Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Nun bei 7 mg Paroxetin-aber ich weiss auch nicht....

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Nun bei 7 mg Paroxetin-aber ich weiss auch nicht....

Beitrag von Jade »

hallo,
nun bin ich bei 7 mg paroxetin angelangt.in langsamen schritten von 30 mg seit jan.)
die schlimmen angstzustände bleiben aus,auch die unruhe hält sich in grenzen.
dennoch müsste ich lügen,wenn ich sage,dass es mir total gut geht.
ich bin empfindlicher,müder,etwas depremiert...und habe meinen altbekannten"kloss "im hals wieder.und ich weiss nicht,ob das mit dem reduzieren zusammen hängt oder einfach so eine stimmungsschwankung ist.
leider sagt auch jeder,dem ich das erzähle von meinen bekannten:na-dann erhöh doch wieder.
aber das will ich auch irgendwie nicht.ich will doch"dran bleiben".
ich merke nur-paroxetin hat mich womöglich lockerer gemacht und auch angenehmer für mich und meine umwelt.
kennt ihr das auch?
würdet ihr wieder minimal erhöhen?
oder warten und durchhalten.
es ist schon ein kampf-krampf....gell:)??

liebe grüsse
jade
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Liebe Jade,

erst einmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu deinem bisherigen Erfolg!

Vor ein paar Tagen habe ich um weitere 2mg reduziert. Ich spür´s, kann ich nur sagen. Mir geht es nicht schlecht, aber ich bin so wie du auch hochsensibilisiert für alle Veränderungen in in meinem Körper und in meiner Seele.

Jade, vielleicht ist es normal, dass man sehr bewusst in sich hinein hört, wenn man so wie wir erst mal einen Misserfolg zu verkraften hatte. Wenn ich mich selbstkritisch beobachte, muss ich zugeben, dass ich bei jeder kleinsten Irritation Paroxetin dafür verantwortlich mache. Mich nervt das, weil ich ganz genau weiß, dass Irritationen wie Stimmungsschwankungen, sentimentale Gefühle und manchmal auch ein Kloß im Hals auch vor bzw. ohne Paroxetin normal waren. Das gehört doch zum Leben dazu.

Mit dem Ausschleichen werden wir uns auch wieder langsam aber sicher einpendeln und zu unserer Mitte finden. Ein Schritt zurück, um anschließend leichter den nächsten wieder nach vorne machen zu können, finde ich völlig in Ordnung und vor allem auch menschlich.

Von Mensch zu Mensch grüßt dich herzlich
Astrid
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Beitrag von Jade »

liebe astrid,
also erstmal muss ich dir was schreiben.
ich finde deine einträge hier immer sehr schön,sensibel und einfach gut.
danke auch diesmal wieder für deine antwort.
ich weiss,dass ich nicht alles und jeden zustand auf das reduzieren der tabletten"schieben kann.und ich sage mir auch jeden tag,mensch,sieh mal wie weit du es geschafft hast und nun ein kleiner einbruch-der bricht auch wieder aus:)und wenn,dann könnte ich auch wieder minimal erhöhen.
aber ....was tu ich...ich jammere für mich (vor anderen eigentlich nicht-da entschuldige ich mich eher:()über meinen kloss im hals,das weinen,das nicht raus will,ärgere mich über meine unruhe,meine leichten ängste.....zum kotzen.
habe nun beschlossen bei den ca 7mg zu bleiben und hin und wieder 25 mg insidon zu nehmen.entspannt ein wenig und ich hoffe ich finde so wieder diese,meine mitte.

die von ganzem herzen alles alles liebe mit und ohne kloss

jade
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Liebe Jade,

vor einer Stunde ist mein Kind in Washington D.C. gelandet. Gleich fliegt sie weiter nach Kansas City, um ihre Gastfamilie, Verwandte und Freunde zu besuchen.
Unsere Tochter ist gerade mal 18. Bis letzten Juni war sie ein Jahr lang als Austauschschülerin in den USA. Ich freue mich so sehr für sie.

