Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
jakobsweg
Beiträge: 68
Registriert: 05.01.2009 18:01

Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von jakobsweg »

Hallo all!

Mein Name tut im Netz wohl nichts zur Sache, nennen wir mich Sigi :)

Also, vor ca. 2 1/2 jahren begann ich richtig benzos zu nehmen. Was ich geschluckt habe heisst Elenium was von einer polnischen firma verkauft wird. Wirkstoff ist chlordiazepam oder wie das heisst. 5 mg. Habe morgens meist 1-2 stück genommen, 2 kaffee und das wars bis abend um 6, da hab ich dann gegessen zum ersten mal. ich habs genommen weil ich einen reizdarm habe/hatte (seit dem entzug erstaunlicherweise viel besser geworden :? )

Naja, so hab ich ca. 1 1/2 jahre gelebt. Täglich die gleiche laier in der früh. 2008 ende januar hatte ich darmdrücken. war dann beim dok der mir so tabs gab die man zerbeissen soll. sollte das gas im darm auflösen. hab das genommen danach gegessen und dann war ich erstmal platt. schwarz vor augen, schwindel usw. krankenhaus, nix gefunden... das gleiche am nächsten tag.. blabla.. wichtig: das war ein montag. dienstag hab cih ncoh 2 genommen und mittwoch nimmer.

samstag kam dann der burner. abends fings an mit zittern usw. notarzt gerufen und bereitschaftsdienst. wollten mir gleich tavor geben. woltl ich net nehmen. ich wusste net das ich abhänigig war. ALLE ärzte bei denen ich danach war fragten welche tabs ich nehme oder nahm. sagte allen beruhigungsmittel und keiner wäre draufgekommen das es daran lag.

naja, so bin ich ca. 2-3 wochenlang zu ärzten gelaufen und hab mich untersuchen lassen. bis ich selbst draufkam das das ein entzug sein könnte.

ok, die laier geht weiter beim neurologen. der sagte ich soll anfangen mit tafil und es so ausschleichen. wollts erst net nehmen, habs aber dann doch geschlcukt. fingen mit 3x0,5 tafil an und haben runterreduziert auf 0 in ca. 2 monaten, sodass ich seit anfang mai nichts mehr nehme. zwischendurch beim absetzten hatte ich immer wieder 2-3 tage so krasse probleme, dann gings wieder.

wo ich nichts mehr nahm gings mir 2 wochen SUPER!!! wirklich! und dann gings los wieder. war grad in ungarn. auf einmal beim essen übelkeit, unruhe, herzrasen usw. war wieder fertig. das verging wieder nach ca. 4-5 tagen (urlaub war aber fürn eimer danach). So gings mir eigentlich die letzten monate. Ab und zu gings mir gut, die meiste zeit hatt ich aber was: herzrasen, kopfweh, magenkrämpfe, konnt net schlafen usw. war dann sogar in dem zustand in england (gings mir gut) in ägypten (gings mir fast super)..

so, weihnachten 2008 abends um kurz vor 9: essen aufm tisch. alle schön angezogen, bescherung vorbei. auf einmal übel! ich dacht ich verreck! ohne witz. so schlecht gings mir das letzte mal wo cih mit zittern die notärzte rief im feburar.

seit 2 wochen fast gehts mir also wieder übel, gestern hab ich zum ersten mal in meinem leben zu meiner freundin gesagt das ich nicht mehr kann. bin kaputt! mit 27 bin ich platt! die änfänglichen suizidgedanken kamen zwar nicht wieder... wohl nicht weil ich dacht das ich von allein draufgeh, brauch keine hilfe...

