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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Es wird einfach nicht besser

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Hallo!

Bin neu hier und möchte mich vorstellen...
Ich bin 27 und meine ganze Geschichte begann vor ca. drei Jahren, als ich die Pille absetzte und daraufhin keine Menstruation mehr bekommen wollte. Ich war bei sicher 6 verschiedenen Frauenärzten und jeder versuchte es mit einem anderen Hormonpräparat. Irgendwie klappte nichts und ich bekam parallel dazu immer heftiger werdende Magen-Darm Probleme (äußert sich durch ständige Blähungen und Probleme beim Stuhlgang). Dazu wurde ich immer schlimmer depressiv. Vieles hängt sicher mit meiner Arbeit zusammen (die ich vor ziemlich genau drei Jahren annahm) mit dieser bin ich nämlich sehr, sehr unglücklich und irgendwie habe ich drauf gewartet, dass es irgendwann besser wird...
Ich bin von einem Internisten zum nächsten, habe eine Koloskopie, eine Gastroskopie, eine Schilddrüsenuntersuchung, eine Schädel MR und was der Teufel was alles machen lassen. Es ist einfach alles in Ordnung. Die Regel bekomme ich jetzt mittlerweile wieder ganz normal. Die Verdauungsstörungen und Depressionenen sind noch voll da und werden immer schlimmer.
Bin im Dezember letzten Jahres dann zu einer Neurologin gegangen, die mir innerhalb von zehn Minuten Mutan und Truxal (15mg) aufgeschrieben hat. Ich hab das Zeug gutgläubig geschluckt. Dann wurde die ganze Sache erst richtig heftig!! Angstzustände, so komische Muskelzuckungen im Gesicht, im Genick bekam ich so einen "kalten Knoten" ich bin daraufhin wieder zu ihr und hab sie gefragt ob das eine Nebenwirkung sein könnte da ich diese Probleme vor den Medikamenten nicht hatte. Sie verneinte es vehement und verschrieb mir die doppelte Dosis Mutan und Truxal 50 mg und zusätzlich Deanxit. Ich hab es wieder brav genommen, hab es dann für ca. ein Monat nicht mehr geschafft außer Haus zu gehen weil ich Todesangst hatte. Irgendwann nahm ich allen Mut zusammen und wechselte die Neurologin. Die war sofort überzeugt davon dass es sich hierbei um Nebenwirkungen handelte und ich durfte Truxal und Mutan ausschleichen. Nur das Deanxit blieb mir noch erhalten und kurzzeitig nahm ich Trittico zum Schlafen wovon ich aber tierische Alpträume bekam. Vor einigen Wochen habe ich dann auch noch das Deanxit ausgeschlichen, meiner Meinung nach relativ rasch von zwei Tabletten innerhalb einer Woche auf 0 und gleichzeitig versuchte ich Wellbutrin einzuschleichen, was ich aber wieder nicht vertragen habe (Angstzustände).
Jetzt bin ich seit ca. zwei Wochen ganz ohne Tabletten.... Das schlimme ist, dass jetzt meine Verdauung komplett streikt und ich mich die halben Tage wie erschlagen fühle. Kann das sein, dass es sich hierbei um Absetzsymptome handelt?? Ich bin schon so verzweifelt mein Bauch ist ein einziger Krampf und ich muss mich zum Essen zwingen. Mir ist auch meistens ziemlich übel. :sick:
Bitte helft mir! Ich bin seit über zwei Monaten im Krankenstand und bin echt am Ende meiner Kräfte! Ich hab einfach keine Lebensqualität mehr, ich "biege" meine Tage nur runter und will manchmal einfach nur mehr sterben...

Lg blabla
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

Liebe blabla

:hug:

herzlich willkommen hier unter uns.
Schön, dass Du hier hier gefunden hast.

Zunächst einmal schön, dass Du lebst!!!! das ist jetzt kein Scherz.

Die Absetzbeschwerden und die heftigen Wirkungen ( von Nebenwirkungen kann wohl keine Rede mehr sein ) sind grauenhaft und Du wirst hier schnell merken, dass Du nicht alleine bist. Das allein tut schon mal gut, glaub mir. Hier wirst Du ernst genommen, wahrgenommen und hier wird Dir auch geholfen! Bitte verzweifle nicht...es wird milder, Dein Körper findet wieder zu sich...UND : es gibt Alternativen!