Aber was glaubst du, was innerlich in mir alles los ist?
In meinen Träumen habe ich Lange-Filmnacht, aber tagsüber hört das auch kaum auf.
Ich merkte gar nicht, wie ich am Freitag trotz alle dem mit meiner Muskatreibe immer mehr von der Paroxetin-Tablette abrieb.
Es war an der Zeit.

Komisch, oder?
Manchmal weiß der Körper besser Bescheid als unser Kopf.

Liebe Jade, hab vielen Dank für deine lobenden Worte. Ich bin ebenfalls voll des Lobes für dieses Forum. Es ist egal, wie gut sich einer auszudrücken vermag. Es kommt spürbar gut an, wenn jemand schreibt, dass er/sie versteht, mitfühlt oder der sogar einen Rat weiß. So entsteht Licht am Ende des Tunnels.
Es ist wunderbar hier mit Dir (mit Euch), denn es führt weiter!

Deine / Eure
Astrid
kati
Beiträge: 44
Registriert: 25.02.2004 09:43

Beitrag von kati »

Liebe Jade, liebe Astrid
auch wenn ich in den letzten Tagen mich hier im Forum nicht gemeldet habe, so lese ich doch jeden Tag die neuen Einträge und stelle immer wieder erfreut fest, dass es vielen Menschen so geht wie mir.
Ich finde mich in genau diesen Beträgen wie von Euch beiden wieder.
Genau dieses Licht am Ende des Tunnels braucht man fast täglich im Leben.

Bei jedem Erfolg der einzelnen Forumnutzer freue ich mich mit und bei kleinen Rückschlägen versuche ich den Nutzern Mut zu machen. Denn ich habe gelernt, daß oftmals diese Reaktionen aus diesem Forum aufbauender sind als Reaktionen aus dem nahen Umfeld.( Man fühlt sich eben besser verstanden.)

Um noch kurz von meinem Mann zu berichten: Er hat in der Klinik um Entlassung gebeten. Denn er hat festgestellt, daß er im Grunde nun keine Vorteile aus einem längeren Aufenthalt ziehen kann.
Er hat keine Angst oder Panikattacken, oder Sozialphobien usw. Er kann einfach nicht richtig schlafen. Und dieses Problem will er zu Hause in den Griff bekommen. Wir wissen nur nicht wie.?!?!
Seine innere Unruhe ist manchmal für kurze Zeit fast weg. Zum Abend nimmt er eine halbe Tablette Ximovan und kann damit ca. 4 Stunden schlafen. Ich weiß natürlich, daß das keine Lösung für die Zukunft ist, aber im Moment geht es nicht anders. Im Forum lese ich immer wieder das einige Nutzer Insidon am Abend nehmen. Ist dieses Mittel zur inneren Beruhigung und kann man es bei Bedarf nehmen oder muss es dann ständig täglich genommen werden um die gewünschte Wirkung zu bekommen?

Wäre schön wenn mir jemand darauf antworten könnte.
Bis dahin verbleibt mit vielen lieben Grüßen
Eure Kati
20mg Paroxetin 05.01, 10mg Paroxetin ab 07.03
2. Absetzversuch 02.04(Fehlschlag), 20mg Paroxetin ab 20.02.04,10mg Paroxetin ab 26.02.04 starke Schlafprobleme,04.03.20mg,10.03.30mg,23.05. 25mg
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Liebe Jade,

also jetzt muss ich dir erst sagen, wie ich deine Ausdauer und Kraft bewundere, mit der du das Absetzen konsequent verfolgst. Das ist wirklich toll und macht hier sicher jedem Mut, der auch dabei ist abzusetzen.
Ich bin auch der Meinung: hör auf dein Gefühl/auf deinen Körper. Wenn er signalisiert, bei soundsoviel mg zu bleiben oder auch mal wieder 1 mg mehr braucht - dann ist das völlig ok.
Du hast deinen Weg gewählt und verfolgst ihn. Selbst, wenn du mal einen kleinen Schritt zurück gehst - bringt es dich am Ende zum Ziel. Das ist völlig in Ordnung. So ist es doch überall im Leben: manchmal muss man einen Umweg machen oder einen Schritt zurück, um dann wieder vorwärts zu kommen.
Vertrau dir, Jade - wir alle hier tun es auch.
Ach Mensch, jetzt hab ich den Kloß!

