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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Grüss Euch :)

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Rosenplanet
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Grüss Euch :)

Beitrag von Rosenplanet »

Grüss Euch :)

Ich bin männlich, schon 40 gewesen und komme aus der Schweiz.
Seit bald 25 Jahren, wahrscheinlich auch schon vorher, habe ich Ängste vor meinen Mitmenschen (soziale Phobie)
und fast ebensolange immer wieder depressive Episoden. Von den gängigen AD's habe ich (leider!) schon fast alle
durchprobiert, mal mit grösserem, mal mit kleinerem Erfolg. Seit bald 3 Jahren gehe ich auch in eine Verhaltenstherapie
wegen meinen sozialen Ängsten. Vor 3 Jahren habe ich den Psychiater gewechselt, der an mir dann verschiedene AD's "ausprobierte".
Gleichzeitig gab er mir auch Alprazolam (Xanax), welches für Notfälle und die durch AD's verursachten Ängste gedacht war.
Mittlerweile bin ich bei 6mg Xanax pro Tag angelangt, zusammen mit 720mg Noveril (ein altes AD).
Ich merke wie ich langsam gefühlsmässig immer mehr abstumpfe und möchte endlich von den Medis loskommen, vor allem von den Benzos!
Und ja, vielleicht muss ich halt nochmal den Psychiater wechseln, denn der jetzige hat mir, obwohl er von meinem zeitweisen Hang zum Alkohol
wusste, die Benzos verschrieben, was man wie ich mich informiert habe nicht machen sollte...
Naja, ich freue mich darauf mich hier ab und zu mit Euch auszutauschen :)

Bis bald,
Rosenplanet
Zur Zeit auf 6mg Alprazolam (Xanax)
und 720mg Noveril (ein AD).
...und möchte endlich weg von den Medikamenten!
mücke
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Re: Grüss Euch :)

Beitrag von mücke »

Hallo Rosenplanet

Willkommen bei uns.
6 mg Xanax tgl. :shock: , das ist sehr viel.
Wie hast du denn geplant vorzugehen?

Gruss Mücke
Rosenplanet
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Re: Grüss Euch :)

Beitrag von Rosenplanet »

Hallo Mücke

Leider weiss ich noch nicht genau wie ich vorgehen soll.
Eventuell aber mit einer Substitution durch Valium o.ä. und gleichzeitiger/nachfolgender Reduktion,
wie ich es hier auf Eurer Seite, in den Beiträgen über die Benzos, gelesen habe.

Eigentlich sollte ich das mit meinem jetzigen Arzt besprechen, habe jedoch Angst davor, da er meine
schleichend zunehmende Abhängigkeit ( am Anfang 1/4mg Xanax pro Tag, jetzt nach 3 Jahren 6mg, Tendenz noch eher steigend :( )
nicht als ein grosses Problem ansieht. Obwohl ich mich schon mehrfach besorgt über meinen zunehmenden Benzo-Konsum geäussert habe
und auch schon aufhören wollte damit.
Aber eben, dieser Arzt hat mir auch schon geholfen, bei Problemen an der Arbeit und hat mich zum Anfangen einer Verhaltentherapie veranlasst. Und ich hatte deshalb bis anhin immer mehr oder weniger vertrauen zu ihm.

Mal schauen , nächste Woche hebe ich wieder einen Termin bei ihm...

Liebe Grüsse,
Rosenplanet
Zur Zeit auf 6mg Alprazolam (Xanax)
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...und möchte endlich weg von den Medikamenten!
mücke
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Re: Grüss Euch :)

Beitrag von mücke »

Hallo Rosenplanet
Leider weiss ich noch nicht genau wie ich vorgehen soll.
Eventuell aber mit einer Substitution durch Valium o.ä. und gleichzeitiger/nachfolgender Reduktion,
wie ich es hier auf Eurer Seite, in den Beiträgen über die Benzos, gelesen habe.
6 mg Xanax entsprechen 120 mg Diazepam. Das ist sehr viel.
An deiner Stelle würde ich versuchen das Xanax in kleinen Schritten ( 0,25 mg pro Monat ) zu reduzieren,
evtl. beim letzten mg auf Diazepam umstellen, wenns zu schwierig wird.

Du brauchst auf jeden Fall einen Arzt vor Ort, der dich medizinisch begleitet.
Machst du noch Verhaltenstherapie?
Hier könntest du dann auch Unterstützung bekommen.
Tips, wie du dich beim Entzug am Besten verhältst.

