PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Danke an Alle die hier Ihre Erfahrungen austauschen und es auch hoffentlich bis zum positiven Erfolg fortführen.
Ganz besonders an Jamie !!!
Hier meine Geschichte - vielleicht hilft sie jemand weiter und vielleicht hat auch jemand einen Rat....
Wie ich als (nach meiner Einschätzung) gesunder Mensch zu 2x 40mg Pantoprazol täglich kam:
Kurz zu mir:
180cm, 75 kg, bisher eigentlich sehr fit, viel Sport - fast jeden Tag 1-2 Stunden. Ernährung:
Eher inhaltlich Gesund, aber meistens große Portionen, gerne kalt getrunken (dass sind die beiden einzigen Sünden), und manchmal etwas zu wenig Flüssigkeit pro Tag. Alles wurde bisher super "verbrannt", kaum Fett am Körper. Kein Alkohol und Nichtraucher.
Ich konnte alles essen ohne irgendwelche Beschwerden.
Medikamente werden von meinem Körper immer gut und schnell aufgenommen.
Am 21.04.16 (Donnerstag) bin ich wegen Erkältungsbeschwerden die seit 1,5 Monate anhielten zum HNO
Bei der Untersuchung im Hals, stellte er überraschend fest, dass das linke Stimmband sich nur ca. 20% bewegt (evtl. Rekurrensparese).
22.04.16 (Freitag) - CT wurde durchgeführt - keine Auffälligkeit.
26.04.16 - (Dienstag) Besuch beim Lungenarzt A wegen Besprechung des Stimmbands und CT - alle Untersuchungen Blut, Atmung, Schilddrüse, EKG waren ohne eine Auffälligkeit. Vermutlich ist die Stimmbandlähmung schon ewig vorhanden, beim Sprechen keine Probleme.
Ich sprach kurz vor dem Verlassen der Praxis den Arzt noch wegen den Erkältungsbeschwerden/ Halsschmerzen an und er stellte ein Rezept mit Pantoprozol 20mg aus. Es gab kein Hinweis darüber was das Medikament ist, ich dachte es wäre ein Antibiotikum. Ich sollte es am Abend vor dem Essen nehmen.
1 Tablette dann am Abend eingenommen - mein Magen hat rumort.
27.04.16 - (Mittwoch) 1 Tablette am Abend eingenommen - mein Magen hat wieder rumort und auch am Tag war mir nicht so wohl
28.04.16 - (Donnerstag) - Beipackzettel gelesen und ich war sehr überrascht über das Medikament - warum wurde mir so etwas verschrieben - ich habe es nicht mehr eingenommen!
Abends haben wir das zweite Staatsexamen meiner Frau gefeiert - relativ schweres Essen und 2 kleine Kölsch (ich trinke sonst nie Alkohol).
Nachts um 02:30 Uhr würde ich wegen einem starken Brennen hinter dem Brustbein wach. Ich wusste nicht was das sein soll und habe im Internet recherchiert, um zu wissen was gerade in mir passiert - Sodbrennen.
29.04.16 - (Freitag) - zu einem anderen Lungenarzt B, da der ursprüngliche im Urlaub war - er verordnete mir dann die doppelte Dosis 40mg Pantoprazol am Abend für 2 Wochen.
Daraufhin hatte ich täglich ein leichtes Sodbrennengefühl - Nachts war es immer stärker, ein Unwohlsein der Magen war stark beschäftigt mit dem Medikament.
Bis zum 02.05.16 (Montag) am Abend eine Tablette eingenommen.
03.05.16 - (Dienstag) - Besuch bei dem Lungenarzt A, ich habe gesagt, dass ich das Pantoprazol nicht mehr nehmen möchte. Er sagte man sollte es noch länger einnehmen, damit ein Erfolg sich einstellen kann. Ich habe es aber abgelehnt.
Nahrung komplett umgestellt - Schonkost
04.05.16 - (Mittwoch) - Besuch beim HNO - wegen den bestehenden Erkältungsbeschwerden - Amoxicillin 500 genommen 3 x täglich bis zum 08.05.16 (Sonntag)
Während der Zeit hatte ich weiterhin Sodbrennen sowie die nächtlichen Beschwerden im Brustbeinbereich. Der linke Halslympfknoten war angeschwollen und schmerzhaft.
Am 10.05.16 - (Dienstag) waren die Erkältungsbeschwerden abgeklungen und der Lympfknoten wieder OK.
13.05.16 - (Freitag) Magen-Darm-Spiegelung - Befund: Refluxkrankheit der Speiseröhre, Oral der Cardia finden sich einzelne 1mm lange rote Streifen (geringe Refluxläsionen). Sonst endoskopisch und histologisch (PE aus Antrum und Corpus) o.B. Helicobacter pylori - negativ.
Nach der MDS, musste sich mein Magen langsam wieder an Nahrungsmittel gewöhnen, Sodbrennen war erst einmal nicht gegeben.
Im Verlauf der nächsten 10 Tage waren die Sodbrennen-Beschwerden mal leicht da - aber eher etwas schwebend im Hintergrund.
23.05.16 - (Montag) Besuch beim Lungenarzt A wegen wieder aufgetreten Sodbrennen, ich wollte die Behandlung mit PPI besprechen aus Angst vor einer Schädigung der Speiseröhre und Kehlkopf. Der Lungenarzt wollte die Behandlung nicht mehr mit mir besprechen und gab mit eine Adresse von einem Hausarzt der mehr Zeit hat.
Die Schmerzen wurden täglich schlimmer und am Wochenende habe ich aus Verzweiflung wieder 20mg Pantoprazol genommen.
30.05.16 - (Montag) zum Gastrologen - Ergebnis 2x täglich 40mg Pantoprazol für 2-3 Wochen, nach Meinung des Arztes ist Pantoprazol gut geeignet für eine Langzeitrherapie.
Erste Woche wenig Veränderung, einige Nebenwirkungen, Magen rumort, Übelkeit, Magendruck - nach 1,5 Wochen ziemlich gut im Vergleich, wenig Beschwerden, nur beim Aufstehen leichte Halsschmerzen die in Verlauf des Vormittags abklingen.
13.06.16 (Montag) Besprechung wegen Reduzierung der Dosis (der Arzt glaubt nicht an den Rebound-Effekt) - Ergebnis: die Abenddosierung könnte ich weglassen.
Am Montagabend habe ich die Tablette ausgesetzt - keine Auffälligkeit
14.05.16 (Dienstag) im Verlauf des Tages gab es eine Zunahme von Sodbrennenbeschwerden. Am Abend dann heftig - ich nehme aus Verzweiflung wieder eine Tablette 40mg und Talcid für die direkte Linderung. Es dauerte eine Woche bis ich wieder relativ schmerzfrei war. Zungenbrennen und das Gefühl von leichtem Brennen (Säuredämpfe) waren stets vorhanden.
Bis zum 20.06.16 dann 2x morgens und abends 40mg Pantoprazol genommen.
Ab dem 20.06.16 2x morgens und abends 20mg Pantoprazol genommen.
Keine Veränderung durch die Reduzierung festgestellt.
Heute 29.06.16 - erste Auffälligkeit von leicht brennender Zunge und das Gefühl von leichten Säuredämpfen in der Speiseröhre.
Jetzt bin ich ratlos wie es weiter gehen soll.
Meine Befürchtung ist - je länger ich PPI nehme - desto unmöglicher wird das Absetzen.
Was mich sehr frustriert - ich hatte keine einzige der jetzigen Beschwerden vor der Einnahme von Pantoprazol - KEINE!
Meine Vermutung geht dahin, dass das Pantoprazol bei mir nach dem Absetzen einen Rebound auslöst und dann eine Überproduktion von Säure stattfindet. Dieser Säuregehalt ist dann für die Schmerzen verantwortlich.
Kann mir bitte jemand einen Rat geben, wie ich das Medikament weiter ausschleichen kann oder muss ich wieder zu 40mg zurück?
Die Ärzte helfen einem nicht - sie können immer nur höhere Dosierungen als Lösung empfehlen.
Wie lange dauert die Schmerzphase nach dem Absetzen?
Gibt es etwas ohne Nebenwirkungen für die Schmerzphase?
Können innere irreparable Schäden in der Schmerzphase entstehen?
Grüße und Danke
Ganz besonders an Jamie !!!
Hier meine Geschichte - vielleicht hilft sie jemand weiter und vielleicht hat auch jemand einen Rat....
Wie ich als (nach meiner Einschätzung) gesunder Mensch zu 2x 40mg Pantoprazol täglich kam:
Kurz zu mir:
180cm, 75 kg, bisher eigentlich sehr fit, viel Sport - fast jeden Tag 1-2 Stunden. Ernährung:
Eher inhaltlich Gesund, aber meistens große Portionen, gerne kalt getrunken (dass sind die beiden einzigen Sünden), und manchmal etwas zu wenig Flüssigkeit pro Tag. Alles wurde bisher super "verbrannt", kaum Fett am Körper. Kein Alkohol und Nichtraucher.
Ich konnte alles essen ohne irgendwelche Beschwerden.
Medikamente werden von meinem Körper immer gut und schnell aufgenommen.
Am 21.04.16 (Donnerstag) bin ich wegen Erkältungsbeschwerden die seit 1,5 Monate anhielten zum HNO
Bei der Untersuchung im Hals, stellte er überraschend fest, dass das linke Stimmband sich nur ca. 20% bewegt (evtl. Rekurrensparese).
22.04.16 (Freitag) - CT wurde durchgeführt - keine Auffälligkeit.
26.04.16 - (Dienstag) Besuch beim Lungenarzt A wegen Besprechung des Stimmbands und CT - alle Untersuchungen Blut, Atmung, Schilddrüse, EKG waren ohne eine Auffälligkeit. Vermutlich ist die Stimmbandlähmung schon ewig vorhanden, beim Sprechen keine Probleme.
Ich sprach kurz vor dem Verlassen der Praxis den Arzt noch wegen den Erkältungsbeschwerden/ Halsschmerzen an und er stellte ein Rezept mit Pantoprozol 20mg aus. Es gab kein Hinweis darüber was das Medikament ist, ich dachte es wäre ein Antibiotikum. Ich sollte es am Abend vor dem Essen nehmen.
1 Tablette dann am Abend eingenommen - mein Magen hat rumort.
27.04.16 - (Mittwoch) 1 Tablette am Abend eingenommen - mein Magen hat wieder rumort und auch am Tag war mir nicht so wohl
28.04.16 - (Donnerstag) - Beipackzettel gelesen und ich war sehr überrascht über das Medikament - warum wurde mir so etwas verschrieben - ich habe es nicht mehr eingenommen!
Abends haben wir das zweite Staatsexamen meiner Frau gefeiert - relativ schweres Essen und 2 kleine Kölsch (ich trinke sonst nie Alkohol).
Nachts um 02:30 Uhr würde ich wegen einem starken Brennen hinter dem Brustbein wach. Ich wusste nicht was das sein soll und habe im Internet recherchiert, um zu wissen was gerade in mir passiert - Sodbrennen.
29.04.16 - (Freitag) - zu einem anderen Lungenarzt B, da der ursprüngliche im Urlaub war - er verordnete mir dann die doppelte Dosis 40mg Pantoprazol am Abend für 2 Wochen.
Daraufhin hatte ich täglich ein leichtes Sodbrennengefühl - Nachts war es immer stärker, ein Unwohlsein der Magen war stark beschäftigt mit dem Medikament.
Bis zum 02.05.16 (Montag) am Abend eine Tablette eingenommen.
03.05.16 - (Dienstag) - Besuch bei dem Lungenarzt A, ich habe gesagt, dass ich das Pantoprazol nicht mehr nehmen möchte. Er sagte man sollte es noch länger einnehmen, damit ein Erfolg sich einstellen kann. Ich habe es aber abgelehnt.
Nahrung komplett umgestellt - Schonkost
04.05.16 - (Mittwoch) - Besuch beim HNO - wegen den bestehenden Erkältungsbeschwerden - Amoxicillin 500 genommen 3 x täglich bis zum 08.05.16 (Sonntag)
Während der Zeit hatte ich weiterhin Sodbrennen sowie die nächtlichen Beschwerden im Brustbeinbereich. Der linke Halslympfknoten war angeschwollen und schmerzhaft.
Am 10.05.16 - (Dienstag) waren die Erkältungsbeschwerden abgeklungen und der Lympfknoten wieder OK.
13.05.16 - (Freitag) Magen-Darm-Spiegelung - Befund: Refluxkrankheit der Speiseröhre, Oral der Cardia finden sich einzelne 1mm lange rote Streifen (geringe Refluxläsionen). Sonst endoskopisch und histologisch (PE aus Antrum und Corpus) o.B. Helicobacter pylori - negativ.