Liebe Astrid,

kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlen musst. Ein Kind loszulassen ist ja sooo schwer. Natürlich freut man sich ganz furchtbar, weil man weiss, sie sind auf ihrem Weg und es geht ihnen gut, aber dennoch muss man sie gehen lassen - das ist schwer.
Bei meiner großen Tochter (Jenny, 15 Jahre) steht die Entscheidung an, in Hessen in ein Internat zu gehen. Falls der Internatsplatz vom Amt genehmigt wird, wird sie dann nur noch alle 14 Tage am Wochenende zu Hause sein. Puh, das wird hart - wir stehen uns so nahe...... und sie gibt mir so viel Kraft. Aber falls sie den Platz dort bekommt, ist das für sie eine ganz tolle Chance!
Ich glaube, wir holen Jade auch ab, wenn wir die Radtour starten, oder?!
Die Unterstützung, die man hier erfährt, ist schon was ganz Besonderes. Auch ich muss mal DANKE an euch alle sagen - ups, der Kloß....!



Katilein,

auch dir weiterhin ganz viel Kraft. Ich finde die Nachricht toll, dass dein Mann diese Entscheidung getroffen hat, wenn er spürt, dass er in der Klinik so eh nicht mehr weiter kommt.
Ihr schafft das sicher - fühl dich mal gedrückt.
Leider kann ich dir zum Insidon nichts sagen, aber sicher einige andere hier!
Wir sind bei dir, Kati!!!!

Euch ganz, ganz liebe Grüße von der Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Jade,

ich nehme seit heute morgen auch 7,5mg Paroxetin, also sind wir ungefähr auf dem gleichen Stand. Meine Absetzprobleme halten sich in Grenzen. Mir hilft dass ich einfach nicht so viel darüber nachdenke. Ich freue mich einfach jeden Tag dass ich schon so weit unten mit dem Paroxetin bin. Am schlimmsten sind für mich die Träume die ich nachts habe, ist das bei Dir auch so? Ich habe immer lange Filmnacht. Abends wenn ich ins Bett gehe frage ich mich immer, na Uschi was haben wir heute im Programm stehen? Ich bin sehr darauf gespannt, wie es dann ohne Paroxetin wird. Was mir auch hilft ich versuche immer etwas zu machen, das mich beansprucht, dann denke ich nicht so an die Absetzprobleme. Den Kloß im Hals hatte ich auch immer, letztes Jahr wurde dann durch eine Testung durch Zufall auch festgestellt , dass ich eine Allergie gegen Äpfel und Hasselnüsse habe. Seit ich die Meide hatte ich das nie mehr. Kleinere Mengen kann ich essen, nur wenns etwas zu viel wird habe ich dann wieder diesen Kloß im Hals. Und ich habe immer wenn ich dieses Gefühl im Hals hatte etwas gegessen auch Äpfel weil ich es dann nicht merkte.

Ich wünsche Dir jedenfalls fürs weitere Absetzen viel Glück,
Du bist nicht alleine, wenn ich morgends meine Ration schlucke denke ich an Dich
Uschi

P.s. Wenn ich morgends diese kleine Menge Paroxetin sehe, denke ich immer man kanns nicht glauben, so ne kleine Menge und diese Auswirkungen. Geht Dir das auch so?





