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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Kimeta
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Kimeta »

Der Blog http://www.adios-angst.de/ wurde hier bereits empfohlen. Sein Autor, Mischa Miltenberger, gibt zusammen mit einer Journalistin und Achtsamkeitslehrerin im Herbst ein E-Book zum Thema Absetzen heraus.

Gefunden hier, dort ist auch ein 35minütiges Gespräch verlinkt, in dem seine Co-Autorin und er einen Psychiater befragen.

Ich habe einen Teil des Gesprächs gehört - aus meiner Sicht empfehlenswert. Bitte auch die Kommentare unter dem Podcast beachten, insbesondere den von Frau Heffmann.

Die Serotonin-These wird ab 11:35 abgehandelt :) .

Viele Grüße,
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 23.12.2021: 0,70 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:
Midlife
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Midlife »

Hallo Ihr Lieben!

Heute in der WiWo...
http://www.wiwo.de/technologie/forschun ... true#image

Mal wieder der Hegerl...ist das nicht ein alter Beitrag aus dem Focus?

Liebe Grüße
Björn
11/15- erstmals 20 mg Citalopram vom Hausarzt bekommen, ohne Diagnose
29.12/15- Tavor/Lorazepam 1,5 mg für ca 3 Wochen selbst genommen ohne ärztliche Verordnung
Seit Anfang März 2016 weg vom Tavor und auch Citalopram
Seit 1.4.16 Escitalopram 10 mg plus bei Bedarf 25 mg Atosil/Promethazin
Seit 28.4.16 7,5 mg Escitalopram plus 2x tgl 25 mg Atosil
Seit 14.5.16 5 mg Escitalopram plus b.Bed. Atosil
Seit 20.5.16 3,75 mg Escitalopram , Atosil nicht mehr gebraucht..am 24.5.16 Angst, Weinen, depr. Verstimmungen
Seit 25.5.16 wieder 5 mg Escitalopram
Seit 1.6.16 4 Trofen = 4 mg Escitalopram
Seit 7.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram
Seit 12.6.16 2Tropefn =2 mg Escitalopram , Weinerlich, Unruhe, Zittern, Frust
Seit 15.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram, nach 2 guten Tagen , 1 gaaanz schlechter...bleibe bei 3 mg
Seit 27.6.16 2,5 Tropfen=2,5 mg Escita
Seit 04.7.16 1,5 Tropfen=1,5 mg Escita
Seit 09.7.16 1 Tropfen =1 mg Escita...viel Weinen, rauschen im Kopf
Seit 10.07.16 1,5 Tropfen =1,5 mg Escit..
Seit 30.07.16 0mg!Stimmung wechselnd, aber nicht schlechter...Gedanken klarer...und manchmal auch positver!
Immer noch bei 0 mg...die psych. Ausfälle deutöich seltener und wenn auch nur noch sehr kurz!
Midlife
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Midlife »

Hallo Ihr Lieben!

Ist es nicht wieder typisch!?
Wahrschenlich wissen die Ermittler mittlerweile, dass die Mutter unter Psychpharmaka stand oder sie eben weggelassen hat...und schon liest mal nichts mehr über den Fall...
Allmählich bekomme ich echt Verfolgungswahn...warum ist dieses Thema für die Presse nicht interessant??
Da wird neulich im TV ein Bericht gebracht über diese Testosteron-Substitution, die (angeblich) gar nichts bringt und der bösen Pharmaindustrie nur Geld einbringt..(läppische 30mio €)...darüber berichten sie im TV, mit einer völlig falschen Darstellung und völlig falschen Präparaten...aber den eigentlichen Skandal, da traut sich keiner ran...es macht mich nur sauer!

Was muss noch passieren, damit das endlich mal gross angeprangert wird??

Schönes We

Björn
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Midlife »

Guten Morgen!

Und wieder etwas zum Thema.
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpr ... 0909201655

Seid Ihr bei Facebook?
Teilt Ihr solche Artikel?