So, wollt heut zum neurologen: meiner zu, der ersatzneurologe zu, die anderen 3 die ich anrief auch zu.

dacht mir ok, krepieren werd ich schon nicht. wenn ich umfall sehens ja genug leute. bis jetzt halt ich mich noch auf den füssen auch wenn diese recht "wabbelig" sind.

meine frage: wie zum teufel kann es sein das nach über 8 monaten so ein krasser schub mcih für mittlerweile 2 wochen k.o. setzt? kann es sein das es mir zwar immer noch nicht so gut geht aber ich im allgemeinen besser drauf bin als früher und es einfach nur ein normaler schub ist was ich aber extremer wahrnehm weil es mir halt allgemein besser geht??
dann nochwas: der n eurologe wollte mir nach dem absetzten amitryptilin geben damit ich eben solche erscheinungen nicht habe. ich hab jetztt überlegt das ich die jetzt nehmen sollte. was hält ihr davon?

Zu mir: Ich bin ne faule sau, der seit dem entzug bissal sport macht (fitness und seit neuestem thaiboxen). ich hatte zwar eine, naja, ncihtsoschöne kindheit aber dennoch hatte ich alles was man so braucht. ich hatte VOR dem nehmen der benzos und unterdessen KEINE ähnlichen probleme. war nie süchtig auf alk, drogen oder sonstwas. hab in meinem leben max 4x eine gekifft, nix mit heroin, koka oder sonstwas. zwischen 18 und 22-23 hab ich wochenende einen gesoffen, aber nix besonderes. also eine eigentlich alltägliche kindheit mit einem alltäglichen jugendalter. die tabs hab ich übrigens zu 10er packungen von meiner oma bekommen. also oma´s little helper wegen meinem reizdarm.

Und soll ich euch was sagen? Der entzug hat bisjetzt auch seine positiven seiten: ich hab gemerkt das es echt jeden tag vorbei sein kann. ich hab eine viiiiiiel engere beziehung zu meiner freundin mit der ich fast 8 jahre shcon zamm bin. ich esse fast immer regelmäßig, genieße mehr und mach auch allgemein mehr. wenn ich früher sagte ich kann nicht. mein magen... mein darm.. muss kakken.. ich sag das nicht mehr. interessiert mich nicht mehr. ich mach einfach, wird schon irgendwie.. und bis jetzt gings immer gut :D reise nach ägypten wo die klos alle 50 km stehen? nicht mit mir. aber jetzt gings.

also, ich sehe es so, das wenn das alles mir nur meine lebensqualität wieder zurückgab die ich nicht mehr hatte die letzten jahre freu ich mich riesig. auch wenn es jetzt langsam mal vorbeisein könnte.

So, jetzt wisst ihr alles von mir. nochmal zeitraffer:

2006 angefangen mit benzos (ca. 5-10 mg täglich, machmal auch 15)
ende jan. 2008 abgesetzt,
seit märz 2008 tafil 0,5 1-1-1
abgesetzt bis anfang mai


Danke schonmal für die hilfen, unterstützungen und ratschläge.

nehm ab und an baldrian zum schlafen was aber auch nicht hilft. trink den tee sweet dreams und nehm so herbal tees aus england.

gruß sigi
Reizdarmsyndrom, deswegen Elenium genommen.
Seit mitte 2006 bis 29.01.2008. Dann abgesetzt (Elenium, 5 mg chlordiazepam)
Ausgeschlichen von ca. Anfang März 2008 bis Anfang Mai 2008 mit Tafil 0,5 mg

Seit ca. Anfang Mai nehm ich nichts mehr.

Entzugserscheinungen bis zum heutigen Tage:

Schwindel, Ohnmachtsanfälle (wobei ich nicht ohnmächtig werde), Übelkeit, Herzrasen, Magen/Darm Koliken, Bewusstseinsstörungen, Schwitzen, Schlafprobleme, Tagsüber Müdigkeit.
mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
Danksagung erhalten: 19 Mal

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von mücke »

Hallo Sigi

Willkommen im Forum.
der neurologe wollte mir nach dem absetzten amitryptilin geben damit ich eben solche erscheinungen nicht habe. ich hab jetzt überlegt das ich die jetzt nehmen sollte. was hält ihr davon?
Ein Versuch wäre es wert.
2006 angefangen mit benzos (ca. 5-10 mg täglich, machmal auch 15), ende jan. 2008 abgesetzt, seit märz 2008 tafil 0,5 1-1-1, abgesetzt bis anfang mai.
Mit Tafil Diazepam entziehen? So ein Blödsinn.
Besser wäre es gewesen beim Diazepam zu bleiben und langsam abzudosieren.
Na ja, es ist anders gelaufen und nicht mehr zu ändern.

