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PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Radieschen
Beiträge: 33
Registriert: 19.10.2016 15:04

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Radieschen »

Hallo TeaTime,

ich habe fast alles gelesen, bin aber teilweise immer noch dabei. Der Thread ist schon recht lang. Immer, wenn ich mal Zeit habe, lese ich weiter.

Mit einigen Alternativen habe ich mich schon eingedeckt. Mit Heilerde Kapseln komme ich gut zurecht. Das reine Pulver bekomme ich leider nicht runter, habe das mal während meiner Schwangerschaft probiert. Hab damals auch alles mögliche ausprobiert vor den PPIs. Ich weiß heute nicht mehr im Detail, was das alles war. Durfte und wollte als Schwangere nicht alles nehmen. Natürlich hatte ich damals auch schon alle Hausmittelchen durch.

Habe jetzt bullrich auch zu Hause. Das Zeug ist mir noch nicht geheuer, hatte das Gefühl, er verursacht bei mir Herzrasen. :( Kann das sein? Hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht?

Das einzige, das ich in den letzten Jahren magentechnisch neben dem PPI mal genommen habe, sind ganz selten mal MPC Tropfen oder Kapseln (auch schon vor dem Ausschleichvetsuch) und Riopan.

Ranitidin und Gaviscon habe ich noch nicht, werde ich mir aber wohl besorgen für den Notfall. Habe nämlich Angst, mein Esomeprazol doch irgendwann wieder zu erhöhen, wenn's mir mal dreckig geht. Gestern war ich in einer Drogerie. Dort habe ich einfach mal Sodbrennblocker gekauft. Da ist Braunalgenextrakt drin. Taugen die was? Danke für deine Mühe, liebe TeaTime. Ihr gebt euch alle so viel Mühe und seid eine große Hilfe, denn sicher gibt es hier auch einige passive Mitleser, die vorher das Gefühl hatten, es niemals zu schaff n und allein mit diesem Problem dazustehen. Die meisten Ärzte verstehen das alles nicht oder lassen einen komplett allein mit der ganzen Abhängigkeit.


Hallo Lotti,
ich bin auch neu hier. :hug: Herzstolpern hatte ich auch schonmal über einen längeren Zeitraum. Ich nehme PPIs schon sehr lange und damals ist keinem Arzt aufgefallen, dass es da vielleicht ein Zusammenhang geben könnte. Der Kardiologe hat mir dann geraten, Trom cardin zu nehmen, das ist Magnesium + Kalium. Ich würde aber unbedingt mal einen Bluttest machen lassen und wie Jamie schon gesagt, das Zeug nicht einfach so zu nehmen. Aber das hast du ja schon für Montag eingeplant. Ich nehme heute, da ich gelegentlich Wadenkrämpfe habe, Magnesium. Gibt's auch als Pulver oder Beutelchen für unterwegs. Aber ich nehme es nicht ständig, immer mal ein paar Tage, dann ist wieder ne Zeit lang Ruhe.

Wünsche euch einen schönen Tag.

Viele Grüße
Radieschen
2005-2008: Amitriptylin 10-100 mg

1999-2016: Antra Mups 80 mg, später 40 mg. 2001 Wechsel auf Nexium 40 mg, dann 20 mg. Ab 2013 Esomeprazol 20 mg.
Absetzversuche bisher gescheitert.
Seit Oktober 16 schleiche ich Esomeprazol 20 mg aus:
18.10.16: 19 mg
25.10.16: 18,5 mg
13.11.16: 18 mg
21.11.16: 17,5 mg
04.12.16: 17 mg
14.12.16: 16,5 mg
24.12.16: 16 mg
03.01.17: 15,5 mg
14.01.17: 15 mg
02.02.17: 14,5 mg
13.02.17: 14 mg
henning
Beiträge: 85
Registriert: 03.10.2016 10:37

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von henning »

Hi Radieschen,
immer tapfer weiterlesen ;)
könntest du weiter ausführen warum du für die Elektrolyte einen Bluttest (der sowieso keinen Mangel ausschließen kann) brauchst, bei Braunalgenextrakt (Heilerde, Bullrich) hingegen keinen? Bei Ranitidin und Gaviscon nicht mal ein Arztbesuch?
In Braunalgen ist z.B. viel Jod drin. Eine gute Eisenquelle sind die Dinger auch noch.
Sicher, dass du das verträgst?

Zusätzlich enthalten Algen immer Pseudo-B12.
Ich weiß nicht, wie hoch der Gehalt ist. Dennoch würde das einen Stoffwechsel mit B12-Mangel nur weiter belasten.
Ich denke das wird auch der Anti-Sodbrennen-effekt sein, dennoch kein zu empfehlender Wirkmechanismus.


