines Kind entgegen gekommen. In diesem Moment hatte ich solch schlimme Impulse, es anzusprechen; jetzt sitze ich hier und habe enormes Herzrasen und schweißnasse Hände! :(
Ich habe wirklich schon in Erwägung gezogen, das Paroxetin wieder für ein paar Wochen zu nehmen!? Was ist nur mit mir los??? Ich schäme mich so sehr, ich getraue mich gar nicht mit meinen Eltern darüber zu sprechen. Als ich damals gegenüber meinen Eltern aggressive Zwangsgedanken hatte, haben sie nur "gelacht" und gemeint, ich könne noch niemandem was tun - ich solle mich nicht so anstellen! Ich glaube, sie verstehen einfach nicht, wie schrecklich ich mich im Moment fühle?! Ich habe richtige Schmerzen in der Herzgegend. Am liebsten würde ich mir einen Arm brechen o.ä., damit ich diese Woche nicht noch mal unter Menschen muß!!!

LG von Susanne
seit 11.06.04 20mg Paroxetin
seitdem auf und ab - bis zu 5mg reduziert
Versuch seit 01.11.04 auf 0mg

tgl. 1 Kapsel Johanniskraut
Rieke
Beiträge: 227
Registriert: 10.01.2004 11:42

Beitrag von Rieke »

Hallo Sandra,
ich bin im Moment total durcheinander. Habe ich Dir nicht schon geschrieben, das ich Passiflor Dragees 360 mg nehme und zusätzlich jede Menge Baldrian.
Gruß Rieke
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Rieke,

ja, das hast du schon geschrieben, ich habe mich oben auch für deinen
Tipp bedankt. Die Frage nach Baldrian u. Passionsblumenkraut habe ich Susi gestellt. :wink: :)

Geht es dir im Moment noch immer so schlecht?

Liebe Grüße
Sandra
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Susi,

du hättest das Kind ruhig ansprechen sollen, was glaubst du, was wäre dann passiert?
Du schämst dich so, schreibst du, was meinst du, was würden deine Eltern über deine Gedanken sagen?

Liebe Grüße
Sandra
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Ich habe diesen Thread geteilt und aus den letzten Beiträgen einen neuen angefangen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?p=5862#5862.

Linda
Rieke
Beiträge: 227
Registriert: 10.01.2004 11:42

Beitrag von Rieke »

Hallo Sandra,
ich glaube, ich bin schon fast eine "Mumie" unter allen Mitgliedern, bin Jahrgang 1945.
Das Estragestpflaster, was ich geklebt habe, enthält Östrogene. Seit einer Woche bin ich jetzt ohne. Bevor ich mit den Hormonen vor ca 4 1/2 Jahren angefangen bin (Tablettenform) war meine Stimmung auch nicht gut. Es war aber ja so einfach, schlucke ein paar Pillen und dann geht es Dir gut. Wenn ich damals vernünftig nachgedacht hätte, wäre ich nie damit angefangen. Aber je älter man wird, umso schlauer wird man.
Liebe Grüße
Rieke
Ab August 2002 20 mg Citalopram, erhöht später auf 40 mg
abgesetzt 9/2003
10/2003 15 mg Remergil
12/2004 wieder Citalopram 20 mg
reduziert bis Juli 2004 auf 15 mg
abgesetzt Ende Juli 2004, wegen schlimmer Panikatacke
ab Mitte August Johanniskraut 900 mg
Johanniskraut auch abegesetzt,
diverse homöopathische Mittel, Akupunktur
seit September 2005 Bachblüten
Rieke
Beiträge: 227
Registriert: 10.01.2004 11:42

Beitrag von Rieke »

Hallo Linda,
habe gerade die Signatur nachgeholt. Hoffentlich habe ich es richtig gemacht.
Meine Zwangsgedanken haben mit der Einnahme des Citaloprams angefangen. Dank der Therapie konnte ich auch gut damit umgehen.
Nach dem Absetzen von Citalopram sind die Gedanken aber geblieben und fangen jetzt wieder an zu quälen. Durch meine momentane Stimmung bin ich auch nicht in der Lage, sie in eine "Schublade" zu stecken. Ich bin selber nur noch stinkig auch mich und meine ganze Hoffnung stecke ich nunmehr in den Homöopathen.
Ich habe gestern eine Einweisung für eine Klinik erhalten, weis aber selber, dass es nur ein Davonrennen ist.
Liebe Grüße
Rieke
Ab August 2002 20 mg Citalopram, erhöht später auf 40 mg
abgesetzt 9/2003
10/2003 15 mg Remergil
12/2004 wieder Citalopram 20 mg
reduziert bis Juli 2004 auf 15 mg
abgesetzt Ende Juli 2004, wegen schlimmer Panikatacke
ab Mitte August Johanniskraut 900 mg
Johanniskraut auch abegesetzt,
diverse homöopathische Mittel, Akupunktur
seit September 2005 Bachblüten
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Rieke,