Wie schnell hast du das Diazepam denn ausgeschlichen?
Wie lange die angegebene Dosis Tafil genommen und wie abgesetzt?
Also, es würde mich nicht wundern wenn deine Beschwerden noch vom Benzoentzug kommen würden.

Gruss Mücke
Ulrich

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von Ulrich »

Hallo Siggi!


jakobsweg hat geschrieben:meine frage: wie zum teufel kann es sein
das nach über 8 monaten so ein krasser schub mcih für mittlerweile 2 wochen k.o. setzt? kann es sein das es mir zwar immer noch nicht so gut geht aber ich im allgemeinen besser drauf bin als früher und es einfach nur ein normaler schub ist was ich aber extremer wahrnehm weil es mir halt allgemein besser geht??
dann nochwas: der n eurologe wollte mir nach dem absetzten amitryptilin geben damit ich eben solche erscheinungen nicht habe. ich hab jetztt überlegt das ich die jetzt nehmen sollte. was hält ihr davon?
Ja Siggi genau so ist das,man ist mit der Zeit besser drauf, aber die Schübe kommen halt immer wieder, mal schwächer mal wieder stärker. Nur das ist meine Erfahrung, die Abstände der Schübe werden in der Regel länger. Auch habe ich die ERFAHRUNG gemacht, daß wenn ich mal joggen war ( 3-4 mal die Woche )
ging es mir zuerst eigentlich gut, aber dann folgte auch wieder ein Schub. Ich nehme mal an, da sich ja die Benzos ins Fettgewebe einlagern, bei Belastung mehr Muskelmasse wieder aufbaut wird, die Fettverbrennung beschleunigt wird, womit die Rückstände der Benzos wieder einen Schub auslösen. Ist nur meine Vermutung und Erfahrung.Wo viele Betroffene große Probleme haben ist der Magen-Darm Bereich beim Benzoentzug
auch ich selbst. Da ja in diesem Bereich die meisten und sensiebelsten Nervenbahnen vorhanden sind, wirkt sich das in sehr starken Blähungen und teilweise in Durchfall aus. Bei mir gingen auch die meisten Schübe 4-5 Tage. Da ja der Schwindel und Benommenheit mit der Zeit immer besser wird, hast Du schon recht, man nimmt das besser war!

Bei einem Entzug gibt man kein Amitriptylin ( Saroten ) ist ein AD
das man einsetzt bei sehr schweren Depressionen. Hatt auch ettliche Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Mundtrockenheit.
Was halt mir geholfen hatt zum schlafen, war das AD Trimipramin ( Stangyl) 12,5mg noch zum schluss.Verträgt halt auch nicht jeder!!

Lg Uli
jakobsweg
Beiträge: 68
Registriert: 05.01.2009 18:01

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von jakobsweg »

Hallo Leute!

Also, ich hab laut anweisung vom neurologen 1-1-1 tafil 0,5mg genommen.

das ging eine woche, nach einer woche dann 1-1-0,5 dann 1-0,5-05 dann 0,5-0,-0,5 und dann halt so weiter
zum schluss hab ich dann noch geviertelt ca. 1 woche.

hatte in jeder woche wo ich absetzte ca. 2-3 tage übelkeit schwindel usw.