In Bullrich ist wahrscheinlich das Natriumhydrogencarbonat für dein Herzrasen verantwortlich.
Du könntest das testen, indem du einfach Kaisernatron pur einnimmst. (Oder es lieber sein lässt ;) )


Gruß
Zuletzt geändert von henning am 21.10.2016 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
henning
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von henning »

Hi TeaTime,
du empfiehlst hier oft Ranitidin.
Ein ausgezeichnetes Medikament für den PPI-Entzug, allerdings lässt der Effekt oftmals nach 2 Wochen nach und die meisten greifen wieder zu PPI.
Hast du da andere Erfahrungen gemacht?
Woher hast du auch die Information, dass PPI 2-3 Tage brauchen, um ihre volle Wirkung zu entfalten?
(Edit: Ok, wahrscheinlich meinst du bis die Symptome abklingen. Dann hat sich die Frage erledigt)

Gruß
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo :),
henning hat geschrieben: Woher hast du auch die Information, dass PPI 2-3 Tage brauchen, um ihre volle Wirkung zu entfalten?
(Edit: Ok, wahrscheinlich meinst du bis die Symptome abklingen. Dann hat sich die Frage erledigt)
die Pumpen werden nicht alle sofort deaktiviert / irreversibel gehemmt, da sie nicht alle parallel aktiv sind.
Wenn also bei Tag 1 der Einnahme die Pumpen Lilo, Kiki und Nana aktiv sind, werden sie gehemmt, aber Pumpen Bibi, Zora und Lala lauern noch im Dämmerschlaf und wenn die an Tag 2 dann aktiv werden, erwischt das PPI auch sie :).
Der vollständige Wirkeintritt ist nach 2-3 Tagen Einnahme erreicht.

Grüße
Jamie
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henning
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von henning »

Hi Jamie,
danke für die Erklärung.
Gibt es dazu noch genauere Quellen? Oder kannst du mir die Frage beantworten?:
Wenn Bibi,Zora und Lala ohnehin schlafen, wieso tritt die volle Wirkung dann erst ein, wenn alle erwischt wurden?
Die Wirkung sind doch deaktivierte Pumpen? Das müsste doch bereits nach der ersten Einnahme erfolgt sein, auch wenn Bibi usw dann aufwachen, ist die Halbwertszeit doch nicht so kurz, insbesondere wenn man die Dosis aufteilt auf 2x täglich.

Gruß
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Henning,

ich habe Ranitidin nicht als Dauermedikation empfohlen, sondern als Unterstützung beim Reduzieren eines PPI, wenn man Schmerzen hat. Warum ? Eigene Erfahrung zum einen. Sogar mein 81 jähriger Vater, dessen Omep schon mal versagt, war mehr als glücklich, dass er nun ein Notfallmedikament hat.
Ich selber hatte an einem Wochenende meinen PPI vergessen, Ranitidin hatte ich aber mit, und konnte so mein Wochenende beschwerdefrei bleiben.
Zum anderen haben es meine Hausärtzin, als auch mein Gastroentereologe empfohlen, weil ich vom PPI weg möchte.

Hier im Forum empfehle ich es als Notfallmedikament, was das Reduzieren des PPI erleichtern kann.

Wobei Du vollkommen überlesen hast, dass ich sogar "Tepilta" empfehle, das müsste Dich ja komplett aus den Socken hauen, weil Aluminium drin ist. (Aber bevor Du nun in Ohnmacht fällst, ich habe hier immer auf den Aluminiumgehalt hingewiesen und es auch nur als absolutes NOTFALLMITTEL empfohlen)

Naja, ich will das hier jetzt mal nicht als Angriff werten und deshalb auch lieber sachlich antworten.

Henning, ich empfehle keine Medikamente mal eben so, denn ich bin kein Arzt. Ich glaube jeder, der hier im Forum schreibt, schreibt aus eigenen Erfahrungen und weil er andere Menschen damit unterstützen möchte. Grade wenn man selber positive Erfahrungen gemacht hat, möchte man andere daran teilhaben lassen.

Ich glaube Du hattest noch nie wirkliche Sodbrennen oder andere Reflux Beschwerden, dass Du weißt, wie sehr einem diese Schmerzen das Leben schwer machen können. Und wenn doch, dann wundert es mich, dass Du schnelle Hilfe ablehnst und nur mittels Vitaminen und Mineralien handelst. Das ist sicher ein super Ansatz, wenn es hilft, aber es dauert eben, und bis dahin braucht man eine schmerzfreie Zeit.

Alles was ich hier an Medis "empfehle" tue ich aus eigener Erfahrung und weil ich mich sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt habe (was Dir ja nicht unbekannt sein dürfte), und mittels Internet viel angelesen habe. Aber auch lange und gute Gespräche mit meiner Ärztin und meinem Gastroentereologen hatte.

