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Wie am besten absetzen REMERGIL

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Dunja40
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Wie am besten absetzen REMERGIL

Beitrag von Dunja40 »

Hallo erstmal an Euch Alle hier!

Gegen meine Angststörung habe ich während meines Klinikaufenthaltes das Medikament REMERGIL bekommen.
Ich hab da mal ne Frage, vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen, bzw. hat jemand evtl. Erfahrung damit. Ich nehme also seit August 2003 dieses REMERGIL. Zuerst 30 mg (morgens 15, abends 15). Dann hab ich zusammen mit Neurolgin beschlossen, langsam auszuschleichen. Da ich immer wahnsinnigen Schiss vor Nebenwirkungen, also auch vor Absetzsymptomatik habe, möchte ich wirklich s e h r langsam auschleichen. Ich habe also dann ab Silvester nur noch jeden Tag eine Tablette genommen (15 mg). Seit 6.2.04 nehme ich nur noch jeden 2. Tag eine Tablette (das tue ich deshalb, weil man das REMERGIL ja nicht teilen kann - Schmelztablette). Tja, und seit 23.03.04 nehme ich jetzt nur noch jeden 3. Tag eine Tablette. Nun meine Frage: muss ich das jetzt noch länger so weiter rausziehen, oder kann ich die Tablette jetzt einfach ganz weglassen. Denke, dass die Tabletten jetzt, so wie ich sie einnehme, ja gar keine Wirkung mehr haben können. Aber ich weiß nicht, was ich tun soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Hat jemand REMERGIL genommen und dann aufgehört. Wie habt ihr das gemacht. Würde mcih sehr freuen, wenn sich jemand meldet und mir genau beschreibt, in welchem Rhytmus ihr ausgeschlichen habt. Wäre wirklich sehr dankbar für kleine Unterstützung. Meine Neurologin sagt, es spreche nix dagegen, es jetzt ganz weg zu lassen.

Ansonsten gehts mir im Moment wirklich sehr gut mit den Ängsten, und mein Gewicht werde ich nach dem endgültigen Absetzen vom REMERGIL dann hoffentlich auch wieder einigermaßen in den Griff bekommen. - Hoffe ich!

Liebe Grüße DUNJA
Hannes Wien
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Beitrag von Hannes Wien »

Hi Dunja!
Also ich denk mal nachdem Du bis Dato keine Probleme mit dem Absetzen gehabt hast und die hätten sich sicher bemerkbar gemacht wenn Du das Remergil nur jeden 3 Tag nimmst kannst Du die Tablette beruhigt absetzen.
Sollten sich dennoch Probleme ergeben kannst Du ja jeder Zeit auf die letzte Dosis zurückgehen.

Liebe Grüße

Hannes
CloneX
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Beitrag von CloneX »

Ja, wenn du bei jedem 3. Tag keine Probleme hast ist das schon mal ein gutes Zeichen.

Falls du dennoch langsamer vorgehen willst, es gibt Remergil ja auch als normale Tabletten.
Dunja40
Beiträge: 37
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Wohnort: Nürnberg

Hallo nochmal!

Beitrag von Dunja40 »

Hallo nochmal an alle hier - und vielen Dank für die beiden Antworten!

Ich hab jetzt die ersten 10 Tage ohne Remergil hinter mir. Bis jetzt geht es mir eigentlich sehr gut. Was ich feststellen musste, ist ein leichtes Magendrücken (fühlt sich fast an wie Blähungen), welches ich vor meiner Behandlung bereits kannte. Ist das nun ein "Zurückfallen" in meine alten Krankheitssymptome (somatoforme Störung!), oder können das evtl. Absetz-Nebenwirkungen sein? Weiß jemand Rat?

Ansonsten kann ich eigentlich keine Veränderung meines Befindens feststellen - bin ich schon mal froh drüber.

Vielleicht kann mir ja jemand noch mal nen Tipp geben - würde mich sehr freuen.

So, nun wünsche ich noch einen schönen Ostermontag hier allen,
bis bald

DUNJA40
Dunja40
Beiträge: 37
Registriert: 07.04.2004 13:53
Wohnort: Nürnberg

Ich habe VERSAGT !

Beitrag von Dunja40 »

Hallo an alle hier!