Liebe Grüße
Björn
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Nietzsche-Ente »

Hallo zusammen,

im Spiegel Heft 36/2016 ist ein Artikel über Antidepressiva in der Schwangerschaft mit dem (meines Erachtens reißerischen) Titel "Mutterseelenallein" . (Online ist er glaube ich nicht zu lesen)

Mich ärgert dieser Artikel, da ich ihn für schlecht recherchiert halte und da einiges in einen Topf gerührt wird... ob Antidepressiva überhaupt nützlich sind, wird überhaupt nicht hinterfragt.

Ich gedenke, einen Leserbrief zu schreiben... aufgrund löchriger Hintergrundinformationen die Empfehlung ausszusprechen, Psychopharmaka auch in der Schwangerschaft zu nehmen, halte ich für höchst riskant. :evil:

Viele Grüße, Nietzsche-Ente

PS:
Midlife hat geschrieben:Seid Ihr bei Facebook?
Ich bin dort schon länger nicht mehr aktiv
:schnecke: :schnecke: :schnecke:
Jamie
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Jamie »

Hi Midlife,

ich bin anonym auf facebook und dort vor allem in alternativen Gesundheitsgruppen unterwegs.
Wenn da die Sprache auf AD und Co fällt, dann bin ich auch gerne bereit eine Grundsatzdiskussion auszutragen und all den Schrott zu widerlegen, der sich so hartnäckig in Bezug auf Psychische Erkrankungen und Psychopharmaka hält - früher habe ich das häufiger getan, heute eher selten, weil mir da etwas die Kraft fehlt und ich facebook auch nur eins, zwei Mal im Monat besuche.

Wenn ich verlinke, dann (bitte nicht persönlich nehmen) auf seriösere Quellen. Das von dir Verlinkte ist zB so eine typische Seite, wie man sie in fb verlinken würde. Im Prinzip von der Intention her ok, aber nicht differenziert genug und auch nicht wissenschaftlich genung (in meinen Augen).
Ich komme direkt, nach Möglichkeit, mit den Studien, gerne von PubMed [und gerne in Englisch Bild]

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Midlife »

Jamie hat geschrieben:Hi Midlife,

ich bin anonym auf facebook und dort vor allem in alternativen Gesundheitsgruppen unterwegs.
Wenn da die Sprache auf AD und Co fällt, dann bin ich auch gerne bereit eine Grundsatzdiskussion auszutragen und all den Schrott zu widerlegen, der sich so hartnäckig in Bezug auf Psychische Erkrankungen und Psychopharmaka hält - früher habe ich das häufiger getan, heute eher selten, weil mir da etwas die Kraft fehlt und ich facebook auch nur eins, zwei Mal im Monat besuche.

Wenn ich verlinke, dann (bitte nicht persönlich nehmen) auf seriösere Quellen. Das von dir Verlinkte ist zB so eine typische Seite, wie man sie in fb verlinken würde. Im Prinzip von der Intention her ok, aber nicht differenziert genug und auch nicht wissenschaftlich genung (in meinen Augen).
Ich komme direkt, nach Möglichkeit, mit den Studien, gerne von PubMed [und gerne in Englisch Bild]

Grüße
Jamie
Hallo Jamie!

Ja, sehe ich ähnlich.
Ich nutze diese Quellen auch nur zum "reisserischen" public machen!
Leider funktioniert das sachliche argumentieren nur bedingt bei vielen Menschen!
Wer hat schon Interesse, englische Studien zu lesen?
Das Thema muss immer wieder auf den Tisch gebracht werden...da eignen sich leider sachlich fundierte Quellen nur bedngt.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie aggressiv die AD-Patienten ihre Tabletten "verteidigen" und sofort angriffslustig sind...
Neulich war ich in einem Forum zum Thema :"Aggressiv durch AD"!
Ich sagte meine Meinung und belegte sie mit den üblichen Beispielen...
Boah, was wurde ich angemacht... :frust:
Auf meine Frage, ob die aggressiven Antworten evtl. auf die Tabletten zurückzuführen seien wurde es noch schlimmer...
Man fühlt sich wie Don Quichotte...ich muss mein Helfersyndrom wohl erst ablegen... :frust: :x

