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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Midlife
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Midlife »

Habe ich auch gerade gelesen!
Ich fürchte nur, dass das Ergebnis uns wieder mal sehr ernüchtern wird.
Aber dennoch...ein toller Schritt von den Linken!

Liebe Grüße
Björn
11/15- erstmals 20 mg Citalopram vom Hausarzt bekommen, ohne Diagnose
29.12/15- Tavor/Lorazepam 1,5 mg für ca 3 Wochen selbst genommen ohne ärztliche Verordnung
Seit Anfang März 2016 weg vom Tavor und auch Citalopram
Seit 1.4.16 Escitalopram 10 mg plus bei Bedarf 25 mg Atosil/Promethazin
Seit 28.4.16 7,5 mg Escitalopram plus 2x tgl 25 mg Atosil
Seit 14.5.16 5 mg Escitalopram plus b.Bed. Atosil
Seit 20.5.16 3,75 mg Escitalopram , Atosil nicht mehr gebraucht..am 24.5.16 Angst, Weinen, depr. Verstimmungen
Seit 25.5.16 wieder 5 mg Escitalopram
Seit 1.6.16 4 Trofen = 4 mg Escitalopram
Seit 7.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram
Seit 12.6.16 2Tropefn =2 mg Escitalopram , Weinerlich, Unruhe, Zittern, Frust
Seit 15.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram, nach 2 guten Tagen , 1 gaaanz schlechter...bleibe bei 3 mg
Seit 27.6.16 2,5 Tropfen=2,5 mg Escita
Seit 04.7.16 1,5 Tropfen=1,5 mg Escita
Seit 09.7.16 1 Tropfen =1 mg Escita...viel Weinen, rauschen im Kopf
Seit 10.07.16 1,5 Tropfen =1,5 mg Escit..
Seit 30.07.16 0mg!Stimmung wechselnd, aber nicht schlechter...Gedanken klarer...und manchmal auch positver!
Immer noch bei 0 mg...die psych. Ausfälle deutöich seltener und wenn auch nur noch sehr kurz!
Jamie
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Jamie »

Artikel von http://www.doccheck.com

http://news.doccheck.com/de/183209/depr ... s-dem-off/

Thema: niedrigschwellige Hilfen für Depressive in Modellprojekten
Depression: Hilfe aus dem Off

Rund jeder zehnte Hausarztpatient zeigt Anzeichen einer Depression. Nur die wenigsten beginnen eine Therapie. Mit einem neuen Behandlungsverfahren soll der Fokus nun auf eine Online-Betreuung gesetzt werden, die Hilfe leistet, bevor eine schwere Depression entsteht.

Niedergeschlagenheit muss nicht immer in einer Depression münden – aber sie kann ein Vorbote sein. Unklar ist hierbei, an welcher Stelle eine schwere Depression beginnt und ob auch eine leichte Depression oder eine depressive Verstimmung schon behandlungsbedürftig ist.

Die Grenzen zwischen der subklinischen Depression und einer klassischen unipolaren Depression sind fließend und verändern sich entsprechend den gerade gültigen Leitlinien.

Vernachlässigte Depressions-Vorstufe?
Rund jeder zehnte Hausarztpatient zeigt Anzeichen einer Depression, aber nur die wenigsten gelangen konsequenterweise in die Obhut eines Spezialisten. Mehr als die Hälfte depressiver Menschen bekommen laut Detlev Ganten, Präsident des World Health Summit, keine angemessene Behandlung, weil die Krankheit von Ärzten und Patienten nicht ernst genommen wird. Aber auch wenn es zu einer Therapie kommt, können Probleme entstehen, besonders bei ernsten Fällen: [highlight=yellow]Antidepressiva helfen dauerhaft weniger als einem Drittel dieser Patienten.[/highlight]

Die zum Einsatz kommenden Wirkstoffe oder ihre Derivate sind meist bereits seit über einem halben Jahrhundert in Gebrauch, wirken nicht spezifisch und helfen nur einem Teil der Erkrankten. Depression ist die Krankheit mit der längsten Dauer im Verlauf eines Lebens. Angesichts der unzureichenden Versorgung ist demnach die Prävention umso wichtiger. Die Behandlung auch schon geringgradiger Depressionssymptome sollte begonnen werden, bevor die Krankheit in eine ernsthafte Form übergeht.

