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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


zoloft

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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zoloft
Beiträge: 5
Registriert: 23.12.2005 16:22

zoloft

Beitrag von zoloft »

Vor anderthalb Wochen begann ich mit der Einnahme von Zoloft. (erste Woche 25 mg) dann 3 Tage 50 mg. Jedoch bekam starke Nebenwirkungen wie Muskelzittern, Schwitzen und Herzklopfen bzw. Herzrasen.

Nach Rücksprache mit der psychosomatischen Klinik, in der ich ab Januar behandelt werde ist ein SSRI nicht zwangsläufig erforderlich. Deshalb habe ich mich entschieden die Therapie mit Zoloft abzubrechen.

Wie lange dauert es bis mein Körper wieder im Normalzustand ist? Merke immer noch besonders morgens starke Kreislaufschwierigkeiten. Heute vormittag hatte ich auch so starkes Herzrasen, so daß ich mit 0,5mg Tafil jetzt etwas ruhiger gestellt bin.

Das Tafil nahm ich seit Mai allerdings sehr unregelmäßig bei Bedarf (max. 0,5mg eher 0,25mg) (max. 2 mal im Monat)

Nun habe ich etwas Angst bei weiteren Angstzuständen auf das gut wirkende Tafil zurückzugreifen (zumindest so lange das Zoloft aus dem Körper ist)

Oder wird man erst in höheren Dosen abhängig?
Hätte ich das Zoloft lieber ausschleichen sollen? Ich dachte ich hatte es ja erst 1,5 Wochen genommen?
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo " Zoloft"
Wenn du nur 2 mal im Monat auf Tafil oder Tavor in niedriger Dosierung zurückgreifst dann wirst du bestimmt nicht abhängig. Ausserdem wirst du in der psychosomatischen Klinik lernen einen " Angstanfall " auch ohne Medikamente auszuhalten.....mach dir da mal keine Sorgen.
Nach nur 1 1/2 Wochen Zoloft dürftest du auch keine Probleme mit dem Absetzen haben......sonst nimmst du einfach noch mal 2 Tage die halbe Dosis,dann 3 Tage die viertel Dosis.

Schön dass du einen Platz in einer psychosomatischen Klinik bekommen hast. Bis dahin kannst du versuchen dich selbst durch Progressive Muskelentspannung ( sehr gut erlernbar mit der CD von Dr. Hans Grünn) zu entspannen. Mich haben diese Entspannungsübungen bei schlimmster ÜBEREREGUNG gerettet.

Viel Erfolg und alles Gute ( berichte mal wie es in deiner Klinik war )

Amanda
JSert
Beiträge: 3
Registriert: 03.01.2006 01:21

Beitrag von JSert »

Diese Symptomatik kenne ich ebenfalls. Allerdings wurde ich von meinem behandelnden Neurologen bereits vorher darauf hingewiesen. Er sagte, es wird die ersten Tage ein Gefühl sein, als hätte man zu viel Kaffee getrunken. Deiner Beschreibung nach klingt das sehr ähnlich. Ich will nicht sagen, dass das normal ist - nur dass Du damit nicht alleine bist.

Zum Absetzen ist natürlich auch wichtig zu wissen, als welchen Gründen Du Zoloft verschrieben bekommen hast (Depressionen vermutlich - aber wie schwer, wie lange schon usw.)

Gruß JS
Symptome: depressive Verstimmungen, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit, Suizidgedanken; Diagnose: mittelgradige depressive Episode;
Medikation: Zoloft/Sertralin 50mg/d, 2Monate >> 100mg/d, 7Monate >> 50mg/d, 3Monate, bis März 2006; Reboxetin 2x4mg/d >> bis heute
Zusätzlich: Psychotherapie, seit Februar 2005;
Bisherige Absetzversuche: keine
Britta
Beiträge: 86
Registriert: 09.12.2004 10:39
Wohnort: Nordhessen

Beitrag von Britta »

Hallo!

Ich habe auch Zoloft genommen. Ich hatte am Anfang 4 harte Wochen bis die Wirkung eintrat und die Nebenwirkungen nachgelassen haben. da musste ich eben durch.

Absetzen musste ich sie dann, weil ich total überdreht wurde und eh schon hyperaktiv bin. Ich habe dann über 1/2-Jahr ausgeschlichen und das ging bei mir ohne Probleme.

Tavor nehme ich auch im Notfall, wenn gar nichts mehr geht.

Viel Erfolg in der Klinik.

Britta
Leide seit ca. 8 Jahren an schlimmer innerer Unruhe und diffusen Ängsten. Diagnose: gen. Angststörung mit Depression
Therapien
12 Wochen psychosomatische Klinik, 3 1/2 Wochen Reha, seit 2 Jahren Verhaltenstherapie, regelmäßige Arztbesuche bei meiner Ärztin in unserer psychatrischen Klinik, regelmäßig Angstgruppe
Medikation
bereits erfolglos ausprobiert: Bespar, Saroten, Dipiperon, Atosil (reagier ich paradox drauf), Stangyl und div. andere Medis
-seit 2002 Zoloft 50mg/seit 08.12.04 Zoloft 25mg morgens/seit 02/2005 Zoloft, ca. 10mg morgens/seit 18.05.05 kein Zoloft mehr - Tavor bei Bedarf
-seit 08.02.05 Insidon Tropfen (ca. 45-50 Tropfen auf 3x täglich verteilt, davon die größte Menge abends)
-März 05 bis Juli 05 Akupunktur - ohne großen Durchbruch
-seit Juni 05 1xtgl. 12mg Perazin (mehr vertrag ich nicht)
-ab August 05 "Jarsin" Johanniskraut-Präparat
Gesperrt