Und bevor Du nun meinst, ich greife Zahlen einfach mal so aus der Luft, habe ich Dir extra einen Link kopiert, wo Du schwarz auf weiß lesen kannst was ich mit 1-3 Tagen meine:


**********4 Pharmakodynamik
Der Wirkungsmechanismus der Protonenpumpenhemmer ist einheitlich. Die H+/K+-ATPase in den Belegzellen der Magenschleimhaut wird gehemmt. Damit wird die Sekretion von Protonen in den Magen und somit die Entstehung von Salzsäure wirkungsvoll gehemmt.
Die Protonenpumpenhemmer erreichen ihren Wirkort nach Resorption aus dem Gastrointestinaltraktmit dem Blut. Sie werden durch die basolaterale Zellmembran der Belegzelle in die Zelleaufgenommen und reichern sich dort im sauren Milieu der membranständigen Canaliculi an. Dort werden die Substanzen durch Anlagerung eines Protons in die aktive Form (Sulfenamid-Form) überführt.
Durch Ausbildung einer Disulfidbrücke mit der H+/K+-ATPase wird dieses Enzym irreversibel blockiert. Die Säuresekretion kann dann erst wieder stattfinden, wenn neue H+/K+-ATPasen synthetisiert sind (2-3 Tage).

http://flexikon.doccheck.com/de/Protonenpumpenhemmer
**********************************

Zum Ranitidin :

************************************************
H2-Blocker für die Nacht
 
Ganz so schnell wie Antacida wirken die H2-Blocker nicht, dafür aber lang anhaltend sechs bis zehn Stunden. Es dauert rund eine halbe bis ganze Stunde, bis das Feuer in der Speiseröhre nachlässt. Die H2-Antagonisten blockieren kompetitiv den Histaminrezeptor auf den Parietalzellen der Magenschleimhaut und reduzieren damit die basale Säureproduktion.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=36500
************************

Und nochmal was zu 1-3 Tage :


Protonenpumpenhemmer wirken trotz ihrer kurzen Plasmahalbwertszeit von nur 0,5 bis 1,5 Stunden dennoch etwa 1–3 Tage lang, denn erst nach dieser Zeit hat sich die H+/K+-ATPase durch Neubildung wieder regeneriert. Sie unterliegen dabei allerdings einer aktivitätsabhängigen Wirkung (engl.: use dependency), so dass die Einnahme am besten etwa 1/2 Stunde vor der Nahrungsaufnahme stattfindet.[2

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Protonenpumpenhemmer

**********************************************

Und nochmal, meine Empfehlung für Ranitidin war nie eine Empfehlung für eine dauerhafte Einnahme, sondern zum begleiten beim Ausschleichen oder um irgendwann umzusteigen um dann weiter zu reduzieren.

Wir möchten hier alle von diesen Medikamenten weg und nicht wechseln.

Gruß

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
Bild

:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
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TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Radieschen,

schön, dass Du DIch wieder gemeldet hast ;o)

Also bei Heilerde habe ich mal das Granulat genommen, und das war schon mehr als extrem... das zu schlucken...hust.
Die Kapseln finde ich auch am angenehmsten.

Riopan ist ein Antacida, neutralisiert Salze. Hilft wohl als akut Mittel gut, aber eben nicht so lange.(ca. 20-60 Min) Es ist aber ohne Aluminium, wenn Du damit auskommst ist es vollkommen ok.

Gaviscon ist ein Alginat, bildet eine Schutzschicht und neutralisiert Magensäure. Es wirkt ca. 2-4 Stunden. es gibt da 2 verschieden, Dual und Advance. Etwas unterschiedlich dosiert, etwas andere Wirkung. Mir persönlich bekommen beide und helfen auch gleich lange.

Zur Braunalge und em Bullrich Salz kann ich nichts sagen, beim Bullrich Salz habe ich schon öfters gelesen, dass es helfen soll, aber die Meinungen gehen da weit auseinander, was die Empfehlung angeht.

Aber zu den beiden Mitteln hat Henning ja schon gut informiert.

Hoffe Du kommst gut zurecht !!!

Lieben Gruß,

TeaTime
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*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
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Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
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henning
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von henning »

TeaTime,

Ich wollte dich nicht angreifen?
Warum sollte ich von Aluminium von den Socken gehauen werden?
Wieso überhaupt diese Anfeindung?

Es hätte ja sein können, dass du noch etwas über Ranitidin weißt, oder wie man den Nachlass der Wirkung verhindern könnte, oder wie das überhaupt zustande kommt. Ich überlege selbst das als Notfallmedikament anzuschaffen.