Subklinische Depression, Subthreshold Depression oder Dysthymie – wer nach diesen Stichworten sucht, findet nur wenige Studien dazu. In den letzten zwei Jahren sind jedoch zwei größere Untersuchungen im Journal of the American Medical Assoviation (JAMA) erschienen, die jeweils die psychotherapeutische Behandlung der Krankheit beschreiben, noch bevor sie wirklich gefährlich wird: Während die britisch-amerikanische Studie dabei eher Patienten im Seniorenalter rekrutierte, sahen sich Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg Teilnehmer im Durchschnittsalter von circa 45 Jahre an.

Ermutigung durch wöchentlichen Telefonanruf
Wie in der ersten von beiden Studien deutlich wird, hat sich im angloamerikanischen Raum das „Collaborative Care“-Modell bewährt, in dem eine psychotherapeutische Versorgung in die Primärversorgung integriert ist. Ein „Care Manager“ überwacht dabei die Behandlung unter der Verantwortung eines Psychotherapeuten. In dieser Studie mit 705 Patienten mit mindergradiger Depression im Alter von über 65 Jahren verglichen Simon Gilbody von der University of York und seine Kollegen die normale hausärztliche Versorgung mit dem integrierten Versorgungsansatz. Der bestand in diesem Fall aus wöchentlichen Telefonanrufen durch den Care Manager.

In der ersten Einheit trafen sich dabei Fachkraft und Patient persönlich, danach wurde der Patient in einem halbstündigen fernmündlichen Gespräch ermutigt, mehr soziale Kontakte zu knüpfen und mit Hobbys und anderen Aktivitäten depressive Perioden zu vermindern. Nach vier Monaten sowie einem Jahr maßen die Wissenschaftler mittels Fragebogen den Effekt dieser Kurzzeit-Maßnahme.

Im Vergleich zur Kontrolle schnitten die so betreuten Patienten auf einer Neun-Punkte-Skala nach vier Monaten um 1,3 Punkte besser ab. Auch nach einem Jahr blieb dieser Unterschied stabil. Die Effektgröße von 0,3 entspricht dabei den Ergebnissen ähnlicher Studien bei Fällen von schwerer Depression. Das Risiko, an einer schweren Depression zu erkranken, sank dabei um ein Drittel. Die vergleichsweise unaufwändige Maßnahme verringerte jedoch nicht nur das Risiko, sondern half auch gegen Ängste und funktionelle Einschränkungen im Alltag als Folge der leichten Depression. In einem Kommentar zu dieser Studie lobt Kurt Kroenke vom Regenstief Institut in Indianapolis, dass diese kurze und ökonomische Maßnahme der Verhaltensaktivierung scheinbar gut dazu geeignet ist, den Übergang in eine schwerere Form der Krankheit zu verhindern.

Selbsthilfe-Programm online
Zu diesem Ergebnis kommt auch die zweite deutsche Studie mit über 400 Teilnehmern, die statt des Telefons ein interaktives Online-Programm verwendete. Auch hier verglichen die Studienleiter ein „normales“ webbasiertes psychotherapeutisches Selbsthilfeprogramm mit einer persönlichen Behandlung durch einen Online-Trainer, die Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie enthielt.

Die Teilnehmer bekamen Hausaufgaben, die der Betreuer individuell beurteilte und entsprechend darauf reagierte. Insgesamt sollten sechs 30-minütige Sitzungen den Patienten weiterhelfen, im Idealfall zwei pro Woche. Zwölf Monate später analysierten die Wissenschaftler die Ergebnisse anhand von strukturierten Telefoninterviews mit den Teilnehmern, um herauszufinden, ob aus der leichten eine schwere Depression geworden war.

