Hallo, ich hab dieses Forum entdeckt und schreib mal was über mich:
Ich bin 44 Jahre alt, mit 39 Jahren brach eine Depressionserkrankung über mich herein, die sich gewaschen hat. Begleitet mit wahnsinnigen Angsanfällen. Hab dann in einer Tagklinik 9 Wochen verbracht. Dabei wurde ich auf 150 mg Saroten (Amitriptylin) eingestellt, das ganze war dann erträglich, aber ich konnte nicht mehr arbeiten, bin Frührentner.
Hab mich seit dem keinen Tag mehr gesund gefühlt. Vor 3 Jahren hat meine Nervenärztin Saroten auf die Hälfte reduziert, was ich vor dem Schlafen gehen einnehme und nehme am Morgen 50 mg Zoloft.
Hab einen Absetzversuch hinter mir, was ich ohne ärztliche Begleitung durchführte, hielt es aber nicht mehr aus und hab seit 3 Wochen mit den Medis wieder angefangen. Es gibt so viele Psychopharmakas, sollte ich mal was anderes mir verschreiben lassen? Wo und wie ist eine Neueinstellung am ehesten angebracht? Meine Nervenärztin stuft mich als therapieresistent ein, weil meine jetzigen Medis nichts voran bringen.
Was soll ich denn machen? Ich versuche mich in meiner Wohnung zu verstecken, hab keinen Antrieb, ne soziale Phobie, die immer größer wird.
Versuche aber wirklich immer wieder auszubrechen, unter Leute zu gehen.
Habe keine finanziellen Probleme, hab ein Auto, aber keinen Menschen mehr. Hört sich mitleidig an, will aber keines erwecken, es ist wirklich so. Was kann ich machen, gibt es Tipps von jemandem, bitte....
Chingo
5 Jahre depressiv mit Angstattacken, mit Saroten und Zoloft
5 Jahre depressiv mit Angstattacken, mit Saroten und Zoloft
Seit 5 Jahren endogen depressiv mit generalisierter Angst
25mg Saroten, 25mg Zoloft momentan
Seit Juni 50 mg Saroten und 50 mb Zoloft
25mg Saroten, 25mg Zoloft momentan
Seit Juni 50 mg Saroten und 50 mb Zoloft
Hallo Chingo,
Dein Beitrag hat mich sehr betroffen gemacht. Du bist mit 44 Jahren schon Frührentner und kannst aufgrund Deiner Erkrankung, Depressionen und eine Angststörung nicht mehr arbeiten.
Da bist Du mal gerade 2 Jahre jünger als ich, und verbringst Dein Leben überwiegend in Deiner Wohnung. Wie beschissen! Sorry, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein.
Ich möchte Dir dazu etwas über mich schreiben. Seit 20 Jahren habe ich immer wieder Depressionen und eine Angststörung. Meine Angst reicht von was alles passieren könnte, daß ich nicht aus dem Haus kann bis zu massiven Panikattacken. Irgendwann vor etlichen Jahren war ich auch mal soweit, ich konnte nicht mehr aus dem Haus. Ich bekam schon einen Panikanfall, wenn der Briefträger klingelte. Einkaufen, mit meinen Kinder raus gehen, ausgehen usw. alles vorbei. Morgends wachte ich schon schweißgebadet auf und hatte riesige Angst, was wohl wieder alles auf mich zukommt. Aber so wollte ich nicht leben! Meine Kinder brauchten mich ja noch, was sollten sie mit einer Mutter,die nicht aus dem Haus konnte. Da habe ich angefangen, in kleinen Schritten, mich meiner Angst zu stellen. Das dauerte natürlich, aber es wirkte. Nach vielen Wochen war ich dann wieder soweit, dass ich ohne Angst raus konnte. So habe ich es in den letzten Jahren mit vielen meiner Ängste gemacht. Immer in ganz kleinen Schritten, bis die Angst vor der Situation irgendwann weg war. Das war das einzige das wirkte. Natürlich kommt auch meine Angst immer mal wieder, aber ich habe gelernt mich ihr zu stellen und um so schneller ist sie dann wieder verschwunden. Nebenbei hatte ich natürlich auch noch meine Depressionen. Vor zwei Jahren hatte ich dann keine Kraft mehr und brach körperlich zusammen. Damals bekam ich Paroxetin, damit sich mein Zustand stabiliesieren kann. Nun bin ich dabei es wieder auszuschleichen, was jedoch nicht so einfach ist.