Liebe Grüße
Björn
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Jamie »

Hallo Björn
Wer hat schon Interesse, englische Studien zu lesen?
Das ist mir natürlich klar :D .
Aber mir geht es da vor allem um den Punkt, ganz seriös zu zeigen, dass die Problematiken der AD mittlerweile Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs gefunden haben und zB die hoch offizielle Studie von Kirsch et all., dass AD teilweise nur wie Placebo wirken, das ist schon Hammer.
Da müsste man mir erst mal eine Gegenstudie präsentieren (die das widerlegt) (aber die gibt es nicht! :wink: ).
In diesen Diskussionen habe ich die besseren Argumente :D .

Es ist zwar so, dass ich damit nicht gegen die feste Überzeugung ankomme, subjektiv habe das AD geholfen (das kann ja auch gut möglich sein), aber ich habe gute Argumente auf meiner Seite, warum AD keine Lösung - und dauerhaft richtig schlecht sind.

LG
und mach weiter bei fb - es braucht Leute wie dich! :fly:
Jamie
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Midlife »

Hallo Ihr Lieben!

http://www.bionity.com/de/news/159716/p ... share=news

Guter Ansatz, jedoch fehlt hier wie immer der Zusatz, dass es zu Entzugssymptomen kommen kann beim Absetzen der AD!

Liebe Grüße
Björn
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Midlife »

Jamie hat geschrieben:Hallo Björn
Wer hat schon Interesse, englische Studien zu lesen?
Das ist mir natürlich klar :D .
Aber mir geht es da vor allem um den Punkt, ganz seriös zu zeigen, dass die Problematiken der AD mittlerweile Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs gefunden haben und zB die hoch offizielle Studie von Kirsch et all., dass AD teilweise nur wie Placebo wirken, das ist schon Hammer.
Da müsste man mir erst mal eine Gegenstudie präsentieren (die das widerlegt) (aber die gibt es nicht! :wink: ).
In diesen Diskussionen habe ich die besseren Argumente :D .

Es ist zwar so, dass ich damit nicht gegen die feste Überzeugung ankomme, subjektiv habe das AD geholfen (das kann ja auch gut möglich sein), aber ich habe gute Argumente auf meiner Seite, warum AD keine Lösung - und dauerhaft richtig schlecht sind.

LG
und mach weiter bei fb - es braucht Leute wie dich! :fly:
Jamie
Hallo Jamie!

Du hast natürlich recht...es gibt erste Fortschritte zu vezeichnen.
Wenn ich aber bedenke, dass Kirsch 2008 war...und in den letzen 8 Jahren sind die VO dennoch geradezu explodiert...meine Kollegen der Psychiatrie-Aussendienste müssen einen guten Job draussen machen :x !
Und wieviele Amokläufe noch toleriert werden, ehe mal wirklich was passiert... :frust:

Ab Monrag werde ich wieder versuchen zu arbeiten und meinen Ärzten auf jeden Fall meine Geschichte erzählen...sind zwar keine Psychiater sondern Onkologen...aber es schadet sicher nicht!

Liebe Grüße
Björn
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Seit 12.6.16 2Tropefn =2 mg Escitalopram , Weinerlich, Unruhe, Zittern, Frust
Seit 15.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram, nach 2 guten Tagen , 1 gaaanz schlechter...bleibe bei 3 mg
Seit 27.6.16 2,5 Tropfen=2,5 mg Escita
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Seit 30.07.16 0mg!Stimmung wechselnd, aber nicht schlechter...Gedanken klarer...und manchmal auch positver!
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Neue APOTHEKEN ILLUSTRIERTE 1.September 2016 S.22/23

ich weiß, dass man aus Printmedien nicht allzu viel zitieren darf, aber 3 Sätze gehen hoffentlich.
Der Fall: Eine Seniorin im Altersheim muss elf unterschiedliche Medikamente nehmen , und ihr wird übel. Wovon genau?
Der Artikel geht um Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und den geänderten Metabolismus im Alter.