Nicht alle wollen eine Therapie
Beim einfachen Selbsthilfeprogramm war das immerhin bei 41 von 100 der Fall. Wirkte der Online-Trainer aktiv an der Therapie mit, sank die Rate auf 27 Prozent. Die daraus errechnete Hazard-Ratio beträgt 0,59. Pro sechs Patienten kann das Intensiv-Programm also innerhalb eines Jahres eine schwere Depression verhindern.

Dennoch erscheinen 28 bzw. 41 Prozent als Risikoziffern für die Verschlimmerung einer leichten Depression eher hoch. Andere Studien berichten eher von rund 10 bis 20 Prozent. Möglicherweise liegt das aber auch an der Teilnehmerauswahl. Für die Studie kamen nur Personen mit funktionellen Einschränkungen im Alltag in Frage, ausgewählt aus den Akten einer großen gesetzlichen Krankenkasse. Schließlich gibt es auch keine Konsensusdefinition für eine subklinische Depression, sodass sich auch hier die Ausgangsbasis zwischen den Studien unterscheidet.

Nicht alle, die – wenn auch über längere Zeit – mit düsteren Gedanken zu kämpfen haben, wollen überhaupt eine Therapie. Nur bei entsprechender Entschlossenheit ist der Erfolg einer solchen Maßnahme wirklich spürbar.

Prävention rechnet sich
Die Frage, ob es sinnvoller ist, bei länger andauernden leichten Symptomen einer Depression erst abzuwarten oder gleich mit einer Therapie anzusetzen, lässt sich derzeit aufgrund mangelnder Daten nicht beantworten.[highlight=yellow]Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass Antidepressiva bei Patienten mit subklinischer Krankheit nicht besser als Placebo wirken. Insofern scheint die psychotherapeutische Methode der pharmakologischen überlegen.[/highlight] Ob die webbasierte Therapie auch ökonomischer als eine herkömmliche Behandlung ist, ist Gegenstand aktueller Studien.

In ihrem Artikel im Journal of Medical Internet Research betonen die Autoren den eindeutigen ökonomischen Vorteil einer webbasierten Behandlung: Sie kalkulierten ihre Mehrkosten für die 200 Teilnehmer der intensivierten und personalisierten Therapie pro Patient mit rund 136 Euro für die bereits erwähnten sechs Sitzungen. Der Großteil davon geht auf den Coach, der insgesamt rund drei Stunden Zeit pro Teilnehmer aufwendete. Auf der Gegenseite stehen die zusätzlichen depressionsfreien Jahre und die erhaltene Lebensqualität, errechnet aus den standardisierten Interviews mit den Teilnehmern.

Rund drei Monate muss ein Mensch mit Depression im Schnitt warten, bis er einen Therapieplatz bei einem Spezialisten bekommt. Dann dauert es noch einmal rund ein Vierteljahr, bis die eigentliche Behandlung beginnt. Um es gar nicht zu einem Fortschreiten der Anfangsphase einer Depression kommen zu lassen, sind also Frühmaßnahmen gefragt.
Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Interessant, Jamie, fast alle scheinen zu wissen, dass AD nur bei ganz wenigen Patienten was bringen, Ärzte untereinander machen keinen Hehl daraus - und trotzdem wird das Zeug munter weiterverschrieben , sogar wie Murmeline verlinkt hat, für Katzen. ( Wenn es bei Menschen nix nützt, dann auch bei Katzen nicht, kann aber eine aggressive Katze eventuell "abschießen", was für mich an Tierquälerei grenzt. ). Danke euch heute allen für die interessanten Artikel.
liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
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TV Bericht über Schwierigkeiten beim Absetzen

Beitrag von Murmeline »

Panorama SRF Schweizerfernsehen vom 29.08.2017
Schwieriger Ausstieg
Die Tücken der Antidepressiva

Zitat
Meist steht den Betroffenen somit ein mühsames Ausprobieren verschiedener Präparate bevor, bis endlich ein passendes Medikament gefunden ist. Vier Wochen kann es dauern, bis ein Antidepressivum wirkt. Zu Beginn der Therapie können zudem lästige Symptome auftreten wie Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel oder starkes Schwitzen.