Das kleine Runde wird Dir mit Rat sehr schnell und sehr kompetent zur Seite stehen Sie ist einfach wunderbar!! <3

Von mir lass Dir geschrieben sein, dass Du bitte durchhälst und alle Kräfte mobilisierst, um zu genesen, hörst Du!! ? :hug:

Nicht aufgeben..es gibt eine Lösung!! auch für DICH.

ich sende Dir ein Kraftpaket, indem auch Licht und Liebe ist!! :hug: <3

LG
bewell
Das-kleine-Runde

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Ihr Lieben :) ,

ein herzliches Willkommen an Dich, liebe BlaBla :hug:

Bewell, danke für Deine lieben Worte :hug: .
Hormonpräparat. Irgendwie klappte nichts und ich bekam parallel dazu immer heftiger werdende Magen-Darm Probleme (äußert sich durch ständige Blähungen und Probleme beim Stuhlgang). Dazu wurde ich immer schlimmer depressiv. Vieles hängt sicher mit meiner Arbeit zusammen
Hormonpräparate können Depressionen aulösen, eine zusätzliche Belstungssituation kann das Ganze verschlimmern.
Ich hätte wegen der Zyklusstörung wahrscheinlich erst mal naturheilkundliche Mittel probiert, weil ich Bedenken solchen Präparaten gegenüber habe.

Die Neurologin hätte einen Zusammenhang mit Deinen vorherigen Medikamenten bedenken müssen. Evtl. hätte sich Deine Stimmung nach Absetzen der Hormone von selbst wieder stabilisiert.
Mutan und Truxal (15mg)
Mutan enthält Fluoxetin und ist ein AD der SSRI - Gruppe.
Truxal ist ein Neurolpetikum, warum Dir das verschrieben wurde, ist mir ein Rätsel, besonders nachdem Du das erste Mal und wegen Depression Rat gesucht hast.
komische Muskelzuckungen im Gesicht
Angst kann NW von beiden Medikamenten sein, allerdings unwillkürliche Grimassen (Dyskinesien) sind typische NW von NL wie Truxal.

Das ein Neurologe das nicht wissen will, zeugt von ausgesprochener Inkomptetenz, das findet man bereits in jedem veralteten Fachbuch... :evil:
Deanxit


Das ist der nächste Unsinn!
Bei NW sollt man die Meidkation überdenken, anstatt einfach das nächste Medikament zu verschreiben.
Deanxit ist ein Kombinationspräparat aus einem AD und einem NL, das in Deutschland gar nicht auf dem Markt ist.
Deanxit ist ein Kombinationspräparat, das ein trizyklisches Antidepressivum - Melitracen und ein (hochpotentes) Neuroleptikum - Flupentixol enthält. Präparate, die hochpotente NL (gegen psychotische Zustände wirkend) enthalten, sind als Mittel gegen Ängste und Depressionen mehr als fragwürdig.

Das die neue Ärztin gerade das beibehalten hat, ist mir unverständlich.
Vor einigen Wochen habe ich dann auch noch das Deanxit ausgeschlichen, meiner Meinung nach relativ rasch von zwei Tabletten innerhalb einer Woche auf 0 und gleichzeitig versuchte ich Wellbutrin einzuschleichen, was ich aber wieder nicht vertragen habe (Angstzustände).
Du hättest langsam ausschleichen sollen, innerhalb einer Woche ist viel zu schnell.

Hier haben wir Erfahrungen mit dem Absetzen von Deanxit: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 924#p42924

Gleichzeitig ein anderes Präparat einzuschleichen hat den Nachteil, daß man nicht weiß, ob man Absetzbeschwerden des letzten oder NW des nächsten Medikaments erlebt.
Wieso hat Deine Ärztin es mit Wellbutrin versucht? Das ist ebenfalls ein sehr umstrittenes Medikament.

Hier einiges darüber:

http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?p=22052#22052
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... ril#p24603
http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php ... trin#p9472

Jetzt bin ich seit ca. zwei Wochen ganz ohne Tabletten.... Das schlimme ist, dass jetzt meine Verdauung komplett streikt und ich mich die halben Tage wie erschlagen fühle. Kann das sein, dass es sich hierbei um Absetzsymptome handelt??
Mit großer Wahrscheinlichkeit, denn man sollte Psychopharamaka nicht aprupt absetzen. Manche Betroffenen vertragen es zwar ohne Probleme, besonders, wenn ein Folgepräparat verordnet wird, daß die Absetzbeschwerdn abfängt, aber viele haben Absetzbeschwerden, die sie in einigen Fällen lange Zeit aus der Bahn werfen.

An Deiner Stelle würde ich mir aber nicht allzugroße Sorgen machen, denn die Hauptübeltäter Paroxetin und Venlafaxin hast Du nicht genommen und sehr schlimme Verläufe sind zum Glück selten.