Dann das Fazit:
Im Falle der im Vorspann zu diesem Beitrag zitierten Seniorin musste vor allem ein Antidepressivum reduziert werden. Übrigens ohne Folgen für die seelische Stimmung der Patientin.
Vermutlich wäre es ihrer Gesundheit noch dienlicher, es auszuschleichen. Die Tatsache, dass die alte Dame von ihrem AD nur Nebenwirkungen und anscheinend keine sonstige Wrkung hat, wird von den Verantwortlichen überhaupt nicht erkannt.. :x

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Murmeline
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline »

Artikel von 2008, Badische Zeitung

Sind Antidepressiva tatsächlich wirkungslos?

Nein, aber auch keineswegs so harmlos, wie behauptet

Der Tag, an dem Monika starb, war Tag zwei nachdem sie ihr Antidepressivum Zoloft abgesetzt hatte. Der 21. April 2005 war der Tag, an dem EU-Fachleute zum ersten Mal empfahlen, zumindest Kinder und Jugendliche vor einem solchen Selbstmordrisiko durch Anti-Depressions-Pillen zu warnen. Und: "Es war ein sonniger Tag, als sich meine Frau 200 Meter von unserem Haus entfernt auf die Gleise legte und von einem Güterzug überrollt wurde." Wenn man Lothar Schröder heute diese Dinge referieren hört, dann lassen vor allem die ungewöhnlich genaue Erinnerung an die Details und das kurze Stolpern in den Sätzen den unvergessenen Schrecken dieses Maitages erahnen. Details, die noch einmal eine große Rolle spielen könnten, wenn der 45-Jährige sein Ziel erreicht: Die Leute vor Gericht zu bringen, die in seinen Augen für Monikas Tod verantwortlich sind. Zweimal hat der Mathematiker die Firma Pfizer bereits auf fahrlässige Tötung verklagt — vergeblich. "

Dem Konzern waren die Risiken des Medikaments seit Jahren bekannt. Trotzdem hat er sie heruntergespielt und vertuscht" , schimpft er. "Es gab keine Fachinformation, keinen Beipackzettel, der uns vor der Suizidgefahr gewarnt hätte. Und jetzt heißt es sogar, dass dieses Mittel wirkungslos war." Denn erst vor kurzem ist in dem Fachmagazin Plos Medicine eine Studie erschienen, in der der Brite Irving Kirsch eben dies behauptet: Zumindest bei leichteren Depression, so der Psychologe, mache es im Prinzip keinen Unterschied, ob man eine Pille wie Prozac oder ähnliche sogenannte SSRI-Medikamente nimmt oder ob man eine wirkungslose Zucker-Pille schluckt. Nur bei schwereren Depressionen, so Kirschs Fazit nach der Sichtung von 35 Untersuchungen, scheint ein sogenannter Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer tatsächlich besser zu helfen.

Spricht man den klinischen Pharmakologen und ehemaligen Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Bruno Müller-Oerlinghausen, auf die SSRI an, weiß er eine lange Geschichte zu erzählen. Sie handelt von Konzernen, die Ende der 80er Jahre mit Psycho-Medikamenten wie Prozac und Zyprexa neue Standbeine im Weltmarkt suchten. Und mit sagenhaftem Werbeaufwand probierten, auch Ärzte und Patienten für die neuen Mittel zu begeistern.

