Vorstellung
Vorstellung
Also, ich heiße Patricia und bin gerade 51 geworden. Seitdem ich 17 bin, hab ich immer mal wieder unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen gelitten. Ich hab diverse Gesprächstherapien gemacht, die zwar die Symptome nicht beseitigt haben, aber mich stabilisiert haben. Ich habe eine Freundin, die Psychiaterin ist. Als ich vor einigen Jahren mal wieder schlimme Angstzustände hatte (die beziehen sich bei mir meistens auf den Körper, also als ich Tinnitus bekam oder einmal hatte ich ein Muskelzucken im Bein, das nicht weggehen wollte), hat sie mir angeboten, mir ein Antidepressivum zu verschreiben. Da ich so verzweifelt war und die Gesprächstherapien nach meiner Meinung wenig gebracht hatten, hab ich dann angefangen, Paroxetin zu nehmen, es aber nach einigen Monaten wieder abgesetzt - die Angstzustände waren dann auch verschwunden. Ein paar Jahre später - ich weiß gar nicht mehr, was der Auslöser war, hab ich wieder damit angefangen, meistens 20 mg, mal auch eigenmächtig weniger. Vor 4 Jahren fühlte ich mich gut und habe das Paroxetin schrittweise runterdosiert - ohne Probleme. Als ich von 5 mg auf 0 runterging, bekam ich heftige Entzugserscheinungen, die sich hauptsächlich in Schwindel äußerten. Da ein Umzug bevorstand und ich dachte, dass ich das so nicht schaffen würde, habe ich weiter 5 mg genommen. Als der Umzug dann geschafft war, habe ich das Zeug langsam mit der flüssigen Variante ausgeschlichen. Alles prima. Dann, kurz danach, im Urlaub auf Borneo, hatte ich Angstzustände und musste immer heulen, wenn ich die armen, ausgemergelten Katzen gesehen habe (ich liebe Katzen sehr, habe 4 eigene und nehme regelmäßig Pflegekatzen auf). Ein bisschen sehr leichtfertig, wie ich heute finde, habe ich dann in Absprache mit meiner Freundin wieder mit Paroxetin angefangen. Dann habe ich es bis vor kurzem ohne Unterbrechung, also knapp 4 Jahre genommen, 20 mg, mal 10, mal auch nur 5. Ich hab nicht groß drüber nachgedacht, habe es gut vertragen, wollte immer mal wieder absetzen, aber dann kam wieder irgendeine außergewöhnliche Belastung, und ich dachte, lieber nicht, nimm lieber wieder ein bisschen mehr - ich hab aber nie mehr als 20 mg genommen. Dann Ende November 2008 wollte ich es nicht mehr nehmen. Ich war und bin mir sicher, dass ich nicht depressiv bin, habe zur Zeit auch keine besonderen Angstzustände. Außerdem nervt es mich, dass ich gegen meine ziemlich häufige schwere Migräne keine Triptane nehmen kann wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms. Ich war sehr optimistisch und habe das Zeug sehr schnell reduziert. 20 auf 10, dann, als ich keine Entzugssymptome mehr hatte (die auch nur ganz leicht waren), auf 5, dann auf 0. Meine Freundin meinte, nach 5 bis 7 Tagen ist das Zeug aus dem Körper raus, dann ist es vorbei. Denkste! Die erste Woche: Heftiger Schwindel, Kopfschmerzen, Aufgedrehtheit, Aggressionen und natürlich heftigste Schlafstörungen (und noch div. andere Symptome). Und Heulanfälle, die ich aber nicht weiter schlimm finde, eher angenehm, ich hab schließlich 4 Jahre nicht geheult. Ich hab mich für 2 Wochen krankschreiben lassen, hätte unmöglich arbeiten können. Dann kamen ja glücklicherweise die Weihnachtsfeiertage, und der Schwindel wurde besser. Dafür kriegte ich dann Angstzustände, aber mehr so die Angst vor psychischen oder weiteren körperlichen Symptomen. War aber beherrschbar. Meine Freundin unterstützt mich mit Tavor und Schlafmittel. Hab ich schon häufiger genommen, ich kenne das Abhängigkeitsproblem, bin da aber zuversichtlich, das wieder in den Griff zu kriegen. Das Zolpidem nehme ich im Moment regelmäßig, Tavor nur bei Bedarf. In der dritten Woche dann, als die anderen Symptome erträglicher wurden, wurde die Übelkeit immer schlimmer. Ständig hätte ich mich auf Knopfdruck übergeben können. Dann hab ich hier in diesem Forum von Amanda den Rat gefunden: Magentee. Also, schön Kamillentee getrunken und Iberogast (pflanzliches Magenmittel) genommen, damit geht es wunderbar. Das Hauptsymptom, das ich jetzt noch habe, sind die Schlafstörungen, alles andere ist schon viel besser geworden bzw. fast weg. Ich bin jetzt 4,5 Wochen clean und will es auch bleiben. Seit 2 Tagen nehme ich noch Fischöl, und ich ernähre mich jetzt komplett bio. Ich hab während der Feiertage viele spannende und gute Bücher gelesen, die mir viele Anregungen gegeben haben, auch ernährungsmäßig. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg, aber ich fühle mich saukaputt und sehe auch so aus. Dieser Entzug ist ja soooooo anstrengend!
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Ulrich
Re: Vorstellung
Hallo Patrica!
Aufpassen Zolpidem macht genauso wie Tavor auch abhängig!! Wissen viele Ärzte nicht
Lg Uli
Aufpassen Zolpidem macht genauso wie Tavor auch abhängig!! Wissen viele Ärzte nicht
Lg Uli
Re: Vorstellung
Aber ich weiß das! Ich habe schon häufiger Zolpidem genommen, auch über mehrere Wochen, und es immer wieder geschafft, davon runterzukommen. Wenn ich das im Moment nicht nehmen würde, könnte ich nicht schlafen, und das geht einfach nicht.