Nach der MDS, musste sich mein Magen langsam wieder an Nahrungsmittel gewöhnen, Sodbrennen war erst einmal nicht gegeben.
Im Verlauf der nächsten 10 Tage waren die Sodbrennen-Beschwerden mal leicht da - aber eher etwas schwebend im Hintergrund.
23.05.16 - (Montag) Besuch beim Lungenarzt A wegen wieder aufgetreten Sodbrennen, ich wollte die Behandlung mit PPI besprechen aus Angst vor einer Schädigung der Speiseröhre und Kehlkopf. Der Lungenarzt wollte die Behandlung nicht mehr mit mir besprechen und gab mit eine Adresse von einem Hausarzt der mehr Zeit hat.
Die Schmerzen wurden täglich schlimmer und am Wochenende habe ich aus Verzweiflung wieder 20mg Pantoprazol genommen.
30.05.16 - (Montag) zum Gastrologen - Ergebnis 2x täglich 40mg Pantoprazol für 2-3 Wochen, nach Meinung des Arztes ist Pantoprazol gut geeignet für eine Langzeitrherapie.
Erste Woche wenig Veränderung, einige Nebenwirkungen, Magen rumort, Übelkeit, Magendruck - nach 1,5 Wochen ziemlich gut im Vergleich, wenig Beschwerden, nur beim Aufstehen leichte Halsschmerzen die in Verlauf des Vormittags abklingen.
13.06.16 (Montag) Besprechung wegen Reduzierung der Dosis (der Arzt glaubt nicht an den Rebound-Effekt) - Ergebnis: die Abenddosierung könnte ich weglassen.
Am Montagabend habe ich die Tablette ausgesetzt - keine Auffälligkeit
14.05.16 (Dienstag) im Verlauf des Tages gab es eine Zunahme von Sodbrennenbeschwerden. Am Abend dann heftig - ich nehme aus Verzweiflung wieder eine Tablette 40mg und Talcid für die direkte Linderung. Es dauerte eine Woche bis ich wieder relativ schmerzfrei war. Zungenbrennen und das Gefühl von leichtem Brennen (Säuredämpfe) waren stets vorhanden.
Bis zum 20.06.16 dann 2x morgens und abends 40mg Pantoprazol genommen.
Ab dem 20.06.16 2x morgens und abends 20mg Pantoprazol genommen.
Keine Veränderung durch die Reduzierung festgestellt.
Heute 29.06.16 - erste Auffälligkeit von leicht brennender Zunge und das Gefühl von leichten Säuredämpfen in der Speiseröhre.
Jetzt bin ich ratlos wie es weiter gehen soll.
Meine Befürchtung ist - je länger ich PPI nehme - desto unmöglicher wird das Absetzen.
Was mich sehr frustriert - ich hatte keine einzige der jetzigen Beschwerden vor der Einnahme von Pantoprazol - KEINE!
Meine Vermutung geht dahin, dass das Pantoprazol bei mir nach dem Absetzen einen Rebound auslöst und dann eine Überproduktion von Säure stattfindet. Dieser Säuregehalt ist dann für die Schmerzen verantwortlich.
Kann mir bitte jemand einen Rat geben, wie ich das Medikament weiter ausschleichen kann oder muss ich wieder zu 40mg zurück?
Die Ärzte helfen einem nicht - sie können immer nur höhere Dosierungen als Lösung empfehlen.
Wie lange dauert die Schmerzphase nach dem Absetzen?
Gibt es etwas ohne Nebenwirkungen für die Schmerzphase?
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Iyama,
ich würde jetzt mal konsequent 3-4 Wochen das PPI nehmen, damit die Läsionen abheilen können.
Danach per Kügelchenmethode über ca. 2 Monate ausschleichen.
Vorschlag:
1. Woche: 18mg
2. Woche: 15mg
3. Woche: 12 mg
4. Woche: 10mg
5. Woche: 8mg
6. Woche: 5mg
7. Woche: 2,5mg
PPI sind sooo heikel, siehe auch jetzt die Neuanmeldung von Leon_PPI
...
Man ist dem Ganzen wirklich ausgeliefert und muss sich einen guten Plan zurechtlegen, dazu auch unbedingt langfristig über Ernährung nachdenken und das meiden, was einem nicht bekommt.
Wünsche Gute Besserung
Jamie
ich würde jetzt mal konsequent 3-4 Wochen das PPI nehmen, damit die Läsionen abheilen können.
Danach per Kügelchenmethode über ca. 2 Monate ausschleichen.
Vorschlag:
1. Woche: 18mg
2. Woche: 15mg
3. Woche: 12 mg
4. Woche: 10mg
5. Woche: 8mg
6. Woche: 5mg
7. Woche: 2,5mg
PPI sind sooo heikel, siehe auch jetzt die Neuanmeldung von Leon_PPI
Man ist dem Ganzen wirklich ausgeliefert und muss sich einen guten Plan zurechtlegen, dazu auch unbedingt langfristig über Ernährung nachdenken und das meiden, was einem nicht bekommt.
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Jamie
...........SIGNATUR...............
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.
mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478
Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden
-----------------------------
Infos ueber mich:
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Leon,
willkommen hier im ADFD
.
Wir sind ein Forum für Menschen, die sich schonend von ihren Psychopharmaka entwöhnen wollen, aber einige von uns hängen auch auf den PPI fest
und die loszuwerden ist fast genauso anstrengend und belastend wie Antidepressiva und Co.
Also deine Geschichte ist schon haarsträubend; man hat dir auf Verdacht ein PPI gegeben und jetzt hast du den Salat.
Ich finde es gut, dass du eine Magenspiegelung hast machen lassen, denn es ist wichtig echte organische Ursachen auszuschließen.
Nun hast du ja eine geringradige Refluxösophagitis, das heißt, dein Magen kämpft in der Tat mit zu viel Magensäure - blöderweise traue ich es den PPI zu, dass die das Ganze erst ausgelöst haben.
Was ich dir dringend empfehle ist, dass du sofort mit diesen Einnahmeschwankungen (nehmen, weglassen, hoch gehen, runter dosieren etc.) aufhörst, denn das ist Gift für deinen Magen.
PPI wirken zeitverzögert; nach ca. 1-2 Tagen nach der Ersteinnahme checken die Belegzellen, dass die HCl-Sekretion (über eine Protonunenpumpenhemmung) eingestellt bzw. verringert werden soll. Wenn man da dann herumschwankt mit den Dosen oder gar was weglässt, kommt das System durcheinander. Ich betone, dass das meine Vermutung ist; - ich habe bislang keine wissenschaftlichen Studien gefunden, die untersucht hätten, was eine Auslassdosen-Einnahme bewirkt, aber meine und die Erfahrung vieler hier im PPI Thread ist, dass das der Körper gar nicht mag.
Ich schlage dir vor, jetzt noch ca. 2-3 Wochen das Pantoprazol kontinuierlich, immer zur gleichen Tageszeit, zu nehmen, um die Läsionen abheilen zu lassen und dann auszuschleichen.
Leider geht das Ausschleichen nur über eine Umstellung auf Esomeprazol oder Omeprazol. Pantoprazol gibt es nur als magensaftresistent überzogene Tablette; diese darf man nicht teilen, zermörsern oder bröseln, sonst wird der Wirkstoff im Magen zerstört.
Omeprazol und Esomeprazol allerdings gibt es nebst Tabletten auch als Kapseln, in denen Kügelchen drin sind. Du kannst die Kapsel öffnen, eine definierte Menge Kügelchen rausnehmen, sie verschließen und dann schlucken.
Ich entwöhne mich seit 2 Jahren nach 15 Jahren PPI Einnahme auf diese Weise davon (bin von 40mg Pantoprazol auf 40mg Esomeprazol gewechselt) und bin mittlerweile bei 9,5mg angekommen. Tschakka
Fürs Ausschleichen würde ich mir dann auch 7-8 Wochen Zeit nehmen und das gleiche Schema wie Ilyama verwenden, das ich ihr heute im Beitrag über diesem hier vorgeschlagen habe.
Durch das Ausschleichen soll der Magen graduell und langsam lernen, wieder Magensäure zu produzieren, ohne dass diese in überschießender Menge produziert wird und damit soll der Rebound vermieden werden.
Das als erste Impulse von meiner Seite.
Bei weiteren Fragen melde dich, aber bitte sei etwas geduldig, da ich die einzige Moderatorin hier bin, die zum Thema PPI beraten kann.
Vielleicht haben aber auch andere noch Ideen für dich.
Grüße
Jamie
willkommen hier im ADFD
Wir sind ein Forum für Menschen, die sich schonend von ihren Psychopharmaka entwöhnen wollen, aber einige von uns hängen auch auf den PPI fest
Also deine Geschichte ist schon haarsträubend; man hat dir auf Verdacht ein PPI gegeben und jetzt hast du den Salat.
Ich finde es gut, dass du eine Magenspiegelung hast machen lassen, denn es ist wichtig echte organische Ursachen auszuschließen.
Nun hast du ja eine geringradige Refluxösophagitis, das heißt, dein Magen kämpft in der Tat mit zu viel Magensäure - blöderweise traue ich es den PPI zu, dass die das Ganze erst ausgelöst haben.
Was ich dir dringend empfehle ist, dass du sofort mit diesen Einnahmeschwankungen (nehmen, weglassen, hoch gehen, runter dosieren etc.) aufhörst, denn das ist Gift für deinen Magen.
PPI wirken zeitverzögert; nach ca. 1-2 Tagen nach der Ersteinnahme checken die Belegzellen, dass die HCl-Sekretion (über eine Protonunenpumpenhemmung) eingestellt bzw. verringert werden soll. Wenn man da dann herumschwankt mit den Dosen oder gar was weglässt, kommt das System durcheinander. Ich betone, dass das meine Vermutung ist; - ich habe bislang keine wissenschaftlichen Studien gefunden, die untersucht hätten, was eine Auslassdosen-Einnahme bewirkt, aber meine und die Erfahrung vieler hier im PPI Thread ist, dass das der Körper gar nicht mag.
Ich schlage dir vor, jetzt noch ca. 2-3 Wochen das Pantoprazol kontinuierlich, immer zur gleichen Tageszeit, zu nehmen, um die Läsionen abheilen zu lassen und dann auszuschleichen.
Leider geht das Ausschleichen nur über eine Umstellung auf Esomeprazol oder Omeprazol. Pantoprazol gibt es nur als magensaftresistent überzogene Tablette; diese darf man nicht teilen, zermörsern oder bröseln, sonst wird der Wirkstoff im Magen zerstört.
Omeprazol und Esomeprazol allerdings gibt es nebst Tabletten auch als Kapseln, in denen Kügelchen drin sind. Du kannst die Kapsel öffnen, eine definierte Menge Kügelchen rausnehmen, sie verschließen und dann schlucken.
Ich entwöhne mich seit 2 Jahren nach 15 Jahren PPI Einnahme auf diese Weise davon (bin von 40mg Pantoprazol auf 40mg Esomeprazol gewechselt) und bin mittlerweile bei 9,5mg angekommen. Tschakka
Fürs Ausschleichen würde ich mir dann auch 7-8 Wochen Zeit nehmen und das gleiche Schema wie Ilyama verwenden, das ich ihr heute im Beitrag über diesem hier vorgeschlagen habe.
Durch das Ausschleichen soll der Magen graduell und langsam lernen, wieder Magensäure zu produzieren, ohne dass diese in überschießender Menge produziert wird und damit soll der Rebound vermieden werden.
Das als erste Impulse von meiner Seite.
Bei weiteren Fragen melde dich, aber bitte sei etwas geduldig, da ich die einzige Moderatorin hier bin, die zum Thema PPI beraten kann.
Vielleicht haben aber auch andere noch Ideen für dich.
Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.
mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478
Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hi Jamie,
vielen Dank für die Zeit, die Du Dir genommen hast meinen Bericht zu lesen.
Ich bin mir ebenfalls ziemlich sicher, dass Pantoprazol die Beschwerden erst bei mir ausgelöst haben.
Wie gesagt, ich wusste gar nicht was Sodbrennen, Speiseröhrenbrennen oder Magenbrennen überhaupt ist.
Es ist grausam - von innen zerfressen zu werden.
Ich werde auf jeden Fall versuchen jetzt weiter auf 20mg morgens und abends für 2-3 Wochen zu bleiben.
Und dann langsam ausschleichen wie Du es beschrieben hast.