"Fragwürdige Konsensus-Konferenzen wurden gegründet, Selbsthilfegruppen initiiert" , erzählt der Mediziner. Mit der Serotonin-Hypothese wurde sogar einem Erklärungsmechanismus für die Depression zum Durchbruch verholfen, der ideal zur Wirkungsweise der neuen Mittel passte. Ein Mangel an dem Botenstoff Serotonin im Hirn sollte nun vornehmlich für die niedergeschlagene Stimmung verantwortlich sein. Und die SSRI diesen Mangel abstellen. Die Kampagne war ein Erfolg. In den USA wurde Prozac zur Party- und Szenedroge. Auch der Weltgesundheitsorganisation fiel plötzlich auf, dass Depressionen noch viel stärker die Lebensqualität beeinträchtigen als Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs. Besonders verführerisch machte die neuen Pillen, dass sie laut den Firmen kaum noch unangenehme Nebenwirkungen besitzen sollten. "Die Werbung war so massiv, dass die Ärzte oft dachten, sie würden unverantwortlich handeln, wenn sie nicht die angeblich besseren SSRI verschreiben würden" , erzählt Mathias Berger, ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychotherapie und Psychiatrie der Freiburger Uniklinik.

Ein Irrtum: "Wenn man sich einmal alle wissenschaftlichen Untersuchungen zu dem Thema vornimmt" , sagt der Psychiater Berger, "dann schneiden die älteren trizyklischen Antidepressiva in Sachen Wirksamkeit mindestens genauso gut, teilweise sogar besser ab." Ein Unterschied existiere eigentlich nur bei den Nebenwirkungen. Diese seien bei den bewährten Mitteln aber keineswegs schwerer, wie von den SSRI-Herstellern behauptet, — "nur anders" . Klagen Patienten, die trizyklische Antidepressiva nehmen, manchmal über Verstopfungen, einen trockenen Mund oder zusätzliche Kilos, müssen bei den Konkurrenzprodukten viele mit Nebenwirkungen wie Schlafproblemen, Unruhegefühlen, sexuellen Funktionsstörungen oder Zittern rechnen. "Für mich bleiben die bewährten Antidepressiva Mittel der ersten Wahl. Wenn der Patient sie nicht verträgt, kommt auch ein SSRI in Frage."

Aber schon die älteren Medikamente hatten mit dem aktuellen Problem, der schlechten Wirksamkeit zu kämpfen. "Setzt man Antidepressiva gegen leichtere Depressionen ein, schneiden sie in der Regel in Studien nur wenig besser ab als Scheinmedikamente" sagt Berger. "Das Gleiche gilt auch für die Psychotherapie." Sind also alle Heilversuche wirkungslos? "Nein. Die Nagelprobe sind die schweren Depressionen — und hier sind sowohl Medikamente als auch Psychotherapie in der Behandlung erfolgreich, vor allem in der Kombination."

Vorzeigbar sind auch die Erfolge bei der Rückfallprophylaxe. Denn ein Patient, der aus dem Schwersten raus ist, ist noch lange nicht darüber hinweg. Bis zu 40 Prozent der Kranken fallen nach der Genesung in den ersten drei bis vier Monaten bei Belastungen wieder zurück in ihr schwarzes Loch. Unterstützt man sie mit Medikamenten, Psychotherapie oder auch SSRI sind es nur etwa 15 Prozent.

Wie aber erklärt sich der Widerspruch, dass ein Mittel gegen eine leichte Erkrankung kaum, gegen die schwere Form aber gut hilft? Fachleute wie Müller-Oerlinghausen verweisen darauf, dass sich die Mehrzahl der Betroffenen in den ersten drei, vier Monaten von selbst erholt — mit oder ohne Therapie. "Bei leichteren Depressionen lässt sich so ein schwacher Effekt nur mit sehr großen Studien aufspüren. Nur daran mangelt es" , meint Berger. "Watchful waiting" nennt sich deshalb das Therapie-Konzept der Arzneimittelkommission, das Berger bei Patienten mit leichteren Depressionen empfiehlt — vorausgesetzt sie sind nicht suizidgefährdet. Nimmt man dem Kranken Stress und Belastung, verschreibt ihm vielleicht hier und da ein Beruhigungsmittel, kann man mit gutem Gewissen auf die Selbstheilungskräfte vertrauen. Wenn man ihn regelmäßig sieht. "Hilft das innerhalb der nächsten Wochen nicht, bleibt immer noch die Option, ihm eine Arznei oder Psychotherapie anzubieten" , so Berger.

