Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Vorstellung Mareile

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Mareile
Beiträge: 99
Registriert: 17.01.2008 20:04

Vorstellung Mareile

Beitrag von Mareile »

Hallo, ich bin Mareile, 69ger Jahrgang, arbeite in einer Apotheke und lebe alleine.

Vor 2 Jahren wurde meine Arbeitsstelle stundenmäßig gekürzt, meine Vermieter, bei denen ich fast wie eine Enkelin wohne spielten plötzlich verrückt , ein Zahn entzündete sich, ich war erkältungsmäßig krank und musste arbeiten und am Wochenende für meine Eltern da sein( mein Vater hat Parkinson und ist auf Betreuung angewiesen), dafür pendele ich jedes Wochenende etwa 100 Kilometer ins Saarland.Was jahrelang gut lief klappte nicht mehr, mir gingen plötzlich die Kräfte aus, nachdem ich mich mit Arbeitsstelle,und den Vermitern arrangiert hatte, mein Zahn geheilt war und die Erkältung verschwunden war.
Mein Körper reagierte plötzlich mit Schwindelanfällen, Zittern , Schweißausbrüchen und Schlaflosigkeit.
In meiner Apotheke zu arbeiten war sehr schwierig, in meiner Kirche, in der ich ehrenamtlich Gottesdienste halte konnte ich nichts mehr machen bis ich Dank Citalopram wieder Mensch wurde.
Ich habe unheimlich viele Bücher zum Thema Angst gelesen, auch eines von Jens Baum.
Dieses hat mir in der Zeit als ich es ohne Medikament versuchen wollte viel Kraft gegeben, auch das andere:" Keine Angst vor morgen", das er auch geschrieben hat.Leider gingen nach dem problemlosen Ausschleichen von Citalopram die alten Probleme wieder los. also bin ich wieder eingeschlichen und fürchte mich vor einem neuen Ausschleichversuch.
Nach einem Jahr Beschäftigung mit der Angst, sagte mein Therapeut zu mir, dass Konfrontation nicht mein Thema sei, sondern, dass bei mir ein Burnout vorläge. Seitdem gehen wir Alltagssituationen durch.
Im Endeffekt geht es bei mir wohl darum, mehr Zeit für meine Freunde und mich zu haben, weniger zu arbeiten und für meine Eltern eine Lösung zu finden.
Das muss ich lernen, von Hause aus bin ich eigentlich ein Workohalic. Aber weniger ist wohl mehr.
Ich hoffe da eine Lösung für mich zu finden und das dann mein Körper nicht mehr mit Angst reagiert.

Gruß
Mareile
Nehme seit 2006 Citalopram 40mg wegen Burnoutsyndrom und Angst, seitdem wieder Lebensqualität.
Ausschleichversuch Anfang 2007 ohne Probleme auf 0mg. Nach 6 Wochen ohne kamen die alten Symptome wieder. Erneutes Einschleichen auf wieder 40mg und nach 3 Monaten wieder Besserung.
Fürchte mich irgendwie vor erneutem Ausschleichen, wünsche mir aber ein Leben ohne Medikament
Anfang Februar 2009 auf 20mg reduziert ohne Probleme
mücke
Beiträge: 2922
Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
Danksagung erhalten: 19 Mal

Re: Vorstellung Mareile

Beitrag von mücke »

Hallo Mareile

Danke für deine Vorstellung. Ich hoffe, daß du einen guten Weg für dich finden wirst.

Gruss Mücke
Gesperrt