Mit der Ernährung ist es gar nicht so einfach verlässliche Literatur oder Internet-Infos zu bekommen. Jeder schreibt etwas anderes und am Ende, weiß man gar nicht mehr was man essen darf und was nicht. Ich versuche durch Ernährung den Schließmechanismus wieder zu aktivieren - das soll angeblich gehen (hat ja auch vorher bei mir funktioniert).
Damit möchte ich den Prozess des Ausschleichens unterstützen und der Magen soll so wenig Säure wie möglich produzieren.
Morgens- esse ich Haferflocken mit 1,5% fettarme Milch und Banane
Zwischenmahlzeit - Quark (fettarm) mit Honigmelone
Mittag - Kartoffel oder Reis mit Gemüse z.B. Brokkoli und Pute oder Fisch
Zwischenmahlzeit - gekochtes Ei mit feinem Vollkornbrot (min. 1 Tag alt) und Feta oder Hartkäse
Abend - Vollkornbrot (min. 1 Tag alt) Wurst (Pute oder Hähnchen) Gurken, gekochtes Ei, Feta oder Hartkäse
Jeden Bissen 30-40 mal kauen und eher kleine Portionen
Ich werde versuchen einen Termin bei einem Ernährungs-Doc zu bekommen und dann hier die Lebensmittel aufführen die OK sind.
Noch etwas Jamie - in den amerikanischen Foren schreiben einige die PPI durch H2 Blocker zu ersetzten und dann langsam ausschleichen - was hältst Du davon?
Grüße Leon
vielen Dank für die Zeit, die Du Dir genommen hast meinen Bericht zu lesen.
Ich bin mir ebenfalls ziemlich sicher, dass Pantoprazol die Beschwerden erst bei mir ausgelöst haben.
Wie gesagt, ich wusste gar nicht was Sodbrennen, Speiseröhrenbrennen oder Magenbrennen überhaupt ist.
Es ist grausam - von innen zerfressen zu werden.
Ich werde auf jeden Fall versuchen jetzt weiter auf 20mg morgens und abends für 2-3 Wochen zu bleiben.
Und dann langsam ausschleichen wie Du es beschrieben hast.
Mit der Ernährung ist es gar nicht so einfach verlässliche Literatur oder Internet-Infos zu bekommen. Jeder schreibt etwas anderes und am Ende, weiß man gar nicht mehr was man essen darf und was nicht. Ich versuche durch Ernährung den Schließmechanismus wieder zu aktivieren - das soll angeblich gehen (hat ja auch vorher bei mir funktioniert).
Damit möchte ich den Prozess des Ausschleichens unterstützen und der Magen soll so wenig Säure wie möglich produzieren.
Morgens- esse ich Haferflocken mit 1,5% fettarme Milch und Banane
Zwischenmahlzeit - Quark (fettarm) mit Honigmelone
Mittag - Kartoffel oder Reis mit Gemüse z.B. Brokkoli und Pute oder Fisch
Zwischenmahlzeit - gekochtes Ei mit feinem Vollkornbrot (min. 1 Tag alt) und Feta oder Hartkäse
Abend - Vollkornbrot (min. 1 Tag alt) Wurst (Pute oder Hähnchen) Gurken, gekochtes Ei, Feta oder Hartkäse
Jeden Bissen 30-40 mal kauen und eher kleine Portionen
Ich werde versuchen einen Termin bei einem Ernährungs-Doc zu bekommen und dann hier die Lebensmittel aufführen die OK sind.
Noch etwas Jamie - in den amerikanischen Foren schreiben einige die PPI durch H2 Blocker zu ersetzten und dann langsam ausschleichen - was hältst Du davon?
Grüße Leon
Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Cool das es solche Foren wie diese gibt.
Mit Spannung habe ich eure Post gelesen und bin schockiert das dass absetzt von PPIs so schwierig ist. Ich selbst nehme Pantoprazol seit ca.1,5 Jahren und möchte nun davon runterkommen. Vor drei Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt und möchte das "Dreckszeug" jetzt ausschleichen.
Wenn ich richtig verstanden habe, gibt es Panto nicht in der Kügelchen Form und ich müsste mir Esomeprazol besorgen. Gibt es bei dem Wechsel erfahrungsgemäß schon Probleme oder kann ich gleich mit reduzieren beginnen. Dann könnte ich rauslesen, das man immer 10 Prozent runter gehen soll. Mache ich das fängst lange, bis die Symptome besser werden? Viele schreiben auch dass man Gastitis bekommt. Ist das immer der Fall? Das macht mir ein wenig Angst!
Und dann habe ich noch gelesen, das man irgendwann auf Ranitin wechseln sollte. Wann ist da der beste Zeitpunkt?
Viele Fragen! Ich wäre sehr dankbar über eure Hilfe!
Hanno
Mit Spannung habe ich eure Post gelesen und bin schockiert das dass absetzt von PPIs so schwierig ist. Ich selbst nehme Pantoprazol seit ca.1,5 Jahren und möchte nun davon runterkommen. Vor drei Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt und möchte das "Dreckszeug" jetzt ausschleichen.
Wenn ich richtig verstanden habe, gibt es Panto nicht in der Kügelchen Form und ich müsste mir Esomeprazol besorgen. Gibt es bei dem Wechsel erfahrungsgemäß schon Probleme oder kann ich gleich mit reduzieren beginnen. Dann könnte ich rauslesen, das man immer 10 Prozent runter gehen soll. Mache ich das fängst lange, bis die Symptome besser werden? Viele schreiben auch dass man Gastitis bekommt. Ist das immer der Fall? Das macht mir ein wenig Angst!
Und dann habe ich noch gelesen, das man irgendwann auf Ranitin wechseln sollte. Wann ist da der beste Zeitpunkt?
Viele Fragen! Ich wäre sehr dankbar über eure Hilfe!
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Leon und Hanno [willkommen hier im Forum
],
die einzige Moderatorin, die sich mit dem Thema halbwegs auskennt, bin ich.
Ich bin aber momentan arg im Stress, ich möchte euch bitten noch etwas Geduld aufzubringen.
Wo habt ihr gelesen auf Ranitidin zu wechseln / auf H2-Substanzen zu wechseln? Was für Argumente werden angeführt, dass das besser wäre?
Könnt ihr mir das schreiben und verlinken?
Danke
Grüße
Jamie
die einzige Moderatorin, die sich mit dem Thema halbwegs auskennt, bin ich.
Ich bin aber momentan arg im Stress, ich möchte euch bitten noch etwas Geduld aufzubringen.
Wo habt ihr gelesen auf Ranitidin zu wechseln / auf H2-Substanzen zu wechseln? Was für Argumente werden angeführt, dass das besser wäre?
Könnt ihr mir das schreiben und verlinken?
Danke
Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Liebe Katharina,
es wirkt nach 2- 3 Tagen vollumfänglich, nur nicht akut, - also wenn man akut Sodbrennen hat, dann müsste man es erst 2-3 Tage nehmen, ehe die Magensäureproduktion zum Erliegen kommt. Deswegen ist es richtig, dann lieber Talcid oder Maaloxan oder Riopan oder Rennie usw. (sog. Antazida) zu nehmen, das hilft sofort.
Wenn du PPI so lange nimmst, musst / solltest du es unbedingt ausschleichen. Ist dir das noch möglich?
Wenn man zu schnell absetzt, kann es sein, dass der Magen seine Säureproduktion anwirft und das möglicherweise heftig und überschießend, sodass man einen schlimmen Rebound bekommt (sprich genau die Beschwerden wieder hat, weswegen man das PPI einnahm).
Omeprazol kann man mit der Kügelchenmethode ausschleichen. 20mg-10-5 halte ich für viel zu schnell.
Viele Grüße
Jamie
es wirkt nach 2- 3 Tagen vollumfänglich, nur nicht akut, - also wenn man akut Sodbrennen hat, dann müsste man es erst 2-3 Tage nehmen, ehe die Magensäureproduktion zum Erliegen kommt. Deswegen ist es richtig, dann lieber Talcid oder Maaloxan oder Riopan oder Rennie usw. (sog. Antazida) zu nehmen, das hilft sofort.
Wenn du PPI so lange nimmst, musst / solltest du es unbedingt ausschleichen. Ist dir das noch möglich?
Wenn man zu schnell absetzt, kann es sein, dass der Magen seine Säureproduktion anwirft und das möglicherweise heftig und überschießend, sodass man einen schlimmen Rebound bekommt (sprich genau die Beschwerden wieder hat, weswegen man das PPI einnahm).
Omeprazol kann man mit der Kügelchenmethode ausschleichen. 20mg-10-5 halte ich für viel zu schnell.
Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.
mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478
Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Moin Moin Hanno 
Ich habe 15 Jahre lang PPI genommen; Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol, am Ende wieder Pantoprazol und musste erst mal auf Esomeprazol umstellen, weil sonst das Ausschleichen nicht möglich gewesen wäre.
Einen Wechsel sollte man vornehmen und dann auf jeden Fall eine Wartezeit einräumen, um zu schauen, ob das Esomeprazol genauso (gut) wirkt wie das Pantoprazol. Ich würde nicht sofort beim Wechsel mit dem Abdosieren anfangen. Weil wenn dann Probleme auftauchen, weiß man nicht, ob es davon kommt, dass das neue Präparat nicht so gut wirkt oder ob es vom Absetzen kommt.
Die 10%-Regel gilt für das Ausschleichen von Psychopharmaka, aber ich finde sie auch für PPI ganz angemessen.
Ich muss zugeben, ich habe mich immer nur 5%-schrittig getraut abzusetzen, aber ich nehme das Zeug ja auch schon 15 Jahre.
Du nimmst das Medikament ja noch nicht lange, ich glaube nicht, dass du so vorsichtig sein musst.
Also eine Gastritis kann natürlich (wieder) entstehen, wenn man zu schnell absetzt und dann der desorientierte Körper einfach viel zu viel Magensäure produziert, also man einen Rebound entwickelt. Damit dies eben nicht passiert, sollte man langsam ausschleichen. Dann merkt der Körper graduell, immer weniger Wirkstoff zu haben und lässt auch graduell seine Magensäureproduktion wieder anlaufen, was wesentlich schonender ist, als wenn er -frei gesprochen - aus allen Rohren Magensäure schießen lässt! Du solltest keine Angst haben. Wer langsam absetzt, der minimiert sein Risiko einen Rebound oder eine Gastritis zu bekommen.
Zum Ranitidin: Da bin ich nicht gut genug informiert, was der Wechsel bringen soll? Deswegen kann ich auch nichts dazu sagen, wann ein guter Zeitpunkt ist. Ich setze ja ab mit dem Ziel, das Zeug ganz los zu werden und nicht, um es dann mit einer neuen Substanz zu ersetzen (wie zB Ranitidin).
Wo hast du das gelesen und wie begründen die das? Ich frage ehrlich interessiert nach, weil ich es einfach nicht weiß.
Soviel für´s Erste.
Grüße
Jamie
Ja, du hast richtig verstanden, Pantoprazol gibt es leider nicht mit Kügelchen.Cool das es solche Foren wie diese gibt.
Mit Spannung habe ich eure Post gelesen und bin schockiert das dass absetzt von PPIs so schwierig ist. Ich selbst nehme Pantoprazol seit ca.1,5 Jahren und möchte nun davon runterkommen. Vor drei Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt und möchte das "Dreckszeug" jetzt ausschleichen.
Wenn ich richtig verstanden habe, gibt es Panto nicht in der Kügelchen Form und ich müsste mir Esomeprazol besorgen. Gibt es bei dem Wechsel erfahrungsgemäß schon Probleme oder kann ich gleich mit reduzieren beginnen. Dann könnte ich rauslesen, das man immer 10 Prozent runter gehen soll. Mache ich das fängst lange, bis die Symptome besser werden? Viele schreiben auch dass man Gastitis bekommt. Ist das immer der Fall? Das macht mir ein wenig Angst!
Und dann habe ich noch gelesen, das man irgendwann auf Ranitin wechseln sollte. Wann ist da der beste Zeitpunkt?
Viele Fragen! Ich wäre sehr dankbar über eure Hilfe!
Hanno
Ich habe 15 Jahre lang PPI genommen; Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol, am Ende wieder Pantoprazol und musste erst mal auf Esomeprazol umstellen, weil sonst das Ausschleichen nicht möglich gewesen wäre.
Einen Wechsel sollte man vornehmen und dann auf jeden Fall eine Wartezeit einräumen, um zu schauen, ob das Esomeprazol genauso (gut) wirkt wie das Pantoprazol. Ich würde nicht sofort beim Wechsel mit dem Abdosieren anfangen. Weil wenn dann Probleme auftauchen, weiß man nicht, ob es davon kommt, dass das neue Präparat nicht so gut wirkt oder ob es vom Absetzen kommt.