Bei Monika Schröder war der Hausarzt leider weniger vorsichtig. Als die arbeitslose Frau nach der Entfernung ihrer Gebärmutter über ihre Sorge klagte, depressiv zu werden, verschrieb er ihr zunächst ein Beruhigungsmittel. Später wegen der Müdigkeit einen Stimmungsaufheller. Beim ersten Mal vertrug die Hobbymusikerin das SSRI-Präparat nicht, der Arzt setzte es ab. Zwei Monate später gab ihr eine Neurologin erneut Zoloft. Weil sie wieder unter Unruhe, Schlaflosigkeit und Schweißausbrüchen litt, empfahl ihr die Ärztin zwei Wochen später, die Einnahme zu stoppen — auf einen Schlag. Zwei Tage danach war Monika Schröder tot. Die Ursache könnte gewesen sein, was der Psychiater Berger ein Reboundphänomen nennt. "Wenn man die Mittel plötzlich nicht mehr nimmt, ohne langsam die Dosis zu senken, kann das bei dem Patienten massivste Unruhegefühle oder Panikattacken auslösen." Hatte die Ärztin das nicht gewusst?

Schröder gibt hieran auch dem Zoloft-Hersteller Pfizer die Schuld. "Lange hieß es, man könne das Medikament ohne Probleme absetzen. Abhängigkeiten, Nebenwirkungen — all das gäbe es nicht." Auf diese Weise habe man Ärzte und Patienten jahrelang in einer falschen Sicherheit gewogen. Tatsächlich wissen Müller-Oerlinghausen und Berger ganze Kataloge von Studien zu zitieren, die inzwischen den Nimbus der "unkomplizierten Stimmungsaufheller" zerstört haben und über ernste Nebenwirkungen wie bedrohliche Probleme beim plötzlichen Absetzen und sogar Suizidgedanken berichten. Studien, die oft jahrzehntelang verschwunden waren — weil Konzerne wie Elly-Lilly, GlaxoSmithKline und Pfizer unerwünschte Ergebnisse unter Verschluss hielten.

Die Medizinerzeitung New England Journal hat vor kurzem errechnet, dass fast ein Drittel der SSRI-Studien nie in Fachjournalen auftauchten und damit für die Ärzte nicht einsehbar waren. 22 von 36 Studien mit negativem Ergebnis wurden nicht veröffentlicht. Viele Resultate geschönt. Kurz zuvor hatte die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA festgestellt, dass Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen, die jünger als 25 Jahre sind, die Gefahr von Selbstmordversuchen verdoppeln. Zwei bis drei Prozent der jungen Patienten bringen die Medikamente laut FDA dazu, zumindest mit dem Gedanken an Suizid zu spielen. Bei Erwachsenen ist diese Risikozunahme nicht festzustellen. Im Rentenalter scheint die Gefahr sogar abzunehmen. Für die Schröders kommt diese Erkenntnis zu spät. Sorglos war Lothar zur Arbeit gegangen, um dann nach Feierabend seine Frau tot aufzufinden. "Nur weil ich Angst habe depressiv zu werden, bringe ich mich doch nicht um" , sagt er heute noch ungläubig. Er hätte vielleicht gewarnt sein können — und das ist es, was er Pfizer nie verzeihen wird.
Michael Brendler, 10.3.2008

http://www.freiburg-schwarzwald.de/psyc ... irkungslos
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline »

VERRÜCKT
Von Martin Hubert

Jeder dritte Patient, der schon einmal in einer psychiatrischen Klinik war, kommt nach der Entlassung wieder. Gleichzeitig konkurriert ein Heer von Klinikpsychiatern, Psychotherapeuten, Sozialpsychiatern und niedergelassen Ärzten um die Behandlung der Betroffenen. Doch wann ist jemand überhaupt psychisch krank? Was taugen die Kriterien, mit denen psychisch Kranke von "normalen" Menschen unterschieden werden? Wie exakt sind die Diagnosen und was können sie bei dem Einzelnen anrichten? Fest steht, die Güte der Versorgung der Patienten und ihre Integration ins Alltags- und Arbeitsleben ist verbesserungswürdig. Martin Hubert untersucht die herrschenden Trends der Diagnostik und geht den Verrücktheiten nach, die sich das System der Psychiatrie immer noch leistet.

4 Hörbeiträge WDR 5, einer schon online, drei werden folgen

Die Normalität des Wahnsinns (1/4)
Wer ist noch "normal" und wer schon "verrückt"? Wann liegt eine psychische Störung vor und wann ist jemand behandlungsbedürftig? Würden "objektivierbare" Kriterien bei der Diagnoseerstellung helfen? Oder sollte man die Betroffenen selbst entscheiden lassen, ob sie behandlungsbedürftig sind?

Der Zwang zur Diagnose (2/4) - 25. September 2016

Wer länger als zwei Wochen um einen verstorbenen Angehörigen trauert, ist "depressiv". Kinder, die häufiger wütend sind, haben eine "Gemütsregulationsstörung". Bereits heute gilt in Deutschland jeder Dritte zwischen 18 und 65 Jahren als psychisch krank. Expansion der Diagnosen – Fluch oder Segen? Es gibt Streit unter den Psychiatern.

Die multiple Störung der Versorgung (3/4) - 2. Oktober 2016
Psychisch kranke Menschen werden in Deutschland immer noch fernab ihrer Lebenswelt in großen Kliniken behandelt, während in anderen Ländern längst mit Erfolg "Home Treatment" praktiziert wird. Die Ärzte kommen nach Hause zum Patienten, behandeln ihn, beziehen seine Angehörigen mit ein und kehren zurück in ihre Klinik. Utopie oder ein gangbarer Weg für psychisch Kranke?

Die Blockade des Arbeitslebens (4/4) - 9. Oktober 2016
Jemand kann schwer psychisch krank und trotzdem arbeitsfähig sein. Arbeit steigert den Selbstwert, bringt soziale Kontakte und verschafft Lebenssinn. Auch psychiatrisch Kranke haben ein Recht auf ein Arbeitsleben. So will es die Weltgesundheitsorganisation. Warum wird dieses Recht in Deutschland nur unzureichend umgesetzt?



http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen ... e-100.html
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline »

Radiointerview Sabine und Peter Ansari auf https://rdl.de/live, 22.09.16 von 16.00 bis 17:00 Uhr.
zum Buch "Unglück auf Rezept - die Anti-Depressiva-Lüge und ihre Folgen"
Hier der Link zum Podcast: http://vielfalter.podspot.de/
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod »

SPON von heute, 25.09.2016 Bericht über eine langjährige Depression: " Fünf Jahre ohne Lachen"
Zu dem Zeitpunkt nahm er das erste Mal Antidepressiva. Die Tabletten verstärkten seine Suizidgedanken. Der Arzt habe ihn auf diese Nebenwirkungen nicht ausreichend hingewiesen.
(Hervorhebung von mir)
Seit seinem Selbstmordversuch nimmt Weber keine Tabletten mehr. Er wandte sich an eine Heilpraktikerin. Diese hatte ihn in das Thema Schamanismus eingeführt. Dadurch kam Weber zur Schwitzhütte.....
http://www.spiegel.de/gesundheit/psycho ... 12357.html

Die Gefahren von AD scheinen ja auch in mainstream- Medien angekommen zu sein - Gottseidank !

