Hallo!
Ich habe eine Angsterkrankung, mit zeitweise auftretenden Panikattacken.
Scheinbar steckt inzwischen auch eine Depression dahinter.
Vom Hausarzt habe ich Insidon verschrieben bekommen (2x50mg),
welches ich von Montag bis Mittwoch genommen habe,
also etwas über eine Woche lang.
Ich wurde zum Psychater überwiesen, welcher mir eine Verhaltenstherapie
und ein anderes Medikament namens Cipralex verordnet hat,
da es besser und schneller wirken soll. Dieses nehme ich nun seit Donnerstag (1x10mg).
Eigentlich bin ich nicht so begeistert über die Medikamenteneinnahme,
im Moment scheint es aber nicht ohne zu gehen.
Nun habe ich über Insidon gelesen, dass es ein eher „harmloses“ Medikament sei.
Über Cipralex las ich nun aber, dass es mit dem Absetzen zu Problemen kommen kann
und man es sehr lange ausschleichen muss, wobei es durchaus zu einer Absetzsymptomatik kommen kann, was bei Insidon nicht der Fall ist?
Ich bin nun verunsichert, ob ich nicht doch lieber wieder Insidon nehme,
um nicht irgendwann mit neuen Problemen kämpfen zu müssen.
Kann ich das Cipralex nach so kurzer Zeit abrupt absetzen und wieder Insidon nehmen?
Dazu hätte ich gerne Meinungen, Erfahrungen.
Ich frage mich eben auch, welches Medikament das kleinere übel ist?
Vielen Dank
Kai
Cipralex oder Insidon
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Linda
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Hallo Kai,
zum Vorgehen beim Absetzen lese bitte unser Infopaket auf der Hauptseite http://www.adfd.org/Infopaket.doc
SSRI (dazu gehört auch Cipralex) können schon nach ein paar Tagen Entzugserscheinungen auslösen - gehe also lieber etwas vorsichtig vor.
Du schreibst "scheinbar steckt inzwischen eine Depression dahinter". Kannst Du das näher erklären?
Linda
zum Vorgehen beim Absetzen lese bitte unser Infopaket auf der Hauptseite http://www.adfd.org/Infopaket.doc
SSRI (dazu gehört auch Cipralex) können schon nach ein paar Tagen Entzugserscheinungen auslösen - gehe also lieber etwas vorsichtig vor.
Du schreibst "scheinbar steckt inzwischen eine Depression dahinter". Kannst Du das näher erklären?
Linda
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Oliver
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Hallo Freaklin.
Bei mir haben 14 Tage gereicht - sag niemals nie.
Oliver
Bei mir haben 14 Tage gereicht - sag niemals nie.
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss 
Wenn es um Probleme direkt mit Entscheidungen des Teams geht, dann wende Dich bitte per PN oder mail ( forenmaster@adfd.org) an mich.
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Linda
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Hallo Freaklin,
eine einmalige Dosis von Psychopharmaka kann ausreichen, um den Körper so beinflussen, dass man die (negative) Wirkung eine ganze Weile sehr deutlich spürt:
Dazu Healy aus "Let them Eat Prozac" (sorry, dass ich keine Zeit habe, diesen Abschnitt ins Deutsche zu übersetzen, vielleicht mag jemand aushelfen:) - ganz kurz, eine Psychiaterin, die als Kontrollperson in einem Versuch teilgenommen hatte, litt über eine Woche lang an schwerwiegenden Symptomen, nachdem sie nur eine Dosis des untersuchten Medikaments eingenommen hatte.
((Healthy volunteer reactions))
Gwen Jones Edwards, a consultant psychiatrist, became retless and unsettled. The drug transformed her skin and posture so that she looked like a “schizophrenic”. She felt everthing was an effort one minute and then experienced waves of restlessness the next. One minute she would be okay doing something, and the next minute she was paralysed. And it kept on gong. A week after taking just one pill, she was still feeling strange, and at several points during the week she became suicidal. Gwen later described her experiences on the national UK radio programme All in the Mind, and wrote an article for a patient magazine describing the experience very vividly. She sent the first version of the article to the journal Human Psychopharmacology, but the reviewer dismissed this subject as neurotic, arguing that reactions this long after a single dose were not possible. However, I had correspondence from Meron Sandler, a professor of chemical pathology and one of the early psychopharmacology pioneers, who in the late 1950s had suffered adverse effects from a single dose of reserpine for four weeks. It made him paranoid and belligerent. So Gwen’s reactions were not unusual. What was interesting was how the field had forgotten that reactions like this, lasting as long as this, could indeed happen after one-time use of psychotropic drugs.”
Jeder reagiert anders - es ist nicht ratsam, nur von sich selbst ausgehen.
Linda
eine einmalige Dosis von Psychopharmaka kann ausreichen, um den Körper so beinflussen, dass man die (negative) Wirkung eine ganze Weile sehr deutlich spürt:
Dazu Healy aus "Let them Eat Prozac" (sorry, dass ich keine Zeit habe, diesen Abschnitt ins Deutsche zu übersetzen, vielleicht mag jemand aushelfen:) - ganz kurz, eine Psychiaterin, die als Kontrollperson in einem Versuch teilgenommen hatte, litt über eine Woche lang an schwerwiegenden Symptomen, nachdem sie nur eine Dosis des untersuchten Medikaments eingenommen hatte.