ich hab max 2 1/2 monate ausgeschlichen. denk länger wars nicht. an die zeit erinnere ich mich auch nur wage. war die schlimmste meines lebens.
normal hatte ich davor eine jahresrechnung beim hausarzt von 80-100 euro. in den ersten 3 moanten hatte ich jetzt 700!!! könnt euch also vorstellen wie oft ich da war. sogut wie jeden tag. zusätlich noch zum lungenarzt, neurologen usw. wie gesagt, ich wusste NICHT das ich süchtig war. wo ich es erfuhr wollte ich es nicht wahrhaben.

ich finde den schub jetzt schon arg lang. seit gestern gings mir komischerweise besser (genau da wo ich vornahm endlich zum dok zu gehen und mir was verschreiben zu lassen).. naja, hab heut noch immer so schwindelanfälle und beim frühstück hatt ich auch so 2x übelkeit. aber ansonsten gehts so...

mehr über das zeug was ich schluckte kann ich nicht sagen. ich weiss nur noch das ich max 2 täglich nahm. wenn ich wegging ahc noch nachmittags 2. das war aber selten. ich VOLLIDIOT (anders kann mans nicht sagen) hab das zeug sogar jedesmal geschluckt wenn ich ins ausland fuhr 700 km. dann wunderte ich mich immer warum ich so müde bin. hab da auch 2 stück genommen. was für eine fahrlässigkeit!! :frust: :frust: hätt sonstwen was passieren können weil ich die tabletten nahm.

was bei mir das gute ist, ist angeblich das ich weder auf drogen noch auf alk bin. ist es wirklich so ein krasser unterschied im entzug? bin auch net psychisch auf dem zeug gewesen. hab auch mal 1-2 tage nichts genommen. aber da denk ich mir das das nichts ausgemacht hat weil die halbwertszeit ja glaub bis zu 96 stunden beträgt.

also ich finds schonmal genial das ihr so aus der ferne beurteilt das das noch der entzug ist... ehrlichgesagt macht mich das fertig, anderseits gibt es mir sehr viel mut das ich halt net allein bin.

ist es langfristig gesehen ein problem das ich nicht richtig ausgeschlichen habe? oder ist es jetzt einfach so wies ist und ich muss da noch durch? einer schrieb das ich auf keinen fall mehr symptome haben werde wie herzprobleme, epianfälle usw. auch wenns mir schlecht geht bekommt man sowas nur (wenn überhaupt) am anfang.

Bin froh das mir u.a. dieses forum empfohlen wurde. hab gestern noch bis nach mitternacht erfahrungen gelesen. wenn ich dann hör das da jemand nach 3-4 wochen oder andere nach 3 moanten erst die richtig krassen entzüge bekommen erinnere ich mich gleich wie es bei mir war. teufelszeug!

das komische: bei berichten les ich zu 99% das das ein höllenzeug ist, das das gefährlich ist, finger weg blabla... dennoch: viele finden es auch geil sich das zeug zu schmeissen mit alk und am besten ner nase koks. verrückte welt in der wir leben.

letzte frage: der aktuelle "schub" von 2 wochen fast... sollte mich das stutzig machen oder ist sowas wirklich normal? vor allem: bisher hatt ich sowas schlimmes noch nicht. 1-2-3 tage übelkeit und dann gings besser. jetzt gings mir fast 2 wochen durchgehend scheisse. in der früh komischerweise wenn ich aufstehe gehts mir besser als gut! super! und dann fängts langsam an mit schwindel übelkeit usw. aber wie gesagt, heut gehts mir (bis jetzt) shcon wesentlich besser als gestern und vorgestern. evtl ist es jetzt dann wieder ausgeschub muhahahhaha :D :D :D

Wenn ich hier durch werd ich echt auf meine knie fallen und ne stunde zu gott beten!!!

Also, danke nochmal für die antworten (und die noch folgen)!!

gruß sigi
Reizdarmsyndrom, deswegen Elenium genommen.
Seit mitte 2006 bis 29.01.2008. Dann abgesetzt (Elenium, 5 mg chlordiazepam)
Ausgeschlichen von ca. Anfang März 2008 bis Anfang Mai 2008 mit Tafil 0,5 mg

Seit ca. Anfang Mai nehm ich nichts mehr.