Woher weißt du denn was ich für Magenschmerzen hatte?
Ich hatte Magenspiegelung samt Befund einer Gastritis. Ich habe Blut gekotzt und das mehrmals!
Ich hatte 7 Jahre lang DURCHGEHEND starke Magen/Darmprobleme mit Schmerzen, sodass ich manchmal Tagelang nichts machen konnte außer rumliegen. Das ganze trotz Einnahme von PPI.
Magenfeindliche Stoffe waren für mich ein vollkommenes Tabu. (Schockolade, Chips, Alkohol eben alles was Spaß macht. Ich habe nicht mal 1 Schluck Bier vertragen können ohne PPI und selbst mit PPI waren die Beschwerden zu stark)
Ich war so verzweifelt mit den Magenproblemen, dass ich sogar eine Psychotherapie und mit SSRI deswegen angefangen hatte.
Alles nur weil gesagt wurde, dass das dabei helfen könnte.

Danke für die Links

Edit: Wieso sollen Vitamine und Mineralien übrigens keine schnelle Hilfe sein? Mit den richtigen ist die Hilfe schneller als jedes Medikament.

Gruß
Zuletzt geändert von henning am 21.10.2016 11:45, insgesamt 2-mal geändert.
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Radieschen,

nun habe ich mal gegoogelt und festgestellt, dass Gaviscon aus Braunalge gewonnen wird/Braunalge enthält.

***********************************
Natürlicher Wirkstoff: Alginat in Gaviscon

Alge

Der Hauptwirkstoff von Gaviscon - Alginat - ist pflanzlich. Er wird aus der Braunalge "Laminaria hyperborea" gewonnen.

Alginat reagiert unmittelbar nach der Einnahme mit der Magensäure und legt sich dadurch, ähnlich wie eine Luftmatratze, auf den flüssigen Mageninhalt. Diese stabile, gelartige Schutzbarriere verhindert wie ein Deckel, dass saurer Mageninhalt in die Speiseröhre aufsteigt. Der Wirkstoff wird vom Körper nicht aufgenommen, sondern nach einer bestimmten Zeit auf natürlichem Weg über den Darm ausgeschieden. Daher ist Gaviscon so verträglich.

http://www.gaviscon.de

***********************************

Wichtig dürfte der Hinweis sein, dass der Wirkstoff NICHT im Körper aufgenommen wird.

Lieben Gruß

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am 21.10.2016 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo henning ;)

Hier etwas zu Lola und Co
PPI wirken direkt am Ursprung der Säureproduktion in den Belegzellen der Magenschleimhaut und puffern nicht nur überschüssige Säure ab wie Antacida. Sie hemmen die dortige Protonenpumpe selektiv und irreversibel. Nach der Hemmung muss die Pumpe erst wieder nachgebildet werden, bevor sie erneut Säure in den Magen transportieren kann. Dieser Wirkmechanismus erklärt, warum PPI nicht sofort wirken können, dafür aber bei einmaliger Einnahme bis zu 24 Stunden lang.

Um dem Säureproblem effektiv beizukommen, sollten PPI mindestens zwei bis drei Tage eingenommen werden. Warum? PPI hemmen nur aktive Protonenpumpen. Doch da normalerweise nicht alle Pumpen gleichzeitig aktiv sind, werden bei der Einnahme der nächsten PPI-Dosis die Protonenpumpen gehemmt, die bei der vorherigen Einnahme inaktiv waren. Das ist der Grund für die Einnahmeempfehlung: PPI sollen 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit auf nüchternen Magen eingenommen werden. Da die Nahrungsaufnahme die Zahl der aktiven Pumpen erhöht, können so möglichst viele Pumpen erreicht werden.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=36500

Das ist auch der Wissenstand, der mir in meiner Ausbildung vermittelt wurde. Genauer kann ich es nicht erklären.
flexicon doccheck sagt dazu noch knapp:
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Henning,

nee, ganz sicher keine Anfeindung, so sollte das nicht ankommen bei Dir, dann "sorry" dafür.

Und ich habe ja nicht ausgeschlossen, dass Du selber diese Schmerzen kennst, und auch gesagt, dass ich das mal nicht als Angriff werten will.

Dass Dich ein Medikament wie Tepilta "aus den Socken hauen könnte" habe ich einfach mal vermutet, weil Du ja nun was Mineralien und Co anbelangt, doch sehr tief in der Thematik steckst.

Trotz des Aluminiumgehalts halte ich es dennoch für ein super Medikament, weil es oberflächlich betäubt und damit wirklich sofort wirkt. Aber natürlich muss man das Medikament sehr mit Bedacht einnehmen.

Dass Du so schlimme Probleme hast/hattest tut mir echt leid. Vielleicht ist diese Erkrankung ja mit ein Auslöser, dass Du dich so intensiv mit Vitaminen und Mineralien beschäftigst. (Wobei ich das wirklich gut finde !!!!)