Die 10%-Regel gilt für das Ausschleichen von Psychopharmaka, aber ich finde sie auch für PPI ganz angemessen.
Ich muss zugeben, ich habe mich immer nur 5%-schrittig getraut abzusetzen, aber ich nehme das Zeug ja auch schon 15 Jahre.
Du nimmst das Medikament ja noch nicht lange, ich glaube nicht, dass du so vorsichtig sein musst.
Also eine Gastritis kann natürlich (wieder) entstehen, wenn man zu schnell absetzt und dann der desorientierte Körper einfach viel zu viel Magensäure produziert, also man einen Rebound entwickelt. Damit dies eben nicht passiert, sollte man langsam ausschleichen. Dann merkt der Körper graduell, immer weniger Wirkstoff zu haben und lässt auch graduell seine Magensäureproduktion wieder anlaufen, was wesentlich schonender ist, als wenn er -frei gesprochen - aus allen Rohren Magensäure schießen lässt! Du solltest keine Angst haben. Wer langsam absetzt, der minimiert sein Risiko einen Rebound oder eine Gastritis zu bekommen.
Zum Ranitidin: Da bin ich nicht gut genug informiert, was der Wechsel bringen soll? Deswegen kann ich auch nichts dazu sagen, wann ein guter Zeitpunkt ist. Ich setze ja ab mit dem Ziel, das Zeug ganz los zu werden und nicht, um es dann mit einer neuen Substanz zu ersetzen (wie zB Ranitidin).
Wo hast du das gelesen und wie begründen die das? Ich frage ehrlich interessiert nach, weil ich es einfach nicht weiß.
Soviel für´s Erste.
Grüße
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.
mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo, melde mich mal wieder zu Wort
ich bin mittlerweile bei ca 2mg Esomeprazol angekommen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich bei 2-wöchiger Esomeprazol-Einnahme von konstant 20mg morgens kaum Besserung oder Verschlechterung gespürt habe - deshalb hab ichs einfach mal durchgezogen.
Hatte gestern nochmal einen Termin bei meinem Gastroenterologen. Vor zwei Tagen hatte ich fast den kompletten Tag über starke Schmerzen in der Oberbauchgegend. War echt unangenehm - und wenn ich "draufgedrückt" habe, hat es mir wehgetan.
Am Tag danach und heute morgen hab ich diese Beschwerden nicht mehr. Mittlerweile bin ich wieder bei diesem unangenehmen "Kribbeln in der Speiseröhre" angekommen...
Mein Gastroenterologe hat mir folgendes geraten: Man könnte einen extremen Versuch wagen, mit 3x40mg Esomeprazol (dann sollten alle Beschwerden verschwunden sein) um herauszufinden ob es wirklich von der Magensäure kommt oder von etwas anderem (klar, dann produziert mein Magen vermutlich garkeine Säure mehr......) -> habe ich erstmal dankend abgelehnt.
Er hat mir dann eine Überweisung mitgegeben zu einer "Manometrie" und einer "pH-Wert-Messung".
Hat das jemand schonmal machen müssen? Wie ist die sinnhaftigkeit dieser Untersuchungen? Ich sehe hier eigentlich wieder nur Geldschneiderei...
Zumal mein persönlicher Verdacht ja auf der "axialen Gleithiatushernie" liegt die bei der Magenspiegelung entdeckt wurde. Aber da möchte irgendwie niemand drüber sprechen.
Ich hab gelesen, dass man ein Röntgenbreikontrastmittel schlucken kann, um meim Röntgen den Verlauf des Speisebreis zu sehen. Ist das sinnvoll - kennt sich hier jemand aus? Meiner Meinung nach könnte man hier doch erkennen, ob sich der Magen wirklich ins Zwerchfell schiebt und die Beschwerden daher rühren.
Gruß
ich bin mittlerweile bei ca 2mg Esomeprazol angekommen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich bei 2-wöchiger Esomeprazol-Einnahme von konstant 20mg morgens kaum Besserung oder Verschlechterung gespürt habe - deshalb hab ichs einfach mal durchgezogen.
Hatte gestern nochmal einen Termin bei meinem Gastroenterologen. Vor zwei Tagen hatte ich fast den kompletten Tag über starke Schmerzen in der Oberbauchgegend. War echt unangenehm - und wenn ich "draufgedrückt" habe, hat es mir wehgetan.
Am Tag danach und heute morgen hab ich diese Beschwerden nicht mehr. Mittlerweile bin ich wieder bei diesem unangenehmen "Kribbeln in der Speiseröhre" angekommen...
Mein Gastroenterologe hat mir folgendes geraten: Man könnte einen extremen Versuch wagen, mit 3x40mg Esomeprazol (dann sollten alle Beschwerden verschwunden sein) um herauszufinden ob es wirklich von der Magensäure kommt oder von etwas anderem (klar, dann produziert mein Magen vermutlich garkeine Säure mehr......) -> habe ich erstmal dankend abgelehnt.
Er hat mir dann eine Überweisung mitgegeben zu einer "Manometrie" und einer "pH-Wert-Messung".
Hat das jemand schonmal machen müssen? Wie ist die sinnhaftigkeit dieser Untersuchungen? Ich sehe hier eigentlich wieder nur Geldschneiderei...
Zumal mein persönlicher Verdacht ja auf der "axialen Gleithiatushernie" liegt die bei der Magenspiegelung entdeckt wurde. Aber da möchte irgendwie niemand drüber sprechen.
Ich hab gelesen, dass man ein Röntgenbreikontrastmittel schlucken kann, um meim Röntgen den Verlauf des Speisebreis zu sehen. Ist das sinnvoll - kennt sich hier jemand aus? Meiner Meinung nach könnte man hier doch erkennen, ob sich der Magen wirklich ins Zwerchfell schiebt und die Beschwerden daher rühren.
Gruß
Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo,
ich habe die PH Metrie im Januar gemacht und würde das nie wieder machen.
Es ist auch eine Sauerei, was einem da zugemutet wird. Du musst vorher 10 Tag das Omeprazol kalt absetzen !
Ich bekam Atosil als Ersatz und habe nur noch geschlafen, mir damit die Speiseröhre komplett zerschossen, da im liegen noch mehr Säure hochkommt.
Ich bekam die offizielle Diagnose Reflux, toll, und was hatte ich jetzt davon? -mehr Omeprazol, was nicht half.
Seit dieser Untersuchung ist alles viel schlimmer als vorher und wird leider auch nicht mehr besser.
Möchte niemanden etwas einreden, aber ich würde keinem dazu raten. Wer ständig aufstößt und Säure hat, ist wohl auch ohne Untersuchung klar, dass er Reflux hat.
Viel Erfolg
ich habe die PH Metrie im Januar gemacht und würde das nie wieder machen.
Es ist auch eine Sauerei, was einem da zugemutet wird. Du musst vorher 10 Tag das Omeprazol kalt absetzen !
Ich bekam Atosil als Ersatz und habe nur noch geschlafen, mir damit die Speiseröhre komplett zerschossen, da im liegen noch mehr Säure hochkommt.
Ich bekam die offizielle Diagnose Reflux, toll, und was hatte ich jetzt davon? -mehr Omeprazol, was nicht half.
Seit dieser Untersuchung ist alles viel schlimmer als vorher und wird leider auch nicht mehr besser.
Möchte niemanden etwas einreden, aber ich würde keinem dazu raten. Wer ständig aufstößt und Säure hat, ist wohl auch ohne Untersuchung klar, dass er Reflux hat.
Viel Erfolg
Aktuell: 20mg Omeprazol und 75mg Ranitidin
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Seit 2009 Omeprazol 20mg.
Mehrere Absetzversuche durch Rebound gescheitert.
Seit 2011 Nahrungsmittelunverträglichkeiten (schiebe es auf das Omeprazol).
Seit 2013 Histaminintoleranz.
Herbst 2015 bei 80mg Omeprazol.
Langsam reduziert, weiter als bis 20mg nicht gekommen.
Im Frühjahr 2016 wieder zusätzlich zu Ranitidin gegriffen. Langsames ausschleichen im Sommer.
Seit Herbst wieder starke Probleme mit Sodbrennen und Unverträglichkeiten.
Wieder zu Ranitidin zusätzlich gegriffen.
Kann derzeit nur Reis und Kartoffeln gut vertragen.
Selbst Flüssignahrung macht Probleme.
Seit 6 Wochen Dauerkopfschmerz. Ich schiebe es auf das Omeprazol.
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Seit 2009 Omeprazol 20mg.
Mehrere Absetzversuche durch Rebound gescheitert.
Seit 2011 Nahrungsmittelunverträglichkeiten (schiebe es auf das Omeprazol).
Seit 2013 Histaminintoleranz.
Herbst 2015 bei 80mg Omeprazol.
Langsam reduziert, weiter als bis 20mg nicht gekommen.
Im Frühjahr 2016 wieder zusätzlich zu Ranitidin gegriffen. Langsames ausschleichen im Sommer.
Seit Herbst wieder starke Probleme mit Sodbrennen und Unverträglichkeiten.
Wieder zu Ranitidin zusätzlich gegriffen.
Kann derzeit nur Reis und Kartoffeln gut vertragen.
Selbst Flüssignahrung macht Probleme.
Seit 6 Wochen Dauerkopfschmerz. Ich schiebe es auf das Omeprazol.
Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo an euch alle
Ich habe gestern Nacht alle eure Posts durchgelesen und bin unglaublich froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein!
Konnte wegen meines heftigen PPI-Rebound-Sodbrennen kein Auge zumachen, habe durch euch jetzt aber wieder Hoffnung, dass ich von dem "Teufelszeug" doch wieder los komme.
Erst mal noch ein riesen großes "Hut ab" an alle, die sich so tapfer mit den (ich nenn's jetzt einfach mal so) Entzugserscheinungen abmühen - ihr seit meine
Meine Geschichte:
Ich bin 30 und arbeite in der Baubranche, die leider ziemlich stressig ist.
Bisher hat sich übermäßiger Stress bei mir aber eher auf den Darm (Durchfall etc.) geschlagen. Anfang Mai - pünktlich zu Beginn meines Urlaubs - bekam ich heftige Magenschmerzen und bin erstmal zum Hausarzt - diagnose Gastritis. Der Arzt hat mir direkt 40 mg Pantoprazol (1x täglich) verschrieben und meinte wir bekommen das sicher in 2 Wochen wieder hin. Da meine Tante vor ca. 10 Jahren aber im Alter von 35 Jahren an Magenkrebs verstorben ist habe ich auf eine Magenspiegelung bestanden.
2 Wochen später bin ich also zum Internisten - von der Entzündung war nicht mehr viel zu spüren - hab mich in der Zeit allerdings auch überwiegend von Knäckebrot, Haferschleim und Tee ernährt.
Die Gastro ergab: minimal bis leichtgradige chronische, nicht aktive HP-negative Antrum-/Intermediärzonengagstritis mit foveolärer Hyperplasie und apikaler Schleimhautfibrose, entsprechend einer medikamentös-toxischen bzw. refluxbedingten Typ C-Gastritis; NERD möglich ; der Dünndarm ist lt. Gastro unaffällig. Die Empfehlung des Internisten: möglichst konsequente Ernährungsmaßnahmen als Basistherapie u. eine symtomorientierte PPI-Bedarfsmedikation.
Leider hat man mich aber nicht darüber aufgeklärt, an welche Ernährungsmaßnahmen ich mich halten soll. Besonders "nett" fand ich auch den persönlichen Tipp vom Internisten: das nächste Mal wenn mir der Magen weh tut soll ich nicht gleich eine Gastro machen lassen weil Magenschmerzen meistens vom Stress kommen und da muss man halt an seinem Leben was ändern
Zur Diagnose des möglichen NERD muss ich noch sagen, dass ich vor der Gastritis so gut wie nie Sodbrennen hatte - höchstens mal ganz leicht wenn ich wirklich viel zu viel gegessen habe - das war höchstens 3 mal im Jahr so.
Nach der Diagnose habe ich die Pantoprazol (nach 3-wöchiger Einnahme) von einem Tag auf den anderen abgesetzt - da wusste ich vom Rebound noch nichts. Die ersten 3 Tage ging's mir gut, dann fingen die Magenschmerzen wieder an - noch dazu stärker als ganz am Anfang.
Am 6ten Tag hab ich wieder begonnen 40 mg täglich zu nehmen und musste auch wieder ein paar Tage in Krankenstand weil ich vor Schmerzen und Müdigkeit nicht von der Couch hoch kam. Durch eine Freundin hab ich dann erfahren, dass man PPIs nicht von heute auf morgen absetzen darf und ich hab angefangen ein bisschen im Internet zu recherchieren... und war entzetzt, dass einem das niemand sagt wenn man PPI verschrieben bekommt. Ich habe meinen Hausarzt darauf angesprochen und er meinte nur: "Das kann ich mir nicht vorstellen."