Entzugserscheinungen bis zum heutigen Tage:

Schwindel, Ohnmachtsanfälle (wobei ich nicht ohnmächtig werde), Übelkeit, Herzrasen, Magen/Darm Koliken, Bewusstseinsstörungen, Schwitzen, Schlafprobleme, Tagsüber Müdigkeit.
Siggi
Beiträge: 1044
Registriert: 05.07.2007 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 581 Mal
Danksagung erhalten: 358 Mal

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von Siggi »

Hallo Sigi,

wie schön dich hier in unserer Runde begrüßen zu dürfen.
Sei ganz herzlich Willkommen im "Club"!

Ist ja lustig, dass du dich mit meinem Namen "identifiziert hast"
Ulrich hat mich wohl "verwechselt", denn ich schreibe meinen Namen mit zwei "gg" s... hi, hi....

Nun wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du hier viele Aufbauer, wertvolle und brauchbare Anregungen bekommst,
und viel Solidarität in der Problematik deines Entzugs erfährst!
Ganz herzlichen Gruß
Siggi
Mein Absetzverlauf:

[spoil]2002 wegen Angst-Panik-Depressionen 12 wöchiger Klinikaufenthalt, wo mir 15 µg Remergil und Tavor verschrieben wurde.
Diganose :Hashimoto . Danach Substitution von L.Thyroxin
Von 2003 bis 2005 Remergil von 15 µg auf 7,5. von 2005 bis 2007 Remergil auf 4,5 µg
Im Januar 2007 Remergil ausgeschlichen, 6 Wochen keine Entzugserscheinungen, doch danach umso heftiger, wie Schwindel, Derealisation, starke Benommenheit, Übelkeit und teilweise Depris mit Ängsten.
Ende 2007- ein langes Jahr lang- schwere Symptome aber- erfolgreich ausgeschlichen
2011 wegen 3 schweren OP's (lange Narkose) Angst, Unruhe Herzrasen,etc.erneute Einnahme mit 20 mgMirtazapin (Remergil Tropfen) begonnen!!
April 2012 bis Juli 2012 von 20 mg auf 8mg gesenkt (zu schnell!)
Absetzsymptome: massive innere Unruhe,begleitende generalisierte Angst, Benommenheit, Schwindel! Massive Histaminunverträglichkeit,Gluten-und Fructoseunverträglichkeit-vertrage nur noch wenige Lebensmittel.
Starke, Gelenk-Rücken-Knie-Knochen Schmerzen, Steifigkeit und Schmerzen bei jeder kleinen Bewegung
20.10. 2012 auf 7,2 mg. Mirta reduziert, einfach nur grausig mit allen Symptomen die man sich denken kann
27.12 2012 6,4 Mirta-Tropfen einfach die Hölle...
weiter, monatlich in kleinen Schritten von :
27.12. 2012 bis 7.8. 2014 reduziert!
seit 7.8. 2014 auf Null....
weiterhin kein gutes Befinden, nur wenige Fenster,Ängste, Katastrophengedanken, Unruhe.
sind es Wellen??
Gluten, Histamin, Fructose und seit Jan. 2016 noch Laktose-Unverträglichkeit, Ernährung immer karger.
Seit ca. 3 Monaten bei Vitalogen wegen massiver Nackenmuskelschmerzen und unbeweglich steifem Hals... seit ca. 4 Wochen Beweglichkeit und Radius, sowie Schmerzen durch Behandlung etwas besser.
Seit 7.8. 2014 keine Stabiliät.Immer wieder viel Auf und Ab mit all den Absetzsymptomen.
jedoch immer mal wieder Fenster.... die ich dann versuche zu genießen und davon zu zehren[/spoil]
jakobsweg
Beiträge: 68
Registriert: 05.01.2009 18:01