Hier info-Material über AD und Absetzen:

http://www.antidepressiva-absetzen.de/
Betroffene mit großen Absetzproblemen reduzieren in 10-5%-Schritten im Abstand mehrerer Wochen.
http://www.adfd.org/wissen/Problematik_ ... depressiva
http://www.adfd.org/wissen/SSRI-Absetzsyndrom
http://www.adfd.org/wissen/H%C3%A4ufig_ ... m_Absetzen

Manchmal ist es hilfreich, noch einmal das Präparat einzunehmen, das die Absetzbeschwerden verursacht, das würde ich aber bei diesem Durcheinander lieber nicht versuchen, zumal für Dein Befinden auch die schnellen Wechsel verantwortlich sind.

Normalerweise hätte Dir die Ärztin nach einer umfassenden Aufklärung über die Risiken von AD und NL ein einziges AD - Präparat verschreiben sollen für den Anfang, wenn überhaupt.

Nimmst Du noch Hormone?

Machst Du Psychotherapie? Dadurch hat man eine Chance, Gefühlsmuster, die zu einer Depression führen aufzudecken und gesünderes Verhalten zu erlernen.
Wenn Du willst, schreibe ich gerne mehr darüber.

Ich wünsche Dir alles Liebe :hug: :group:
Rundi
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Vielen vielen Dank für die raschen und ausführlichen Antworten... Es gibt mir Kraft nicht allein zu sein...
Aber irgendwie habe ich einfach den Halt in meinem Leben verloren...
Ich nehme keine Hormone mehr. Das Deanxit hat mir die neue Neurologin deshalb gelassen, weil das das einzige ohne schlimme Nebenwirkungen war. Das schnelle Ausschleichen war unter Anleitung der Selbigen...also auf ärztliche Anleitung. Das Truxal wurde mir wegen Schlafproblemen verschrieben. Obwohl die meiner Meinung nach von den Truxal nicht besser wurden - bin wie tot umgefallen und wie aus nem Koma wieder erwacht. Jetzt schlafe ich jeden Tag bis punkt fünf Uhr nicht länger, egal wann ich schlafen gehe. Das ist so komisch und ich fühle mich nie ausgeschlafen und fit. Ich kann mich kaum zu irgendwas aufraffen und wenn macht es mir wenig Freude. Zusätzlich hab ich glaub ich eine Essstörung - jedes Mal wenn ich was esse hab ich total schlechtes Gewissen das mich den ganzen Tag über plagt. Wenn mein Leidensdruck zu groß wird, verletze ich mich selbst...
Ich mache Gesprächstherpie bei meiner Neurologin (sie ist auch Psychotherapeutin), momentan geh ich noch zur Hypnotherapie und ich habe um einen Aufenthalt in einer Reha Klinik angesucht. Ich muss aus meinen "Loch" irgendwie raus... :cry:

LG blabla
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

Liebe blabla

Ich spüre enormen Druck bei Dir.

...doch mit Druck und Zwang wird niemand wieder gesund.
Bitte, wenn Du kannst, dann nimm Deine Situation zunächst einmal an WIE SIE IST.....denn sie ist ja schon DA und Widerstand macht es nicht angenehmer, sondern schwieriger, denn Deine Psyche , Deine Seele......sie wollen "hinterher" kommen...gib ihnen Zeit...die brauchen sie.

Ich weiss, das mag schwer zu verstehen sein und oberschwer das zu akzeptieren noch schwieriger es schlussendlich anzunehmen....aber Du hast keine Wahl......nicht jetzt nicht heute.....später.

Höre auf Deine innere Stimme, lerne ihr wieder zu vertrauen....und lass Deinen Verstand ein wenig "beiseite". Der labert eh nur oberschlau und meistens selbstverletztend dazwischen.

Es wird besser, es wird milder...es bleibt NICHT SO !!!

eine liebe Umarmung :hug:
schickt Dir
bewell <3
Das-kleine-Runde

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Liebe Blabla :) ,

Puhhhh, das sind einige Baustellen...

Eine Eßstörung äußert sich nicht nur durch schlechtes Gewissen. Ißt Du sehr wenig, erbrichst Du, ...?
Wann hast Du mit SVV begonnen, ist das erst in letzter Zeit?
Wenn diese Themen bei Dir im Vordergrund stehen, brauchst Du wahrscheinlich eine spezifische Therapie.
Das Truxal wurde mir wegen Schlafproblemen verschrieben. Obwohl die meiner Meinung nach von den Truxal nicht besser wurden - bin wie tot umgefallen und wie aus nem Koma wieder erwacht.
Das ist kein Wunder, Truxal hat mehr mit einer Narkose gemeinsam als mit erholsamen Schlaf...