Ich habe Dir das geschrieben, damit Du siehst auch Du kannst wieder am leben teilnehmen. Natürlich ist es sehr schwer, ich selbst habe ja alles alleine durchgezogen. Dir würde ich raten, suche Dir eine Klinik, in der Du eine Therpaie machen kannst. Unter Anleitung eines Therapeuten kannst Du dann auch lernen Dich Deinen Ängsten zu stellen. Wenn Du wirklich ein Medikament nehmen mußt, dann wird sich in der Klinik ein geeignetes finden, das Dich dann unterstützt. Aber Du solltest etwas tun, damit es Dir besser geht.
Also gehs an, es kann nicht schlimmer werden, nur besser!
Gruß an Dich Uschi
Medikamente
seit 2 Jahren 40mg Paroxetin
seit 17.02 30mg Paroxetin und100mg Opipramol(Insidon)
seit 01.03 25mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 06.03 22,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 11.03. 20mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 22.03. 15mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 28.03. 12,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 31.03. 10 mg Paroxetin und 100mg Opipramo (Insidon)
seit 06.04. 7,5 mg Paroxetin und 100 mg Opipramol ( Insidon)
täglich Fischölkapseln, ab und zu nehme ich Vitamin C, Zink, Magnesium
seit 13.04. kein Paroxetin mehr
seit 16.04 wieder 10mg Paroxetin
Absetzversuch fehlgeschlagen!
seit 24.04 Opipramol abgesetzt, keine Probleme dabei
seit 09.05. 20mg Paroxetin
Dein Beitrag hat mich sehr betroffen gemacht. Du bist mit 44 Jahren schon Frührentner und kannst aufgrund Deiner Erkrankung, Depressionen und eine Angststörung nicht mehr arbeiten.
Da bist Du mal gerade 2 Jahre jünger als ich, und verbringst Dein Leben überwiegend in Deiner Wohnung. Wie beschissen! Sorry, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein.
Ich möchte Dir dazu etwas über mich schreiben. Seit 20 Jahren habe ich immer wieder Depressionen und eine Angststörung. Meine Angst reicht von was alles passieren könnte, daß ich nicht aus dem Haus kann bis zu massiven Panikattacken. Irgendwann vor etlichen Jahren war ich auch mal soweit, ich konnte nicht mehr aus dem Haus. Ich bekam schon einen Panikanfall, wenn der Briefträger klingelte. Einkaufen, mit meinen Kinder raus gehen, ausgehen usw. alles vorbei. Morgends wachte ich schon schweißgebadet auf und hatte riesige Angst, was wohl wieder alles auf mich zukommt. Aber so wollte ich nicht leben! Meine Kinder brauchten mich ja noch, was sollten sie mit einer Mutter,die nicht aus dem Haus konnte. Da habe ich angefangen, in kleinen Schritten, mich meiner Angst zu stellen. Das dauerte natürlich, aber es wirkte. Nach vielen Wochen war ich dann wieder soweit, dass ich ohne Angst raus konnte. So habe ich es in den letzten Jahren mit vielen meiner Ängste gemacht. Immer in ganz kleinen Schritten, bis die Angst vor der Situation irgendwann weg war. Das war das einzige das wirkte. Natürlich kommt auch meine Angst immer mal wieder, aber ich habe gelernt mich ihr zu stellen und um so schneller ist sie dann wieder verschwunden. Nebenbei hatte ich natürlich auch noch meine Depressionen. Vor zwei Jahren hatte ich dann keine Kraft mehr und brach körperlich zusammen. Damals bekam ich Paroxetin, damit sich mein Zustand stabiliesieren kann. Nun bin ich dabei es wieder auszuschleichen, was jedoch nicht so einfach ist.