Ich war so schockiert von dieser Antwort, dass ich gar nicht's mehr darauf erwiedern konnte. Also hab ich beschlossen die "Entwöhnung" so zu machen wie ich das für richtig halte.
Meine Verdauung kam durch die Pantoprazol immer fast ganz zum erliegen - musste praktisch nie groß aufs WC. Durch einen Tip meiner Mutter (die nimmt schon seit 16 Jahren PPI wg. ständiger Gastritis) bin ich auf 40 mg Esomeprazol (von Sandoz) umgestiegen - die Verdauung funktioniert seit dem wieder einigermaßen.
Meine Freundin stand mir mit Rat und Tat zur Seite und meinte sie hätte die Dosis damals langsam reduziert indem sie zuerst mal jeden zweiten Tag nur 20 mg genommen hat (also einen Tag 40mg, nächsten 20mg, dann wieder 40mg, 20mg...). Im nächsten Schritt hat sie ca. 2 Wochen lang täglich 20mg genommen und danach überhaupt nur noch jeden 2ten Tag 20mg und schließlich gar nicht mehr.
Wegen der Schwankungen war ich mir bei dieser Methode von Anfang an nicht ganz sicher ob das gut geht, aber ich kannte nur die 20mg und 40mg Tabletten mit Überzug und wusste nicht's von den Kapseln mit Pellets, also hatte ich keine andere Wahl/Idee.
Erst mal hab ich 3 Wochen lang die 40mg täglich durchgenommen um meinen Magen wieder einigermaßen zu beruhigen (hat auch funktioniert) und hab vor 2 Wochen mit der oben beschriebenen Methode begonnen. Die erste Woche ging's eigentlich ganz gut, aber seit einer Woche habe ich den ganzen Tag und die ganze Nacht unterträgliches Sodbrennen. Jetzt weiß ich erst was Sodbrennen eigentlich heißt. Das hatte ich vorher in meinem ganzen Leben noch nie!
Es ist egal ob und was ich esse od. trinke ich hab es ständig. Das Einzige, das kurzzeitig hilft ist Talcid oder Heilerde oder auch Kaugummi-Kauen.
Ich hatte irgendwo im Internet gelesen, dass so ein Rebound bis zu 2 Monate dauern kann und war nahe der Verzweiflung... das kann ich niemals aushalten. Doch dann bin ich auf dieses Forum und eure Leidens- und Erfolgsgeschichten gestoßen.
Jetzt werde ich mir die Esomeprazol von Ratiopharm verschreiben lassen (wenigstens da macht mein Hausarzt normalerweise keine Probleme), erstmal mind. 2 Wochen täglich 40 mg nehmen und mich dann langsam an das richtige Ausschleichen mit eurer Kügelchen-Methode machen. Ich kann euch gar nicht sagen wie froh ich bin, euch gefunden zu haben!
Nachdem ich all eure Posts durchgelesen habe frage ich mich ernsthaft wie viel von den Schmerzen und ständigen Magenschleimhautentzündungen meiner Mutter in den letzten 16 Jahren hätten erspart bleiben können, wenn sie diese Informationen damals schon gehabt hätte. Ich werde ihr auf jeden Fall von euch und euren Erfahrungen berichten.
Übrigens hätte ich noch einen Tip für Kaffeeliebhaber (weil irgend jemand gepostet hat, dass er/sie so gerne Kaffee trinkt):
Lupinenkaffee (zB http://www.lebeblog.de/lupinenkaffee/ oder http://www.zentrum-der-gesundheit.de/lu ... -500g.html)
...schmeckt etwas anders als normaler Kaffee - finde ich persönlich aber nicht schlimm - und hat keine (oder fast keine) Säure
Wenn man aktue Beschwerden hat ist auch dieser Kaffee natürlich nicht verträglich (schon gar nicht mit Milch), aber an den besseren Tagen habe ich damit keine Beschwerden.
Ich hab auch die ganz "grüne" Variante mit Mandelmilch oder Kokosmilch anstatt Kuhmilch versucht, aber das bekomm ich leider gar nicht runter.
Dann lieber nur ab und zu eine Tasse, dafür aber mit richtiger Milch + Milchschaum
Zum Abschluss hätte ich noch 2 Fragen:
Ich hab eine Fructose-Malabsorption, kann ich den Ritterspitz auch nehmen oder soll ich besser die Finger davon lassen?
Meine Schwiegermutter hat mir Gentiana Magen Globuli von WALA empfohlen - hat von euch jemand Erfahrungen damit?
Liebe Grüße,
Mara
Ich habe gestern Nacht alle eure Posts durchgelesen und bin unglaublich froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein!
Konnte wegen meines heftigen PPI-Rebound-Sodbrennen kein Auge zumachen, habe durch euch jetzt aber wieder Hoffnung, dass ich von dem "Teufelszeug" doch wieder los komme.
Erst mal noch ein riesen großes "Hut ab" an alle, die sich so tapfer mit den (ich nenn's jetzt einfach mal so) Entzugserscheinungen abmühen - ihr seit meine
Meine Geschichte:
Ich bin 30 und arbeite in der Baubranche, die leider ziemlich stressig ist.
2 Wochen später bin ich also zum Internisten - von der Entzündung war nicht mehr viel zu spüren - hab mich in der Zeit allerdings auch überwiegend von Knäckebrot, Haferschleim und Tee ernährt.
Die Gastro ergab: minimal bis leichtgradige chronische, nicht aktive HP-negative Antrum-/Intermediärzonengagstritis mit foveolärer Hyperplasie und apikaler Schleimhautfibrose, entsprechend einer medikamentös-toxischen bzw. refluxbedingten Typ C-Gastritis; NERD möglich ; der Dünndarm ist lt. Gastro unaffällig. Die Empfehlung des Internisten: möglichst konsequente Ernährungsmaßnahmen als Basistherapie u. eine symtomorientierte PPI-Bedarfsmedikation.
Leider hat man mich aber nicht darüber aufgeklärt, an welche Ernährungsmaßnahmen ich mich halten soll. Besonders "nett" fand ich auch den persönlichen Tipp vom Internisten: das nächste Mal wenn mir der Magen weh tut soll ich nicht gleich eine Gastro machen lassen weil Magenschmerzen meistens vom Stress kommen und da muss man halt an seinem Leben was ändern
Zur Diagnose des möglichen NERD muss ich noch sagen, dass ich vor der Gastritis so gut wie nie Sodbrennen hatte - höchstens mal ganz leicht wenn ich wirklich viel zu viel gegessen habe - das war höchstens 3 mal im Jahr so.
Nach der Diagnose habe ich die Pantoprazol (nach 3-wöchiger Einnahme) von einem Tag auf den anderen abgesetzt - da wusste ich vom Rebound noch nichts. Die ersten 3 Tage ging's mir gut, dann fingen die Magenschmerzen wieder an - noch dazu stärker als ganz am Anfang.
Am 6ten Tag hab ich wieder begonnen 40 mg täglich zu nehmen und musste auch wieder ein paar Tage in Krankenstand weil ich vor Schmerzen und Müdigkeit nicht von der Couch hoch kam. Durch eine Freundin hab ich dann erfahren, dass man PPIs nicht von heute auf morgen absetzen darf und ich hab angefangen ein bisschen im Internet zu recherchieren... und war entzetzt, dass einem das niemand sagt wenn man PPI verschrieben bekommt. Ich habe meinen Hausarzt darauf angesprochen und er meinte nur: "Das kann ich mir nicht vorstellen."
Meine Verdauung kam durch die Pantoprazol immer fast ganz zum erliegen - musste praktisch nie groß aufs WC. Durch einen Tip meiner Mutter (die nimmt schon seit 16 Jahren PPI wg. ständiger Gastritis) bin ich auf 40 mg Esomeprazol (von Sandoz) umgestiegen - die Verdauung funktioniert seit dem wieder einigermaßen.
Meine Freundin stand mir mit Rat und Tat zur Seite und meinte sie hätte die Dosis damals langsam reduziert indem sie zuerst mal jeden zweiten Tag nur 20 mg genommen hat (also einen Tag 40mg, nächsten 20mg, dann wieder 40mg, 20mg...). Im nächsten Schritt hat sie ca. 2 Wochen lang täglich 20mg genommen und danach überhaupt nur noch jeden 2ten Tag 20mg und schließlich gar nicht mehr.
Wegen der Schwankungen war ich mir bei dieser Methode von Anfang an nicht ganz sicher ob das gut geht, aber ich kannte nur die 20mg und 40mg Tabletten mit Überzug und wusste nicht's von den Kapseln mit Pellets, also hatte ich keine andere Wahl/Idee.
Erst mal hab ich 3 Wochen lang die 40mg täglich durchgenommen um meinen Magen wieder einigermaßen zu beruhigen (hat auch funktioniert) und hab vor 2 Wochen mit der oben beschriebenen Methode begonnen. Die erste Woche ging's eigentlich ganz gut, aber seit einer Woche habe ich den ganzen Tag und die ganze Nacht unterträgliches Sodbrennen. Jetzt weiß ich erst was Sodbrennen eigentlich heißt. Das hatte ich vorher in meinem ganzen Leben noch nie!
Ich hatte irgendwo im Internet gelesen, dass so ein Rebound bis zu 2 Monate dauern kann und war nahe der Verzweiflung... das kann ich niemals aushalten. Doch dann bin ich auf dieses Forum und eure Leidens- und Erfolgsgeschichten gestoßen.
Jetzt werde ich mir die Esomeprazol von Ratiopharm verschreiben lassen (wenigstens da macht mein Hausarzt normalerweise keine Probleme), erstmal mind. 2 Wochen täglich 40 mg nehmen und mich dann langsam an das richtige Ausschleichen mit eurer Kügelchen-Methode machen. Ich kann euch gar nicht sagen wie froh ich bin, euch gefunden zu haben!
Nachdem ich all eure Posts durchgelesen habe frage ich mich ernsthaft wie viel von den Schmerzen und ständigen Magenschleimhautentzündungen meiner Mutter in den letzten 16 Jahren hätten erspart bleiben können, wenn sie diese Informationen damals schon gehabt hätte. Ich werde ihr auf jeden Fall von euch und euren Erfahrungen berichten.
Übrigens hätte ich noch einen Tip für Kaffeeliebhaber (weil irgend jemand gepostet hat, dass er/sie so gerne Kaffee trinkt):
Lupinenkaffee (zB http://www.lebeblog.de/lupinenkaffee/ oder http://www.zentrum-der-gesundheit.de/lu ... -500g.html)
...schmeckt etwas anders als normaler Kaffee - finde ich persönlich aber nicht schlimm - und hat keine (oder fast keine) Säure
Wenn man aktue Beschwerden hat ist auch dieser Kaffee natürlich nicht verträglich (schon gar nicht mit Milch), aber an den besseren Tagen habe ich damit keine Beschwerden.
Ich hab auch die ganz "grüne" Variante mit Mandelmilch oder Kokosmilch anstatt Kuhmilch versucht, aber das bekomm ich leider gar nicht runter.
Zum Abschluss hätte ich noch 2 Fragen:
Ich hab eine Fructose-Malabsorption, kann ich den Ritterspitz auch nehmen oder soll ich besser die Finger davon lassen?
Meine Schwiegermutter hat mir Gentiana Magen Globuli von WALA empfohlen - hat von euch jemand Erfahrungen damit?
Liebe Grüße,
Mara
-
padma
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
hallo Mara,
willkommen im ADFD.
Danke dir für deinen Erfahrungsbericht.
Schön, dass du dich selbst schon eingelesen hast.
Wir haben gerade sehr viele Neuanmeldungen, daher kann es etwas dauern bevor du eine Antwort auf deine Fragen bekommst.
liebe Grüsse,
padma
willkommen im ADFD.
Danke dir für deinen Erfahrungsbericht.
Schön, dass du dich selbst schon eingelesen hast.
Wir haben gerade sehr viele Neuanmeldungen, daher kann es etwas dauern bevor du eine Antwort auf deine Fragen bekommst.
liebe Grüsse,
padma
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Mara,
willkommen hier.
Super, dass du schon so toll recherchiert hast!
Du bist auf dem richtigen Weg.
Ich glaub dieses einen Tag das PPI weglassen, dann wieder was nehmen... hat dir im übertragenen Sinne das Genick gebrochen.
Ich halte nichts von der Methode, weil die Signale an den Magen dann widersprüchlich sind.