Hast Du pflanzliche Schlafmittel probiert? Einige Menschen reagieren sehr gut auf Präparate, die Baldrian evtl. in Kombination mit Hopfen, Melisse und Passionsblume enthalten.
Realtiv neu sind Lavendelölkapseln, die angstlösend wirken sollen, ob sie für Dich nützlich sind, mußt Du ausprobieren.

Hast Du Entspannungstechniken ausprobiert, um etwas Druck abzubauen?
Hilfreich kann Yoga sein, autogenes Training, Progressive Muskelentsapnnung http://de.wikipedia.org/wiki/Progressiv ... ntspannung , Meditation.
Das wäre auch hinsichtlich körperlicher Beschwerden ein Ansatz. Kurse werden auch von der KK übernommen.

Hier einiges zu diesen Themen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6178
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6084

Vielleicht kannst Du Dich auch beim Sport auspowern, wenn Du körperlich wieder fit bist, aber sei vorsichtig in der Absetzphase, denn da kann zu intensiver Sport Syptome verstärken.

Vielleicht würde Dir der Austauch in einer Selbsthilfegruppe helfen, Dich weniger allein Deinem Erleben ausgeliefert zu fühlen. Hier in der Region gibt es eine Koordinationsstelle der SHG, bei Deiner Gemeinde oder Deiner KK erhältst Du sicher Adressen.
Bundesweit sind die EA und ähnlich gestaltete Gruppen zu finden: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6159

Liebe Grüße :group:
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

@bewell: du hast es richtig gesehen ich setze mich selbst unter enormen Druck. Ich weiß auch nicht, aber nichts was ich erreiche ist mir genug. Ich kann nicht dünn genug sein, ich kann nicht erfolgreich genug sein und auch im sportlichen Bereich gibts kein: das hast du gut gemacht!
Ich hatte bei der Arbeit irrsinnig wenig zu tun und ich bin acht Stunden da gesessen und habe mir Vorwürfe gemacht. Gleichzeitig habe ich in meiner Freizeit begonnen wie wild Sport zu betreiben. Im Oktober vorigen Jahres bin ich dann bei einem Marathon mitgelaufen. Danach kam der große Zusammenbruch, weil dann irgendwie mein letztes großes Ziel erreicht war. Es kam die totale Erschöpfung und ich konnte nicht mehr zur Arbeit. Danach begann mein selbstverletzendes Verhalten. Ich muss meinen Körper bestrafen, weil er nicht mehr so macht wie ich möchte. Meine Bauchschmerzen sind mit der Zeit immer häufiger geworden. Ich esse nur noch komplett gesund und habe selbst da ein plagende Gedanken und ich muss dann unbedingt wieder Sport machen sonst bilde ich mir ein jedes Essen ist zu viel...
Als ich noch zur Arbeit ging und in der Früh schon dieses Ohnmachtsgefühl da war, weil ich wusste dort wieder hingehen zu müssen, habe ich mir weh getan und ging dann hin. Ich mach mich selbst kaputt, weil ich mir einbilde funktionieren zu müssen...
Jetzt hab ich kaum noch Kraft für irgendwas, außer für Sport, der absolut zwanghaft ist...
Yoga möchte ich jetzt gerne ausprobieren und ich glaub ich hol mir morgen gleich wieder nen Termin für die Gesprächstherapie...die Hypnose ist zwar gut aber ich glaub das reicht bei mir nicht...

LG
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

Ui...... ja Du hast eine grosse Baustelle.

Warst Du Deiner Mama genug?
Hast Du genug Liebe und Aufmerksamkeit bekommen?
Hat deine Mutter sich selber auch lieb gehabt und das vorgelebt?

Liebes.....Du kannst lernen Dich selber gern zu haben und das auch zu leben.....bist Du bereit dazu?

Bist Du bereit zuzulassen?
Bist Du bereit loszulassen?
Bist Du bereit zu verzeihen...Dir und anderen??
Bist Du bereit gedanklich umzukehren?
Bist Du bereit dazuzulernen?

Bist Du bereit JA zum Leben zu sagen??

"Wenn der Schüler bereit ist, dann kommt sein Lehrer" :wink:

eine dicke Umarmung :hug:
von
bewell
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Ich hab schon immer viel Liebe von meiner Mutter bekommen...aber gleichzeitig war sie irgendwie ziemlich hart zu mir. Wenn ich irgendwie "falsch" gehandelt habe, kam es schon ab und zu vor dass ich eine anständige Ohrfeige bekam. Außerdem hat sie, wenn wir gestritten haben immer begonnen mich zu beschimpfen... Auch habe ich nie ihren Vorstellungen entsprochen. Ich bin eine eher sportlich maskuline (aber nicht arg, also auf keinen Fall ein "Mannsweib") Frau und sie wollte immer eine damenhafte, elegante Tochter... Und sie hat mir ständig gepredigt ich soll nicht zu viel essen, weil "noch" bin ich schlank, ABER wenn ich beim Essen nicht aufpasse DANN...
Mit sich selber und ihrem Leben war sie nie zufrieden und genau das hat sie mir vorgelebt...
Ich weiß nicht ob ich bereit bin mich selber zu akzeptieren und ja zum Leben zu sagen...Ich arbeite dran...
Ich sehne mich schon sehr nach Zuwendung, hatte mit meinen Beziehungen zu Männern auch Probleme, kann irgendwie niemanden an mich ran lassen. Als Jugendliche hatte ich ein paar unschöne Erfahrungen - wurde zu Sachen gedrängt die ich nicht wollte. Dann hatte ich erst mit 22 meine bis jetzte einzige "richtige" Beziehung. Diese dauerte 2 Jahre und seit dem läuft gar nichts mehr... Irgendwie block ich total ab, obwohl ich mich aber so nach Nähe sehne...
Ich glaub ich war in meinem ganzen Leben noch nie wirklich richtig glücklich... :cry: :cry:
Das-kleine-Runde

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Liebe Bla-Bla :) ,

ich denke, Du hast gute Ansätze für therapeutisches Arbeiten, das sind eine Menge Themen und Du schienst Dir zeimlich bewußt, was Deine Probleme verursacht haben kann.
Ich weiß nicht ob ich bereit bin mich selber zu akzeptieren und ja zum Leben zu sagen...Ich arbeite dran...


Das ist ein längerer Prozeß der Heilung, der nicht durch eine bewußte Entscheidung herbeigeführt werden kann, sondern Zeit und Aufmerksamkeit erfordert.
Dabei ist ein empathisches Gegenüber sehr wichtig, hast Du in Deiner Therapeutin gute Unterstützung?

Liebe Grüße :group:
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Ich denke schon, dass ich eine gute Therapeutin habe. Nur momentan habe ich keinen weiteren Termin, weil sie mir die Doppelbelastung (finanzieller Natur) von Hypnotherapie und Gesprächstherapie nicht antun wollte... Aber ich habe irgendwie absolut kein gutes Gefühl dabei, diese Therapie zu pausieren...
Und mein Problem ist, dass ich manche Sachen nicht gleich sagen kann. So wie das mit der SV... Ich hab irgendwie so Angst davor....
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

blabla987 hat geschrieben:Ich hab schon immer viel Liebe von meiner Mutter bekommen...aber gleichzeitig war sie irgendwie ziemlich hart zu mir. Wenn ich irgendwie "falsch" gehandelt habe, kam es schon ab und zu vor dass ich eine anständige Ohrfeige bekam.

Äh...sorry, DAS ist keine Liebe, sondern absolute Hilflosigkeit!!! :evil:


Außerdem hat sie, wenn wir gestritten haben immer begonnen mich zu beschimpfen... Auch habe ich nie ihren Vorstellungen entsprochen.

sorry, auch DAS hat nix mit Liebe zu tun. :wacko:

Ich bin eine eher sportlich maskuline (aber nicht arg, also auf keinen Fall ein "Mannsweib") Frau und sie wollte immer eine damenhafte, elegante Tochter... Und sie hat mir ständig gepredigt ich soll nicht zu viel essen, weil "noch" bin ich schlank, ABER wenn ich beim Essen nicht aufpasse DANN...

auch keine Liebe..sorry.

Mit sich selber und ihrem Leben war sie nie zufrieden und genau das hat sie mir vorgelebt...

nein auch weitergeben.....vielleicht konnte sie nicht ertragen, dass Du eine andere Chance hattest als sie? Neid, nennt man soetwas.
:?:

Ich weiß nicht ob ich bereit bin mich selber zu akzeptieren und ja zum Leben zu sagen...Ich arbeite dran...

GUT SO !! ...weitermachen...das wird schon, wenn Du nicht aufgibst!!


Ich sehne mich schon sehr nach Zuwendung, hatte mit meinen Beziehungen zu Männern auch Probleme, kann irgendwie niemanden an mich ran lassen.

darum soll es auch gar nicht gehen...das macht Angst, nicht wahr? Es geht darum, dass DU DICH selber an DICH ranlässt...kannst Du das verstehen?? :hug:

Als Jugendliche hatte ich ein paar unschöne Erfahrungen - wurde zu Sachen gedrängt die ich nicht wollte. Dann hatte ich erst mit 22 meine bis jetzte einzige "richtige" Beziehung. Diese dauerte 2 Jahre und seit dem läuft gar nichts mehr... Irgendwie block ich total ab, obwohl ich mich aber so nach Nähe sehne...

ja, verstehe ich gut.....diese Erlebnisse haben sich tief in Dir verankert....finde ZU DIR, dann findet die Liebe von Aussen DICH, ganz sicher!!