Ich habe Dir das geschrieben, damit Du siehst auch Du kannst wieder am leben teilnehmen. Natürlich ist es sehr schwer, ich selbst habe ja alles alleine durchgezogen. Dir würde ich raten, suche Dir eine Klinik, in der Du eine Therpaie machen kannst. Unter Anleitung eines Therapeuten kannst Du dann auch lernen Dich Deinen Ängsten zu stellen. Wenn Du wirklich ein Medikament nehmen mußt, dann wird sich in der Klinik ein geeignetes finden, das Dich dann unterstützt. Aber Du solltest etwas tun, damit es Dir besser geht.
Also gehs an, es kann nicht schlimmer werden, nur besser!
Gruß an Dich Uschi
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seit 31.03. 10 mg Paroxetin und 100mg Opipramo (Insidon)
seit 06.04. 7,5 mg Paroxetin und 100 mg Opipramol ( Insidon)
täglich Fischölkapseln, ab und zu nehme ich Vitamin C, Zink, Magnesium
seit 13.04. kein Paroxetin mehr
seit 16.04 wieder 10mg Paroxetin
Absetzversuch fehlgeschlagen!
seit 24.04 Opipramol abgesetzt, keine Probleme dabei
seit 09.05. 20mg Paroxetin
Hallo Uschi,
vielen Dank für Deinen Beitrag zu meinem Problem. Es stimmt schon, Angst vor etwas kann man nur bekämpfen, wenn man versucht, das zu tun, wovor man sie hat. Ich versuch es immer wieder, durch das Versagen wird dann meine Depression verstärkt und alles ist schlimmer als vorher. Im Laufe der Zeit versucht man dann dem Absacken in tiefere Depression durch Vermeiden angstauslösender Situationen zuvor zu kommen. Das ist der Teufelskreis. Depressiver Zustand oder Panik und Angst mit darauf folgender tieferer Depression, was von beiden ist besser zu ertragen? Andauernder mittelmäßiger Depressionszustand ist für mich besser aus zu halten als immer wiederkehrende Panikatacken mit tieferen Depressionszuständen.
Aber das alles bringt einen um, .....
Noch mal danke Uschi
Grüße von Chingo
vielen Dank für Deinen Beitrag zu meinem Problem. Es stimmt schon, Angst vor etwas kann man nur bekämpfen, wenn man versucht, das zu tun, wovor man sie hat. Ich versuch es immer wieder, durch das Versagen wird dann meine Depression verstärkt und alles ist schlimmer als vorher. Im Laufe der Zeit versucht man dann dem Absacken in tiefere Depression durch Vermeiden angstauslösender Situationen zuvor zu kommen. Das ist der Teufelskreis. Depressiver Zustand oder Panik und Angst mit darauf folgender tieferer Depression, was von beiden ist besser zu ertragen? Andauernder mittelmäßiger Depressionszustand ist für mich besser aus zu halten als immer wiederkehrende Panikatacken mit tieferen Depressionszuständen.
Noch mal danke Uschi
Grüße von Chingo
Seit 5 Jahren endogen depressiv mit generalisierter Angst
25mg Saroten, 25mg Zoloft momentan
Seit Juni 50 mg Saroten und 50 mb Zoloft
25mg Saroten, 25mg Zoloft momentan
Seit Juni 50 mg Saroten und 50 mb Zoloft
Verhaltenstherapie hilft bei Angsterkrankung
Hallo,
eigentlich habe ich mich in diesem Forum zu der Zwangserkrankung meiner Tochter u. dem Absetzen der SSRI im Forum geäußert.
Zum Thema Panikattacken kann ich auch etwas sagen. Ich hatte früher mit ganz massiven Angstzuständen zu tun. Ich konnte nicht mehr aus dem Haus gehen und Einkaufen, mit dem Bus fahren usw. war gar nicht mehr möglich. Dadurch wurde ich immer depressiver. Medikamente, damals gab es noch keine SSRi, halfen nicht. Durch Zufall bin ich, dafür bin heute noch dankbar, an einen Therapeuten gekommen, der Verhaltenstherapie machte. Durch progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, habe ich gelernt, mich zu entspannen. In dieser entspannten Phase habe ich mir vorstellen müssen, wie ich, z. B. ein Geschäft aufsuche: ich gehe durch die Eingangstür, gehe die Straße entlang, gehe ins Geschäft, kaufe die Sachen, gehe an die Kasse usw. . Wie gesagt, im entspannten Zustand (ganz wichtig) musste ich mir die Situationen vorstellen, vor denen ich Angst hatte. Zuerst die, vor denen ich nur ein wenig Angst hatte, sozusagen als Übung und dann nach und nach die Situationen, vor denen ich viel Angst hatte. Dann musste ich mir die Situation so lange vorstellen (in der Entspannungsphase), bis ich keine Anspannung und Aufregung verspürte. Das funktioniert wirklich!
