Hallo zusammen,
möchte mal fragen, ob jemand das Absetzen geschafft hat, obwohl er vorher wiederkehrende Depressionen hatte.
Lese leider immer, daß viele ohne die Medikamente nicht auskommen und diese dauerhaft nehmen müssen.
Wer weiß einen Rat?
Vielen lieben Dank!
Grüße an alle hier
von Ina!
Frage an alle im Forum!
-
Oliver
- Gründer
- Beiträge: 11072
- Registriert: 10.10.2003 23:58
- Hat sich bedankt: 713 Mal
- Danksagung erhalten: 420 Mal
Hallo Ina.
Das beste ist wahrscheinlich, wenn Du Dir selber ein Bild machst, indem Du Dich fachlich mit der Thematik beschäftigst und schaust, was denn die Wissenschaft bis heute wirklich über Depressionen, ihre Entstehung und Behandlung weiss - das ist zwar sehr ernüchternd, aber vielleicht gibt Dir das eine neue Perspektive - für mich war das einer der wichtigsten Faktoren im Prozess mit Depressionen leben zu lernen.
Lies z.B. mal die Texte im Antidepressant Web von Charles Medawar auf www.socialaudit.org.uk oder die deutsche Zusammenfassung auf unserer Website ( www.adfd.org/medawar-de.html ). Und überhaupt: Google ist Dein Freund
Jeder den Du hier oder woanders fragst gibt Dir Antwort aus seiner persönlichen Perspektive mit seinem persönlichen Wissenshintergrund und Wahrnehmungsfiltern. Wenn Du wirklich wissen willst, was dran ist an diesem "lebenslang auf Medikamente angewiesen sein" gibt's nur eins: mache Deine eigene Recherchen und diskutiere mit anderen über das was Du herausgefunden hast.
Für mich war es dabei sehr erhellend, mich mit der Geschichte der Psychiatrie und der Entwicklung von Psychopharmaka zu beschäftigen (Deshalb auch Medawars AD-Web als erste Anlaufstelle für Dich). Da wurde mir einiges klar, und ich habe die Aussagen der Ärzte und der "Experten" in anderem Licht sehen können. "Let them Eat Prozac" wäre auch guter Lesestoff, wenn es um SSRIs im speziellen geht ( http://www.healyprozac.com/ ). Das Buch ist von David Healy erscheint in Kürze bei New York University Press (Amazon Link zum Buch). Bisher ist es nur in Kanada bei Lorimer erhältlich. Auch "Antidepressant Age" von Healy ist sehr empfehlenswert - es ist hauptsächlich eine kritische Geschichte der Psychopharmaka.
Alles Gute
Oliver
Wo liest du das denn leider immer wieder Ina? Nenne doch bitte mal ein paar Quellen - dann kann man das Gewicht (und die Intention) dieser Aussagen besser einschätzen.Lese leider immer, daß viele ohne die Medikamente nicht auskommen und diese dauerhaft nehmen müssen.
Das beste ist wahrscheinlich, wenn Du Dir selber ein Bild machst, indem Du Dich fachlich mit der Thematik beschäftigst und schaust, was denn die Wissenschaft bis heute wirklich über Depressionen, ihre Entstehung und Behandlung weiss - das ist zwar sehr ernüchternd, aber vielleicht gibt Dir das eine neue Perspektive - für mich war das einer der wichtigsten Faktoren im Prozess mit Depressionen leben zu lernen.
Lies z.B. mal die Texte im Antidepressant Web von Charles Medawar auf www.socialaudit.org.uk oder die deutsche Zusammenfassung auf unserer Website ( www.adfd.org/medawar-de.html ). Und überhaupt: Google ist Dein Freund
Jeder den Du hier oder woanders fragst gibt Dir Antwort aus seiner persönlichen Perspektive mit seinem persönlichen Wissenshintergrund und Wahrnehmungsfiltern. Wenn Du wirklich wissen willst, was dran ist an diesem "lebenslang auf Medikamente angewiesen sein" gibt's nur eins: mache Deine eigene Recherchen und diskutiere mit anderen über das was Du herausgefunden hast.
Für mich war es dabei sehr erhellend, mich mit der Geschichte der Psychiatrie und der Entwicklung von Psychopharmaka zu beschäftigen (Deshalb auch Medawars AD-Web als erste Anlaufstelle für Dich). Da wurde mir einiges klar, und ich habe die Aussagen der Ärzte und der "Experten" in anderem Licht sehen können. "Let them Eat Prozac" wäre auch guter Lesestoff, wenn es um SSRIs im speziellen geht ( http://www.healyprozac.com/ ). Das Buch ist von David Healy erscheint in Kürze bei New York University Press (Amazon Link zum Buch). Bisher ist es nur in Kanada bei Lorimer erhältlich. Auch "Antidepressant Age" von Healy ist sehr empfehlenswert - es ist hauptsächlich eine kritische Geschichte der Psychopharmaka.
