Hallo ina.
Willkommen in inserem schnuckligen Forum

Ich nehme der Linda jetzt einfach mal ein bisschen Arbeit weg:
ina hat geschrieben:
Gibt es eigentlich Dir bekannte andere Methoden den Serotoninspiegel im Körper zu erhöhen, weil dies bei den meisten Depressionen ja das größte Problem ist. Was hälst Du von Johanniskrautpräparaten?
So ganz einfach ist das mit dem Serotoninspiegel und den Depressionen leider nicht - es besteht aber definitv ein Zusammenhang.

Generell ist es eine gute Idee auf eine regelmäíge Lebensweise, ausgewogene Ernährung, und genug Bewegung zu achten, die Standards halt.

Omega3 Fettsäuren (Fisch) sind sehr gut für Depressive

Morgens eine reife Banane.

Es gibt von Carol Hart ein Buch: "Secrets of Serotonin", wo sehr schön beschrieben ist, für was Serotonin alles zuständig ist, und wie man sich "Serotoninfreundlich" ernähren kann, gibt's bei Amazon, leider nur auf englisch glaube ich.

Johanniskraut ist wohl auch hilfreich, sollte aber in ausreichender Dosierung aus der Apotheke sein (die Drogerieprodukte sind zu Niederdosiert) Es hat aber auch Neben- und Wechselwirkungen: es mach sonnenempfindlicher und schwächt die Wirkung oraler Kontrazeptiva ... ähhh der Pille ab.

Ausdauersport hat sich langfristig als mindestens genau so effektiv gezeigt wie Antidepressiva (ist aber auch anstrengender

und wohl für jemanden der richtig drinhängt aus eigenem Antrieb nicht denkbar)
ina hat geschrieben:
Welches SSRI hat eigentlich die längste Halbwertzeit, ist also am leichtesten abzusetzen?
Prozac (bei uns Fluctin) hat die längste Halbwertszeit, aber auch da gibt es Menschen die Probleme beim Absetzen bekommen. Paroxetin und Trevilor haben die kürzeste Halbwertszeit.
ina hat geschrieben:
Gibt es ein trizyklisches Antidepressivum, dass hauptsächlich den Serotoninspiegel erhöht, wie die SSRI?
Trizyklika wirken, glaube ich auf den Noradrenalinhaushalt, weiß ich jetzt aber nicht so genau, auf jeden Fall wirken sie mindestens genau so gut, wenn nicht besser als SSRIs und es gibt auch viel längere Erfahrungen damit. Es stimm auch nicht, daß man von Trizyklika mehr Nebenwirkungen bekommt sondern andere als von SSRIs
ina hat geschrieben:
Das größte Problem, dass wir wohl haben ist, dass die Ärzte heutzutage den Patienten nicht ausreichend informieren oder informieren wollen, weil die Zeit fehlt sich mit dem Patienten auseinander zu setzen.
Yep.
ina hat geschrieben:
Ich finde es super, wie Du Dich hier einsetzt, einfach großartig!!!
Dem kann ich mich voll und ganz anschliessen
Tschüss
Oliver