Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Fluoxetin...wie weiterhin reduzieren????

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Fluoxetin...wie weiterhin reduzieren????

Beitrag von Jade »

Hallo,
wie schon mal geschrieben,der Wechsel von Paroxetin zu Fluoxetin ist mir sehr gut bekommen.Fühle mich auch mir selbst wieder näher.Nicht stabiler unter Fluoxetin,aber"gefühlsnäher".
Nun habe ich schon von tägl 20 mg auf jeden 3. Tag 20 mg reduziert.Und es geht mit gut und ich fühle mich stabil und mutig.Mutig genug um langsam weiter zu reduzieren.
Nur-wie gehe ich jetzt vor????
Nehme ich jetzt Fluoxetin dann nur noch jeden 4. Tag?Oder lieber 18 mg jeden 3 Tag?Oder 10 mg jeden 2.Tag?Oder.....?
Vielleicht hat jemand Erfahrung oder/und einen Tip!
Wäre schön.

Lieber Gruss

Jade
Anne

Beitrag von Anne »

Hallo Jade!
Ich freu mich Dich hier zu treffen! :D Wir haben uns ja schonmal kurz im Panikerforum unterhalten. Ich finds ziemlich klasse daß Du Dich selbst belesen hast und damit die Möglichkeit gefunden hast auf Fluoxetin zu wechseln. So schlau hätte ich mal sein müssen... Meine Geschichte, daß mein Arzt bei mir den Wechsel auf Citalopram versucht hat, der mich in eine Hölle geführt hat, kennst Du ja....
Nach allem was ich gelesen habe halte ich es für besser die tägliche Dosis zu reduzieren und nicht die Abstände zwischen der Einnahme zu vergrößern. Fluoxetin ist zwar (wie du ja weißt) sehr lange aktiv und hat auch einen aktiven Metaboliten, deshalb macht es nichts eine Tablette wegzulassen. Aber wenn man die Abstände immer mehr vergrößert, müßte es nach meinem Verständnis doch zu größeren Schwankungen im Plasmaspiegel kommen. Deshalb finde ich es besser das Medikament regelmäßig zu nehmen, dafür aber die einzelne Dosis langsam zu reduzieren. Wie schnell Du reduzierst, mußt Du selbst ausprobieren. Die Absetzpläne hier auf der Seite können Dir eine Richtlinie geben. Die Daumenregel ist: Um 10% reduzieren, warten bis man wenigstens eine Woche symptomfrei ist (die Symptome kommen oft zeitverzögert, also Vorsicht) und dann weiter um 10% reduzieren.
Schreib uns doch wie du vorgehst und wie es Dir dabei ergeht.
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Jade,

ich stimme Anne in allen Punkten zu. Die Methode mit dem Weglassen habe ich immer als problematisch angesehen. Bei Fluoxetin scheint es weniger auszumachen, ich finde trotzdem aber, dass eine Reduzierung der Dosis besser ist. Gehe bitte aber langsam vor, Fluoxetin kann sogar nach Wochen Entzugserscheinungen verursachen.
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Beitrag von Jade »

Hallo Ihr 2:))

Habt ganz vielen Dank für Eure Antwort.
Werde nächste Woche auf-jeden 2.Tag 10 mg- reduzieren.Danke Für Eure Mühe.

Lieber Gruss
Jade
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Jade,

versuch's doch lieber zuerst mit 15 - geht das?

Linda
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Beitrag von Jade »

Liebe Linda, :? hu ist das ne Rechnerei mit den Tabletten...

Aber nehme ja zur Zeit jeden 3.Tag 20 mg....das wären dann in 6 Tagen 40 mg....
Wenn ich jeden 2.Tag 15 mg nehme,dann bin ich nach 6.Tagen höher dosiert als momentan.
Im Grunde müsste ich jeden 2.Tag 12-13 mg nehmen, um ganz miniminimal zu reduzieren-Suspension hätte ich auch....

Denke ich werde den Schritt wagen,auf 10 mg jeden 2.Tag .Berichte dann :)

Dennoch sehr liebe Grüsse und vielen ,vielen Dank für Deine Antwort-finde ich sehr lieb

Lieber Gruss

Jade
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Probier's einfach aus. Wenns zu Problemen kommt kannst du die Dosis ja wieder erhöhen.

