bin neu hier und habe mir schon diverse Beiträge wie auch das Infopaket zum Thema Absetzprobleme durchgelesen. Trotzdem möchte ich auch für meinen persönlichen Fall nochmal die Frage stellen: wie langsam muss man denn absetzen?
Mein Fall: ich habe von Anfang Dezember bis Ende Februar Citalopram genommen (Steigerung auf Tagesdosis von 40 mg innerhalb der ersten 2-3 Wochen, dann konstant 40 mg). Von Anfang März bis Anfang Mai habe ich begonnen, die Dosis ca. alle 3 Wochen um 10 mg zu reduzieren; dabei ging es mir die ganze Zeit psychisch sehr gut. Die Nebenwirkungen waren z.T. ähnlich wie beim Dosisaufbau zu Beginn der Behandlung: Schlafstörungen, sehr lebhafte Träume, Verdauungsstörungen - alles in einem sehr erträglichen Rahmen und teils sogar angenehm (die Träume: sehr "farbig", sehr skurril - es machte richtig Spaß, sich beim Aufwachen daran zu erinnern
Seit gut einer Woche habe ich jetzt gar nichts mehr eingenommen, und schon einen Tag später zeigten sich erste Absetzsymptome: ein Zwischending aus Schwindel und leichten elektrischen Empfindungen - ungefähr so, als würde man kurz ausrutschen und dabei erschrecken. Nur dass dieses kurze "Erschrecken" leider pausenlos passiert, was ganz schön irritierend ist.
Die Symptome haben sich seit ihrem ersten Auftreten nicht verändert, weder verbessert noch verschlimmert. Abgesehen von der ständigen Irritation, die sie bei mir hervorrufen, beeinträchtigen sie mich (zumindest bis jetzt) nicht so stark, dass ich unbedingt etwas dagegen unternehmen müsste. Ich frage mich aber, wie lange das so weiter geht und ob es nicht vielleicht doch sinnvoller ist, wieder mit einer kleinen Dosis Citalopram anzufangen und dann noch langsamer abzusetzen.
Kann mir jemand dazu einen Tipp geben?
Noch eine andere Frage, die zwar nicht direkt hierher gehört, zu der aber hier vielleicht auch jemand was weiß: Meine Depressionen begannen während einer Urlaubsreise, auf der ich zum ersten Mal ein Malariamittel (Malarone) einnahm. Schon anfangs - und im Rückblick immer mehr - habe ich den Verdacht, dass Malarone tatsächlich der Auslöser für die Depressionen war, denn vorher ging es mir sehr gut und schon während des Urlaubs begann ich, das Interesse an meiner Umwelt zu verlieren und immer passiver zu werden - dabei war die Umgebung wahrhaftig interessant genug!
Haltet ihr es für möglich, dass Malarone bei mir tatsächlich solche Nebenwirkungen hatte? Lässt sich eine solche Vermutung überhaupt im Nachhinein klären?
Liebe Grüße,
Biddie