Zu deiner Frage: ich denke Retterspitz innerlich geht auch bei Fructose-Malabsorption; guck mal in die Packungsbeilage, ich sehe da nichts mit Zuckern bei den Inhaltsstoffen: https://www.retterspitz.de/wp-content/u ... ch-v01.pdf
Gegen mein massives Völlegefühl und das Gefühl, dass das Essen nicht weiterrutscht, habe ich mir Amara Tropfen von Weleda besorgt (teure Angelegenheit, 20€)[nebst Retterspitz innerlich]; ich finde es hilft mir ganz gut, aber ich weiß nicht, ob es für dich etwas wäre.
Du könntest ja auch erst mal den Tipp deiner Oma ausprobieren?
Grüße
Jamie
willkommen hier.
Super, dass du schon so toll recherchiert hast!
Du bist auf dem richtigen Weg.
Ich glaub dieses einen Tag das PPI weglassen, dann wieder was nehmen... hat dir im übertragenen Sinne das Genick gebrochen.
Ich halte nichts von der Methode, weil die Signale an den Magen dann widersprüchlich sind.
Zu deiner Frage: ich denke Retterspitz innerlich geht auch bei Fructose-Malabsorption; guck mal in die Packungsbeilage, ich sehe da nichts mit Zuckern bei den Inhaltsstoffen: https://www.retterspitz.de/wp-content/u ... ch-v01.pdf
Gegen mein massives Völlegefühl und das Gefühl, dass das Essen nicht weiterrutscht, habe ich mir Amara Tropfen von Weleda besorgt (teure Angelegenheit, 20€)[nebst Retterspitz innerlich]; ich finde es hilft mir ganz gut, aber ich weiß nicht, ob es für dich etwas wäre.
Du könntest ja auch erst mal den Tipp deiner Oma ausprobieren?
Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo,
ich habe jetzt fleißig die ganzen Nachrichten. Ich bin echt froh, dass es dieses Forum gibt und man sich untereinander austauschen kann.
Ich nehme seit ca. 5 Monaten täglich 20 mg Pantoprazol. Angefangen hat das ganze mit Halsschmerzen und Heiserkeit.
Meine Hausärztin hatte den Verdacht, dass die Halsschmerzen durch einen Reflux kommen. Dem war auch so.
Habe eine Magenspiegelung machen lassen, und es kaum raus, dass ich eine kleine Hiatus Hernie habe.
Aber durch das Pantoprazol wurden die Halsschmerzen nicht besser. Die Halsschmerzen wurden erst besser, als ich
meine Ernährung umgestellt habe. Ich habe die Panto aber trotzdem dann weiter genommen.
Ich hatte anfangs nie Probleme mit Sodbrennen, erst als ich Pantoprazol nahm hatte ich gelegentlich Sodbrennen.
Ich wollte es nicht mein Leben lang einnehmen und wollte es absetzen. Da ich von dem Rebound Effekt wusste,
bin ich auf 10 mg Omeprazol umgestiegen. Ich nehme jetzt seit 18 tagen 10 mg Omeprazol. Seitdem ich die Dosis reduziert habe,
habe ich jeden Tag nach dem Frühstuck und dem Mittagessen ein Brennen im Brustbereich. Anfangs hatte ich auch ein Druckgefühl
im Brustbereich, das hat aber aufgehört mittlerweile.
Da ich schon seit 18 Tagen umgestiegen bin und immer noch ein Brennen im Brustbereich nach den Mahlzeiten bekomme, wollte
ich euch Fragen, ob es am Rebound Effekt liegen kann? Da ich nur 10 mg reduziert habe, müsste sich der Körper nicht schneller daran gewöhnen?
Vielleicht kann mir ja jemand hier weiterhelfen. Schon mal Vielen Dank im voraus.
LG
ich habe jetzt fleißig die ganzen Nachrichten. Ich bin echt froh, dass es dieses Forum gibt und man sich untereinander austauschen kann.
Ich nehme seit ca. 5 Monaten täglich 20 mg Pantoprazol. Angefangen hat das ganze mit Halsschmerzen und Heiserkeit.
Meine Hausärztin hatte den Verdacht, dass die Halsschmerzen durch einen Reflux kommen. Dem war auch so.
Habe eine Magenspiegelung machen lassen, und es kaum raus, dass ich eine kleine Hiatus Hernie habe.
Aber durch das Pantoprazol wurden die Halsschmerzen nicht besser. Die Halsschmerzen wurden erst besser, als ich
meine Ernährung umgestellt habe. Ich habe die Panto aber trotzdem dann weiter genommen.
Ich hatte anfangs nie Probleme mit Sodbrennen, erst als ich Pantoprazol nahm hatte ich gelegentlich Sodbrennen.
Ich wollte es nicht mein Leben lang einnehmen und wollte es absetzen. Da ich von dem Rebound Effekt wusste,
bin ich auf 10 mg Omeprazol umgestiegen. Ich nehme jetzt seit 18 tagen 10 mg Omeprazol. Seitdem ich die Dosis reduziert habe,
habe ich jeden Tag nach dem Frühstuck und dem Mittagessen ein Brennen im Brustbereich. Anfangs hatte ich auch ein Druckgefühl
im Brustbereich, das hat aber aufgehört mittlerweile.
Da ich schon seit 18 Tagen umgestiegen bin und immer noch ein Brennen im Brustbereich nach den Mahlzeiten bekomme, wollte
ich euch Fragen, ob es am Rebound Effekt liegen kann? Da ich nur 10 mg reduziert habe, müsste sich der Körper nicht schneller daran gewöhnen?
Vielleicht kann mir ja jemand hier weiterhelfen. Schon mal Vielen Dank im voraus.
LG
Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
@padma:
Ebenfalls "Hallo" und danke für die schnelle Information.
@Jamie:
Mittlerweile denk ich auch, dass es keine gute Idee war die Dosis jeden Tag zu ändern. Ich nehm jetzt seit Sonntag wieder täglich die vollen 40mg in der Früh auf nüchternen Magen und das Sodbrennen ist schon viel besser geworden.
Ab morgen stell ich auf die Kapseln von Ratiopharm um. Wie erwartet hat mein Hausarzt bezüglich Rezept keine Probleme gemacht. Ich hab ihm nochmal von dem Rebound und auch von diesem Forum und euren Erfahrungen erzählt und er meinte sogar ich solle ihm auf jeden Fall auf dem Laufenden halten ob eure Methode bei mir funktioniert. Ob er in Zukunft etwas vorsichtiger mit der Verschreibung von PPIs ist weiß ich natürlich nicht (kann's mir fast nicht vorstellen), aber wenigstens hat er sich - anders als beim letzten Gespräch - für die Infos interessiert.
Bezüglich Ritterspitz innerlich hab ich gelesen (http://www.testberichte.de/p/retterspit ... richt.html), dass die Kombination von Zitronensäure und Aluminiumsalz als Inhaltsstoffe zweifelhaft ist, weil Zitronensäure die Aluminiumaufnahme in den Körper sogar steigern kann.
In den früheren Beiträgen habt ihr doch mal erwähnt, dass man bei den Antazida auch darauf achten soll, dass kein Aluminium drinnen ist. Deshalb bin ich etwas skeptisch. Obwohl die Informationen und Berichte über den Ritterspitz sonst ziemlich gut klingen.
Danke für den Tipp mit den Amara Tropfen. Die scheinen ähnlich wie die Globuli mit bitteren Inhaltsstoffen zu wirken (zB Enzian ist in beiden Produkten enthalten). Da die Bitterstoffe die Säureproduktion anregen (sollen) habe ich etwas Angst, dass es in Kombination mit der Magensäurehämmung der PPIs ebenfalls zu wiedersprüchlichen Signalen an den Magen kommt!?
Was sind deine Erfahrungen?
Tausendgüldenkraut-Tee (ein altes Hausmittel meiner Oma) würde auch in diese Kategorie (Magensäure anregende Bitterstoffe) fallen. Hab ich mich deshalb auch noch nicht getraut diesen auszuprobieren. Außerdem soll er wiederlich schmecken.
@Gax:
Hallo.
Ich bin leider auch noch ganz neu im Forum - kann daher vermutlich nicht viel helfen. Trotzdem wollt ich fragen, wie genau du deine Ernährung umgestellt hast? Hast du auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten austesten lassen?
Kommt das Sodbrennen immer nur nach dem Essen oder zB auch Nachts oder bei leerem Magen?
LG, Mara
Ebenfalls "Hallo" und danke für die schnelle Information.
@Jamie:
Mittlerweile denk ich auch, dass es keine gute Idee war die Dosis jeden Tag zu ändern. Ich nehm jetzt seit Sonntag wieder täglich die vollen 40mg in der Früh auf nüchternen Magen und das Sodbrennen ist schon viel besser geworden.
Ab morgen stell ich auf die Kapseln von Ratiopharm um. Wie erwartet hat mein Hausarzt bezüglich Rezept keine Probleme gemacht. Ich hab ihm nochmal von dem Rebound und auch von diesem Forum und euren Erfahrungen erzählt und er meinte sogar ich solle ihm auf jeden Fall auf dem Laufenden halten ob eure Methode bei mir funktioniert. Ob er in Zukunft etwas vorsichtiger mit der Verschreibung von PPIs ist weiß ich natürlich nicht (kann's mir fast nicht vorstellen), aber wenigstens hat er sich - anders als beim letzten Gespräch - für die Infos interessiert.
Bezüglich Ritterspitz innerlich hab ich gelesen (http://www.testberichte.de/p/retterspit ... richt.html), dass die Kombination von Zitronensäure und Aluminiumsalz als Inhaltsstoffe zweifelhaft ist, weil Zitronensäure die Aluminiumaufnahme in den Körper sogar steigern kann.
In den früheren Beiträgen habt ihr doch mal erwähnt, dass man bei den Antazida auch darauf achten soll, dass kein Aluminium drinnen ist. Deshalb bin ich etwas skeptisch. Obwohl die Informationen und Berichte über den Ritterspitz sonst ziemlich gut klingen.
Danke für den Tipp mit den Amara Tropfen. Die scheinen ähnlich wie die Globuli mit bitteren Inhaltsstoffen zu wirken (zB Enzian ist in beiden Produkten enthalten). Da die Bitterstoffe die Säureproduktion anregen (sollen) habe ich etwas Angst, dass es in Kombination mit der Magensäurehämmung der PPIs ebenfalls zu wiedersprüchlichen Signalen an den Magen kommt!?
Was sind deine Erfahrungen?
Tausendgüldenkraut-Tee (ein altes Hausmittel meiner Oma) würde auch in diese Kategorie (Magensäure anregende Bitterstoffe) fallen. Hab ich mich deshalb auch noch nicht getraut diesen auszuprobieren. Außerdem soll er wiederlich schmecken.
@Gax:
Hallo.
Kommt das Sodbrennen immer nur nach dem Essen oder zB auch Nachts oder bei leerem Magen?
LG, Mara
Einnahme PPI seit Mai 2016
06.05. - 01.06.2016 (27 Tage): 40 mg Pratoprazol Tabletten - wegen Gastritis
02.06. - 06.06.2016 (5 Tage): 1. Absetzversuch: keine PPI - dadurch wieder starke Magenschmerzen (Rebound)
07.06. - 03.07.2016 (27 Tage): 40 mg Esomeprazol Tabletten - Wechsel von Pantoprazol auf Esomeprazol wg. ständiger
Verstopfung durch Pantoprazol
04.07. - 16.07.2016 (13 Tage): 2. Absetzversuch: abwechselnd 20 mg und 40 mg Esomeprazol Tabletten 1x am Tag - nach 4 Tagen starkes Sodbrennen - Rebound
17.07. - 21.07.2016 (5 Tage): 40 mg Esomeprazol Tabletten
22.07. - 04.09.2016 (45 Tage): 40 mg Esomeprazol Kapseln - Umstellung von Tabletten auf Kapseln um langsam Reduzieren zu können
Reduktion seit 05.09.2016 von ursprünglich 40 mg Esomeprazol Kapseln
05.09. - 18.09.2016 (14 Tage): 37,5 mg
19.09. - 02.10.2016 (14 Tage): 35 mg
03.10. - 16.10.2016 (14 Tage): 32,5 mg
17.10. - 06.11.2016 (21 Tage): 30 mg = Reduktion um 25 %
ab 07.11.2016: 27,5 mg
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Verstopfung durch Pantoprazol
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22.07. - 04.09.2016 (45 Tage): 40 mg Esomeprazol Kapseln - Umstellung von Tabletten auf Kapseln um langsam Reduzieren zu können
Reduktion seit 05.09.2016 von ursprünglich 40 mg Esomeprazol Kapseln
05.09. - 18.09.2016 (14 Tage): 37,5 mg
19.09. - 02.10.2016 (14 Tage): 35 mg
03.10. - 16.10.2016 (14 Tage): 32,5 mg
17.10. - 06.11.2016 (21 Tage): 30 mg = Reduktion um 25 %
ab 07.11.2016: 27,5 mg
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Gax,
wir setzen hier ja eigentlich Psychopharmaka ab, aber wie du entdeckt hast, gibt es auch einen PPI Thread
.