Ich glaub ich war in meinem ganzen Leben noch nie wirklich richtig glücklich... :cry: :cry:
DAS ist nun DIE Chance !!! Bleib dran und suche nicht im Aussen...es ist ALLES in Dir...auch wenn´s jetzt geschwallert klingen mag, sorry dafür, aber so ist es nun mal.
Du schaffst das, denn Du bist auf dem Weg...auf DEINEM Weg.....undd as ist wunderbar!! :group:

Love von <3
bewell
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Ich glaub schon dass sie mich liebt. Sie hat es nicht böse gemeint...Sie ist halt ein jähzorniger Mensch und ich bin sehr sensibel. Ist eine schlechte Mischung.
Das Blöde ist, dass ich sehr viel Zeit noch immer bei meinen Eltern verbringe, weil ich Angst vorm allein sein habe und meine Freunde haben viel zu tun und wenig Zeit.
Manchmal kommt mir vor ich bin einfach nicht lebensfähig...ich hab irgendwie noch nie mein eigenes Leben aufbauen können, was sicher auch mit meiner dominanten Mutter zusammenhängt die mich immer wieder "zurück holt" und ich bin so ein schwacher Mensch und lass mir das gefallen.
Ach manchmal möcht ich aus der Haut fahren! Ich bin so blöd... :frust:
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

blabla987 hat geschrieben:Ich glaub schon dass sie mich liebt. Sie hat es nicht böse gemeint...Sie ist halt ein jähzorniger Mensch und ich bin sehr sensibel. Ist eine schlechte Mischung.

ach Du Liebe.... :hug: wie schön, dass Du deine Mami verteidigst und beschützt...das tun wohl alle Kinder. Harmonie scheint sooo wichtig......sag, wie alt bist Du, wenn ich fragen darf? :roll:

Das Blöde ist, dass ich sehr viel Zeit noch immer bei meinen Eltern verbringe, weil ich Angst vorm allein sein habe und meine Freunde haben viel zu tun und wenig Zeit.

woher kommt diese Angst vorm Allein sein? was meinst Du?? Wer oder was hat Dir DAS beigebracht?


Manchmal kommt mir vor ich bin einfach nicht lebensfähig...ich hab irgendwie noch nie mein eigenes Leben aufbauen können, was sicher auch mit meiner dominanten Mutter zusammenhängt die mich immer wieder "zurück holt" und ich bin so ein schwacher Mensch und lass mir das gefallen.

Natürlich bist Du lebensfähig, ganz sicher sogar. Deine Mutter konnte Dich anscheinend nicht loslassen und nun kannst Du SIE nicht loslassen...ihr Beide scheint munter miteinander verstrickt zu sein. Einer kontrolliert, der andere lässt kontrollieren...meinste das könnte hinkommen? :?

Ach manchmal möcht ich aus der Haut fahren! Ich bin so blöd... :frust:
Du bist nicht blöd...ich glaube Du fühlst Dich nur relativ hilflos, weil Du nicht weisst, wei Du da raus kommst...das ist etwas anders als Blödheit...das ist schlichtweg Angst......Angst vor Veräbderung, Angst davor, Verantwortung zu übernehmen, Angst vor dem Loslassen, Angst vor dem Leben allgemein......

schimpf mit mir, wenn ich Dir zu nahe trete bitte. :sports:

Licht und Liebe <3
bewell
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Ich bin 27...aber nicht sehr erwachsen :( Das hab ich wohl auch der Fürsorge meiner Mutter zu verdanken...
Die Angst vor dem alleine sein - ja ist wohl auch von meiner Mutter :evil:
Und ich geb dir zu 100% recht ich habe PANISCHE Angst davor loszulassen... :cry:
Du trittst mir überhaupt nicht zu nahe! Du hast bis jetzt alles richtig gedeutet. Ich wünschte meine Mutter wäre so einfühlsam mit mir gewesen...Aber irgendwie hab ich immer ein total schlechtes Gewissen wenn ich so schlecht über sie schreibe, sie hat doch immer alles für mich gemacht... :wacko:
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

blabla987 hat geschrieben:Ich bin 27...aber nicht sehr erwachsen :( Das hab ich wohl auch der Fürsorge meiner Mutter zu verdanken...

ach Du...ich knuddel Dich mal... :hug: ...mit 27 war ich wahrscheinlich auch nicht sehr "erwachsen"..... :oops:
Du hast also noch seeeehr viel zeit...ich wurde erst mit 36 Mutter, zum Beispiel. :lol:

Die Angst vor dem alleine sein - ja ist wohl auch von meiner Mutter :evil:

mag sein...bleib mild mit ihr...ich bin sciher, sie gab ihr Bestes und ein schlechtes Gewissen nützt nun weder Dir oder ihr...oder ?


