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 ! Nachricht von: Oliver

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Zum 3. Mal Zoloft

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Ini
Beiträge: 14
Registriert: 23.01.2004 18:30

Zum 3. Mal Zoloft

Beitrag von Ini »

Hi...

ich nehme seit 4 Tagen wieder Zoloft ein (100mg). Fange damit jetzt das dritte Mal an. Hatte davor jeweils ca. halbes Jahr (50mg) bzw. dreiviertel Jahr (100mg) Zoloft eingenommen mit einjähriger Pause dazwischen.

Ich habe festgestellt, daß die Nebenwirkungen von mal zu mal weniger sind. Bei der allerersten Einnahme damals fühlte ich mich irgendwie ein paar Tage "chemisch", war vermehrt müde. Das ist jetzt nicht so. Etwas müder als sonst, aber nicht sonderlich. Ich frage mich, ob das bei anderen auch so ist, daß die Nebenwirkungen nach Absetzen eines AD und dann erneuerlicher Einnahme weniger sind.

Jedoch bemerke ich wieder diese Art Verspannung im Mund. Im Schlaf "knirsche" ich auch nun wieder mit den Zähnen. Also nicht knirschen, sondern es ist eher ein Druckausüben. Kennt das noch jemand?

Danke INI
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hi Ini,

dass bei der wiederholten Einnahme eines AD die Nebenwirkungen geringer sind, kann ich bestätigen. War bei mir auch so. Habe aber keine Ahnung, ob das generell so ist.

Bei der Einnahme von SSRIs kann es zu An-/Verspannungen im Kieferbereich kommen. Mir hat in den ersten Tagen das Kiefergelenk wehgetan. Ich nehme mal an, dass diese Verspannungen bei dir hauptsächlich im Schlaf vorkommen und dass das dieses Druckgefühl macht. Wahrscheinlich "beisst du regelrecht die Zähne zusammen".
Bei mir ist diese Anspannung nach kurzer Zeit wieder verschwunden. Da du ja auch erst seit Kurzem wieder Zoloft nimmst, sollte das Problem auch bei dir bald wieder verschwunden sein.

Liebe Grüße, Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Ini
Beiträge: 14
Registriert: 23.01.2004 18:30

Beitrag von Ini »

Hi Candy...

danke für Deine Rückmeldung. Das Zähnezusammenbeißen ist vorwiegend in der Nacht. Am Tag kann ich es ja kontrollieren. Mir tun irgendwie alle Zähne weh. Mir fällt ein, daß ich bei der 2. Phase der AD-Einnahme öfters zum Dentisten gerannt bin wegen Zahnschmerzen. Der hat aber nie was gefunden. Und ich hätte schwören können, daß ich ein Loch habe oder so. Auch höhere Warm-Kalt-Empfindlichkeit der Zähne war vorhanden. Genau wie jetzt. Hatte dem Zahnarzt damals gesagt, daß ich Zoloft einnehme, der hat aber nach Recherche in dem Sinne für die Auswirkungen auf Zähne und Empfindlichkeit selbst nichts herausfinden können. Ich schätze einmal, daß durch die Dauerdruckausübung vielleicht sich Nerven anspannen und dadurch der "Zahnschmerz" entsteht.

Mir ist noch was aufgefallen. Bin jetzt wieder verstärkt am "Rumzappeln". Ganz krass ist das nachts. Entweder wippt mein Fuß herum, ein Bein oder ich als gesamtes winde mich.

Ach was solls. Dafür ist mein Kopf ruhiger :).
Danke für den Austausch
INI
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hi Ini,

auch das mit dem Rumzappeln kann ich bestätigen. Als ich das mit dem "Fuß-wippen" las, musste ich grinsen, weil mir das den ganzen Tag so geht. Irgendetwas an mir ist immer in Bewegung.
Wobei bei dir ja irgendwie dieselben Symptome halt nachts auftreten. Bist du ein Nachtmensch? Oder nimmst du Zoloft abends ein?

Grussi, Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Sina
Beiträge: 202
Registriert: 24.10.2003 11:17
Wohnort: NRW

Beitrag von Sina »

Hallo Ini,

ich nehme auch Zoloft und habe auch schon zweimal von 50 auf 100 mg erhöht. Und beim zweiten Mal Erhöhen habe ich davon gar nichts gemerkt, wohingegen ich beim ersten Mal ziemliche Nebenwirkungen hatte.
Ich denke, dass sich der Körper irgendwie dran gewöhnt hat. Besser ging es mir nach der Erhöhung jedenfalls auch beim zweiten Mal.

Hast Du es schon zweimal abgesetzt? Wieso fängst Du direkt mit 100 mg an und nicht erstmal mit 50 mg?

Ich beiße übrigens auch öfter die Zähne fest zusammen. Habe auch eine Knirschschiene vom Zahnarzt bekommen. Keine Ahnung, ob das mit Zolofft zusammen hängt? Könnte sein, denn vorher hatte ich es nicht.

Liebe Grüße
Sina
Gesperrt