Symptome, mit denen man sich beim Absetzen der Antidepressiva urplötzlich wieder konfrontiert sehen kann.

Wer dies unvorbereitet erlebt und vom Arzt allein gelassen ist, glaubt nicht an den Erfolg der eben abgeschlossenen Therapie. Stattdessen sieht man schon die überwunden geglaubte Depression mit voller Wucht zurückkehren und greift in der aufkommenden Panik schnell wieder zu den ungeliebten Medikamenten. Ein Teufelskreis.

Der Arzt muss auf mögliche Symptome und Nebenwirkungen aufmerksam machen, sollte Alternativen aufzeigen und mit dem Patienten besprechen, wie am besten weiter vorzugehen ist. Und zwar nicht nur zu Beginn der Therapie, sondern die ganze Behandlungszeit über. Wichtig ist auch die enge Begleitung während des langsamen «Ausschleichens» des Medikaments und darüber hinaus.

Stattdessen werden Patienten oft mit ihren Medikamenten, Sorgen und Nebenwirkungen alleine gelassen.

Wer sich als Betroffener schlecht betreut fühlt oder kein Vertrauen in den behandelnden Arzt hat, sollte sich nach jemand anderem umsehen. Und keinesfalls die Antidepressiva unregelmässig einnehmen oder gar von heute auf morgen absetzen.

https://m.srf.ch/news/panorama/die-tuec ... depressiva
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline »

[mod=Murmeline]Ich hab den TV-Beitrag auch als eigenen Beitrag in den Forumsbereich Hintergrundinformationen eingestellt und bitte darum, Kommentare direkt dort im Thread zu hinterlassen, http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 05#p205505

Weg, Dein Kommentar hab ich verschoben :)[/mod]
Murmeline
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline »

Murmeline hat geschrieben:Linke hinterfragt Zulassungen von Antidepressiva

In einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung äußert die Linke-Bundestagsfraktion „erhebliche Zweifel“ an der Zulassung einiger Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Suizid-Risiken wurden nicht ausreichend beachtet, heißt es. Dabei zweifelt die Fraktion die Unabhängigkeit des BfArM-Chefs an.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... /chapter:1
Zusammenfassung der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
Psychopharmaka oft unverzichtbar
Die Bundesregierung verteidigt den Einsatz von Psychopharmaka bei psychischen Störungen trotz möglicher Nebenwirkungen.

Depressionen seien in Deutschland die mit Abstand häufigste Ursache für Suizide oder Suizidversuche. Eine erfolgreiche Behandlung der Depression senke das Suizidrisiko, heißt es in der Antwort (BT-Drs. 18/13452 – PDF, 244 KB) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (BT-Drs. 18/13316 – PDF, 145 KB) der Fraktion Die Linke.

Psychopharmaka könnten bei der Therapie ein wichtiger Baustein sein. Insbesondere bei einer schweren Erkrankung seien sie nicht selten unverzichtbar. Auch sog. SSRI-Antidepressiva, die zur Standardtherapie bei der Behandlung von Depressionen in Deutschland gehörten, würden auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Bei "Risikosignalen" werde über notwendige Änderungen der Packungsbeilage oder über weitergehende Maßnahmen zur Verringerung des Anwendungsrisikos entschieden.

Das Suizidrisiko unter SSRI sei mehrfach auf europäischer Ebene bewertet worden, heißt es in der Antwort weiter. Die Industrie sei in der Folge aufgefordert worden, die Produktinformationen anzupassen. Qualitativ ergäben sich derzeit aus dem Spontanmeldesystem zu Suiziden oder Suizidversuchen weder aus Deutschland, noch auf europäischer Ebene Hinweise auf einen Anstieg der Meldezahlen.