Als Hausaufgabe musste ich täglich die Entspannungsübungen machen (Kassettenrecorder) und mir dann eine "Angstsituation" vornehmen und einen "kleinen Einkauf" bewältigen. Während des Einkaufens musste ich mich, so hat es mir der Therapeut beigebracht, immer wieder an die entspannte Situation erinnern, wie ich dort diese Situation empfunden habe, nämlich: angstfrei und locker. Nach und nach wurden die Ängste weniger! Außerdem habe ich mir immer wieder sagen müssen, ich Sandra, schaffe diesen Einkauf, ich bin körperlich gesund, die starke Angst kommt durch meine Phantasie, ich habe das früher geschafft, ich schaffe es jetzt auch.
Diese Übungen habe ich lange machen müssen, aber nach und nach habe ich meine Angst verloren. Das ist jetzt über 20 Jahre her, und ich habe nie wieder Panikattacken bekommen, ganz ohne Medikamente.
Ich bin der Meinung, durch eine gute Verhaltenstherapie kann ein Angsterkrankter vollständig geheilt werden! Leider muss man auch heutzutage noch diese guten Verhaltenstherapeuten regelrecht suchen, aber es gibt sie und es lohnt sich bestimmt!
Liebe Grüße
Sandra
eigentlich habe ich mich in diesem Forum zu der Zwangserkrankung meiner Tochter u. dem Absetzen der SSRI im Forum geäußert.
Zum Thema Panikattacken kann ich auch etwas sagen. Ich hatte früher mit ganz massiven Angstzuständen zu tun. Ich konnte nicht mehr aus dem Haus gehen und Einkaufen, mit dem Bus fahren usw. war gar nicht mehr möglich. Dadurch wurde ich immer depressiver. Medikamente, damals gab es noch keine SSRi, halfen nicht. Durch Zufall bin ich, dafür bin heute noch dankbar, an einen Therapeuten gekommen, der Verhaltenstherapie machte. Durch progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, habe ich gelernt, mich zu entspannen. In dieser entspannten Phase habe ich mir vorstellen müssen, wie ich, z. B. ein Geschäft aufsuche: ich gehe durch die Eingangstür, gehe die Straße entlang, gehe ins Geschäft, kaufe die Sachen, gehe an die Kasse usw. . Wie gesagt, im entspannten Zustand (ganz wichtig) musste ich mir die Situationen vorstellen, vor denen ich Angst hatte. Zuerst die, vor denen ich nur ein wenig Angst hatte, sozusagen als Übung und dann nach und nach die Situationen, vor denen ich viel Angst hatte. Dann musste ich mir die Situation so lange vorstellen (in der Entspannungsphase), bis ich keine Anspannung und Aufregung verspürte. Das funktioniert wirklich!
Als Hausaufgabe musste ich täglich die Entspannungsübungen machen (Kassettenrecorder) und mir dann eine "Angstsituation" vornehmen und einen "kleinen Einkauf" bewältigen. Während des Einkaufens musste ich mich, so hat es mir der Therapeut beigebracht, immer wieder an die entspannte Situation erinnern, wie ich dort diese Situation empfunden habe, nämlich: angstfrei und locker. Nach und nach wurden die Ängste weniger! Außerdem habe ich mir immer wieder sagen müssen, ich Sandra, schaffe diesen Einkauf, ich bin körperlich gesund, die starke Angst kommt durch meine Phantasie, ich habe das früher geschafft, ich schaffe es jetzt auch.