Alles Gute
Oliver
Hallo Oliver,
ich würde gerne das Buch von Dr. Healy lesen. Ich kann nur leider kein Englisch. Kann man das auch in Deutsch bekommen? Oder was anderes in der Richtung. Würde mich gerne auch fachlich etwas mit der Thematik auseinandersetzen und das eine oder andere lesen. Vielleich könntest Du mir da was empfehlen , das in Deutsch ist.
Grüße an Dich Uschi
ich würde gerne das Buch von Dr. Healy lesen. Ich kann nur leider kein Englisch. Kann man das auch in Deutsch bekommen? Oder was anderes in der Richtung. Würde mich gerne auch fachlich etwas mit der Thematik auseinandersetzen und das eine oder andere lesen. Vielleich könntest Du mir da was empfehlen , das in Deutsch ist.
Grüße an Dich Uschi
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Oliver
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Hallo Uschi.
Ein Grund warum es das ADFD gibt, ist dass es bisher nur sehr wenige Informationen auf Deutsch über die Problematik gibt. Auch in deutschen Foren rangiert das Thema "Abhängigkiet von SSRIs" zwischen "Tabu" und "schwer umkämpft". Die meisten deutschen Ärzte haben es sich gemütlich hinterm Mond eingerichtet und schenken den Patienten keinen Glauben, wenn diese über Entzugserscheinungen klagen. Wir haben diverse Texte selber übersetzt oder geschrieben wie z.B. das Infopaket, aber wir haben leider nicht genug Zeit um all das zu übersetzen, was wir gerne auf Deutsch zugänglich machen würden. Ein deutscher Verlag, welcher sich (sehr) kritisch mit dem deutschen Psychiatriesystem auseinandersetzt ist der von Peter Lehmann (Antipsychiatrie Verlag), dort gibt es z.B. das Buch "Psychopharmaka absetzen" - das könntest Du Dir mal anschauen. Ansonsten sind wir dankbar für jeden deutschen Text, welcher sich mit der SSRI Problematik auseinandersetzt, falls Du auf Deiner eigenen Reise durchs Netz etrwas findest ... immer her damit.
Alles Gute
Oliver
Ein Grund warum es das ADFD gibt, ist dass es bisher nur sehr wenige Informationen auf Deutsch über die Problematik gibt. Auch in deutschen Foren rangiert das Thema "Abhängigkiet von SSRIs" zwischen "Tabu" und "schwer umkämpft". Die meisten deutschen Ärzte haben es sich gemütlich hinterm Mond eingerichtet und schenken den Patienten keinen Glauben, wenn diese über Entzugserscheinungen klagen. Wir haben diverse Texte selber übersetzt oder geschrieben wie z.B. das Infopaket, aber wir haben leider nicht genug Zeit um all das zu übersetzen, was wir gerne auf Deutsch zugänglich machen würden. Ein deutscher Verlag, welcher sich (sehr) kritisch mit dem deutschen Psychiatriesystem auseinandersetzt ist der von Peter Lehmann (Antipsychiatrie Verlag), dort gibt es z.B. das Buch "Psychopharmaka absetzen" - das könntest Du Dir mal anschauen. Ansonsten sind wir dankbar für jeden deutschen Text, welcher sich mit der SSRI Problematik auseinandersetzt, falls Du auf Deiner eigenen Reise durchs Netz etrwas findest ... immer her damit.
Alles Gute
Oliver
Hallo Oliver,
freue mich sehr wieder von Dir zu hören. Du glaubst gar nicht wie glücklich ich bin, dass es dieses Forum gibt.
Und diese großartige Unterstützung von Euch. Es ist schön, dass es so einfühlsame Menschen wie Dich gibt.
Ich kann nur immer wieder Danke!!! sagen an alle hier, haltet durch,
es kann nur besser werden.
Alles alles Liebe,
von Ina!
freue mich sehr wieder von Dir zu hören. Du glaubst gar nicht wie glücklich ich bin, dass es dieses Forum gibt.
Und diese großartige Unterstützung von Euch. Es ist schön, dass es so einfühlsame Menschen wie Dich gibt.
Ich kann nur immer wieder Danke!!! sagen an alle hier, haltet durch,
es kann nur besser werden.
Alles alles Liebe,
von Ina!