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 ! Nachricht von: Oliver

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Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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@ Time: Frage zu Venlafaxin

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

@ Time: Frage zu Venlafaxin

Beitrag von Candy »

Hallo Time,

erst mal ein ganz dickes Dankeschön für die tollen, ausführlichen Informationen, die du mir hast zukommen lassen, bzw. meinem Freund, während ich in der Psychiatrie war.
Habe mir nach der Entlassung (naja, ich habe mich mal wieder "selbst" entlassen, weil es dort die Hölle war und der Stationsarzt besser hätte Armeeausbilder werden sollen) von meiner Psychiaterin weiter Remergil verschreiben lassen, weil ich die ja in der Klinik schon eine Woche bekommen hatte.
Jetzt habe ich die Remergil (45 mg) von einem Tag auf den anderen nicht mehr genommen, weil ich mit den Nebenwirkungen absolut nicht leben konnte: Wahnsinnige Kopf- und Magenschmerzen Tag und Nacht, Wassereinlagerungen, so dass ich morgens kaum die Kaffeetasse halten konnte - so dick waren meine Finger.
Als ich das gestern meiner Psychiaterin mitgeteilt habe, meinte sie nur: "Bei Ihnen ist das aber auch schwierig, ein Antidepressiva zu finden, mit dem Sie einverstanden sind!"
Sie war dann der Ansicht, ich sollte halt gar keins nehmen, sondern die Zeit bis zum Klinikaufenthalt in Tiefenbrunn (das kann noch Wochen dauern) mit Tavor überbrücken. Sie meinte, ihr sei gar nicht wohl bei dem Gedanken, dass ich die Zeit zu Hause überbrücken will und ich soll ja bloss bei dem leisesten Anflug von Nervosität oder Depris brav eine Tavor nehmen - sozusagen medikamentöse Krisenintervention oder so was?!
Da ich Tavor nun schon so viele Wochen täglich nehme, wirken die auch nicht mehr besonders - eine "Happy-Wirkung" ist schon mal gar nicht mehr vorhanden, lediglich die Unruhe ist dann etwas weniger und schn**den tue ich auch nach wie vor - allerdings nicht mehr sooo schlimm, weil ich Angst vor der "Geschlossenen" habe....
Du hattest in dem einen Thread Venlafaxin vorgeschlagen. Da ich im Internet nicht so richtig schlau geworden bin, wie das denn nun wirkt, wollte ich dich noch mal fragen, ob das eine Alternative für mich wäre (zu Paroxetin und Remergil). Ist das auch ein SSRI?
Dann hattest du einen nicht selektiven Betablocker (Propranolol) als Begleitmedikation vorgeschlagen. Ist das nicht in erster Linie ein "Herzmedikament"? Was soll ein Betablocker in meinem Fall bewirken?
Wäre lieb, wenn du mir zu Venlafaxin und Propranolol noch ein paar Infos geben könntest, denn ich habe das Gefühl, die Entscheidung meiner Ärztin, gar kein AD mehr zu verordnen, ist eine klare Fehlentscheidung!!!

Liebe Grüsse von der Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
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