Für alle im Umlauf befindlichen SSRI-Arzneimittel sei das Nutzen-Risiko-Verhältnis weiter positiv. Anhaltspunkte für eine Rücknahme, Widerruf oder Ruhen der Zulassung waren oder seien derzeit nicht ersichtlich. Dies sei auch auf EU-Ebene nicht angeordnet worden.
https://www.juris.de/jportal/portal/pag ... hricht.jsp

Komplette Antwort:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/134/1813452.pdf
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Gwen
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Arte Doku "generationsübergreifende Traumafolgen"

Beitrag von Gwen »

Hallo, auf Arte kam eine Doku zum Thema generationsübergreifende Traumafolgen. Hier der "Klappentext" (wie heißt das beim Film?)
Familiengeheimnisse, frühe Prägungen von Angst und Gewalt, körperliche und seelische Traumata, familiärer Stress oder Druck und zementierte Glaubenssätze – all das wirkt sich nicht nur auf diejenigen aus, die es selbst erleiden, es kann sich sogar auf die nachfolgenden Generationen auswirken. Diese entwickeln dann Symptome, als hätten sie das Leid der Eltern selbst erlebt.
https://www.arte.tv/de/videos/071389-00 ... umafolgen/

Ich weiß nicht, inwieweit der Film Menschen mit Traumata triggert.

Ich fand ihn aber ganz interessant und einiges regt zum Nachdenken an, wenn ich auch nicht alles nachvollziehbar fand.

Viele Grüße Gwen
Ululu
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Ululu »

Hallo Gwen,

Ich finde dieses Thema sehr interessant. Ich habe auch schon darüber gelesen.
Traumata können unser Gehirn verändern. Man kann das auch messen.
Meine Mutter hat in ihrer Kindheit kriegsbedingt viele Traumata erleben müssen. Wir sind fünf Geschwister, drei davon haben psychische Probleme in Form von Schwermut, Angst und Depression. Meine Eltern haben/hatten die nicht, erlernt haben wir das nicht. Wir hatten auch eine schöne Kindheit.
Alles Zufall ?
Keine Ahnung, aber im Ansatz sind diese Thesen für mich nachvollziehbar.

LG Ute
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Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Millionen Menschen leiden weltweit an ständigen Ohrgeräsuchen. Tinnitus ist für Betroffene sehr belastend und kann enormen Einfluss auf die psychische Gesundheit nehmen. Neurowissenschaftler haben nun einen möglichen Zusammenhang zwischen Antidepressiva und Tinnitus gefunden.
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... 2787e77760

Endlich sprechen es Ärzte aus:
Keine Antidepressiva für Tinnituspatienten
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Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
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jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Kevin05

Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Kevin05 »

Also liebe Leute, falls ihr euch mal "entscheidet" auf eine Intensivstation zu gehen (geplanter Herzinfarkt, Gehirnschlag oder Unfall... - weil das kann man ja alles planen) , von Mo. -Fr. Mittag ist eure Überlebenschance größer zumindest in Österreich, wobei ergänzend sei zusätzlich kritisch angemerkt, dass generell in den Krankenanstalten von Fr. Mittag bis Mo. früh ziemlich wenig passiert, da stehen zig-Millionen Diagnosegeräte wie MRTs, CTs, Strahlentherapie still, es gibt keine Untersuchungen, keinerlei Therapien und andererseits bei uns monatelange Wartezeiten auf OPs bzw. Untersuchungstermine - seltsam und das 2017- siehe Link:

http://science.orf.at/stories/2864853/
Murmeline
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline »

Montag, 28. August 2017, 11:08 Uhr, Radio SRF 1
Sind die Symptome der Depression vorüber, könnte man eigentlich auf die Antidepressiva verzichten. So einfach ist es aber nicht. Das Absetzen von Antidepressiva kann Symptome hervorrufen, die den Depressionssymptomen gleichen. Es fühlt sich an wie ein Rückfall.
https://www.srf.ch/sendungen/ratgeber/a ... t-absetzen
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Eva

Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Eva »

Wie es aussieht, spricht es sich allmählich herum! :fly:
Rosenrot
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Rosenrot »

Hallo ihr Lieben, :)

gerade lief wieder das Visite - Gesundheitsmagazin auf NDR u. a. mit dem Thema "Medikamentenabhängigkeit - unterschätzte Gefahr".