Was ich über das Ranitidin weiß, es hilft !!!! Es hilft bei Sodbrennen sehr sehr gut. Damit habe ich normalerweise wenig Probleme, aber habe vor kurzen Wobenzym genommen, was ich bisher super vertragen habe und hatte danach dermaßen Schmerzen, Krämpfe und Sodbrennen, dass mein Kreislauf auch noch abgesackt ist. Habe zuerst einmal gar nicht das Wobenzym in Verdacht gehabt. Gaviscon half 10 Minuten. Ranitidin (2x75mg) ca. 7 Stunden.
Dummerweise habe ich das Ganze dann eine Woche später nochmal genommen, weil ich eben nicht das Wobenzym in Verdacht hatte.

Dann hatte ich einmal (habe ich ja eben schon geschrieben) meinen PPI zuhause vergessen, Ranitidin hatte ich aber dabei. Hatte 3 Tage keinerlei Beschwerden damit.
Ob diese WIrkung wochenlang so bleiben würde weiß ich nicht.

In einigen Foren habe ich aber durchweg positives gelesen, und ich finde immer, einen Versuch ist es wert.

Als Dauermedikation soll man weder einen PPI noch einen H2Blocker nehmen, es sei denn, dass sonst wirklich z.b. Speiseröhrenkrebs droht.

Und ich denke, wenn man langsam reduziert, wie jetzt ich es jetzt beim PPI mache, und man es eigentlich auch nicht wirklich braucht, sondern die Probleme durch das Medikament selber kommen, dann müsste das Ausschleichen auch mit Ranitidin klappen.

Irgendwann werde ich vom PPI auf das Ranitidin wechseln und dann weiter reduzieren. Dann kann ich Dir auch sagen ob das klappt, oder ich doch den PPI bis zum letzten mg ausschleichen muss.

Lieben Gruß,

TeaTime
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von henning »

Hi TeaTime,
dann also lieber Gaviscon als Braunalgenextrakt. Da sind anscheinend keine Spurenelemente und Vitamine drin.

TeaTime hat geschrieben: Als Dauermedikation soll man weder einen PPI noch einen H2Blocker nehmen, es sei denn, dass sonst wirklich z.b. Speiseröhrenkrebs droht.
Ich dachte eigentlich auch nicht, dass du das als Dauermedikation empfiehlst. Trotzdem kann ein Notfall manchmal auch länger als 2 Wochen andauern, daher meine Nachfrage (oder eben wie man die Wirkung evtl. länger beibehalten kann). War wohl etwas knapp und missverständlich.

Auch wenn man PPI nicht gut sind, gab es bei mir keine Alternative (außer Vitamine, aber ich wusste damals nicht, dass man damit Krankheiten behandeln kann.)

Bei mir war also ein Überleben ohne PPI kaum möglich. Erst durch die PPI konnte ich wieder "normal" essen. Das Jahr davor war sehr problematisch nur mit Iberogast, Homöopathie und Heilerde. (Ja, ich bin tatsächlich 1 Jahr lang mit Gastritis rumgelaufen. Kein Arzt hatte PPI auch nur erwähnt und das obwohl im Befund eine Empfehlung dazu stand.....)


Um eines klar zustellen:
Ich bin kein Medikamentenfeind. Ich sehe SSRI auch nicht als den Teufel. Es gibt aber definitiv Stoffwechselprobleme, bei denen SSRI wirken können wie ein Teufel in Pillenform. Keinesfalls bildet sich hier also irgendjemand irgendetwas ein.
Auch leiden meiner Meinung nach mehr Leute unter den SSRI, als Leute die davon einen positiven Nutzen haben und es gibt inzwischen im NEM-Bereich bessere Alternativen, die auch beständig sein können.

Man muss aber trotzdem zusehen, dass man nebenbei noch am Leben bleibt.

Es ist denke ich auch klar, wer diese NEM überhaupt herstellt und auch neue entwickelt. Sicherlich keine Wohlfahrtsstiftungen.
Wäre über die Stoffwechselwege der Medikamente so viel bekannt wie über NEM, könnte man da bestimmt mit weniger Nebenwirkungen behandelt werden. Aber Nebenwirkungen sind ein gutes Geschäft...