((Healthy volunteer reactions))
Gwen Jones Edwards, a consultant psychiatrist, became retless and unsettled. The drug transformed her skin and posture so that she looked like a “schizophrenic”. She felt everthing was an effort one minute and then experienced waves of restlessness the next. One minute she would be okay doing something, and the next minute she was paralysed. And it kept on gong. A week after taking just one pill, she was still feeling strange, and at several points during the week she became suicidal. Gwen later described her experiences on the national UK radio programme All in the Mind, and wrote an article for a patient magazine describing the experience very vividly. She sent the first version of the article to the journal Human Psychopharmacology, but the reviewer dismissed this subject as neurotic, arguing that reactions this long after a single dose were not possible. However, I had correspondence from Meron Sandler, a professor of chemical pathology and one of the early psychopharmacology pioneers, who in the late 1950s had suffered adverse effects from a single dose of reserpine for four weeks. It made him paranoid and belligerent. So Gwen’s reactions were not unusual. What was interesting was how the field had forgotten that reactions like this, lasting as long as this, could indeed happen after one-time use of psychotropic drugs.”
Jeder reagiert anders - es ist nicht ratsam, nur von sich selbst ausgehen.
Linda
Moin,
bin zwar neu hier, aber in Sachen Medikamente, "Schwerpunkt" Psycho-
pharma habe ich schon allerlei Erfahrung, also:
Ich finde, wenn man in Sachen Psychopharmaka noch keine Erfahrung
hat, und die Erkrankung mit Schwerpunkt "Angstzuständen" vorliegt,
finde ich Opipramol (also Insidon) ist ein guter Anfang, da dieser
Wirkstoff bisher bei mir am wenigstens Nebenwirkungen verursacht
hat, bzw. bis keine - außer am Anfang leiche Müdigkeit und Mund-
trockenheit.
Ich habe Opipramol über ein halbes Jahr hinweg genommen, und es
hat auch geholfen, bis ich es abgesetzt hatte, da ich auch nicht dauerhaft
Medikamente nehmen wollte.
Da es aber allen Anschein nach so nicht funktioniert hat, bin ich dann
später wieder zum Psychiater gegangen, und diesesmal habe ich
nach Einnahme von Doxepin über längere Zeit hinweg (dies sedierte
mich allerdings zu sehr) ebenfalls "Citalopram" bekommen, was
sehr gut gegen Depressionen geholfen hat, allerdings meiner Meinung
nach nicht so sehr gegen Angstzustände / soziale Phobien.
Im Gegenteil, mich hat das Citalopram zu nervös gemacht, hinzu kam
noch das ich (mal wieder) einen Entzug gemacht habe von Diazepam,
allerlei anderen Benzos und Codein.
Als dann die Absetzsymptome vom Diazepam und Codein vorbei waren,
die Nervosität und Angst allerdings noch vorhanden war, habe ich
vom Arzt zum Citalopram noch Promthazin verordnet bekommen,
ein niederpotentes Neurolpetikum, mit dieser Kombination komme ich
jetzt ganz gut klar.
Also als Anfang halte ich Opipramol (Insidon) für gar nicht mal so
verkehrt.
Grüße
bin zwar neu hier, aber in Sachen Medikamente, "Schwerpunkt" Psycho-
pharma habe ich schon allerlei Erfahrung, also:
Ich finde, wenn man in Sachen Psychopharmaka noch keine Erfahrung
hat, und die Erkrankung mit Schwerpunkt "Angstzuständen" vorliegt,
finde ich Opipramol (also Insidon) ist ein guter Anfang, da dieser
Wirkstoff bisher bei mir am wenigstens Nebenwirkungen verursacht
hat, bzw. bis keine - außer am Anfang leiche Müdigkeit und Mund-
trockenheit.
Ich habe Opipramol über ein halbes Jahr hinweg genommen, und es
hat auch geholfen, bis ich es abgesetzt hatte, da ich auch nicht dauerhaft
Medikamente nehmen wollte.
Da es aber allen Anschein nach so nicht funktioniert hat, bin ich dann
später wieder zum Psychiater gegangen, und diesesmal habe ich
nach Einnahme von Doxepin über längere Zeit hinweg (dies sedierte
mich allerdings zu sehr) ebenfalls "Citalopram" bekommen, was
sehr gut gegen Depressionen geholfen hat, allerdings meiner Meinung
nach nicht so sehr gegen Angstzustände / soziale Phobien.
Im Gegenteil, mich hat das Citalopram zu nervös gemacht, hinzu kam
noch das ich (mal wieder) einen Entzug gemacht habe von Diazepam,
allerlei anderen Benzos und Codein.
Als dann die Absetzsymptome vom Diazepam und Codein vorbei waren,
die Nervosität und Angst allerdings noch vorhanden war, habe ich
vom Arzt zum Citalopram noch Promthazin verordnet bekommen,
ein niederpotentes Neurolpetikum, mit dieser Kombination komme ich
jetzt ganz gut klar.
Also als Anfang halte ich Opipramol (Insidon) für gar nicht mal so
verkehrt.
Grüße