Gruss Mücke
Rosenplanet
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Re: Grüss Euch :)

Beitrag von Rosenplanet »

mücke hat geschrieben:Hallo Rosenplanet

6 mg Xanax entsprechen 120 mg Diazepam. Das ist sehr viel.
An deiner Stelle würde ich versuchen das Xanax in kleinen Schritten ( 0,25 mg pro Monat ) zu reduzieren,
evtl. beim letzten mg auf Diazepam umstellen, wenns zu schwierig wird.

Du brauchst auf jeden Fall einen Arzt vor Ort, der dich medizinisch begleitet.
Machst du noch Verhaltenstherapie?
Hier könntest du dann auch Unterstützung bekommen.
Tips, wie du dich beim Entzug am Besten verhältst.

Gruss Mücke
Hallo Mücke

Danke für Deinen Tipp zur Reduzierung in 0.25mg-Schritten, das geht dann ja 2 Jahre mindestens :shock:
Ja, ich gehe noch in die Verhaltenstherapie und habe mehr Vertrauen zur Therapeutin als zum jetzigen Arzt.
Vielleicht werde ich doch den Arzt wechseln müssen...

Liebe Grüsse,
Rosenplanet
Zur Zeit auf 6mg Alprazolam (Xanax)
und 720mg Noveril (ein AD).
...und möchte endlich weg von den Medikamenten!
pajes
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Re: Grüss Euch :)

Beitrag von pajes »

Hallo Rosenplanet
Ich entziehe jetzt seit 1,5 Jahren Clonazepam (umgerechnet 40 mg Diazepam), der Entzug ist hart, aber mit viel Geduld mit sich selbst zu schaffen, so weit ich das bis jetzt sagen kann.
ich weiß nicht, ob dir jemand oder du dir selbst Druck machst wegen dem Absetzen, aber selbst wenns 3 Jahre sind, was solls? Lieber langsam und stabil als huddeln und scheitern, so meine Meinung (da ich noch nicht auf Null bin, kann ich das auch noch nicht endgültig sagen).

Der Vorteil des ambulanten Entzuges ist die Möglichkeit, das in einer Therapie erlernte im Alltag zu üben und eine Normalität des Alltags zu bewahren. Die Möglichkeit, stationär zu gehen bleibt dir ja jederzeit.

Die Ängste können bei der Dosis vom Medikament selbst ausgelöst sein - die paradoxe Wirkung von Benzodiazepinen kenn ich inwischen auch, mir geht es mit weniger Clonazepam inzwischen besser als mit mehr. Irgendwann muss sich das Wirkprofil vom Clonazepam bei mir geändert haben - es kann also gut sein, es geht dir mit weniger Xanax besser als mit so viel wie jetzt.

Viele Grüße und ein gutes neues Jahr, pajes
Seit 2009 Entzug von 2,0mg Rivotril (Clonazepam), seit dem 9.12.16 auf Null.
2008: ca. 13 Tropfen Atosil zum Einschlafen, ausgeschlichen 2014
Opipramol
Mai 2011: Einschleichen von 150mg Opipramol (beruflicher Streß)
April 2012, schneller Absetzversuch auf 75mg, gescheitert.
24.4. 125 mg, Entzug: anschließend 4 Wochen erkältet
10.05. 100mg
24.05. 75mg, Entzug: 3 Wochen Zyklusstörung, massive Hassgefühle, Depression. Behandlung durch Homöopathie, abwarten
19.07. auf ca. 88,5mg Opipramol
2014: 67,47 mg Opipramol, 59 mg Opipramol
5/2015 Wechsel auf flüssiges Opipramol: Insidon. Wechsel war katastrophal da offizielle Umrechnungsmenge für mich zu niedrig war - also höher dosiert auf 65mg Insidon.
2016 58,24mg Insidon
2017 54,49mg Insidon
Entzugssymtome Rivotril: Ängstlichkeit, Unruhe
Entzugssymptome Opipramol: heftige Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchblutungsstörung, Zyklusstörung, neuralgische Schmerzen, Mundentzündungen (alles vorher nie gehabt)
Angst, Unruhe, Depression, Aggressivität, emotionale Taubheit bis ca. 75mg, übermässiges Denken (alles vorher nie in dem Ausmass gehabt)
Gesperrt