Ich finde auch Aluminium nicht so kritisch. Es ist ein effektiver Phosphatbinder. Bei Arteriosklorose ist das ein sicherer Weg den Blutdruck zu senken (Phosphorbedingt) ohne das Risiko für einen Herzinfarkt zu erhöhen. Nur sollte das eben auch keine Dauerlösung sein. (Führt zu niedrigem BH4 und somit zu niedrigem Dopamin, Serotonin und Melatonin).

zu Ranitidin:
Kennst du auch das Gefühl, als ob der Darm an die Bauchdecke "pochen" würde? Ich weiß nicht wie ich das besser beschreiben soll...
Ich hatte gehofft, dass Ranitidin auch dagegen helfen könnte.
Wenn du Sodbrennen sagst: hast du dann nur Sodbrennen oder auch einen Reflux oder Luft die aufgestoßen wird?
Zusätzliches Kreislaufabsacken gehört auch zu den Symptomen sagst du.. das klingt alles schonmal sehr viel versprechend über meine Vorstellung zur Wirkung von Ranitidin.

Du schreibst, dass es einen Versuch wert ist. Das stimmt, aber ich war 3 Monate in einem Zustand, in dem so ein Versuch mich das Leben gekostet hätte, hätte ich darauf falsch reagiert. Das galt genau so für NEM (dennoch war der einzige Weg zur Besserung über NEM). Von daher recherchiere ich immer lieber noch eine Runde extra, wobei mir hier jetzt insbesondere die Erfahrungswerte wichtig waren. ;)

Gruß
Lotti789
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lotti789 »

Hallo ihr Lieben,

tut mir leid, dass ich mich gar nicht mehr gemeldet habe, war nun die ganze Zeit beim Arzt, da die Herzstolperer extrem waren... Hat man dann auch auf dem EKG gesehen, ist total durcheinander... Trop I ST + D-Dimere sind glücklicherweise negativ.
Habe nun ein Langzeit EKG bis morgen Mittag und soll den Rest mit dem Kardiologen am 31.10. klären bezügl. Herzecho etc.

Laut meinem Arzt darf ich ABSOLUT keine PPI's mehr nehmen und habe jetzt Ranitidin verschrieben bekommen... Ich bin total überfordert!
Kann ich die denn einfach so auslassen bzw. gegen Ranitidin ersetzen? Vorallem Ranitidin hat doch genau so einen Rebound Effekt, oder?

Mir geht's einfach nur schlecht gerade und die Nervosität macht es nicht besser :(

Lieben Gruß
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TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Henning,

also Sodbrennen kannte ich bisher kaum, und so wie es nach der Wobenzym Einnahme war (und das habe ich bisher, wie gesagt immer super vertragen, genau wie Phlogenzym), habe ich noch NIE Schmerzen gehabt.

Der Kreislauf sackte mir weg, weil ich diese furchtbaren Schmerzen hatte. Ich war kurz davor ins Krankenhaus zu fahren, weil ich das nicht mal im Bereich Sodbrennen eingeordnet hätte.Eher in "Sodkrampfen nach Salzsäuregenuss".... ganz schrecklich.

Da ich zu dieser Zeit auch an Antibiotikum nehmen musste, und zwar eins was nahezu nur im Magen-Darmtrakt wirkt, wo es auch wirken sollte, dachte ich, es sei davon. Und dann kommen natürlich Gedanken wie Magenblutung...und bei den Schmerzen, ich weiß es klingt hypochondrisch, dachte ich auch an einen Magendurchbruch. Wobei ich die Symptome dafür nicht kenne, aber diese heftigen Schmerzen....
Und ann dachte ich, komm, nimm mal was für den Magen, Tepilta traute ich mich nicht zu nehmen, wegen des Aluminiums. Also Gaviscon....und nach 10 Minuten kamen dann die Schmerzen nur noch intervallartig. Dann waren sie auszuhalten, kamen dann mit voller Wucht zurück.
Dann nahm ich 2 Ranitidin, und nach 30 Minuten war ich schmerzfrei. Und das hielt bis zum nächsten vormittag, also ca. 7 Stunden. Dann nahm ich noch einmal 75mg und danach war alles ok.

Bis ich eben auf die Idee kam es wieder zu nehmen, weil ich ja eben das Wobenzym nicht in Verdacht hatte, und es passierte das gleiche. C.a. 3 Stunden nach der Einnahme.

Warum ich das nun einfach nicht mehr vertrage, weiß ich nicht. Vielleicht kommt es durch das Reduzieren des PPI, ich habe dabei keine Beschwerden, aber es kann natürlich sein, dass ich zuviel Magensäure habe, ohne dass ich es im normalen Alltag merke.

Sodbrennen hatte ich auch früher kaum, mein Reflux kam ein paar Monate nachdem ich Mirta zum schlafen können eingenommen habe.
Ich hatte immer ein Brennen im Brustkorb, Schmerzen die in die Lunge ausgestrahlt haben und mich manchmal nicht richtig Luft holen ließen.
Unter PPI ist das alles Vergangenheit. Klar kommt es MAL zu Problemen, aber dann half eben immer Tepilta oder Ranitidin.