Leider bin ich die einzige, die sich von den Moderatoren mit PPI auskennt und mittlerweile herrscht hier echt reger Betrieb. Puuuhh
.
Ich bitte um ein wenig Geduld, wenn es mit den Antworten nicht auf Anhieb klappt; ich versuche zeitnah zu reagieren.
Jetzt erst mal hallo im Forum
Also von 20mg Pantoprazol auf 10mg Omeprazol umzusteigen ist happig. Du hättest erst mal prüfen müssen, ob bei dir das Omeprazol überhaupt anschlägt; nicht jedes PPI wirkt bei jedem gleich gut.
Ich würde dir empfehlen einen "Rückschritt" zu machen auf 20mg Omeprazol um zu gucken, ob es überhaupt anschlägt (deine momentanen Probleme müssten dann besser werden). Wenn ja, dann beginnst du eben das Abdosieren von 20mg aus und brauchst etwas länger, aber das ist besser als sich weiterhin mit den Problemen rumzuschlagen. Wenn 20mg Omeprazol nicht anschlagen, dann wechsele auf 20 (oder 40)mg Esomeprazol und gucke, wie das bei dir wirkt.
Mir zum Beispiel hilft Pantoprazol und Esomeprazol, nicht aber Omeprazol. Ehe du nicht weißt, dass das Ersatzpräparat in etwa gleichwertig wirkt wie Pantoprazol, würde ich keinesfalls einen Abdosierversuch starten. Das sollte schon sicher gestellt sein, weil sonst ist es zum Scheitern verurteilt.
Meinst du das ist möglich?
Grüße
Jamie
wir setzen hier ja eigentlich Psychopharmaka ab, aber wie du entdeckt hast, gibt es auch einen PPI Thread
Leider bin ich die einzige, die sich von den Moderatoren mit PPI auskennt und mittlerweile herrscht hier echt reger Betrieb. Puuuhh
Ich bitte um ein wenig Geduld, wenn es mit den Antworten nicht auf Anhieb klappt; ich versuche zeitnah zu reagieren.
Jetzt erst mal hallo im Forum
Also von 20mg Pantoprazol auf 10mg Omeprazol umzusteigen ist happig. Du hättest erst mal prüfen müssen, ob bei dir das Omeprazol überhaupt anschlägt; nicht jedes PPI wirkt bei jedem gleich gut.
Ich würde dir empfehlen einen "Rückschritt" zu machen auf 20mg Omeprazol um zu gucken, ob es überhaupt anschlägt (deine momentanen Probleme müssten dann besser werden). Wenn ja, dann beginnst du eben das Abdosieren von 20mg aus und brauchst etwas länger, aber das ist besser als sich weiterhin mit den Problemen rumzuschlagen. Wenn 20mg Omeprazol nicht anschlagen, dann wechsele auf 20 (oder 40)mg Esomeprazol und gucke, wie das bei dir wirkt.
Mir zum Beispiel hilft Pantoprazol und Esomeprazol, nicht aber Omeprazol. Ehe du nicht weißt, dass das Ersatzpräparat in etwa gleichwertig wirkt wie Pantoprazol, würde ich keinesfalls einen Abdosierversuch starten. Das sollte schon sicher gestellt sein, weil sonst ist es zum Scheitern verurteilt.
Meinst du das ist möglich?
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Jamie
...........SIGNATUR...............
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Mara,
danke für dein Input.
Ich freue mich über deinen aufgeschlossenen Arzt - meiner hat mich auch erst mal etwas entgeistert angeguckt, hat aber mitgezogen und verfolgt seitdem interessiert den Werdegang.
Ich bin jetzt auf 9mg.
Ich habe seit einiger Zeit ziemliche Magenprobleme, aber die sind nicht säurebedingt, weil ich absolut keine Probleme mit Sodbrennen habe.
Es ist nach wie vor das alte Lied, dass mir Essen (auch leichtes, auch kleine Portionen) schwer wie ein Stein im Magen liegt und mir Völlegefühl verursacht und nicht weiterrutschen mag. Mir wird dann übel und flau und teilweise habe ich ein Druckgefühl, dass ich das bis an die Wirbelsäule merke; voll strange
.
Mein Arzt wollte, dass ich zurück auf 40mg Esomeprazol gehe und die Gegenprobe mache (wenn probs dann weg sind, ist das der Beweis, dass es doch säurebedingt ist), aber ich habe abgelehnt. Ich möchte mir nicht 2 Jahre Absetzen zunichte machen...
Der Kompromiss besteht in einer Magenspiegelung zur Überprüfung seiner und meiner These, denn seine These ist doch eine unerkannte Entzündung aufgrund von zuviel Säure und meine These ist Psychosomatik / Stress und mangelnde Schleimhautregenerationsfähigkeit aufgrund meiner seit 15 Jahren andauernden schweren Schlafstörungen...
Zum Retterspitz. Jetzt, wo du mir das verlinkst, klingt es plausibel. Ich gebe zu, ich habe da bislang nicht recherchiert, sondern immer auf das Ergebnis bei meiner Heilpraktikerin vertraut und da sagte das Testgerät, dass ich Retterspitz will und brauche. Du hast recht, eine vermehrte Alumniumaufnahme ist nicht so toll, aber selbst wo mir das jetzt bewusst gemacht wurde, werde ich dabei bleiben. Ich weiß, dass der alte Pharmazeutenspruch gilt:
"Keine Wirkung ohne Nebenwirkung" und bin bereit das Risiko zu tragen. Erstens saufe ich das nicht literweise und zweitens habe ich das Gefühl, es hilft mir etwas. Mir kommt gerade auch noch ein anderer Gedanke. Hat Stiftung Warentest denn drüber nachgedacht, was passiert, wenn Alaun ohne Citronensäure in den Magen käme? - Vermutlich würde der selbe Prozess, den sie da kritisieren, ebenfalls ablaufen, da der Normalmensch keine PPI nimmt und über jede Menge Magensäure verfügt, die genau diese Herauslösung des Aluminiums auch beschleunigen würde. Ich weiß also nicht, inwiefern dieses Testergebnis von denen relevant ist. Korrekterweise müssten sie dann generell Alaun in Produkten kritisieren (und nicht die Kombi Alaun-Citronensäure).
Ja, die Amara Tropfen schmecken bitter, aber kein Vergleich zB zu Wermutkraut. Ich hatte in Botanik bereits die "Freude" auf Wermutkraut herumkauen zu dürfen; dagegen ist Amara wie ein lieblicher Sirup...
Und ja, da sind lauter Bitterstoffe-Urtinkturen drin; es kann sein, dass das bei Sodbrennen tatsächlich nicht so angebracht ist. Vielleicht dann doch besser etwas Milderes? Hast du mal Fencheltee (ich spreche bei Tees jetzt von Arzneibuchqualität), Kamillentee oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee probiert?
Wenn du etwas möchtest, das einen leichten Schleim (als Säureschutz) auf den Magen legt, dann solltest du mal Eibischwurzeltee http://www.docjones.de/wirkstoffe/echte ... el-extrakt oder Malventee http://www.meine-gesundheit.de/heilpfla ... -malventee testen; beide enthalten Schleimstoffe, die schützend wirken.
Malve schmeckt ok, Eibisch so na ja... ist auch nicht schlimmer als Tausendgüldenkraut
...
Grüße
Jamie
danke für dein Input.
Ich freue mich über deinen aufgeschlossenen Arzt - meiner hat mich auch erst mal etwas entgeistert angeguckt, hat aber mitgezogen und verfolgt seitdem interessiert den Werdegang.
Ich bin jetzt auf 9mg.
Ich habe seit einiger Zeit ziemliche Magenprobleme, aber die sind nicht säurebedingt, weil ich absolut keine Probleme mit Sodbrennen habe.
Es ist nach wie vor das alte Lied, dass mir Essen (auch leichtes, auch kleine Portionen) schwer wie ein Stein im Magen liegt und mir Völlegefühl verursacht und nicht weiterrutschen mag. Mir wird dann übel und flau und teilweise habe ich ein Druckgefühl, dass ich das bis an die Wirbelsäule merke; voll strange
Mein Arzt wollte, dass ich zurück auf 40mg Esomeprazol gehe und die Gegenprobe mache (wenn probs dann weg sind, ist das der Beweis, dass es doch säurebedingt ist), aber ich habe abgelehnt. Ich möchte mir nicht 2 Jahre Absetzen zunichte machen...
Der Kompromiss besteht in einer Magenspiegelung zur Überprüfung seiner und meiner These, denn seine These ist doch eine unerkannte Entzündung aufgrund von zuviel Säure und meine These ist Psychosomatik / Stress und mangelnde Schleimhautregenerationsfähigkeit aufgrund meiner seit 15 Jahren andauernden schweren Schlafstörungen...
Zum Retterspitz. Jetzt, wo du mir das verlinkst, klingt es plausibel. Ich gebe zu, ich habe da bislang nicht recherchiert, sondern immer auf das Ergebnis bei meiner Heilpraktikerin vertraut und da sagte das Testgerät, dass ich Retterspitz will und brauche. Du hast recht, eine vermehrte Alumniumaufnahme ist nicht so toll, aber selbst wo mir das jetzt bewusst gemacht wurde, werde ich dabei bleiben. Ich weiß, dass der alte Pharmazeutenspruch gilt:
"Keine Wirkung ohne Nebenwirkung" und bin bereit das Risiko zu tragen. Erstens saufe ich das nicht literweise und zweitens habe ich das Gefühl, es hilft mir etwas. Mir kommt gerade auch noch ein anderer Gedanke. Hat Stiftung Warentest denn drüber nachgedacht, was passiert, wenn Alaun ohne Citronensäure in den Magen käme? - Vermutlich würde der selbe Prozess, den sie da kritisieren, ebenfalls ablaufen, da der Normalmensch keine PPI nimmt und über jede Menge Magensäure verfügt, die genau diese Herauslösung des Aluminiums auch beschleunigen würde. Ich weiß also nicht, inwiefern dieses Testergebnis von denen relevant ist. Korrekterweise müssten sie dann generell Alaun in Produkten kritisieren (und nicht die Kombi Alaun-Citronensäure).
Ja, die Amara Tropfen schmecken bitter, aber kein Vergleich zB zu Wermutkraut. Ich hatte in Botanik bereits die "Freude" auf Wermutkraut herumkauen zu dürfen; dagegen ist Amara wie ein lieblicher Sirup...
Wenn du etwas möchtest, das einen leichten Schleim (als Säureschutz) auf den Magen legt, dann solltest du mal Eibischwurzeltee http://www.docjones.de/wirkstoffe/echte ... el-extrakt oder Malventee http://www.meine-gesundheit.de/heilpfla ... -malventee testen; beide enthalten Schleimstoffe, die schützend wirken.
Malve schmeckt ok, Eibisch so na ja... ist auch nicht schlimmer als Tausendgüldenkraut
Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Jack,
danke für deine ausführliche Antwort. Ich habe mir nun auch Esomeprazol 40mg verschreiben lassen, um mit der Kügelchenmethode auszuschleichen. Ich nehme sie seit drei Tagen, doch leider schlagen sie nicht so an wie die Pantos 40mg. Kann es sein, dass bei einem PPI Wechsel auch ein Rebound auftritt, oder das der Körper sich erst an die Tabletten gewöhnen muss? Ich habe immer so ein Druck auf der Brust und einen bitteren Geschmack auf der Zunge. Außerdem fühle ich mich schlapp. So die "klassischen" Sodbrennen Symptome habe ich nicht.
Eine weitere Frage von mir wäre, wann der beste Zeitpunkt ist, die PPIs einzunehmen. Ich nehme sie morgens auf nüchternen Magen, 30min vor dem Frühstück.
Dann wollte ich euch noch fragen, ob vielleicht Jemand noch ein paar Ernährungstipps schreiben kann. Es gibt da so viele verschiedene Meinungen. Vielleicht so einen kleinen Ernährungsplan, oder Lebensmittel, die man meiden sollte.