Im Beitrag gingen sie auf das Medikament "Zopiclon" und die Schwierigkeiten, es abzusetzen, ein.

Dann äußerte sich im Studio Dr. Rüdiger Holzbach. Auf die im Vorfeld herausgefilterte Zuschauerfrage, ob denn Antidepressiva abhängig machen würden, antwortete er mit einem klaren Nein, räumte jedoch Schwierigkeiten beim Absetzen - ähnlich denen beim Einschleichen - ein. Und dann sinngemäß:

Es gäbe Patienten, die chronisch leiden (er vermied das Wort Grunderkrankung). Aber die könnten ja ihr AD bedenkenlos weiternehmen, weil es ja nicht abhängig mache. :frust: :frust: :frust:

Das ist so niederschmetternd ... :cry: :cry:

Der Beitrag scheint noch nicht online zu sein.

Liebe Grüße

Rosenrot
Vorgeschichte und Absetzverlauf:
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Rosenrot »

Guten Morgen, :)

inzwischen sind die Videos

Beitrag http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/M ... te304.html

und Interview http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/v ... 13552.html

online.

Die Antidepressiva-Frage beginnt bei 3:23.

Der Arzt heißt Dr. Rüdiger Holzbach. Hatte ich gestern aus der Erinnerung falsch genannt. Entschuldigung.

Habt einen schönen Tag. :group:

Liebe Grüße

Rosenrot
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Kimeta »

Wieder ein Beitrag aus Telepolis vom Heise-Verlag:

Es gibt keine Schizophrenie

Interview mit Jim van Os

"Der bekannte Psychiater und Professor für Psychiatrische Epidemiologie über Sinngebung und neue Ideen für die psychische Gesundheitsfürsorge

Jim van Os ist seit Juni 2017 Professor für Psychiatrische Epidemiologie an den Universitätskliniken Utrecht. Dort ist er außerdem Vorsitzender der Abteilungsleitung für unter anderem Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie, wo rund 1200 Angestellte arbeiten. Vorher war er Professor und Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychologie an den Universitätskliniken Maastricht. Van Os ist außerdem Mitglied der Königlichen Niederländischen Akademie der Wissenschaften und Fellow am King's College in London. Thomson Reuters bezeichnet ihn seit 2014 als einen der einflussreichsten wissenschaftlichen Denker der Welt.

Seine Ausbildung zum Psychiater absolvierte Van Os in England, Frankreich, Indonesien und Marokko. Er veröffentlichte seine erneuernden Ideen über Schizophrenie und die psychische Gesundheitsfürsorge in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften wie Lancet und Nature. Seine Forschung wurde in den letzten Jahren durch die Niederländische Forschungsorganisation mit €5 Millionen unterstützt, durch den Europäischen Forschungsrat mit €12 Millionen. Jim van Os gehört zu den Gründern des Netzwerks PsychoseNet.nl für Patientinnen und Patienten, das in Bälde auch auf Deutsch angeboten wird."

Ich habe momentan keine Muße, mehr über das Interview zu schreiben, möchte es aber sehr zum Lesen empfehlen.

