Ich bin der Meinung, dass es nur sehr wenige Menschen mit Angst- und Panikstörung gibt, die dauerhaft ein Ad nehmen sollten oder gar müssen.
Lyrica in solch hoher Dosis, dazu noch Doxepin und andere ADs, halte ich geradezu für unverantwortlich, sie ambulant zu verabreichen.
Leider ist es nun mal so, dass Angst/Panik nicht durch Medikamente "geheilt" werden kann - und es nutzt nichts, so viel wie möglich davon zu nehmen, um nur ja keine Angstsymptome mehr zu spüren. Im Gegenteil: Gerade DAS hindert einen daran, wirklich an sich zu arbeiten - zumindest ist das meine Auffassung. Denn - je weniger ich spüre, desto weniger verspüre ich den Wunsch, etwas anderes zu tun, was sicher sinnvoller wäre, als lebenslang ein AD zu nehmen.
Bitte sei mir nicht böse, aber bei deinen Beiträgen kommt in mir das Gefühl auf, du nimmst die Sache mit Medikamenten etwas zu locker und leicht - und einfach zu sagen, naja, dann nehm ich halt wieder Diazepam......sorry, aber das ist schon ziemlich naiv in meinen Augen, wenn ich sehe, was damit angerichtet werden kann....
Du hast mit Haldol entzogen? Puh....ich kenne das Haldol als eines der Schlimmsten, die überhaupt in der Psychiatrie eingesetzt wurden. Eigentlich nur, wenn der Betreffende absolut ruhig zu stellen war....das finde ich schon hammermäßig, ein anderes Medi ausgerechnet mit Haldol zu entziehen....
Zu mir muss ich sagen, dass es zwar sicherlich auf den Therapeuten, aber in erster Linie auch darauf ankommt, ob eine PT "funktioniert", wie weit man selbst zur Zusammenarbeit und zur Arbeit überhaupt bereit ist. Sei es, dass man es noch nicht schafft, sei es, dass man nicht will. Beides hab ich kennengelernt. Ich hab mehrere Therapeuten "durch" - bei einigen war die Therapie beendet, bei anderen kam ich nicht mit den Wünschen, die ich meinen Theras gegenüber hatte, an. Allerdings hab ich immer zunächst versucht, dem Therapeuten klar zu machen, was ICH möchte - und wieweit ER mir damit helfen kann. Und das hat weniger mit dem Intelligenzquotienten, als einfach mit der Berufsauffassung und der -ausübung zu tun.
Genauso hab ich jetzt auch mittlerweile den 5. oder 6. Psychiater, besser gesat, Psychiaterin. Ich bin sehr eigen und muss sagen, dass ich gehe, wenn ich merke, dass ich mit etwas nicht klarkomme. DANN allerdings suche ich solange und probiere so lange aus, bis ich meine den oder die Richtige/n gefunden zu haben. Egal, ob ich von der letzten Therapie oder Behandlung frustriert oder verärgert war.
Liebe Grüße
Anja