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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


2.Tag remergil: wie betäubt. ABSETZEN ?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Maja
Beiträge: 25
Registriert: 21.07.2004 12:10

2.Tag remergil: wie betäubt. ABSETZEN ?

Beitrag von Maja »

hallo,
nach nur zweimal 15 mg remergil bin ich völlig betäubt, und das den ganzen tag über :shock:
kann den ganzen tag nur schlafen und gehe wie auf wolken !
das ist kein zustand so.
ich kann nicht mal mit dem hund gassi.
kann ich nach zweimaliger gabe jetzt noch komplett absetzen oder muss ich es ausschleichen.
mein neurologe meint, es gäbe höchstens noch clomipramin gegen diese zwangsgedanken.
ich habe angst, überhaupt noch was zu nehmen - andererseits habe ich angst, dass sich das alles zuspitzt ganz ohne medikamente... (angst, depression, zwangsimpulse )
Oliver
Gründer
Beiträge: 11072
Registriert: 10.10.2003 23:58
Hat sich bedankt: 713 Mal
Danksagung erhalten: 420 Mal

Beitrag von Oliver »

Was soll ich sagen Maja ... es ist ein Glücksspiel .... kann sein, dass das Medikament irgendwann anschlägt und bewirkt was es soll - kann sein, dass es alles nur noch schlimmer macht. Die Frage ist: hast Du Vertrauen in Deinen Arzt, hast Du Vertrauen in die Medikamente?!

Mach Dich selber schlau: Lies ein wenig über die Geschichte der Psychopharmaka und der Behandlung von psychischen Krankheiten und schau dann, ob Du noch Vertrauen in die derzeitigen Behandlungsmethoden hast.

Alles Gute
Oliver
MorkvomOrk
Beiträge: 20
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Beitrag von MorkvomOrk »

Mein Gott, was erwartest Du? ... zwei Tage a 15 mg ... soll mit einem Schlag alles zum Guten verändert sein? Und was willstn da ausschleichen?? Hast ja noch nicht mal damit begonnen richtig? Also soooo dramatisch ist es nun auch wieder nicht, als dass man von zwei Tabletten schon kaum mehr weg kommt von dem zeug. Wenn man sich für Medis entscheidet, dann sollte man auch ein bisschen Vertrauen daran mitbringen bzw. auch dem Arzt gegenüber. Das sind ja auch keine Deppen ... und wenn die ein oder andere Nebenwirkung anfangs auftritt, dann solte man nicht gleich die Brocken hinschmeißen ... das zeigt meines Erachten nur, wie unzufrieden man mit allem und jedem ist ... auch in anderen Lebensbereichen ... vielleicht sollte man daran mal ein bisschen arbeiten ...

Nix für ungut.Viele Grüße,
der Mork
Life is good ... with Placebo !
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Maja, :)
als ich mit Paroxetin anfing, lag ich fast 14 Tage nur im Bett um die Nebenwirkungen irgendwie auszuhalten. :sick: Aber ich hatte meine Hoffnung so auf das Paroxetin aufgebaut, dass ich da einfach durchmußte. Hätte ich allerdings damals schon gewußt was damit auf mich zukommt hätte ich es abgesetzt oder niemals genommen. Ich hätte mir dann ohne Medikamente einfach eine Auszeit genommen und meinen Körper die Gelegenheit gegeben sich auf seine Selbsheilungskräfte zu besinnen. Wenn ich mir die Ruhe einfach so ohne Medikamente gegönnt hätte wär es mir sicher auch besser gegangen.
Das mußt Du selbst entscheiden, wenn Du das Remergil als eine Chance siehst, mußt Du da die ersten Tage durch.
Aber eine Heilung können diese Medikamente nicht bringen, es ist nur ein Aufschub. Bei mir war es so, dass ich gegen meine Ängste schon vorher ohne Medikamente angegangen bin und damit gelernt habe zu leben.
Das einzige das hilft ist sich Ihnen zu stellen und nicht davonzulaufen.
Ich kenne das auch , dass man vor Angst nicht aus dem Haus kann. Kannst ja mal einen meiner früheren Beiträge lesen. Ich hab mich dem ganz bewußt gestellt und Schritt für Schritt meine Freiheit erkämpft.
Das ist das einzige das hilft. Ich habe seit 3 Jahren keine Panikattacken mehr gehabt und auch meine Ängste habe ich im Griff.
Nur um Dir ein Beispiel zu nennen, ich bin letztes Jahr in Urlaub geflogen, dabei hatte ich immer panische Angst vorm Fliegen. Ich hatte meine Angst so im Griff, dass sie sich fast nicht bemerkbar machte, ich habe den Flug so genossen, dass ich auf dem Heimflug einen Fensterplatz belegt um ja alles zu sehen. Diese Woche habe ich wieder einen Flug gebucht, und darauf freue ich mich schon sehr. Negative Gedanken oder Ängste lasse ich einfach nicht zu, die blocke ich schon vorher ab.
Das kann man alles lernen, es ist natürlich nicht leicht aber es lohnt sich.
Das Paroxetin habe ich damals eigentlich nur genommen, um meine ständigen Depressionen zu bekämpfen.
Daran arbeite ich jetzt gerade, zu lernen , damit zu leben.
Sicherlich wirst Du jetzt denken, ist ja ganz Nett, was die schreibt!
So habe ich früher auch gedacht, die haben ja keine Ahnung, was ich durchmache! :x
Doch habe ich schon, man stirbt nicht daran und es macht einen nur stärker. :roll:
Das ist meine Erfahrung, und das können keine Medikamente leisten, sie können einen nur unterstützen.