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline »

Artikel aus der SZ, sorry, heftige Geschichte.

Sie könne die Tat "aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehen", sagt Claudia S. (Name geändert). Die Diplom-Psychologin hatte am 13. Dezember 2015 versucht, ihre Tochter zu erdrosseln. Die 14-Jährige konnte sich nur mit Mühe aus der Schlinge befreien, die ihr ihre Mutter um den Hals gelegt hatte, und sich zu einer Nachbarin retten. Seither ist Claudia S. in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Ob sie dauerhaft in der Klinik bleiben muss, darüber entscheidet das Landgericht München I. Seit diesem Donnerstag wird der Fall von versuchtem Mord vor der 2. Strafkammer verhandelt.

Die 50-Jährige steht nicht als Angeklagte, sondern als Beschuldigte vor Gericht, weil sie laut einem psychiatrischen Gutachten möglicherweise schuldunfähig ist. Zur Tatzeit und auch in den Monaten zuvor litt die Alleinerziehende an einer schweren Depression. Sie hatte sich einen komplizierten Beinbruch zugezogen und war zwei Monate krank geschrieben. In dieser Zeit fiel sie in ein tiefes Loch: "Ich hatte nur noch negative Gedanken und dachte, ich hätte mein Leben falsch gelebt und bei meiner Tochter alles falsch gemacht", berichtet die Frau. "Vorher war ich zufrieden."

In dieser dunklen Phase, in der ihr auch verschiedene Medikamente nicht halfen, sah sie "nur noch schwarz" und entwickelte die Vorstellung, dass es besser sei, wenn sie und ihre Tochter nicht mehr lebten. "Ich wollte, dass mein Kind nicht mehr leidet", sagt Claudia S. Anfang November 2015 ging sie das erste Mal ihre Tochter an. Die Jugendliche schlief noch, als ihr die Mutter eines Morgens ein Kissen aufs Gesicht drückte, um sie zu ersticken.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/pro ... -1.3174519

Da ist immer die Frage, wann diese Vorstellung entstanden ist und warum.
Hier ist eine sehr trauriger Erfahrungsbericht von David Charmichel, der in einer SSRI-induzierten Psychose seinen Sohn tötete.
http://rxisk.org/three-weeks-to-prescripticide/
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Kimeta »

Schilddrüsenunterfunktion: Die Symptome ähneln manchmal denen von psychischen Problemen, aber die Ursache ist organisch

Das wissen wir hier zwar schon, aber jetzt steht es auch bei Spiegel Online: klick

Ein schönes verlängertes Wochenende und viele Grüße,
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 23.12.2021: 0,70 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:
Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Eine "neue alte Sau" wird durchs Dorf getrieben - Ketamin ist zurück :shock:
Als Wirkstoff ist Ketamin eigentlich ein alter Hut: Bereits 1962 erstmals synthetisiert, erhielt es in den USA 1970 die Zulassung der FDA zur Anwendung am Menschen....Wegen seiner dissoziativen Eigenschaften und halluzinogener Nebenwirkungen ist Ketamin jedoch auch als Rauschmittel, mitunter auch als „Vergewaltigungsdroge“, in Verruf geraten.
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... 75ecc0a5cb
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Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Kimeta »

Wenn Psychologie politisch wird: Milliarden zur Erforschung des Gehirns
Oder: Was sind eigentlich psychische Störungen?


Ich beschäftige mich normalerweise vor dem Posten einer Leseempfehlung mit dem Inhalt des Artikels und versuche, mir eine Meinung zu bilden. Momentan habe ich sehr wenig Zeit und den Artikel deshalb nur überflogen, er erscheint mir aber auf den ersten Blick interessant und deshalb verlinke ich ihn ziemlich ungeprüft: klick.

Viele Grüße,
Kimeta
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- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 23.12.2021: 0,70 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline »

Radiofeature zur Wirkungslosigkeit von Antidperessiva und drei Sätzen zum Entzug

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 08#p159708
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