leide seit etwa 10 jahren an einer angststörung mit panikattacken...das ganze begann mit dem verlust meines vaters, welchen ich am anfang eigentlich dachte, dem umständen entsprechend gut zu verkraften - bis ich nach ca. 2 jahren (2002) eines tages im sommerurlaub ohne grund und aus heiterem himmel heulattacken, appepitlosigkeit und atembeschwerden bekam! ich war so unendlich traurig...das war sehr schlimm für mich, weil alles in ordnung war - dachte ich zumindest, ohne zu wissen, was mein unterbewusstsein so denkt und fühlt...zum glück war meine familie bei mir...gingen natürlich sofort zum arzt, der die üblichen untersuchungen machte (blut, urin, ekg etc.) und uns sagte, dass es psychisch bedingt sei...eine spritze bekam ich glaube auch...kurz danach wollte ich wieder zurück nach deutschland, weil ich mich hier irgendwie besser aufgehoben fühlte...ich ging hier natürlich sofort zum neurologen und bekam paroxetin (20mg) verschrieben...es ging mir wirklich sehr schlecht...ich lag 1 monat lang durchgängig im bett und stand lediglich auf, um auf klo zu gehen...das laufen fiel mir so schwer, fühlte mich wie 100...das herz pochte so schnell nach 2 schritten...aß kaum, trank kaum...nahm ca. 8 kilo ab...
PAROXETIN:
aber: nachdem paroxetin anfing zu wirken, ging's bergauf...ich war wie neu geboren...jedoch verstand ich das ganze nach wie vor nicht...hatte bis dato keine erfahrung mit depressionen, panikattacken etc. Von dem zeitpunkt an begann ich zu erforschen, was ich genau habe und woher das kommt...habe 2 verhaltenstherapien gemacht, die gingen aber nicht sehr lang...bei dem ersten therapieversuch meinte meine therapeutin nach paar monaten, ich wisse so sehr darüber bescheid, dass ich mich selbst therapieren könne und stark genug sei...und abgebrochen...die zweite therapie wollte ich abbrechen, weil ich das gefühl hatte, dass sie wirklich nix bringt, denn über den angstkreis, den sogenannten teufelskreis und dass unsere gedanken oftmals dazu führen und wie wir damit umgehen, damit die panikattacke verschwindet - das alles wusste ich bereits! konnte leider nix dazu gewinnen...das leben ging trotzdem weiter, auch ganz gut soweit...weniger ängste, mehr mut, weniger sorgen...ich habe in der zeit begonnen zu studieren...zwischenzeitlich einige versuche gestartet, das medi abzusetzen...gescheitert, denn wieder heulattacken, appetitlosigkeit, angstzustände, isolierung etc. Das konnte ich mir alles aber damals nicht leisten, weil ich studiert und gearbeitet habe...somit nahm ich paroxetin noch bis zum ende meines studiums (2008) und dachte, danach ist pause, danach ist die zeit gekommen, um von dem medi loszukommen, egal wie lange es dauert und was es so mit sich bringt...im september 2008 habe ich paroxetin abgesetzt, besser gesagt bis dahin gekonnt ausgeschlichen - habe nämlich wirklich sehr viel info in den jahren gesammelt und wusste UNBEDINGT AUSSCHLEICHEN...trotz ausschleichen: es war die hölle...schwindel, übelkeit, schwäche, heulattacken, depression, hoffnungslosigkeit, schwarzmalerei, antriebslosigkeit, bin nicht rausgegangen, hab niemanden getroffen usw. Aber es wurde besser immer besser...im dezember war ich so stolz, es 3 monate ohne paroxetin geschafft zu haben...bis mein bruder ende dezember leider verstarb
AMITRIPTYLIN:
und das ganze begann wieder von vorne...mit verlusten kann ich überhaupt nicht, null umgehen...es haut mich - im wahrsten sinne des wortes - um...dieses mal bekam ich AMITRIPTYLIN verschrieben, in tropfenform, 20 tropfen um runterzukommen, keine panikattacken zu erleiden etc...erfuhr erst später, dass es oftmals auch zur schmerztherapie verschrieben wird...seitdem geht es mir so lala...ich erlitt ab und an kleine attacken, meist wenn's stressig wurde, ich mich beeilen musste, ich aufgeregt war oder zuviel verantwortung hatte...es wirkte jedoch nicht wie paroxetin - eine konstante grundangst vor vielem blieb...ich unternahm weniger, wurde eher häuslich, musste aber weniger heulen und meine gefühle waren so stumpf...konnte zumindest arbeiten gehen und das bedeutet schon viel für mich...der erste versuch, auch dieses medi abzusetzen, war im april letzten jahres, nach meiner weiterbildung...ich suche mir bewusst immer zeiträume aus, in denen ich mich gehen lassen kann, wenns denn sein muss...wo ich keinen druck verspüre, funktionieren zu müssen...bin auch noch ledig und wohne zusammen mit meiner mutter, die mir sehr entgegen kommt...natürlich auch wieder ausgeschlichen...von 20 auf 18, dann 15, dann 12 usw...weshalb ich die tropfenform von AD's besser finde...man kann die dosis echt in minischritten verringern...diesmal ging es nur 6 wochen...im gegensatz zu PAROXETIN hatte ich kaum körperliche symptome...keine übelkeit, wenig schwindel etc. Nur mein appetit ging stark zurück, heulattacken begannen, lustlosigkeit - kurzum: mit mir war wieder nix anzufangen...aber das hätte ich alles noch ausgehalten, wenn da nicht die blöden PANIKATTACKEN wären
jetzt meine fragen an euch bzw. an dich RUNDI:
Ich habe vorher bereits erwähnt, dass ich in den jahren viel an erfahrung und wissen bzgl. dieses thema gesammelt habe....jedoch fehlt mir oft und immer noch die hoffnung, dass alles irgendwann gut wird...sollte ich es mit dem absetzen jetzt wieder versuchen ODER sollte mir mein neurologe ein anderes medikament verschreiben? werde ich JEMALS ohne medi auf den beinen sein??? das kann mir natürlich keiner wirklich beantworten, aber ich würde mich freuen, wenn sich leute mit ähnlichen problemen dazu äußern würden...wie werde ich diese panikattacken mit natürlichen mitteln los? habe angefangen mit muskelrelaxation nach jacobson, aber das ist noch sehr frisch...bin momentan arbeitslos, aber versuche in bewegung zu bleiben, auch wenn es mir nicht besonders gut geht...mein freund und ich wollen bald heiraten...und wieder kommen ängste in mir auf: was wenn ich von dem medi nicht weg komme...mein freund tut mir leid, weil er auch darunter leidet, da ich kaum was unternehmen möchte und meist zuhause bin mit ihm...was ist mit dem kinderwunsch...wenn ich es nicht schaffe, die AD abzusetzen, kann ich auch nicht schwanger werden...was wenn ich sie absetze und während der SS panikattacken bekomme...was wenn die schwangerschaft total schlecht verläuft...der stress nach der geburt, die schlaflosigkeit, die verantwortung, werde ich das alles überhaupt packen??? diese ganzen fragen erschweren mir das leben und fressen all meine hoffnung, leider...vielleicht können mir schwangere user oder mütter mit ähnlichen problemen, von sich erzählen...und wie sie das alles erlebt bzw. empfunden haben....vielleicht macht mir das etwas mut...jetzt schon, VIELEN DANK FÜR DIE ANTWORTEN...
LG, NoHopeNoSun