Aber das mußt Du selbst entscheiden, welchen Weg Du gehst.

Lieben Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Remergil ist dafür bekannt dass es einige Leute die erste Zeit "ausknocked". Oft legt sich das mit der Zeit. Eine gewisse Sedierung kann aber bleiben. Einige setzen es auch ab weil sie die ersten Wochen so nicht durchstehen können.
Maja
Beiträge: 25
Registriert: 21.07.2004 12:10

Beitrag von Maja »

Habe das Remergil nach zwei Tagen mit 15 mg abgebrochen.
Der Neurologe hat mir jetzt Doxepin verschrieben.
Ich würde es auch sehr gerne ohne M. schaffen, aber das Problem sind weniger die Ängste, als vielmehr die depressiven Gedanken :?
Da ich auch noch den Zwangsgedanken habe, ich könnte mir etwas antun, habe ich Angst, dass mich die Depression eben doch "umbringt".
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Maja, :)

dieses Doxepin hab ich vor Jahren auch mal bekommen. Außer einer massiven Gewichtszunahme hat es mir nicht viel gebracht. Ich war nicht mehr zu bremsen, beim Essen von Süßigkeiten! Nachdem ich innerhalb von ein paar Wochen 10kg zugelegt hatte , habe ich die Medikamente wieder ausgeschlichen. Ein zweiter Versuch ein paar Jahre später verlief genauso! Die ersten Tage damit ist man auch wie betäubt, mir ging es jedenfalls so damit. Muß ja bei Dir nicht so sein, vielleicht hilft es Dir ja.
Aber sicher nicht, wenn Du es nach zwei Tagen gleich wieder absetzt, wenn Du Dich schon dafür entschieden hast Medikamente zu nehmen, solltest Du das auch mal durchziehen!
Diese Medikamente haben nun mal enorme Nebenwirkungen , vor allem bei Beginn der Behandlung. Das legt sich aber meist mit der Zeit.
Mir hat mal ein Arzt gesagt, je heftiger die Nebenwirkungen am Anfang um so besser sei später die Wirkung. Ob was dran ist! Ich weiß es nicht!

lieben Gruß Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Stipe

Beitrag von Stipe »

Ich kann MorkvomOrk nur zustimmen. Hoffe du nimmst es auch nur, weil es wirklich notwendig ist. Jedem gehts mal schlecht ;)

Und wie betäubt ist normal, da sich der Körper erst darauf einstellen muss. Bei mir wars mit Amitriptylin genauso, bin in der Schule selbst eingeschlafen, so krass wars bei mir nie. Dann ging das nachner Woche weg und ich konnte sehr gut schlafen, fragt sich nur, ob der schnelle Schlaf auch so erholend gewesen ist. Naja bin eh gegen dämpfende Antidepressiva, denn meiner Meinung nach nehmen sie Lebensqualität anstatt sie zu geben... probier mal SSRI.
Gesperrt