wenn der Leidensdruck sehr groß ist (wenn man gar nichts mehr schafft...), dann kann ein Klinikaufenthalt manchmal das Richtige sein. :) Aber vielleicht geht es dir nach dem Weglassen des Pflasters doch mit der Zeit besser. Welche Mittel nimmst du denn jetzt ein?
In einer Klinik wir man immer Medikamente, SSRI oder Neuroleptika, bekommen. Wenn es um die Zwangsgedanken geht, da kann am besten eine gute Verhaltenstherapie etwas bringen, Infos über Zwänge findest du auch hier:

www.zwaenge.de

Alles Gute und Liebe!
Sandra
Captain Maus
Beiträge: 27
Registriert: 11.02.2005 10:10

Angst, die Freundin/Frau nicht mehr zu lieben

Beitrag von Captain Maus »

Hallo Sven,

du schreibst, Du hättest auch schon einmal den Zwangsgedanken gehabt, dass Du Deine Freundin nicht mehr lieben könntest. Das klingt für mich sehr bekannt.
Ich leide seit ca. 10 Jahren - mit großen Unterbrechungen - unter Zwangsgedanken, die bei mir beziehungsbezogen sind. Jedesmal, wenn ich mit einer Frau (bzw. früher einem Mädchen) zusammen komme, d. h. man sich zueinander bekennt und z. B. auch miteinander schläft, bekomme ich nicht enden wollende Zweifel, ob ich die jeweilige Frau überhaupt liebe.
Zum Teil bilde ich mir dann ein, die Zweifel müßten ja etwas zu bedeuten haben und glaube, an einer Trennung führe kein Weg vorbei - obwohl ich die Trennung NICHT will. Das Grübeln nimmt dann überhaupt kein Ende mehr :cry: und hat schon zweimal in einer fetten Depression gemündet. Auch kenne ich den "Würgereiz" aufgrund allzu belastender Gedanken, von dem hier jemand im Forum sprach :vomit:
Vor 10 Jahren hatte ich dann auch mal eine "Wörterphobie", dass heißt ich hatte Angst vor Wörtern wie "Schlampe, Fotze" etc., da ich befürchtete, diese mit dem Bild meiner damaligen Freundin in Verbindung zu bringen.


Mir ist bisher zweimal mit Paroxetin gut geholfen worden, beim ersten Mal waren schon 20 mg genug, um die Zwangsgedanken hinwegzupusten. Ich war dann mit dem Mädchen 4 Jahre glücklich zusammen ohne Probleme.
Schon bei der nächsten Beziehung sind die Gedanken allerdings wieder aufgetreten. Jetzt habe ich sie im Bezug auf meine Frau bekommen, obwohl im ersten Jahr der Beziehung alles in Ordnung war. Die Psychologin meint, die Gedanken seien Ausdruck von extremer Bindungsangst (Angst vor Nähe und Vereinnahmung) die sich aus meiner Biographie auch ohne weiteres erklären läßt. Paroxetin hilft diesmal - auch bei 80 mg/Tag - nur graduell, wahrscheinlich, weil die Bindungsangst - nach erfolger Eheschließung!!! - nun am größten ist. Verdammt, ich will einfach mit meiner Frau glücklich sein und auch einmal Kinder haben.
Aber da sind diese gespenstischen Grübeleien, ohne Paroxetin bekam ich teilweise starke Impulse, meiner Frau meinen Trennungswunsch vorzutragen, obwohl ich doch eigentlich mit ihr zusammen sein will.
Die Angst vor diesen Impulsen - denen ich bisher dreimal nachgegeben und meine Frau völlig verstört habe - ist nun riesig groß. Ich glaube, ohne Paroxetin bleibt mir nur ein Leben als Einsiedler.
Wie hast Du denn die beziehungsbezogenen ZD wegbekommen?
Meine Psychologin glaubt an ein Trauma und will mich mit EMDR (Blicktherapie) kurieren. Hoffentlich klappt das.

Maus
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