Genau wie Du sehe ich den PPI als Hilfsmittel, meine Erfahrungen sind durchweg gut und von Nebenwirkungen blieb ich verschont. (Schlafen konnte ich schon über ein Jahr vor der Einnahme nicht mehr).
Ich habe jede Dosierung und jedes Mittel (Kapsel, Tabletten) vertragen.

Trotzdem sind Nebenwirkungen eben zu befürchten, und 8 Jahre ist eine lange Zeit.
Osteoporose möchte ich nicht bekommen, und auch wenn meine Blutwerte etc. Alle ok sind.

Und deshalb versuche ich zu reduzieren, was eben noch super klappt.

Lieben Gruß

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am 21.10.2016 19:04, insgesamt 2-mal geändert.
Bild
[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
Bild

:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)
Radieschen
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Radieschen »

Hi Henning,

es ging mir hier nur ums Kalium. Eine Freundin von mir ist im medizinischen Bereich tätig, sie sagte mal, dass Kalium zwar vor Herzinfarkt schützen kann, ein Zuviel aber durchaus sehr gefährlich werden kann. Daher habe ich für mich entschieden, Kalium erstmal wieder lieber nur über die Nahrung aufzunehmen. :) Hab aber auch schon lange kein Stolpern gehabt.

Was das Ranitidin und Gaviscon anbelangt, hast du natürlich recht. Aber es wäre nur für kurze Zeit. Ich habe auch schon mit meinem Arzt darüber gesprochen, er weiß, dass ich die PPIs über kurz oder lang loswerden möchte. Er hat mir geraten, ich könne gegebenenfalls maaloxan o.ä. für kurze Zeit (!) nehmen, damit mir das Absetzen leichter fällt.

Ob ich Braunalgen vertrage, weiß ich noch nicht. Auf der Packung stand, dass das Mittel für Schwangere geeignet ist. Ich bin davon ausgegangen, dass es vielleicht nicht ganz so viel Schaden anrichten würde, wie viele andere Sodbrenn-Mittel. Aber ich habe es nur für den Notfall mitgebracht. Ich weiß doch auch noch nicht, wie ich das ganze schaffen soll. Bin auch ganz schön verzweifelt deswegen. :cry:

Hab mich zum Beispiel mit einer Flasche Kartoffelsaft eingedeckt. :vomit: ;-)

Gruß

Radieschen
2005-2008: Amitriptylin 10-100 mg

1999-2016: Antra Mups 80 mg, später 40 mg. 2001 Wechsel auf Nexium 40 mg, dann 20 mg. Ab 2013 Esomeprazol 20 mg.
Absetzversuche bisher gescheitert.
Seit Oktober 16 schleiche ich Esomeprazol 20 mg aus:
18.10.16: 19 mg
25.10.16: 18,5 mg
13.11.16: 18 mg
21.11.16: 17,5 mg
04.12.16: 17 mg
14.12.16: 16,5 mg
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo Lotti,

tut mir leid, dass das Herzstolpern derart massiv ist. :(
Ich fürchte, da bleibt dann tatsächlich nur das Kaltabsetzen.
Du hast ja gar keine Wahl; Herzrhythmusstörungen sind keine Lappalie und wenn das PPI der wahrscheinliche Grund dafür ist, muss es weg.

Du nimmst jetzt bitte das Ranitidin so, wie der Arzt es dir verordnet hat.
Es kann einen Teil der Aufgaben des PPI übernehmen und Teatime schreibt ja auch, sie hat gute Erfahrungen als Ersatz damit gemacht.
Ich kann dazu nichts beisteuern, weil ich Ranitidin noch nie genommen habe.

Sollte die Magensäure nicht ausreichend gebunden werden, kannst du zusätzlich mit Antacida arbeiten; z.B. Maaloxan flüssig, Riopan flüssig oder auch das viel gelobte Gaviscon flüssig.

Unbedingt auch auf Ernährung achten und nach Möglichkeit nicht so viel rauchen (das warst du doch, oder?)
Und vielleicht sind auch hennings Tipps mit den Mineralstoffen noch einen Versuch wert?

Grüße, lass den Kopf nicht hängen :hug:
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Radieschen »

Hallo TeaTime, ganz lieben Dank! Ich denke, dann probiere ich erstmal die Kautabletten aus der Drogerie, Konzentration: Braunalgenextrakt 500 mg.

