Ich bin die katzi, bin 29 und weiblich.
Ich habe von kleinauf eine extreme Angst vor Zahnärzten und Spritzen und durfte schon eine Reihe Psychotherapeuten in Anspruch nehmen. Keiner konnte mir helfen.
Zudem habe ich vor einigen Jahren eine extreme Angst vor Krankheiten entwickelt. Soll heißen, jedes Zipperlein war gleich eine tödliche Krankheit, ich hatte Symptome, die wahrscheinlich nur eingebildet waren.
Seit einigen Jahren nehme ich Fluoxetin, 40mg pro Tag. Die Angststörung hat sich wirklich gebessert, ist nahezu weg. Blutabnehmen geht mittlerweile ohne Angst, nur der Zahnarzt ist noch nicht mein bester Freund.
Es war also eigentlich alles auf einem guten Weg, ich wollte die Tabletten vor 2 1/2 Jahren absetzen. Wir haben dann versucht, ein Baby zu bekommen .. was leider in einer Katastrophe endete und seitdem habe ich mich irgendwie nicht wieder erholt. Ich habe das Kind verloren, musste notoperiet werden und habe daher nur noch einen Eileiter, der auch nicht voll funktionsfähig ist. Fazit: Ich werde wohl kaum mehr die Chance haben, eigene Kinder zu bekommen. Seither bin ich depressiv und eigentlich nicht mehr die Person, die ich mal war. Fluoxetin nehme ich weiterhin, die Dosis wurde auf die jetzt 40mg erhöht. Gut geht's mir trotzdem nicht - im Gegenteil. Ich bin völlig anders. Mir ist alles egal .. ich habe seit der OP 40 !! Kilos zugenommen, ich bin fett und häßlich und ich kann - aufgrund dieser Egal-Einstellung - nichts ändern. Ich versuche es, jeden Tag aufs Neue. Aber ich komme gegen die Lethargie, die dieses Medikament verursacht, nicht mehr an.
Seit Frühjahr versuche ich, einen Reha-Platz zu bekommen. Der erste Antrag wurde abgelehnt, da man meine "kleinen" Störungen auch gut per Therapeut behandeln kann. Sehr witzig .. dass das nicht klappt, hatten wir ja bereits festgestellt. Nun läuft schon seit Monaten das Widerspruchsverfahren .. es geht allerdings nichts voran.
Ja .. und ich will .. ich MUSS diese Antidepressiva absetzen, sonst eskaliert das ganze bei mir. Seitdem ich die Tabletten nehme, seit der OP habe ich diese Essstörung (Binge Eating Disorder), die Antidepressiva halten mich davon ab, mehr auf mich zu achten. Ich nehme mich gar nicht mehr wahr.
So, ich denke, das reicht erstmal. *seufz*