Medikamente
seit 2 Jahren 40mg Paroxetin
seit 17.02 30mg Paroxetin und100mg Opipramol(Insidon)
seit 01.03 25mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 06.03 22,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 11.03. 20mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 22.03. 15mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 28.03. 12,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 31.03. 10 mg Paroxetin und 100mg Opipramo (Insidon)
seit 06.04. 7,5 mg Paroxetin und 100 mg Opipramol ( Insidon)
täglich Fischölkapseln, ab und zu nehme ich Vitamin C, Zink, Magnesium
Jade
Beiträge: 189
Registriert: 25.10.2003 12:22
Wohnort: Mannheim

Beitrag von Jade »

NUN MÖCHTE ICH MICH ERSTMAL BEI EUCH ALLEN BEDANKEN,für eure lieben,schönen,sensiblen worte.würdet ihr in der nähe wohnen,dann würde ich nun schreiben:kommt doch einfach zum kaffee bei mir vorbei.so wie ihr seid-so toll.
mit und ohne muskatreibe,mit und ohne kloss,mit 7mg oder 15 oder 30....
wenn ich jetzt nicht auf jeden beitrag eingehe...nicht sauer sein.bin aber etwas ko.

kati,ich kenne insidon und habe es bevor ich zu paroxetin kam genommen.allerdings soll man paroxetin und insidon nicht unbedingt zusammen nehmen-und wenn, insidon niedrig dosiert.es wirkt spannungs und angstlösend,aber schlaffördernd weniger.
ich habe kurze zeit mal thombran versucht -ein ad,das sehr schlaffördernd wirkt.das man am besten erst auf der bettkante nimmt....
nun habe ich heut nochmal mit meinem neurologen telefoniert,der immer schon ganz ratlos ist,wenn ich anruf.er meinte ich soll doch wieder auf 10 mg paroxetin erhöhen und sehen,dass ich dabei erstmal bleibe.
ich weiss ja auch nicht.ich fühl mich so wie milch,bei der man nicht ganz weiss,kippt sie oder isse noch gut.ganz schön anstrengend.vor allem beruflich .nicht,dass ich sorge um die stelle habe...aber als krankenschwester kippend und sauer....nicht der hit.
also werde ich wahrscheinlich ab morgen wieder erhöhen und es annehmen wies halt ist.
nun noch eine frage an euch.
was istf ür euch denn so der hauptgrund des reduzieren wollens???

nun allen einen sehr sehr sehr lieben gruss

jade
Caro
Beiträge: 50
Registriert: 11.10.2003 08:45
Wohnort: Bremen

Beitrag von Caro »

Hallo Zusammen,

mit Spannung habe ich eure Einträge gelesen. Sie machen mir Mut, denn ich habe das Gefühl nicht alleine zu sein. :oops:

Liebe Jade.........warum erhöhst du wieder? Propiere doch erstmal das Insidon als Alternative. Ich denke mal, es liegt dir sehr viel daran vom Paroxetin los zu kommen..........und ich glaube, es ist nicht sinnvoll immer hin und her zu schwanken. Mein Eindruck von dir ist, das du sehr ungeduldig mit dir bist :wink: ! Das entnehme ich deinen Beiträgen, du schreibst oft, das du Medis wechselst oder erhöhst und dann schnell wieder reduzierst, ich glaube nicht, das das die Lösung ist, denn damit schadest du deinem Körper. Wenn du erhöhst, dann muss es für dich auch okay sein und vor allem musst du dann auch erstmal zur Ruhe kommen, bevor du wieder absetzt. Du bist unruhig und schlechtgelaunt, das ist doch normal, das haben auch Menschen die keine Medis nehmen. Klar, deine Arbeit ist wichtig..........aber denke auch mal an dich, nimm dir die Zeit die du brauchst und werde etwas geduldiger mit dir...... :wink: Hoffe, du verstehst mich richtig, das ist jetzt absolut nicht böse gemeint. Möchte dir nur gerne helfen und kann dich sooooooooo gut verstehen.

