Ich bin neu hier (hallooooooo!
Frust von der Seele schreiben. Kann'n bisschen länger werden!
Also los:
Ich nehme seit 3 Jahren Seroxat.
Und es geht mir wunderbar damit!
Ich bin endlich der Mensch, der ich immer sein wollte:
gesellig, lustig- keine Spur mehr von sozialer Phobie oder Panikattacken.
Vor 3 Jahren bekam ich noch Übelkeits-Attacken, wenn ich im Kino nicht
direkt am Gang saß. Und Zugfahren ging gar nicht mehr. Ich war
ängstlich, depressiv, fühlte mich minderwertig, einfach schlecht.
Doch ich frage mich ernsthaft, wie lange man "diese Droge" überhaupt
einnehmen sollte. Ich hab zwar vor 1 Jahr mal meine Blutwerte
checken lassen, und es war alles o.k.!
Trotzdem... ist doch Chemie...
Allerdings hab ich Angst, was ist, wenn ich die Dinger nicht mehr
nehme. Bin ich dann immernoch so gut drauf? Oder werde ich dann
wieder wie früher? Scheu, ängstlich...Bäh!
Ich mag mich so, wie ich jetzt bin. Aber: bin das überhaupt ich???
Oder ist das dieses kleine Paroxetin-Monster in mir?
Weiter im Text:
Ich nehme seit gut 3 Wochen 10mg (halbe Tablette), und fühle mich
relativ gut. Ab und zu ist mir ein bisschen kotzig, aber ist o.k.
Und ich dachte mir: gut, jetzt ist es Zeit, abzusetzen. Bei 10mg
bin ich schließlich stabil!
Letzte Woche Dienstag war es dann so weit: ich war so mutig (oder irre)
und hab 5mg genommen. Ich hab das doch sehr gemerkt: schwindelig,
etwas übel, psychisch instabil. Gegen die Übelkeit hab ich
Dimenhydrinat (Vomex) genommen, und das ging eigentlich.
Beunruhigender war jedoch die Psyche: Wenn ich mit jemandem sprach,
konnte ich demjenigen nicht mehr in die Augen sehen.
Und meine Stimmung war im Keller.
Die 5mg habe ich bis Samstag durchgehalten.
Dann kam der Einbruch.
Ich dachte mir, o.k., schlimmer als am Anfang beim "Einschleichen"
kanns nicht werden, doch mir gings am Samstag so schlecht wie
noch nie.
Schwindelattacken bei jeder Bewegung, starke Übelkeit, Sehstörungen!
Ich lag dann nur noch auf dem Sofa und wollte sterben!
Es war die Hölle!
Gegen Nachmittag quälte ich mich dann nach oben ins Schlafzimmer
und nahm die andere Hälfte der 10mg ein.
Abends war ich dann wieder hergestellt und lebensfähig, mit
meinen vollständigen 10mg Seroxat im Körper.
Wie soll es weitergehen?
Nehme ich jetzt bis an mein Lebensende Seroxat?
Ich weiß es nicht.
Ich werde mir dieses Mal noch Tabletten verschreiben lassen,
und im Sommer, wenn ich frei hab, mit Suspension herunterdosieren.
Oder auch nicht.
Was soll ich tun?
Danke fürs "Zuhören"!
Liebe Grüße, Sandra
Trevilor & Seroxat-Erfahrene