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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Vorstellung

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Bluebird58
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Vorstellung

Beitrag von Bluebird58 »

Hallo Ihr Lieben!

Bin männlich, 58 Jahre alt, ledig und bereits berentet.

Nehme seit 1978 Benzo´s ein. Diese wurden mir von meinem Hausarzt verordnet, da ich unter Angst und Panik litt, und
immer noch darunter leide. Habe bis jetzt vier Entgiftungen gemacht, wovon drei ziemlich problemlos waren.
Bei der vierten Entgiftung war dies nicht so. In der ersten Woche traten starke Ängste und Zittern der Hände auf.
In der zweiten Woche machte ich regelmäßig Spaziergänge, was den Entzug einigermaßen erträglich machte.
Nach dem Entzug wurde mir Cymbalta verordnet und nach fünf Wochen wurde ich aus der Klinik entlassen.
Sehr schnell stellten sich wieder Ängste ein, die ich auf das Cymbalta zurückführe. Als ich mir slbst fremd vorkam
griff ich wieder zum Benzo und setzte das Cymbalta nach Rücksprache mit meinem Arzt ab.
Habe selbst versucht mit Diazepam einen Entzug zu machen. Dies funktionierte aber nicht, da ich das Diazepam leider
nicht mehr vertrage, was sich in starkem Schwitzen und Zittern äußert.
Das soll fur`s erste reichen.

Ganz liebe Grüße sendet Euch Heinz
mücke
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Re: Vorstellung

Beitrag von mücke »

Hallo Heinz

Willkommen im Forum.
Was ist dein Anliegen?
Willst du das Benzo wieder absetzen?
Was nimmst du?

Gruss Mücke
Bluebird58
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Re: Heinz

Beitrag von Bluebird58 »

Hallo Mücke,
möchte natürlich ohne Benzo´s leben. Ich nehme seit Mitte 2007 Bromazanil 6 6mg/Tag, aber ich mmuß die Dosis immer
mehr steigern. Von 1978 bis 2007 habe ich Tavor genommen. Die Dosis von Tavor war kurz vor dem Wechsel zu Brom-
azanil immer bei 1mg/Tag danach 2mg/Tag.
Habe am Wochenende die Dosis vom Bromazanil um 0,375mg reduzuiert, das ging zwei Tage gut, danach hatte ich schon
Entzugserscheinungen in Form von Schlafstörungen und heute ging es mir ziemlich schlecht. Also ist Absetzen mit dieser
Methode bei mir wohl nicht möglich. Habe ich nach so langer Einnahmedauer überhaupt noch eine Chance von den Benzo`s
wegzukommen? Vielleicht habt Ihr noch einige Tips für mich.

Liebe Grüße Heinz
mücke
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Re: Vorstellung

Beitrag von mücke »

Hallo Heinz

Ich weiß nicht ob du es schaffen wirst ganz von Benzos wegzukommen.
Die Menge des Tavors war eigentlich niedrig, aber.. die Zeit. Das sind ja 29 J. :shock:
Warum bist du dann auf Bromazanil umgestiegen?

Bromazanil gibt es auch in 3 mg, von Hexal.
Falls man die vierteln kann, könntest du noch langsamer abdosieren.
Für jeden Schritt würde ich mir mindestens 1 Mon. Zeit lassen, vlt. sogar noch länger.

Gruss Mücke
Bluebird58
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Re: Heinz

Beitrag von Bluebird58 »

Hallo Mücke,
bin auf Bromazanil umgestiegen weil ich es ca. 1995 mal für kurze Zeit eingenommen hatte. Ich stellte fest, daß ich von
dem Bromazanil im Vergleich zum Tavor 1mg nur die Hälfte brauchte, also ist die Wirkung vom Bromazanil stärker.
Außerdem war ich der Meinung, daß das Absetzen vom Bromazanil leichter wäre, da es länger dauert bis die Wirkung
einsetzt als beim Tavor.
Ich habe die Bromazanil 3mg von Hexal. Hatte die gleiche Idee wie Du und habe vorletztes Wochenende einen Absetz-
versuch gestartet. Zwei Tage ging es gut, dann in der Nacht zum dritten Tag konnte ich schon nicht mehr schlafen.
Der Vormittag am dritten Tag war noch einigermaßen erträglich aber am Nachmittag kam es dann schon zu Entzugser-scheinungen. Ich hatte um ein Viertel, also um 0,75 mg reduziert.
Habe letztes Wochenende das gleiche Programm noch einmal durchgezogen, allerdings mit der Hälfte der Dosis, also
ca. 0.38 mg mit dem gleichen Resultat wie am Wochenende zuvor. So wie es momentan aussieht hänge ich da total
an der Angel.
Was ich nicht verstehen kann das ich ohne die Absicht zu reduzieren von 4,5mg bis auf 1,5mg die Dosis heruntersetzen
konnte. Das war dieses Jahr, Ende Februar-Anfang März. Dann kam wieder verstärkt die Angst und ich musste die Dosis
wieder erhöhen. Ich konnte sogar schon die Dosis von 12mg auf 1,5mg problemlos reduzieren, ohne Entzugsersheinungen.
Hatte heute einen Termin bei meinem Therapeuten und ihm die Situation vom Wochenende erzählt. Er ist der Meinung
daß ich von den Benzo´s nicht mehr wegkomme.
Er kann nicht verstehen, daß Bonzo´s mit Diazepam abgesetzt werden, seiner Meinung nach nimmt mann dafür
Antidepressiva. Mein Neurologe ist sogar der Meinung, daß man dafür Distra verwendet. Schon etwas seltsam, oder?
Mücke, grüße dich ganz herzlich und hoffe bald wieder auf Nachricht von Dir. Heinz
mücke
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Re: Vorstellung

Beitrag von mücke »

Hallo Heinz
Er kann nicht verstehen, daß Benzo´s mit Diazepam abgesetzt werden, seiner Meinung nach nimmt man dafür Antidepressiva.

Gib ihm diesen link zu lesen.
Dann wird er erfahren warum auf Diazepam umgestellt wird.
http://www.benzo.org.uk/german/bzcha03.htm
Mein Neurologe ist sogar der Meinung, daß man dafür Distra verwendet. Schon etwas seltsam, oder?
Distra kenne ich nur im Zusammenhang mit einem Alkoholentzug.
Distra kann auch abhängig machen.
Ich würde für mich nie auf den Gedanken kommen ein Benzo mit Distra zu entziehen.
Die Gabe von AD, meist sedierenden, ist dafür eher bekannt.

Gruss Mücke
Gesperrt