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von jakobsweg »

Hallo,

ja, danke für die Begrüßung. Hoffe echt hier noch unterstützung zu bekommen. Ich würd mal behaupten das ich hier in den letzten Etappen bin. Also, seit fast nem Jahr das Chlordiazepam abgesetzt und seit knapp 8 Monaten das Tafil. Seitdem wirklich CLEAN! Ausser mal 1-2 Aspirin oder Paracetamol. Hatte vorhin beim Autofahren wieder so nen Sekundenaussetzer. :evil:
Durch die Sprüche hier nehm ichs mal gelassen, da ihr auch sagt das das klassischer Entzug ist. Werd wohl doch noch die Zähne zammbeissen und weiter versuchen es auszuhalten. Wenn Ihr meint das AD´s auch nicht genommen werden sollen dann nicht.
Ich hab nur Angst das mir was passieren kann. Hirnschlaganfall, Herzinfarkt oder sonstwas. Aber da hat bisher jeder (nicht nur von Euch) gesagt das das nicht mehr passieren kann. Es ist zwar sehr schwer aber passieren in dem Sinne kann mir nichts.

Danke und Gruß

Der Sigi mit einem G :hug:
Reizdarmsyndrom, deswegen Elenium genommen.
Seit mitte 2006 bis 29.01.2008. Dann abgesetzt (Elenium, 5 mg chlordiazepam)
Ausgeschlichen von ca. Anfang März 2008 bis Anfang Mai 2008 mit Tafil 0,5 mg

Seit ca. Anfang Mai nehm ich nichts mehr.

Entzugserscheinungen bis zum heutigen Tage:

Schwindel, Ohnmachtsanfälle (wobei ich nicht ohnmächtig werde), Übelkeit, Herzrasen, Magen/Darm Koliken, Bewusstseinsstörungen, Schwitzen, Schlafprobleme, Tagsüber Müdigkeit.
mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
Danksagung erhalten: 19 Mal

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von mücke »

Hallo Sigi
Also, seit fast nem Jahr das Chlordiazepam abgesetzt und seit knapp 8 Monaten das Tafil. Seitdem wirklich CLEAN!
Da kannst du stolz auf dich sein. Ich würde an deiner Stelle auch nichts mehr nehmen.
Es bringt auf Dauer nur Ärger mit sich.
Ich hab nur Angst das mir was passieren kann. Hirnschlaganfall, Herzinfarkt oder sonstwas.
Auf den Benzoentzug bezogen wird da wohl nichts dergleichen geschehen.
Risikofaktoren der oben genannten Erkrankungen sind: Nikotin, hoher Blutdruck, Übergewicht, Stress, hoher Cholesterin,
meist eine Kombination der aufgeführten Faktoren.

Was macht denn jetzt dein Reizdarm, so ohne die Benzos?
Hat sich da etwas verändert, z. B. Verschlimmerung?

Gruss Mücke
jakobsweg
Beiträge: 68
Registriert: 05.01.2009 18:01

Re: Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:

Beitrag von jakobsweg »

HA!

Das ist das geilste! Zwar hab ich immer wieder mal was, aber so allgemein hat sich das bei mir zu 1000% verbessert. Wahnsinn! :o :o :o

Krass oder? Mein Hirndok meinte damals, als ich erzählte das das besser wurde, das er Angst hat, das es zu einer Verlagerung kommt, also das der Entzug Akut wird und der Reizdarm verschwindet.

Naja, verschwunden ist er nicht, aber der ist recht ruhig gestellt. Früher gings so ab:

Morgens 2 Kaffee, 3-4x aufs klo, 1-2 benzos und dann wars das. Abends um 18 Uhr ging Simpsons los, davor Essen geholt und dann gefressen! Und das könnt ihr wortwörtlich nehmen. Hab bis abend um 10 gefuttert. 2 mahlzeiten meistens. und haufenweise süssigkeiten. hab halt nachgeholt was ich tagsüber nicht gemacht habe. allein deswegen ist es auch einerseits gut das ich den entzug hab. ich hab gelernt auf sowas zu kacken im wahrsten sinne des wortes! hab gelernt, das nicht der darm mein leben steuert sondern ich meinen darm :sports:

Ich frühstücke fast immer, ess mittag was und halt dann abends. zwischendurch trink ich viel tees (was ich bisher auch nicht gemacht hab weil ich dachte ich bekomm tagsüber durchfall :twisted: :evil: ..