Nun zu mir........ich nehme jetzt seit 3 Wochen 10mg Paroxetin und was soll ich sagen, es geht mir sehr schlecht seit 1 Woche. Ständig diese schrecklichen Träume in der Nacht. Oft wache ich schweißgebadet auf. Dann ist die Unruhe wieder da, mein Herz spinnt, der Blutdruck macht was er will und tja..........an manchen Tagen glaube ich, das ich sterbe. Es ist furchtbar, ich bezeichne es mal als die Hölle. Doch eins weiss ich genau, auf gar keinen Fall werde ich wieder erhöhen! Ich werde ab Freitag wieder 2mg weiter reduzieren und ich freue mich sogar schon drauf. Für den Notfall, wenn ich es gar nicht mehr aushalten kann, habe ich Insidon zuhause. Aber wie gesagt, es kommt noch nicht in Frage. Es ist schon eine Erleichterung zu wissen, da ist etwas im Haus, was ich nehmen kann ohne wieder Paroxetin erhöhen zu müssen. Habt ihr auch so mit dem Magen zu tun? Schwindelattacken? Herzrasen? Blutdruckprobleme? Unruhe? Muskelverspannungen?
Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, wo ich weinen kann. Endlich mal wieder heulen................endlich mal loslassen und sich gehen lassen. Das ist ein grosses Problem bei mir unter Paroxetin. Ich habe das Gefühl, in mir tobt es, aber ich kann es nicht zum Ausdruck bringen. Werde mir dann einen ganzen Tag zum weinen nehmen............ :oops: Werde euch weiter auf dem Laufenden halten und ich bin mir sicher, wir schaffen es........... :D Uns allen drücke ich dafür die Daumen und freue mich heute schon auf den Tag, wo ich hier schreiben werde "ICH BIN CLEAN"

In diesem Sinne........
Eure Caro
Paroxtetin seit 3 Jahren 10mg
Paroxtetinerhöhung um 5mg seit einen halben Jahr
Paroxetinabsetzung seit dem 17.03.04 auf 10mg

Valium seit 3 Jahren 2,5mg
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Jade,

der Grund warum ich reduziere ist. Das Paroxetin hat anscheinend nicht mehr gewirkt, ich hatte eine Meditoleranz entwickelt. Ich hatte nur noch Nebenwirkungen, ich habe fast keine Nacht mehr geschlafen. Auch meine Depris kamen wieder zurück. Auf Rat meiner Neurologin sollte ich meine 40mg erhöhen, ein Schlafmittel oder ein anderes Depressionsmittel dazunehmen. Ich habe mich dagegen entschieden. Mit Hilfe meiner hausärztin habe ich nun angefangen zu reduzieren. Ich möchte es einfach wieder mal ohne Medikamente probieren. Ich schleiche mit Hilfe von Opipramol aus was übrigends das gleiche ist wie Insidon. Das Opipramol werde ich dann ausschleichen wenn ich vom Paroxetin weg bin. Ich kompiniere also diese beiden Mittel, obwohl man es ja angeblich nicht soll, wenn ich hier die Beiträge lese. Da verlasse ich mich aber auf meine Hausärztin. Ich nehme ja auch nur abends eine, die Normale Dosis liegt bei drei Stück am Tag. Und auch meine Gewichtszunahme geht mir langsam auf den Geist, auch deswegen will ich weg von dem Zeug.
Es geht mir mittlerweile gut, ich fühle mich nicht mehr Depressiv, ich kann wieder schlafen. Ich falle abends totmüde ins Bett, schlafe auch gleich ein und wache höchstens 1 bis 2 Mal auf. Allerdings führe ich das nicht auf das Opipramol zurück , ich denke eher es kommt davon dass ich viel weniger paroxetin nehme.
Ob Du wieder erhöhen sollst, ich würde es nicht tun, versuche doch einfach ob Du noch ein paar Tage durchhälst.
Aber das mußt Du entscheiden, ich kann ja nicht nachvollziehen wie Du Dich fühlst.
Gestern habe ich von 10mg auf 7,5mg reduziert. Abends habe ich dann prompt wieder Muskelschmerzen gehabt. Mal sehen wie es heute wird.

