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Absetzerscheinungen Trimipramin

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Diana Valesko
Beiträge: 2
Registriert: 27.10.2008 09:52

Absetzerscheinungen Trimipramin

Beitrag von Diana Valesko »

Hallo,

wegen masiver Schlafstöfungen habe ich 8 Monate abends 100mg Trimipramin genommen.
Das Schlafen hat immer nur stundenweise funktioniert, habe enorme Heisshungerattacken nachts gehbt und ca. 10 kg zugenommen. Eine antidepressive Wirkung ht sich nach 1 Monat eingestellt, auch eine positive Auswirkung auf meine Dauerschmerzen nach 5 Schulteroperationen. Da die Wirkung bezüglich des Schlafes nicht ausreichend ist und die Nebenwirkungen, Opstipation, trockene Schleimhäute, Juckreiz und Gewichtszunahme nicht im Verhältnis Nutzen-Nachteile stehen habe ich angefangen in 25mg Schritten auszuschleichen.

Nun nehme ich seit 5 Tagen keine Trimipramin mehr. Nach wir vor sind Unruhe und Schlafstörungen vorhanden, Heißhunger und Juckreiz, inzwischen schwitze ich derart, besonders Nachts, dass ich mich frage, ob das eine Art "Entzugserscheinungen" sind. Ich bin auch in den Wechseljahren und bekomme Mericomp 2 mg, was die Hitzewallungen eigentlich ganz gut eingedämmt hat.

Kann mir jemand raten, ob das Absetzphänomene sein könnten, und ob es etwas dagegen gibt.
Außerdem sind die jahrzehntelangen Schlafstörungen ein massives Problem, was ich gerne beseitigen möchte.

Freue mich über Tipps

Viele Grüße

Diana
Marsupilami

Re: Absetzerscheinungen Trimipramin

Beitrag von Marsupilami »

Hallo,

lies mal die allgemeinen Infos in der Info-Sektion. Mit den Hitzewallungen ist das wohl schwierig zuzuordnen, wenn sie auch durch die Klimakteriums-Umstellungen kommen könnten. Wenn Du wieder auf die Menge hochgehst, bei der die Symptome noch nicht da waren und es direkt wieder besser wird, handelt es sich ziemlich sicher um Absetzerscheinungen. Evtl. langsamer absetzen (siehe auch die Absetzpläne hier).
Was das "Beseitigen" der Schlafstörungen angeht: "Beseitigen" kann man das sicher nicht so leicht. Chemie unterdrückt gewaltsam Symptome und ist immer problematisch, denn es läuft dann ja auf eine lebenslange Einnahme hinaus, weil die Ursachen nicht beseitigt werden. Hast Du denn irgendeine Idee, woher die Schlafstörungen kommen? Schlafstörungen können ja auch ein Problem der hormonellen Umstellung während des Klimakteriums sein.
Hat man Dich über die Gefahren der Hormonersatz-Therapie und über gefahrlose Alternativen wie z.B. Homöopathie ausreichend aufgeklärt?
Diana Valesko
Beiträge: 2
Registriert: 27.10.2008 09:52

Re: Absetzerscheinungen Trimipramin

Beitrag von Diana Valesko »

Hallo,
vielen Dank für die schenlle Antwort. Bin 47 und habe seit 1 J. die Hormonersatztherapie mit Mericomp. Anfänglich hatten die Hitzewallungen sich gebessert, mir wurde gesagt, dass nach 5 Jahren Einnahme das Brustkrebsrisiko steige.
Ich habe 5-6 Jahre Mönchspfeffer und Gelbkörper auf pflanzlicher Basis genommen, was dann aber nicht mehr reichte.

Zu den Schlafstörungen kann ich nur sagen, dass sie seit bestimmt 2Jahrzehnten bestehen, mit Psychotheraphie, pflanzlichen Mitteln, Remergil und Trimpramin und etlichen Versuchen mit anderen Antidepressiva behandelr wurden. Auch habe ich von Lexotanil über, Ximovan und Rohypnol einiges genommen. Die Medikamente haben bei mir zum Teil den gegenteiligen Effekt und ich bin noch unruhiger. Dazu kommt, dass ich seit 15 Jahren eine Schultererkrankung habe, die mit chronischen Schmerzen und 5 Operationen behaftet ist. Habe antientzündliche Theraphie und auch Morphinpräparate genommen, die ich jetzt nicht mehr bekomme. Die Schmerzen führen auch zu Schlafstörungen, da ich nicht gut liegen kann. Der Teufelskreis lies sich bisher durch nichts durchbrechen und die Angst vor den Nächten ist der Horror. Mit Trimipramin ging es anfangs stundenweise mit dem Schlaf, nach einiger Zeit aber nicht mehr., Es blieben Unruhe, Heißhunger und Jucken, Gewichtszunahme. Nun habe ich wohl zu schnell ausgeschlichen, denn das abnorme Schwitzen hatte ich trotz der Wechseljahre nicht in diesem Umfang, es trat 3Tage nach der letzten Medikamenteneinnahme von Trimipramin auf. Habe in den Infos über die Absetz-Pläne gelesen, die sich aber alle auf andere Medikamente beziehen. Den trizyklischen Antidepressiva werden ja nicht so extreme Absetzerscheinungen zugesagt.
Ich weiß momentan nicht so recht, wie es weitergehen soll. Bin zudem auch psychisch durch eine Krebserkrankung meiner Mutter, die rezidiviert ziemlich angeschlagen, was dem Schlaf auch nicht gerade zuträglich ist.

Viele Grüsse
Diana
Gesperrt