Diese Übungen habe ich lange machen müssen, aber nach und nach habe ich meine Angst verloren. Das ist jetzt über 20 Jahre her, und ich habe nie wieder Panikattacken bekommen, ganz ohne Medikamente.
Ich bin der Meinung, durch eine gute Verhaltenstherapie kann ein Angsterkrankter vollständig geheilt werden! Leider muss man auch heutzutage noch diese guten Verhaltenstherapeuten regelrecht suchen, aber es gibt sie und es lohnt sich bestimmt!
Liebe Grüße
Sandra
Hallo Sandra,
erst mal danke ich dir für deine Antwort.
Das mit der Verhaltenstherapie habe ich in der Tagklinik (9Wochen) und bei meinen zwei Therapeuten, die ich bisher hatte, (beide male so nach der 12. Stunde abgebrochen) auch praktiziert, hab mich entspannen können, habe bestimmte Angstsituationen einigermaßen in den Griff bekommen. Bei meinen Angstzuständen kann ich aber die Angst größtenteils nicht einordnen, es ist die Angst vor der Angst.
Wenn Situationen auf mich zu kommen, die etwas Anspannung erzeugen werden, habe ich einen Tag vorher schon Angst vor dieser Situation und ich steigere mich so weit hinein, bis ich das Vorhaben nicht mehr verwirklichen kann. Das ist die "Generalisierte Angst".
Ich werde mal demnächst bei meiner Nervenärztin einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik beantragen. Vielleicht komme ich dann weiter.
Liebe Grüße von Chingo und nochmals danke Sandra
Vielleicht weiß noch jemand etwas zu diesem Thema, würde mich sehr freuen!!
erst mal danke ich dir für deine Antwort.
Das mit der Verhaltenstherapie habe ich in der Tagklinik (9Wochen) und bei meinen zwei Therapeuten, die ich bisher hatte, (beide male so nach der 12. Stunde abgebrochen) auch praktiziert, hab mich entspannen können, habe bestimmte Angstsituationen einigermaßen in den Griff bekommen. Bei meinen Angstzuständen kann ich aber die Angst größtenteils nicht einordnen, es ist die Angst vor der Angst.
Wenn Situationen auf mich zu kommen, die etwas Anspannung erzeugen werden, habe ich einen Tag vorher schon Angst vor dieser Situation und ich steigere mich so weit hinein, bis ich das Vorhaben nicht mehr verwirklichen kann. Das ist die "Generalisierte Angst".
Ich werde mal demnächst bei meiner Nervenärztin einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik beantragen. Vielleicht komme ich dann weiter.
Liebe Grüße von Chingo und nochmals danke Sandra
Vielleicht weiß noch jemand etwas zu diesem Thema, würde mich sehr freuen!!
Seit 5 Jahren endogen depressiv mit generalisierter Angst
25mg Saroten, 25mg Zoloft momentan
Seit Juni 50 mg Saroten und 50 mb Zoloft
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Hallo Chingo,
ja, du müsstest versuchen, mit der Situation anzufangen, vor der du nur ganz wenig Angst hast (sehr wichtig!). Man darf nicht gleich eine "große Aktion" starten.
Die Angst vor der Angst ist das hauptsächliche Problem, das war bei mir genauso und das haben wohl alle Angsterkrankten.... ein Teufelskreis.
Es gibt eine sogenannte Angstkurve, d. h. die Angst steigt an und wenn sie den Höhepunkt erreicht hat (u. a. man hat das Gefühl gleich umzufallen oder keine Luft zu bekommen), dann fällt das Angstgefühl ganz automatisch wieder ab (immer!), höher steigt die Kurve nicht, das geht gar nicht! Wenn man diesen Punkt einige Male entspannter überwunden hat, dann verliert man auch die Angst davor, weil es passiert ja nichts, man wird nicht "verrückt" o. ä. Nach und nach wird die Angst vor der Angst weniger.
Ganz wichtig ist ein guter Verhaltenstherapeut, der sich Zeit nimmt und der sich mit Angsterkrankungen sehr gut auskennt.
Ich wünsche dir viel Glück, du wirst sehen, du schaffst es auch. Ich drücke dir die Daumen.