Meine Mutter war Alkoholikerin und trank auch während sie mit mir schwanger war.....das Baby nach mir war eine Totgeburt, wegen Alkohols. Ich konnte ihr verzeihen.....sie starb mit 45 Jahren.

Und ich geb dir zu 100% recht ich habe PANISCHE Angst davor loszulassen... :cry:

Das muss Du auch nicht hier und jetzt...vielleicht fängst Du erstmal gedanklich an, damit ein wenig zu spielen und zu experimentieren?? Wie wäre denn das für den Anfang? Ich helfe Dir gern, wenn Du magst.

Du trittst mir überhaupt nicht zu nahe! Du hast bis jetzt alles richtig gedeutet. Ich wünschte meine Mutter wäre so einfühlsam mit mir gewesen..

sie konnte wohl nicht, Liebes......aber weisst Du wer das jetzt übernehmen könnte ?? DU ! Sei einfühlsam zu DIR , MIT DIR und IN Dir!! DAS geht und kannst Du ebenfalls erlernen. DU bist Dein ganzes Leben lang mit DIR zusammen. Lerne Dich kennen...das ist ein spannendes Abenteuer und weniger schlimm und Angstbehaftet, wie Du Dir ausmalst! :hug:


.Aber irgendwie hab ich immer ein total schlechtes Gewissen wenn ich so schlecht über sie schreibe, sie hat doch immer alles für mich gemacht... :wacko:
Umarme sie innerlich und bedanke Dich auch bei ihr ( auch nur mental... :wink: ) Sie hat Dir das Leben geschenkt...ohne sie gäbe es Dich gar nicht...oder ? :)

Du kannst Dein schlechtes Gewissen loslassen....das wäre gut, meinst Du, Du bekommst das hin?

Und : Loslassen heisst nicht fallenlassen...bitte nicht verwechseln!
Loslassen heisst auch sich für eine eigene Freiheit zu entscheiden.


soviel von mir
Licht und Liebe <3
bewell
Das-kleine-Runde

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Liebe Blabla :) ,
blabla987 hat geschrieben:. Nur momentan habe ich keinen weiteren Termin, weil sie mir die Doppelbelastung (finanzieller Natur) von Hypnotherapie und Gesprächstherapie nicht antun wollte... Aber ich habe irgendwie absolut kein gutes Gefühl dabei, diese Therapie zu pausieren...
Und mein Problem ist, dass ich manche Sachen nicht gleich sagen kann. So wie das mit der SV... Ich hab irgendwie so Angst davor....
Eigentlich würden sich beide Varianten gut ergänzen...
Ich finde, Du solltest auf alle Fälle weitermachen mit regelmäßiger Therapie, denn ich glaube, um diese Probleme mit Deiner Mutter lösen zu können, brauchst du eine tragfähige therapeutische Beziehung.
Was Du erzählst und was nicht, ist Deine Entscheidung. Manches spricht man erst aus, wenn eine Therapie schon eine ganze Weile läuft, ein empathischer Therapeut sollte dafür Verständnis haben.
Ich habe z.B. einige Dinge bei meinem letzten Therapeuten ausgeklammert, weil ich wußte, da gehen die Wertvorstellungen zu weit auseinander. Wenn das nicht sehr zentrale Themen sind, ist das kein Hindernis.

Und Du brauchst Deiner Mutter gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben, das steht Deiner Gesundung im Weg.
Um diese Beziehung aufarbeiten zu können, mußt Du Deine negativen Gefühle zulassen, ich nehme an, die sind Wut, Zorn, Schmerz, Aggression und Ablehnung, die Du Deiner Mutter gegenüber empfindest und Du hast alles Recht dazu.

Und auch wenn Du Angst vor dem Allein-Sein hast, mußt Du vielleicht sehr viel Abstand zu Deiner Familie finden, bis Du in der Therapie dort stark und erwachsen geworden bist, wo Deiner Mutter Dich nicht Du-Selbst sein ließ.

Kennst Du die Bücher von Alice Miller? (Das Drama des begabten Kindes, Am Anfang war Erziehung, Du sollst nicht merken - wären ein Einstieg)
Die haben mir sehr geholfen, als ich begonnen hab, mich mit meiner Familiengeschichte zu beschäftigen.


