Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
sweetoison
Beiträge: 2
Registriert: 08.03.2011 20:33

Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Beitrag von sweetoison »

Hallo Ihr!!

Ich bin fast 30 Jahre alt und weiblich und habe vor einigen Monaten endlcih meine ADs abgesetzt *stolzbin* und so langsam kommen die ursprünglichen Probleme zum Vorschein. Ich suche städnig nach Liebe udn Anerkennung. Hauptsächlcih von Männern. Mein Vater kann mcih nicht leiden. Früher hatte ich ständig Stress mit ihm. Aber es wird immer schlimmer. Nie kontne er mich in den Arm nehmen, nie hat er was positives an mir gesehen. Nie hat er mich getröstet, mir Liebe entgegengebracht. Deswegen kann ich mich selbst nicht anerkennen. Denn wenn dies selbst ein Vater nicht kann, dann muss man wirklcih unliebenswert sein..
Daher suche ich mir ständig Männer. Die mcih natürlcih auch nicht annähernd lieben können - wie auch? denn erstens suche ich mir ja immer Männer, die meinem Vater ähnlcih sind (Tyrannen), zweitens merken die Männer ja, dass sie mit mir spielen können und drittens, wenn es jemand ernst mit mir meint, denke ich immer, der will mich nur verarschen.
Dies ganze wurd mir im übrigen erst nach Absetzen der Medikamente klar (schon komisch oder?)

Ich muss leider noch bis Juli auf meinen Therapieplatz warten.. :(


Ich wäre froh um jeden Tipp, da ich echt nicht weiter weiß. Denn wie soll ich mich selbst lieben? Außerdem will ich doch, dass mein Vater mich liebt. Oder wer anders und vielleicht kann ich mich dann lieben. Aber keiner liebt mich :(


Viele Grüße
Das-kleine-Runde

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Sweetoison :) ,

herzlich Willkommen :) !
ADs abgesetzt
Das ist schön!!! :)
Dies ganze wurd mir im übrigen erst nach Absetzen der Medikamente klar (schon komisch oder?)


Mir ging es ähnlich... Unter Fluctin waren meine Gefühle dermaßen betäubt, daß ich gar nicht an meiner seelischen Problematik arbeiten konnte.
Die Trennung, derentwegen ich Fluctin verordnet bekommen hatte, konnte ich gefühlsmäßig erst anch 10 Jahren nach dem Absetzen verarbeiten...
Ebenso meine Kindheit...

ZumThema "lieblose Kindheit" finde ich die Bücher von Alice Miller sehr hilfreich.

Hier im Forum geht es sehr viel um Probleme mit Medikamenten, deswegen hier zwei Links, falls Du zu wenig Feedback bekommen solltest:

http://depri.ch/
http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/

Bestimmt kannst du mit Deinen Erfahrungen andere unterstützen.
Erstell einfach im entsprechenden Unterforum einen eigenen Thread.

Liebe Grüße :group:
sweetoison
Beiträge: 2
Registriert: 08.03.2011 20:33

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Beitrag von sweetoison »

Danke für deine Antwort!!

Leider habe ich mich bei Depri.ch sehr unwohl gefühlt, weil man dort ständig nur den Spruch bekommen habe "nehm Medikamente" bzw. "geh in Therapie". Dort macht man sich nicht sonderlich viele Freunde, wenn man auf MEdis verzichten will bzw. diese kritisch sieht..
Deswegen habe ich hier mal geschrieben..
Das-kleine-Runde

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Sweetoison :) ,

Was Du beschreibst, ist mir bekannt... :wink: :) :lol:
Gelegentlich findest man auch verständnisvolle Mitmenschen, ist aber vielleicht eher die Ausnahme...
Berichte doch mal ein bißchen über Deine Erfahrungen mit Medikamenten.

Liebe Grüße :group:
Azurjungfer
Beiträge: 3
Registriert: 18.05.2011 23:13

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Beitrag von Azurjungfer »

Hallo Sweetoison,
eine Lösung für Dein Problem habe ich natürlich nicht, aber einen Buchtip (neben den schon erwähnten Büchern von Alice Miller). Es ist von: Josef Giger-Bütler: "Sie haben es doch gut gemeint" Depression und Familie. Beltz Verlag, Weinheim, Basel 2003. Ich habe es gerade erst entdeckt und zur Hälfte gelesen und bin von den Socken, wie gut ich da meine Kindheit beschrieben finde. Er bespricht auch verschiedene Variationen von schwierigen Beziehungen zum Vater, die - in einer bestimmten Familienkonstellation - zu depressiven Verhaltensmustern führen können. Und er legt dar, was diese Situation in der Familie (es ist ja nicht nur die Beziehuhng zum Vater) mit einem macht - und das ist ja noch viel mehr als das Gefühl "keiner liebt mich" und viel mehr als "erlernte Hilflosigkeit" oder was Psychologen sonst noch so für Teilaspekte herausgreifen. Ehrlich gesagt habe ich beim Lesen über weite Strecken Rotz und Wasser geheult, weil ich zum ersten mal meine eigene Situation so genau und so ehrlich beschrieben gefunden habe und nie gedacht hätte, dass es anderen Menschen auch so geht.
Der Autor hat noch zwei weitere Bücher geschrieben ("Endlich Frei" Schritte aus der Depression. und »Jetzt geht es um mich« Die Depression besiegen - Anleitung zur Selbsthilfe), in denen es vor allem um Auswege aus der Depression geht. Nach schnellem Überfliegen kann ich natürlich noch nicht sagen, ob seine Hinweise was taugen. Ganz kurz zusammengefasst würde ich sagen, es geht darum, wie man dazu kommen kann, sich selbst zu lieben - obwohl man vorenthaltende Liebe aus der Kindheit natürlich nicht ersetzen oder nachholen kann. Das ist schwierig, wie der Autor auch immer wieder betont, aber möglich.
Ich werde auf jeden Fall weiterlesen ... vielleicht kannst Du in diesen Büchern ja auch was Erhellendes finden.
Liebe Grüße, Azurjungfer
Habe nie AD genommen und bin auch heilfroh darüber!! Mir wude aber mal von einer Therapeutin (ausgerechnet einer Heilpraktikerin für Psychotherapie!) sehr dazu geraten, welche zu nehmen. Mir war gleich klar, dass ich das nicht tun würde, fand aber, als ich mich näher darüber informieren wollte, nur Unmengen von Werbung für ADs. War dann wiederum heilfroh, als ich dieses Forum hier gefunden hatte, das mir den Rücken stärkt. Es ist ja schon blöd genug, depressiv zu sein, aber dass so dermaßen viel Desinformation darüber verbreitet wird und so wenig sinnvolles, das einem weiterhelfen könnte, macht es wirklich schlimm.
Das-kleine-Runde

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Azurjungfer :) ,

herzlich Willkommen :) !

Um Dich vorzustellen, eröffne bitte einen eigenen Thread.

Liebe Grüße :group:
Gesperrt