Wünsche Dir einen schönen Tag
Übrigends ich habe glaube ich gelesen , du wohnst in Mannheim?
Das ist gar nicht allzuweit von mir entfernt, ich wohne in Waldbrunn, in der Nähe von Eberbach!
Das mit dem Kaffee hätte also fast klappen können!
Liebe Grüße an Dich Uschi
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Hallo ihr alle,

wo anfangen?

@Jade
A) Was der Hauptgrund fürs Reduzieren ist?
Weil ich Paroxetin nicht mehr brauche und es leider nicht auf einmal absetzen kann.
Paroxetin hat mir sehr geholfen. Es stabilisierte mich, um mein Leben u.a. mit einer Therapie und mit viel persönlichem Einsatz wieder in den Griff zu bekommen. Die chronische Panik wurde ich auf diesem Wege los. Panikattacken ließen nach und sind fast ganz verschwunden. Die Depressionen tauchen nur noch phasenweise in wesentlich geringerem Maße auf. Meine fast schon chronischen Erkrankungen, die Anfälligkeit für jeden Keim und jede Entzündung sind verschwunden.
Mir geht es deutlich besser und ich fühle mich "übern Berg". Auch wenn eine gewisse psychische Labilität und Ängstlichkeit wohl auch weiterhin Bestandteil in meinem Leben, ja meiner Persönlichkeit bleiben werden, so fühle ich mich dadurch nicht mehr krank, sondern mittlerweile stark genug, damit in Zukunft klar zu kommen.
Paroxetin brauche ich also nicht mehr.

B) Dein Hin und Her sind mir nachvollziehbar. Natürlich möchte ich dir genau wie Caro mit besten Wünschen zu mehr Kontinuität raten, ABER ... was tun wir nicht alles, damit es uns gut geht. Und wenn es einem vermeintlich durch die Reduzierung schlecht geht, überlegt man sich zwangsläufig, das wieder rückgängig zu machen.
Da es nicht deine Absicht ist, wieder von Vorne anzufangen, sondern einen bis zwei Schritte zurück zu machen um dann wieder zielsicher nach vorne zu schreiten, halte ich die Überlegung für berechtigt. Hör auf deine innere Stimme. Die wird dir sagen, was richtig ist.
Im übrigen möchte ich dir sagen, dass ich dich sehr bewundere, wie du in einer solchen Situation deinem sehr verantwortungsvollen Beruf als Krankenschwester nachgehen kannst. Ich könnte das nicht. Ich bin heilfroh, dass ich gerade Urlaub habe, um den Schritt von 18mg auf 16mg ohne irgendeinen Druck von außen leichter bewältigen zu können.
Denn er ist spürbar.
Übrigens, wenn Milch richtig sauer bzw. dick wird, ist sie eine wahre Delikatesse und nicht mehr so empfindlich wie Frischmilch! :lol:

@Caro und Uschi
Lange-Film-Nacht, Irrsinns-Träume und schweißgebadetes Wachwerden kenne ich schon ein Leben lang, aber so intensiv wie unter Paroxetin habe ich es noch nie zuvor erlebt.
Zur Zeit ist Vollmond. Der hatte schon immer eine traumintensivierende Wirkung auf mich. Gestern wurde ich wach und glaubte kaum mehr am Leben zu sein, so intensiv war ich im Traumgeschehen verstrickt.
Mein Mann fragte mich im Spaß, wann ich endlich die Filmrechte an Hollywood verkaufen würde.