Viele Grüße
Sandra
ja, du müsstest versuchen, mit der Situation anzufangen, vor der du nur ganz wenig Angst hast (sehr wichtig!). Man darf nicht gleich eine "große Aktion" starten.
Die Angst vor der Angst ist das hauptsächliche Problem, das war bei mir genauso und das haben wohl alle Angsterkrankten.... ein Teufelskreis.
Es gibt eine sogenannte Angstkurve, d. h. die Angst steigt an und wenn sie den Höhepunkt erreicht hat (u. a. man hat das Gefühl gleich umzufallen oder keine Luft zu bekommen), dann fällt das Angstgefühl ganz automatisch wieder ab (immer!), höher steigt die Kurve nicht, das geht gar nicht! Wenn man diesen Punkt einige Male entspannter überwunden hat, dann verliert man auch die Angst davor, weil es passiert ja nichts, man wird nicht "verrückt" o. ä. Nach und nach wird die Angst vor der Angst weniger.
Ganz wichtig ist ein guter Verhaltenstherapeut, der sich Zeit nimmt und der sich mit Angsterkrankungen sehr gut auskennt.
Ich wünsche dir viel Glück, du wirst sehen, du schaffst es auch. Ich drücke dir die Daumen.
Viele Grüße
Sandra
Hallo Sandra (und jeder, der dies liest),
danke dir für deine Antwort und dein Daumendrücken! Bei meinen zwei Therapeuten, die ich bisher hatte (Beide Therapien abgebrochen), war das Scheitern dadurch entstanden, daß ich die auferlegten Aufgaben des jeweiligen Therapeuten nicht in die Tat umsetzen konnte, weil es vor Angst, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit usw nicht ging. Das sind die depressiven Zustände, die bei mir abwechselnd oder zusammen mit den Angstphasen auftreten. Die Hoffnungslosigkeit und Gelähmtheit, Gefühlslosigkeit (außer Trauer und Angst) machten das Durchführen der vom Psychotherapeuten vorgeschlagenen Aufgaben zur Angstbewältigung nicht möglich.
Ich glaube daß die Angstbewältigung bei einem Patienten, der vorwiegend an Angst leidet und die Depression nicht so tief ist, die Zusammenarbeit mit einem Therapeuten viel fruchtbarer ist.
Meine Hoffnungslosigkeit lähmt meine Aktivität der Bewältigung der Angst.
Es ist so, als ob mein Unterbewusstsein jede Aktivität verbietet, und das Bewusstsein (logisches Denken) mir die Aktivität zur Angstbewältigung befiehlt. Das Unterbwusstsein gewinnt aber immer. Na ja, ich muß weiter kämpfen, aber wie lange hält ein Mensch so was aus?
Liebe Grüße von Chingo
danke dir für deine Antwort und dein Daumendrücken! Bei meinen zwei Therapeuten, die ich bisher hatte (Beide Therapien abgebrochen), war das Scheitern dadurch entstanden, daß ich die auferlegten Aufgaben des jeweiligen Therapeuten nicht in die Tat umsetzen konnte, weil es vor Angst, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit usw nicht ging. Das sind die depressiven Zustände, die bei mir abwechselnd oder zusammen mit den Angstphasen auftreten. Die Hoffnungslosigkeit und Gelähmtheit, Gefühlslosigkeit (außer Trauer und Angst) machten das Durchführen der vom Psychotherapeuten vorgeschlagenen Aufgaben zur Angstbewältigung nicht möglich.
Ich glaube daß die Angstbewältigung bei einem Patienten, der vorwiegend an Angst leidet und die Depression nicht so tief ist, die Zusammenarbeit mit einem Therapeuten viel fruchtbarer ist.
Meine Hoffnungslosigkeit lähmt meine Aktivität der Bewältigung der Angst.
Es ist so, als ob mein Unterbewusstsein jede Aktivität verbietet, und das Bewusstsein (logisches Denken) mir die Aktivität zur Angstbewältigung befiehlt. Das Unterbwusstsein gewinnt aber immer. Na ja, ich muß weiter kämpfen, aber wie lange hält ein Mensch so was aus?
Liebe Grüße von Chingo
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