Denk aber daran, dass Fluoxetin eine lange Halbwertszeit hat und deswegen Entzugserscheinungen oder ähnliches auch erst nach Wochen auftreten können.
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Liebe Jade,

nach meiner Erfahrung ist eine Halbierung der Dosis zu schnell. Alle Prozac Gruppen empfehlen auch soviel ich weiß nicht höher als eine 5 mg Reduzierung. Ich frage bei ProzacAwareness mal nach und berichte Dir weiter.

Linda
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Beitrag von Jade »

Hallo nochmal,
bin ganz berührt,wieviel Mühe Ihr Euch macht-ehrlich-nochmal danke!!

Bin am hoch und runter rechnen.....
Nehme ja zur Zeit jeden 3.Tag 20 mg=6,6 mg pro Tag.
Wenn ich nun jeden 2.Tag 10 mg=5mg tägl nehme...ist das dann zu schnell reduziert??Oder aber ich nehm die Suspension...jeden 3. Tag a 18 oder 19 mg.
Sollte ich langsam nerven-tut mit leid.
Ich weiss wirklich zu schätzen,dass es mir momentan so gut geht und ich mich auch ans Reduzieren wagen kann und es mir auch trotz Reduzierung so gut geht.
Was nicht heisst,dass mir nicht bewusst ist,wie nah manchmal alles beeieander liegt.Und man vergisst die Angst nicht,aber man gewinnt auch die Hoffnung,dass es immer wieder bergauf geht....und es ist schön dieses Vertrauen.

Nochmal vielen Dank
Und ALLEN ALLES LIEBE UND KRAFT UND MUT UND VERTRAUEN

Jade
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Liebe Jade,

hier sind die Antworten von ProzacAwareness. Ich setzte das alles hier erstmal in Englisch hin, dann rede ich unten weiter.

You said:
<<Hi everyone, I'd be very grateful for your advice once more. I have a
young girl on our German forum who has swapped from Paxil to Prozac quite successfully. She was taking 20mg daily and has now reduced to
20 mg every three days. She's feeling OK and she is now wondering how to continue and I thought I'd ask your opinion - I don't have much experience of Prozac, more with the SSRIs with the shorter half- life. She is intending to drop to 10 mg every three days but this feels too quick to me. I know that Prozac wd symptoms can occur weeks later.


** The decrease is too large. I would suggest two mg. decreases at a
time allowing herself to stabilize before decreasing again. This should not
go by the number of days she has been on a decreased dose, but instead, by how she feels.


Joe said:
<<i think its better to gradually decrease and take some everyday.
like instead of going to 10mgs every three daystake it everyday.
then cut back down to 5mgs everyday. then (if you have the capsule
form) you can actually take the prozac out of the capsule and leave
small amounts inside. the 10mg pills can be cut or shaved to make
smaller doses. >>


** Let's take another look at this, Joe. The young woman was on 20 mg.
of Prozac daily. She is now on 20 mg. every 3 days and feeling fine. If
something is working well for someone it is best to leave it that way unless they are inadvertently seriously endangering themselves. This is not a problem in this case.
It is because of Prozac's very long half-life that some people can take it
just every few days ands not be in a strong withdrawal.
Regards,
Catherine

OK, fassen wir zusammen - Catherine ist Gründerin der PA-Site und sehr erfahren. Ich würde mich als auf jeden Fall nach ihrer Empfehlung richten. Das heißt weiterhin alle 3 Tage eine Dosis, und diese Dosis um 2mg Schritte reduzieren. Ich würde mindestens eine Woche, wenn nicht sogar zwei Wochen zwischen den Schritten abwarten. Catherine meint, Du sollst Dich nach Deinem Empfinden richten - ich sehe aber dabei die Gefahr, dass Du zu schnell absetzt, wenn es Dir gut geht. Ich würde mich auf jeden Fall an den 2 mg Schritten halten. Dafür brauchst Du dann die flüssige Form - kommst Du dann mit den Dosierungen klar?

Falls Du Probleme hast, melde Dich einfach.

Auf ein gutes Gelingen! :D

Liebe Grüße Linda
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Beitrag von Jade »

Liebe Linda,
einfach :) von :) Herzen :) DANKE :)
Werde ab nächster Woche dann mal für ne Weile 18mg jeden 3.Tag nehmen......und dann weiter sehen und fühlen.

Ganz lieber Gruss

Jade
Gesperrt