@Candy
Ach ja, unsere Töchter! Mütter und Töchter - ein Kapitel für sich! Zu diesem Arbeitstitel könnte ich mir auch die Filmrechte für einen spannenden Mehrteiler sichern.
Ich bin übrigens konditionell ziemlich im Eimer. Für eine längere Radtour wäre ich nicht zu gebrauchen. Ich warte stündlich auf die Nachricht, dass ich mein Rad abholen kann. Ich hoffe, dass ich die 13 km nach Hause dann ohne Kolapps schaffe.

@Kati
Ich hab dir ein paar Tips zu Schlafproblemen bzw. zu deren Behebung gemailt.

@Jade, Caro, Uschi, Candy, Kati, hoffe ich habe keine/n vergessen
Wir sollten uns zukünftig die Paroxetinis nennen, dann weiß jeder wer gemeint ist.

Heute etwas wackelig auf den Beinen grüßt euch die traumgebeutelte und im Urlaub urlaubsreife
Astrid
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Astrid,

oder soll ich gleich Paroxetini Astrid schreiben? Hier ist Paroxetini Uschi!
Klingt lustig, wir könnten auch einen Clup der Paroxetinausschleicher nennen. Ach Astrid ich habe zwei Töchter, die eine mußte ich schon loslassen, Gott sei Dank wohnt sie nicht weit weg, die zweite, sie wird am Sonntag 19 nabelt sich auch gerade ab. Ihr Freund wohnt fast 300km entfernt, wenn sie da am Wochenende hinfährt habe ich auch immer Angst um sie. Wenn ihr Freund bei uns in der Nähe keine Arbeit findet, wird sie wahrscheinlich nach ihrer Lehre zu ihm ziehen. Ich will sie eigentlich gar nicht hergeben, aber so ist es im leben man will ja auch dass die Kinder glücklich werden. Da werde ich das wohl müssen. Aber so wie uns wird es wohl allen Müttern gehen. Auf der einen Seite bin ich auch froh darüber, dass meine Töchter so selbstbewußt sind und alles so gut meistern und nicht meine Depressionen und Ängste geerbt haben.
Deswegen will ich auch das Paroxetin reduzieren, weil sich mein Zustand in den letzten beiden Jahren auch stabilisiert hat, ich habe auch keine Panikattacken mehr , meine Ängste habe ich im Griff und auch meine depressionen sind besser geworden. Wahrscheinlich hat mir mein Körper gezeigt, daß ich das Paroxetin nicht mehr brauche.
Was meine Träume angeht, meine Träume sind so intensiv, mit Handlung von Anfang bis Ende, dass mein Mann auch schon gesagt hat schreibe es auf, damit kannst du sicher gutes Geld verdienen. Sie sind auch manchmal total irrsinnig, schweißgebadet wache ich aber nicht auf.

Meine Kondition ist auch nicht mehr die, die sie mal war. Heute morgen war ich mal wieder laufen, o Gott jedes Kilo zu viel habe ich gemerkt. Mein Rad werde ich demnächst auch wieder rausholen. Ich bleibe jedenfalls am Ball. Wenn ich mich nämlich körperlich bewegt habe, geht es mir auch immer gut.

Es grüßt Dich und alle anderen Paroxetinis
Paroxetini Uschi
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Wie wäre es mit Paradoxinis?

Klingt doch richtiger, weil es doch eigentlich paradox ist, dass wir noch Paroxetin nehmen, obwohl wir es gar nicht mehr brauchen.

Habt ihr nicht mal Lust nach Berlin zu kommen?
Hier könnten wir uns gut mal treffen und jeder hätte auch noch sowas wie eine Städte- und Bildungsreise davon.

Eure Astrid
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Astrid,

das mit Berlin wär ne tolle Sache. Ich wär jedenfalls dabei. Als ich es meinem Mann erzählte sagte er gleich daß er mitfährt, wenn wir uns dann treffen geht er alleine los. Wir wollten schon immer mal nach Berlin. Vielleicht klappt es ja. Meine Tochter meinte, Berlin ist aber ein gefährliches Pflaster! Paß bloß auf. Mit Internetbekanntschaften treffen, aber Mama! Sie hat Ihren Freund übers Internet kennengelernt, nun hat sie die gleichen Worte gebraucht wie ich damals als ich davon erfuhr. Lustig oder?
Wär echt toll!