Ich könnte heute wieder die Decke hochgehen. Ich esse zur Zeit sehr bewusst, allerdings habe ich heute Mittag irgendetwas gegessen, was mir nicht bekommen ist. Habe zwar schon drei Heilerde Kapseln genommen (und natürlich 19mg Esomeprazol), aber da spüre ich noch keine Wirkung. :cry:

Lieber Gruß

Radieschen
2005-2008: Amitriptylin 10-100 mg

1999-2016: Antra Mups 80 mg, später 40 mg. 2001 Wechsel auf Nexium 40 mg, dann 20 mg. Ab 2013 Esomeprazol 20 mg.
Absetzversuche bisher gescheitert.
Seit Oktober 16 schleiche ich Esomeprazol 20 mg aus:
18.10.16: 19 mg
25.10.16: 18,5 mg
13.11.16: 18 mg
21.11.16: 17,5 mg
04.12.16: 17 mg
14.12.16: 16,5 mg
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Radieschen
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Radieschen »

Hallo Lotti,

drücke dir ganz doll die Daumen. :hug: Und bitte versuche, ruhig zu bleiben.

Langzeit EKG musste ich damals auch machen. Ich habe mich zusätzlich noch dermaßen hinein gesteigert, dass ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand.

Es ist irgendwann alles besser geworden, ich habe ich das Stolpern akzeptiert und ein paar Wochen später war es weg.

Habe dann ein zwei Jahre später noch mal damit zu tun gehabt, aber da mir der Kardiologe gesagt hat - wenn ich mich noch richtig entsinne -dass ich nichts Schlimmes habe und das Herz angeblich bei jedem mal unregelmäßig schlagen kann (manche würden das nur nicht so intensiv spüren), habe ich das ganze etwas gelassen wahrgenommen.

Alles Gute

Radieschen
2005-2008: Amitriptylin 10-100 mg

1999-2016: Antra Mups 80 mg, später 40 mg. 2001 Wechsel auf Nexium 40 mg, dann 20 mg. Ab 2013 Esomeprazol 20 mg.
Absetzversuche bisher gescheitert.
Seit Oktober 16 schleiche ich Esomeprazol 20 mg aus:
18.10.16: 19 mg
25.10.16: 18,5 mg
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Lotti789
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Registriert: 20.10.2016 08:17

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lotti789 »

Hallo Jamie,

ja dann muss ich jetzt wohl da durch, macht mir fürchterlich Angst. Ich muss sagen ich hoffe, dass es wirklich die PPI's sind und ich in ein paar Tagen "Stolperfrei" bin, das wäre schon mal ein Anfang.
Ich ernähre mich bereits jetzt Magenschonend, hoffe das geht so. Mit dem rauchen, genau :) das war ich... Eigentlich sollte ich schleunigst zusehen, dass ich davon wegkomme - ich versuche es mal!

Das Magnesiumgluconat, das Heiner empfohlen hat, habe ich gestern bestellt - werde ich auf jeden Fall versuchen am Wochenende, sofern sie morgen auch ankommen :)

Maaloxan und Iberogast habe ich noch zuhause, das könnte passen...

@TeaTime hast du selbst von PPI's zu Renitidin gewechselt?

Danke, dass ihr mir so sehr helft und euch die Zeit nehmt :)

Liebe Grüße

EDIT: Hallo Radieschen :) danke, dass du mir Mut machst, das kann ich gerade ganz gut gebrauchen :)
Hattest du das auch zufällig durch Einnahme der PPI's oder gab es bei dir andere Gründe?
Zum Glück hast du es in den Griff bekommen :)

Liebe Grüße
PPi Einnahme 2016-2019
Seit 01.01.20 PPi frei durch Kügelchenmethode :party2:
Radieschen
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Registriert: 19.10.2016 15:04

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Radieschen »

Hallo Lotti,

es kann tatsächlich sein, dass ich irgendwann davor von einem PPI zum anderen gewechselt habe (antra - nexium). Ich habe mir damals nichts dabei gedacht, weil ich das Zeug ja schon lange genommen hatte und es mir immer gut dabei ging. Auch haben die Ärzte nichts zu meiner PPI Einnahme gesagt. Beim Kardiologen musste ich das ja alles angeben. Damals waren die Ärzte sowieso noch gar nicht so vorsichtig, da wurde das Medikament ja noch bedenkenloser verschrieben als heute (in der Langzeittherapie). Obwohl, wenn ich das hier so lese, wird es heute auch noch viel zu oft verordnet. :?

Weiterhin alles Gute, das wird wieder!

Radieschen
2005-2008: Amitriptylin 10-100 mg

1999-2016: Antra Mups 80 mg, später 40 mg. 2001 Wechsel auf Nexium 40 mg, dann 20 mg. Ab 2013 Esomeprazol 20 mg.
Absetzversuche bisher gescheitert.
Seit Oktober 16 schleiche ich Esomeprazol 20 mg aus:
18.10.16: 19 mg
25.10.16: 18,5 mg
13.11.16: 18 mg
21.11.16: 17,5 mg
04.12.16: 17 mg
14.12.16: 16,5 mg
24.12.16: 16 mg
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