Liebe Grüße :group:
blabla987
Beiträge: 28
Registriert: 04.06.2011 20:36

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von blabla987 »

Ich habe mir bereits wieder einen Termin bei meiner Therapeutin geben lassen. Ich merke schon, dass ich ohne momentan nicht weiter komme...
Heute ist die Bewilligung für meinen Reha Aufenthalt gekommen - und jetzt kommt es: der nächste freie Termin ist im Jänner!! Hab schon meine Ärztin jetzt um Hilfe gebeten und sie wird sich morgen bei mir melden. Das ist ein Witz! Und was soll ich bis jänner machen?!? Ich schaffs ja nicht mal zu arbeiten...
Ich glaub wenn es nicht früher geht geh ich einfach stationär in irgendeine Klinik. Was meint ihr dazu?
Von Alice Miller hab ich das Drama des begabten Kindes gelesen. Vielleicht sollte ich die anderen auch noch lesen. Aber sie hat ja schon viel harmlosere Sachen als negativ prägend beschrieben... Da is es ja bei mir kein Wunder ;)
Aber ich denk mir halt sie ist irgendwie immer für mich da gewesen... Ach ich weiß auch nicht...
Das lustige ist, dass ich letztens mit ihr über Gewalt gegenüber Kindern gesprochen habe - und sie meinte: jegliche Gewalt gegenüber Kindern ist verwerflich!
Hmmmm kann sie sich da an etwas nicht erinnern?? Oder vielleicht sind ohrfeigen und Beschimpfungen in ihren Augen einfach keine Gewalt?
Lg
Das-kleine-Runde

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Liebe Blabla :) ,
Ich glaub wenn es nicht früher geht geh ich einfach stationär in irgendeine Klinik. Was meint ihr dazu?
Ich würde mich sehr genau informieren, was in den in Frage kommenden Kliniken angeboten wird, denn oft läuft es auf überwiegend medikamentöse "Behandlung" hinaus und das therapeutische Angebot ist nicht unbedingt hochwertig. Das wäre eher kontraproduktiv.
Ich würde jedenfalls klären, ob ein Aufenthalt ohne Medikation oder mit Präparaten, die für Dich akzeptabel sind, möglich ist, dann siehst Du weiter.
Vielleicht kann Deine Ärztin auch etwas Druck bei der Reha-Einrichtung machen, Dir, falls möglich, einen früheren Termin anzubieten.

Überbrückend kann Dir doch die ambulante Thearpie auch ein Stück weiterhelfen.
Aber ich denk mir halt sie ist irgendwie immer für mich da gewesen... Ach ich weiß auch nicht...
Das lustige ist, dass ich letztens mit ihr über Gewalt gegenüber Kindern gesprochen habe - und sie meinte: jegliche Gewalt gegenüber Kindern ist verwerflich!
Hmmmm kann sie sich da an etwas nicht erinnern?? Oder vielleicht sind ohrfeigen und Beschimpfungen in ihren Augen einfach keine Gewalt?
Puhhh, ambivalente Sache...

Liebe Grüße :group:
bewell

Re: Es wird einfach nicht besser

Beitrag von bewell »

Aber ich denk mir halt sie ist irgendwie immer für mich da gewesen... Ach ich weiß auch nicht...
Das lustige ist, dass ich letztens mit ihr über Gewalt gegenüber Kindern gesprochen habe - und sie meinte: jegliche Gewalt gegenüber Kindern ist verwerflich!
Hmmmm kann sie sich da an etwas nicht erinnern?? Oder vielleicht sind ohrfeigen und Beschimpfungen in ihren Augen einfach keine Gewalt?


Wir alle haben nur EINE Mutter...und diese wollen wir lieben !!

Selbst wenn sie "böse" war oder noch ist. Kinder beschützen oft ihre Eltern und Eltern "vergessen und verdrängen" schnell, was sie taten oder ihren Kindern zumuteten. mein vater steckte mich 6 Jahre lang in ein Heim.....und erzählte mir anschliessend, wie ich bitteschön MEINE Tochter zu erziehen hätte und wusste anscheinend immer, WAS Kinder bräuchten. :wacko:

Ich hätte ihn manchmal anschreien können, so sauer hat er mich damit gemacht...hatte er vergesssen ,wie sehr ich IHN brauchte und daß er mich 7 Jahre lang im Heim schmoren liess? :evil:

Ich lernte ihm zu verzeihen...egal, ob er sich nun daran erinnerte oder eben auch nicht.
DAS liess mich ruhiger werden und ihn auch wieder so lieben wie er nun mal war.

Liebe Deine Mutter sie wie sie ist und war...aber lerne ihr, DEINE Grenzen aufzuzeigen...auch SIE darf dazulernen!

LG
bewell <3
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