Liebe Grüße Uschi
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Ja Uschi,

ich bin eine ganz Schlimme. LOL
Es ist wirklich lustig, dass wir jetzt genau das tun, wovor wir unsere Kinder immer gewarnt haben.

Also ein Treffen in Berlin fände ich SUPER! Ich wäre auch gerne bereit, mich nach günstigen Herbergen zu erkundigen.

Ideal wäre es, sich mit allen an einem Treffen Interessierten zu einer vereinbarten Zeit im Chat zu treffen. Dann könnten wir gemeinsam in die Planung gehen.
Mal sehen, wer noch Interesse hat.

Grüße von der schlimmen Astrid
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hallo ihr Paradoxinis,

ich werde ja eher noch 'ne Weile ein Paroxetini sein, haha.
Jetzt, wo ihr es so sagt, bekomme ich ja doch Bedenken wg. eines Treffens in Berlin. Mit so Internetbekanntschaften sollten man ja wirklich vorsichtig sein - vor allem, wenn alle auf Drogen sind (lol)!!!
Wie ich ja schon zum Thema Radfahren geschrieben habe: wir kommen alle mit dem Rad und der Pkw-Verkehr muss währenddessen umgeleitet werden. Wer hält die Fahne, auf der steht: Sport gegen Depressionen? haha.

Im Ernst, meine Kondition ist völlig dahin. Ich quäle mich manchmal nur durch den Tag. Müde und erschöpft. Filmnächte ohne Ende, dauernt wach.... es ist schrecklich!
Gestern Abend habe ich mir 20 Tropfen Atosil gegeben - hat überhaupt nichts genützt. Ich war zwar total müde, konnte aber trotzdem nicht einschlafen.
Jetzt sitze ich hier total müde, wie unter Drogen, am PC und stelle wieder einmal fest, dass es mir nicht allein so geht.
Ihr seid ja alle sooo lieb und ich bin froh, euch kennenlernen zu dürfen.
Wenn Berlin - dann bin ich dabei!!!!!!!!

Haltet durch, Mädels, wo immer euer Paroxetin-Stand im Moment ist - wir schaffen das - ganz sicher!!!

Einen schönen, neuen Tag im Kampf mit Paroxetin wünscht euch

die Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Caro
Beiträge: 50
Registriert: 11.10.2003 08:45
Wohnort: Bremen

Beitrag von Caro »

Hallo Uschi!

Finde das ist eine super Idee mit dem Treffen. Wäre schön, wenn wir das erst ab Juni in Angriff nehmen könnten. Ich werde am 10. Mai am Herzen operiert und darf vorher Bremen nicht verlassen. Würde dann aber gerne daran teilnehmen. Wir Paroxinis müssen ja zusammen halten....lach!

Liebe Grüße
Caro
Paroxtetin seit 3 Jahren 10mg
Paroxtetinerhöhung um 5mg seit einen halben Jahr
Paroxetinabsetzung seit dem 17.03.04 auf 10mg

Valium seit 3 Jahren 2,5mg
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Caro,

und da warens schon mal zwei.
Toll, dass Du auch dabei bist.
Wann ist Deine OP?
Sicher kannst Du auch dabei sein. Wir haben ja noch keinen Termin.

Gruß an Dich Uschi
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo an Alle,

hab nicht richtig gelesen. Wir sind schon drei!

Toll
Uschi
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Na das wird dann ja ein richtiges Frauen-Tratsch-Event ;) . Leider haben wir zur Zeit keinen Chat, aber wenn ihr wollt könnt ihr ja einen Thread dafür aufmachen in der Plauderecke. Kontaktadressen usw. aber nur über private Nachrichten oder Email austauschen.
Gesperrt