Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


EILT! SSRI tödlich für Neugeborene

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Antworten
PhilRS
Beiträge: 1071
Registriert: 07.04.2005 10:16
Wohnort: FI-Joensuu / DE-Berlin
Danksagung erhalten: 48 Mal
Kontaktdaten:

EILT! SSRI tödlich für Neugeborene

Beitrag von PhilRS »

EILMELDUNG:

SSRI können bei Neugeborenen tödliche Schädigungen verursachen


Quelle: NEJM Vol. 354 (Nr. 6), 2006: S. 579-587
Artikel vom 9. Februar 2006 - Abstract.

<hr>
Eine in der heutigen Ausgabe 6/2006 des renommierten New England Journal of Medicine publizierte Fall-Kontroll-Studie (>>) zeigt beunruhigende Resultate zur Sicherheit der Antidepressiva vom SSRI-Typ.

Untersucht wurden die am häufigsten verwendeten SSRI:
  • Fluoxetin (PROZAC)
  • Paroxetin (PAXIL)
  • Sertralin (ZOLOFT)
Es fand sich bei Neugeborenen von Müttern, die während der Schwangerschaft ein SSRI-Antidepressivum einnahmen, ein mehrfach erhöhtes Risiko für dauerhafte pulmonale Hypertonie (>>). Der Zusammenhang ist eindeutig - diese Schädigung ist dramatisch - im schlimmsten Fall ein Todesurteil, in jedem Fall eine äußerst schwierig zu therapierende und insgesamt lebensverkürzende Erkrankung.

Das Studiendesign hatte Schwächen (retrospektive Studie) und die Konsequenzen des Befundes werden von den Autoren sehr vorsichtig angedeutet. Doch handelt es sich um eine gravierende Schädigung mit potenziell tödlichen Konsequenzen für eine große Zahl von Menschen - derartige Resultate müssen wegen der Gefährlichkeit zwingend Konsequenzen haben: Im Fall der SSRI mit ihrem ohnehin sehr fragwürdigen Effekt auf die Zielsymptome hieße das strenggenommen unverzügliche Marktrücknahme - bis zur Bestätigung oder Widerlegung durch weitere Studien - da eine Einnahme während der Schwangerschaft in den USA und weltweit sehr verbreitet ist.

Bedenklich: Der Mechanismus für diese Schädigung ist seit langer Zeit bekannt. Und mit den amfetamin-artigen Appetitzüglern wurde vor wenigen Jahren bereits eine gesamte Stoffklasse vom US-Markt gezogen, die zuvor 25 Jahre lang von Millionen Amerikanern ohne Hinweis auf Komplikationen konsumiert wurde.

FAZIT:
Sofortiges Verbot aller SSRI bis zur definitiven Aufklärung ist die einzige ethisch vertretbare Reaktion.

Das ist seitens der Behörden jedoch kaum zu erwarten.

Werdende oder künftige Mütter mit anhaltendem SSRI-Konsum sollten dringend Möglichkeiten zur Einschränkung der Einnahme überdenken.

<hr>
- als Vorabmeldung + ADFD-exklusiv -

Interner Vermerk:
:!: ADFD-Leser erfahren hiermit den Hintergrund der vielen Schrott-Studien jüngster Zeit -> siehe Hinweis hier am Textanfang.
Damit sollte vorbeugend eine günstige Einschätzung der SSRI verbreitet werden. Firmen werden von den Autoren und Journals über kommende Publikationen vorab informiert.

NACHTRAG: Der Volltext des NEJM-Artikels liegt vor. Wer ihn haben will, kann mir eine PN schicken.
-PhilRS.
Antworten