Nur soviel zu unserem Kernthema: auf die Frage, was jemand tun sollte, nennt Jim van Os erst als 5. Maßnahme:
"Fünftens können Sie auch Moleküle ausprobieren. Es ist jedoch irreführend, solche Medikamente "Antipsychotika" (wörtlich: Mittel gegen Psychosen, Anm. d. A.) zu nennen. Die Wirkungen können nämlich bei jedem anders sein, bei machen können die Mittel sogar zu einer Verschlechterung führen. Vielleicht müssen Sie verschiedene davon ausprobieren, aber vielleicht brauchen Sie auch überhaupt keines. Eine Psychotherapie kann ebenfalls helfen."
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 23.12.2021: 0,70 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Hallo Kimeta, ein mutmachender Artikel für alle, die mit der Diagnose schon erschlagen werden: Schizophrenie oder endogene schwere Depression etc.
Diagnosen sind - wie ein Psychiater mal sagte - eigentlich Behandlungsvorschläge.

liebe Grüße Arian
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Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Clarice
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Clarice »

Rosenrot hat geschrieben:
Dann äußerte sich im Studio Dr. Rüdiger Holzbach. Auf die im Vorfeld herausgefilterte Zuschauerfrage, ob denn Antidepressiva abhängig machen würden, antwortete er mit einem klaren Nein, räumte jedoch Schwierigkeiten beim Absetzen - ähnlich denen beim Einschleichen - ein. Und dann sinngemäß:

Es gäbe Patienten, die chronisch leiden (er vermied das Wort Grunderkrankung). Aber die könnten ja ihr AD bedenkenlos weiternehmen, weil es ja nicht abhängig mache. :frust: :frust: :frust:

Das ist so niederschmetternd ... :cry: :cry:
Oh man, erst dachte ich: ein guter Bericht, immerhin waren die Gefahren der Benzos und Zs dargestellt und sogar, die guten Effekte, die es hat, wenn man das Zeug los ist. Da dachte ich: guter Mann...aber die Frage zum Citalopram bzw. die Antwort war dann wieder für die Füße... :roll:
Aktueller Stand:
01.09.2021 0,00 mg E. :o
27.07.2021 0,05 mg E.
29.06.2021 0,1 mg E.


01.07.2021 100 /100 mg Pregabalin
23.06.2021 75 / 100 mg Pregabalin

50mg Palexia je morgens und abends
HET

Absetzverlauf bis 08.06.2021: viewtopic.php?p=419530#p419530
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline »

VHS-Tagung über Antidepressiva

Gemeinsam mit anderen Dozenten referiert Wolf Müller über die Zukunft der Medikamente. Er spricht ihnen die Wirksamkeit ab und schlägt Alternativen vor

Das sieht Wolf Müller ähnlich. Der seit 2010 pensionierte Mediziner spricht den neuen Antidepressiva die Wirksamkeit ab: „Wir werden uns kritisch mit diesen Medikamenten auseinandersetzen." Denn diese seien einerseits nicht wirksam und würden andererseits zu Persönlichkeitsstörungen führen: „Das steht auch als Nebenwirkung auf den Beipackzetteln", so Müller.

In einer Reihe von Vorträgen erläutern Müller und die anderen Referenten alternative Behandlungsmethoden. „Wir wollen gerne aufklären. Auf Kosten der Patienten geschehen nämlich schlimme Dinge", sagt der ehemalige Arzt.

Die Tagung ist mit acht Fortbildungspunkten bei der Ärztekammer zertifiziert.
http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/he ... ssiva.html

Siehe auch: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=43&t=13320
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Clarice
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Clarice »

Achtung, Satire:



:D
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Pädiatrie: Antidepressivum schlägt Placebo – knapp
Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen werden heutzutage oft zusätzlich mit Antidepressiva behandelt. Diese wirken zwar besser als Placebos, der Unterschied ist allerdings klein und schwankt je nach Störungsart, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt.
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... ment-69370

Nach einem Artikel, der AD bei kindlichen Depressionen nur wenig, bei Angsstörungen überhaupt nicht dem Placebo überlegen zeigt , wird leider im letzten Satz der Rückzieher gemacht: " Die Meta-Analyse zeigt aber auch, dass Antidepressiva in der Behandlung von psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter eine wichtige Rolle einnehmen. „Dabei ist es wichtig, das Verhältnis zwischen klinischem Nutzen und möglichen Nebenwirkungen im Gespräch mit dem behandelnden Arzt individuell abzuklären“, so Locher."



liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
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