Vielen Dank
Hanno
danke für deine ausführliche Antwort. Ich habe mir nun auch Esomeprazol 40mg verschreiben lassen, um mit der Kügelchenmethode auszuschleichen. Ich nehme sie seit drei Tagen, doch leider schlagen sie nicht so an wie die Pantos 40mg. Kann es sein, dass bei einem PPI Wechsel auch ein Rebound auftritt, oder das der Körper sich erst an die Tabletten gewöhnen muss? Ich habe immer so ein Druck auf der Brust und einen bitteren Geschmack auf der Zunge. Außerdem fühle ich mich schlapp. So die "klassischen" Sodbrennen Symptome habe ich nicht.
Eine weitere Frage von mir wäre, wann der beste Zeitpunkt ist, die PPIs einzunehmen. Ich nehme sie morgens auf nüchternen Magen, 30min vor dem Frühstück.
Dann wollte ich euch noch fragen, ob vielleicht Jemand noch ein paar Ernährungstipps schreiben kann. Es gibt da so viele verschiedene Meinungen. Vielleicht so einen kleinen Ernährungsplan, oder Lebensmittel, die man meiden sollte.
Vielen Dank
Hanno
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TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo Zusammen,
habe mich soeben angemeldet, lese schon seit geraumer Zeit hier mit großem Interesse Eure Einträge. Erst einmal "Hut ab", für die Hilfe, die man hier bekommt und das, obwohl es den meisten nicht wirklich gut geht.
Zuerst wollte ich mich gar nicht anmelden, denn auch wenn ich einige der hier aufgelisteten Medikamente genommen habe, und das auch über längere Zeiträume (wie Mirtazapin, Zopiclon und Zolpidem, sowie kurz Lyrica wegen einer Post Zoster Neuralgie), so bin ich diese Medis schon alle länger los (zuletzt das Lyrica, wobei ich dieses Forum auch genau wegen dieses Medikaments gefunden habe)
Der Grund meiner Anmeldung ist ein Medikament, was viele kennen, viele los werden wollen und eigentlich nur durch die vielen Anfragen hier auch einen Thread gefunden hat... PPI.
Nehme seit 8 Jahren PPIs ein, angefangen mit Nexium 40mg am Tag. Sodbrennen hatte ich nie, aber starke Schmerzen in der Speiseröhre, brennen im Brustkorb. Bei einer Magenspiegelung kam heraus, dass mein Magen-Pförtner nicht richtig schließt, scheine ich von meiner Mutter "geerbt " zu haben.
Mit der täglichen Einnahme von Mirtazapin (damals 15mg am Tag), begannen auch diese Schmerzen, wobei mir der Zusammenhang erst viel später aufgefallen ist.
Irgendwann war ich dann auf Nexium (Wirkstoff Esomeprazol) 20mg am Tag. Das Ganze so lange, bis es ein Generika gab, Esomeprazol, weil ich das Nexium von meiner Krankenkasse nicht voll erstattet bekam( das lag so bei 90 Euro für 3 Monate und ich bekam nur um die 30 Euro wieder).
Esomeprazol, von Ratiopharm, vertrug ich genauso gut. Hatte immer die Retard Tabletten, irgendwann hatte meine Apotheke die nicht und dann ließ ich mir die Kapseln aufschreiben.
Aber da mir immer einige kaputt gingen, wenn ich sie aus der Blieser Verpackung drückte, nahm ich wieder die Tabletten.
Über einen Zeitraum von über 2 Jahren dann auch mit der AuslassMethode, einen Tag nehmen, einen Tag nicht, was eben ca. 2 Jahre super geklappt hat.
Dann musste ich aber wieder täglich auf 20mg gehen. Und dann nach einiger Zeit habe ich sogar wieder 40mg genommen.
Bin nun aber seit ca. 1,5 Jahren wieder auf meinen 20mg pro Tag.
Magenspiegelung hatte ich vor kurzem auch wieder, und in Absprache mit dem Gastroentereologen, sollte ich versuchen das PPI mal wegzulassen, also nicht grundsätzlich, sondern eben mal hin und wieder eine Tablette. Wobei mir der Arzt auch gleich sagte, dass das nicht einfach sei.
Versuch 1 : Fünf Tage nehmen, einen Tag nicht. Das Ganze klappte genau 3 Mal.... Und dann hatte ich nachts das Gefühl, ich hätte einen halben Liter Salzsäure getrunken. Nun habe ich genau dafür ein super Medikament namens Tepilta. Hat Aluminium und sollte wirklich nur bei starken Schmerzen genommen werden, ist eine Flüssigkeit die betäubt. Für den Notfall, perfekt.
Das war dann also nix.
Versuch 2: Zu verdanken JAMIE aus diesem Forum, hab mir dann wieder die Kapseln verschreiben lassen.
20mg aus 3 Kapseln gezählt, bei mir waren es immer um die 160 Kügelchen. Erste Reduzierung um 16 Kügelchen.
2 Wochen haben super geklappt. Dann Reduzierung um 8 Kügelchen auch 2 Wochen, alles super.
Nun bin ich auf 17mg, ab morgen auf 16mg.
Reduziere also alle 14 Tage 1 mg. Wenn ich es bis 10mg schaffe, dann muss ich sehen, wie ich weitermache.
Und ich habe alles was ich finden konnte, an Hausmitteln zusammen getragen, das habe ich nun alles hier, und es hilft.
Zusätzlich zu der Reduktion, kaue ich immer ein paar Mandeln am Tag, kann Sodbrennen vorbeugen, auch Mandelmilch geht.
Man kann rohe Kartoffeln kauen, da ich aber nachts, wenn ich mal Schmerzen bekommen sollte, nicht grade eine Kartoffel schälen will, habe ich Kartoffelsaft gekauft.Na gut, ein bißchen "bah pfui" aber machbar.
Aloe Vera Saft, schmeckt ein bißchen nach nix, hilft auch.
Tipps gibts noch viele, zB. 2 EL Quark, Haferflocken in Wasser.
So, nun habe ich einen Roman zusammen geschrieben, hoffe, dass das jetzt nicht zuviel "des Guten " war.
Hanno, Dir wollte ich noch antworten, dass selbst mein Umstieg von Tabletten auf die Kapseln, beides Esomeprazol der gleichen Marke, nicht ohne Probleme ging. Hatte auch einige Tage leichte Schmerzen und habe dann Tepilta nehmen müssen. Dann wars ok. Denke Du musst Dir ein bißchen Zeit geben, weil Du ja sogar das Medikament wechselst.
Sollte Interesse an der Einnahme und dem Absetzen vom Mirtazapin, Zolpidem, Zopiclon und Lyrica bestehen so werde ich gerne darüber berichten.
Hat nämlich alles super geklappt und ist durchweg positiv gelaufen.
Ansonsten bleibe ich hier bei den PPI´lern und hoffe meine lange Geschichte nervt nicht.
Viele Grüße an Euch alle von der TeaTime
habe mich soeben angemeldet, lese schon seit geraumer Zeit hier mit großem Interesse Eure Einträge. Erst einmal "Hut ab", für die Hilfe, die man hier bekommt und das, obwohl es den meisten nicht wirklich gut geht.
Zuerst wollte ich mich gar nicht anmelden, denn auch wenn ich einige der hier aufgelisteten Medikamente genommen habe, und das auch über längere Zeiträume (wie Mirtazapin, Zopiclon und Zolpidem, sowie kurz Lyrica wegen einer Post Zoster Neuralgie), so bin ich diese Medis schon alle länger los (zuletzt das Lyrica, wobei ich dieses Forum auch genau wegen dieses Medikaments gefunden habe)
Der Grund meiner Anmeldung ist ein Medikament, was viele kennen, viele los werden wollen und eigentlich nur durch die vielen Anfragen hier auch einen Thread gefunden hat... PPI.
Nehme seit 8 Jahren PPIs ein, angefangen mit Nexium 40mg am Tag. Sodbrennen hatte ich nie, aber starke Schmerzen in der Speiseröhre, brennen im Brustkorb. Bei einer Magenspiegelung kam heraus, dass mein Magen-Pförtner nicht richtig schließt, scheine ich von meiner Mutter "geerbt " zu haben.
Mit der täglichen Einnahme von Mirtazapin (damals 15mg am Tag), begannen auch diese Schmerzen, wobei mir der Zusammenhang erst viel später aufgefallen ist.
Irgendwann war ich dann auf Nexium (Wirkstoff Esomeprazol) 20mg am Tag. Das Ganze so lange, bis es ein Generika gab, Esomeprazol, weil ich das Nexium von meiner Krankenkasse nicht voll erstattet bekam( das lag so bei 90 Euro für 3 Monate und ich bekam nur um die 30 Euro wieder).
Esomeprazol, von Ratiopharm, vertrug ich genauso gut. Hatte immer die Retard Tabletten, irgendwann hatte meine Apotheke die nicht und dann ließ ich mir die Kapseln aufschreiben.
Aber da mir immer einige kaputt gingen, wenn ich sie aus der Blieser Verpackung drückte, nahm ich wieder die Tabletten.
Über einen Zeitraum von über 2 Jahren dann auch mit der AuslassMethode, einen Tag nehmen, einen Tag nicht, was eben ca. 2 Jahre super geklappt hat.
Dann musste ich aber wieder täglich auf 20mg gehen. Und dann nach einiger Zeit habe ich sogar wieder 40mg genommen.
Bin nun aber seit ca. 1,5 Jahren wieder auf meinen 20mg pro Tag.
Magenspiegelung hatte ich vor kurzem auch wieder, und in Absprache mit dem Gastroentereologen, sollte ich versuchen das PPI mal wegzulassen, also nicht grundsätzlich, sondern eben mal hin und wieder eine Tablette. Wobei mir der Arzt auch gleich sagte, dass das nicht einfach sei.
Versuch 1 : Fünf Tage nehmen, einen Tag nicht. Das Ganze klappte genau 3 Mal.... Und dann hatte ich nachts das Gefühl, ich hätte einen halben Liter Salzsäure getrunken. Nun habe ich genau dafür ein super Medikament namens Tepilta. Hat Aluminium und sollte wirklich nur bei starken Schmerzen genommen werden, ist eine Flüssigkeit die betäubt. Für den Notfall, perfekt.
Das war dann also nix.
Versuch 2: Zu verdanken JAMIE aus diesem Forum, hab mir dann wieder die Kapseln verschreiben lassen.
20mg aus 3 Kapseln gezählt, bei mir waren es immer um die 160 Kügelchen. Erste Reduzierung um 16 Kügelchen.
2 Wochen haben super geklappt. Dann Reduzierung um 8 Kügelchen auch 2 Wochen, alles super.
Nun bin ich auf 17mg, ab morgen auf 16mg.
Reduziere also alle 14 Tage 1 mg. Wenn ich es bis 10mg schaffe, dann muss ich sehen, wie ich weitermache.
Und ich habe alles was ich finden konnte, an Hausmitteln zusammen getragen, das habe ich nun alles hier, und es hilft.
Zusätzlich zu der Reduktion, kaue ich immer ein paar Mandeln am Tag, kann Sodbrennen vorbeugen, auch Mandelmilch geht.
Man kann rohe Kartoffeln kauen, da ich aber nachts, wenn ich mal Schmerzen bekommen sollte, nicht grade eine Kartoffel schälen will, habe ich Kartoffelsaft gekauft.Na gut, ein bißchen "bah pfui" aber machbar.
Aloe Vera Saft, schmeckt ein bißchen nach nix, hilft auch.
Tipps gibts noch viele, zB. 2 EL Quark, Haferflocken in Wasser.
So, nun habe ich einen Roman zusammen geschrieben, hoffe, dass das jetzt nicht zuviel "des Guten " war.
Hanno, Dir wollte ich noch antworten, dass selbst mein Umstieg von Tabletten auf die Kapseln, beides Esomeprazol der gleichen Marke, nicht ohne Probleme ging. Hatte auch einige Tage leichte Schmerzen und habe dann Tepilta nehmen müssen. Dann wars ok. Denke Du musst Dir ein bißchen Zeit geben, weil Du ja sogar das Medikament wechselst.
Sollte Interesse an der Einnahme und dem Absetzen vom Mirtazapin, Zolpidem, Zopiclon und Lyrica bestehen so werde ich gerne darüber berichten.
Hat nämlich alles super geklappt und ist durchweg positiv gelaufen.
Ansonsten bleibe ich hier bei den PPI´lern und hoffe meine lange Geschichte nervt nicht.
Viele Grüße an Euch alle von der TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am 20.07.2016 17:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch
Hallo TeaTime,
willkommen hier
.
Momentan ist sehr viel los hier im Forum, deshalb kann es etwas mit einer Antwort dauern.
Ich freue mich aber, dass du hierher gefunden hast und vielleicht können wir gegenseitig von den Erfahrungen des anderen profitieren
.
Grüße
Jamie
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...........SIGNATUR...............
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.
mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478
Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden
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