Naja, aber so alles in allem bin ich wieder dabei. Ich geh weg mit freunden, häng rum, geh abends mal was trinken und ess und ess und denk nicht darüber nach das ich jetzt aufs klo muss..

diese sache hat mir meine lebensqualität zurückgegeben was ich bisher nicht hatte. trotz aller probleme (übelkeit, schwindel, benommenheit, innere unruhe, kopfweh, magenkrämpfe uswusw..) geh ich weg und halte mich unter leuten auf. ich hab unsere gemeinsame freunde im letzten jahr sooft gesehen wie in den letzten 7 jahren nicht! das ist auch kein witz!

Auch mit meiner freundin mach ich viel mehr. war im letzten jahr glaub 12x im urlaub, sowohl mit ihr (8x) als auch allein bei familie im ausland. Ich mach das beste draus. manchmal hab ich gedacht ich krepier! jetzt ists vorbei. mein herz schlägt nicht mehr, bekomm nen hirnschlag oder sonstwas. so ist mir klargewesen wie kurz das leben doch sein kann. alles muss man geniesen! ALLES!

bin jetzt 27. freu mich das mir die erkenntnis jetzt gekommen ist als mit 60. oder 70. deswegen: einerseits verfluche ich die benzos, die die es herstellen, der der es erfunden hat und alle die damit zu tun haben, anderseits bin ich auch froh das ich so eine erfahrung machen musste. denk mal, ich bin so doof, das mir das von allein alles nicht aufgefallen wäre.

meine psychotante meinte mal am anfang: wenn du durch den entzug bist, alles abgesetzt, lange beschwerdendfrei, dann hast du was durchgemacht was nur sehr wenige gemacht haben und machen werden. dann kannst du erstmal wirklich stolz auf dich sein und dein körper ist gestärkt für ein leben lang... sie meinte damit wohl: was mich nicht umbringt macht mich nur stärker ... HULK, ich komme :D :D :D

So, morgen geh ich nochmal zum neurologen, werd ihm das ganze schildern. er soll mein hirn nochmal untersuchen und mir sagen das ausser dem entzug da nichts ist. denk mit eeg und den tests kann man da einiges rausfinden.

das beruhigt mich glaub ich dann nochmal und mei.. dann ist es halt der entzug, ich werds überleben irgendwie und wenns schlimm kommt dann schreib ich hier mit der hoffnung wieder so aufbauende worte zur erhalten wie bisher :group: :group:

also, morgen ist um 15:00 uhr daumendrücken angesagt.

meld mich dann

hab eh wieder kopfweh seit mittag, und so ein gefühl als ob mein kopf eingeschlafen wär. so kribbeln am ganzen schädel.. :x

gruß sigi
Reizdarmsyndrom, deswegen Elenium genommen.
Seit mitte 2006 bis 29.01.2008. Dann abgesetzt (Elenium, 5 mg chlordiazepam)
Ausgeschlichen von ca. Anfang März 2008 bis Anfang Mai 2008 mit Tafil 0,5 mg

Seit ca. Anfang Mai nehm ich nichts mehr.

Entzugserscheinungen bis zum heutigen Tage:

Schwindel, Ohnmachtsanfälle (wobei ich nicht ohnmächtig werde), Übelkeit, Herzrasen, Magen/Darm Koliken, Bewusstseinsstörungen, Schwitzen, Schlafprobleme, Tagsüber Müdigkeit.
Gesperrt