War doch so tapfer mit meinem Absetzen. Und hat auch wunderbar geklappt. Habe seit 1.1.04 kontinuierlich in gaaaaaanz langsamen Schritten das REMERGIL ausgeschlichen. Ging mir wirklich sehr gut dabei. Habe zuerst 4 Wochen lang die Dosis (30 mg) reduziert und nur noch 1 Tablette (15 mg) genommen. Dann 4 Wochen lang jeden 2. Tag eine Tablette, dann 4 Wochen lang jeden 3. Tag eine Tablette. Während der ganzen Zeit habe ich nicht viel gemerkt. Vielleicht mal a bisserl mehr schwitzen und ganz selten mal ein leichtes Magendrücken. Ja, aber dann kams knüppeldick. Ich habe also am 1.4. mein letztes REMERGIL genommen und jetzt seit 1.5. (also nach 4 Wochen!) gehts so richtig wieder los mit meinem alten Krankheitsbild. Ständig Magenschmerzen abwechseln mit Bauchschmerzen, also ich spüre permanent den ganzen Tag mein DÄRME ! Und immer wieder dieser Durchfall. Ich bin schon ganz krank darüber. D.h., zu meiner Somatisierungsstörung (für diese habe ich u.a. das REMERGIL bekommen!) kommt natürlich jetzt auch wieder verstärkt meine eigentliche Angsterkrankung zum Tragen. Ich denke den ganzen Tag (und die ganze Nacht) nur noch an meinen Magen/Bauch und den Scheiss-Durchfall und was ich mache, wenns nicht besser wird. Ist es vielleicht diesmal was schlimmes? (Ich kenn diese Symptomatik zwar shcon über 20 Jahre, es könnte aber já mal was schlimmes sein...), was, wenn es nieee mehr aufhört und ich wieder so weit komme, dass ich vor lauter Übelkeit nichts mehr essen kann und Angst haben muss, zu verhungern. Ja, so steiger ich mich da rein (auch ne Auswirkung von "ohne" REMERGIL! Tja, dann hab ich heut beim HAusarzt bestätigen lassen, dass es nix shclimmes ist, sondern wieder der übliche Reizdarm un meine mir anscheinend angebórenen Ängste, auch meine Neurologin habe ich telef. gesprochen. Beide Ärzte haben mir geraten, doch heute gleich wieder mit dem REMERGIL (25 mg) zu beginnen. Mit dem Medi ist es mirjetzt wirklich ein halbes Jahr super-gut gegangen. Es soll mich für die nächsten 8 Tage erst mal etwas "beruhigen" - was es ja auch tut, und dann soll die angstlösende Wirkung wieder eintreten. Erscheint mir alles logisch und ich nehm lieber wieder das REMERGIL, als keinen Ausweg mehr zu sehen und Angst haben zu müssen, dass ich eingehe, an diesem blöden Durchfall. Mensch, das schwächt mich so..............
Tja und jetzt habe ich natürlich das Gefühl, versagt zu haben. Wollte es doch "ohne" schaffen...... Mensch - aber was ist das für eine Lebensqualität jetzt im Augenblick? Was meint ihr dazu?
Bin sehr traurig!
Werde aber wahrscheinlich heute abend wieder das erste REMERGIL nehmen müssen, oder?

Liebe Grüße
GABY
Angst- u. Somatisierungsstörung!

seit August 2003 REMERGIL 30 mg,
seit 1.1.04 R. 15 mg,seit 6.2.04 R 15 alle 2 Tage
seit 23.3.04 R 15 -alle 3 Tage, seit 4.4.04 ohne!
ansonsten EUTHYROX 75!
SEIT 11.5.04 wieder 15 REMERGIL - leider!
ab 24.6.04 alle 2 Tage 15 mg R. - über 1/2 Jahr lang also nur jeden 2. Tag ne 15er Tab
ab 17.02.05 REMERGIL flüssig; 0,5 ml (= 7,5 mg) R. tägl.;
ab 23.02.05 R. flüssig 0,4 ml (= 6 mg) tägl.;
ab 10.03.05 R. flüssig 0,3 ml (= 4,5 mg) tägl.;
ab 24.03.05 R. flüssig 0,2 ml (=3 mg) tägl.;
ab 08.04.05 R. flüssig 0,1 ml (= 1,5 mg) tägl.;
seit 22.04.05 OHNE !!!

erneute Einnahme 15 mg Remergil seit Juni 07 (8 Monate) - schleichend abgesetzt! letzter Brösel: 17.03.08 !!! OHNE

vorübergehend ab 19.07.2008: wieder 1/2 Remergil = 0,75 mg (3 Monate), Ausschleichen - Abgesetzt am 8.10.2008
Hippo
Beiträge: 95
Registriert: 21.10.2003 17:16
Danksagung erhalten: 3 Mal

Beitrag von Hippo »

Hallo Dunja,

also von "versagen" brauchst Du mal garnicht zu sprechen.
Eine Krankheit zu haben und dagegen ein Medikament zu nehmen, ist nichts verwerfliches, sondern oftmals eben notwendig. Eine somatoforme Störung - zumal über einen solch langen Zeitraum - des Magen-Darm-Traktes ist eben leider viel viel schwieriger zu behandeln als ein z.B. ausgewachsenes Magengeschwür. Obwohl Du Dir wohl mittlerweile Deinen ängstlichen Gedankenmechanismus ganz gut erklären kannst, kann man es halt trotzdem nicht verhindern (...das kenn ich leider).
Ich denke schon, daß dies eben ein klassischer Rückfall ist und bevor Du immer tiefer zurück in die Angst fällst, ist wohl einer Wiedereinnahme der einzige Weg.
Schade, aber es ist nie zu spät...
Gesperrt