Diskussion mit einem Arzt über (sexuelle) Nebenwirkungen
Diskussion mit einem Arzt über (sexuelle) Nebenwirkungen
Zuerst nahm ich Zoloft und hatte von Stund an keine Lust mehr auf Sex und es war mir unmöglich einen Orgasmus zu bekommen.
Mein Arzt fand das aber überhaupt nicht schlimm und wechselte erst auf mein Drängen auf Cipramil.
Leider änderte sich nichts.
2 andere (auch männliche Ärzte) fanden meine Impotenz auch überhaupt nicht schlimm.
Das hat mich ziemlich gewundert. Schließlich ist Viagra ein Hit geworden, WEIL Menschen anscheinend unter so einer Einschränkung sehr leiden.
Das Seltsame: jeder Arzt reagierte exakt gleich:
"Haben sie Probleme mit dem Medikament?"
"Ja, es macht mich impontent"
"Das ist ja keine schlimme Nebenwirkung!"
"Finden sie?"
"Ja!!!!"
Dieses "ja" war so betont, daß es jede weitere Diskussion deutlich verhindern sollte.
Beim ersten Arzt fiel mir das noch nicht auf.
So richtig mißtrauisch wurde ich erst beim dritten.
Wieso finden (männliche) Ärzte es nicht schlimm, wenn man jede Lust auf Sex verliert?
Ich wollte zu diesem Thema die Meinung eines Arztes hören der selbst an Studien über SSRI Nebenwirkungen beteiligt war und auf dem Gebiet viel Ahnung hat. Ein Arzt den ich privat kenne, der mich nicht behandelt und der nicht wußte, daß ich selbst auch welche nehme.
Eigentlich hat mich seine ganze Meinung über SSRI interessiert.
Ich erzählte ihm also, daß ich ein Forum im Internet darüber gefunden hätte, daß es doch mehr Nebenwirkungen bei SSRI geben würde, als allgemein bekannt wäre.
Er meinte, da müsse man vorsichtig sein, weil er Internetforen kenne deren Ziel es nicht wäre Menschen zu informieren, sondern die ledigleich die marktführenden Pharmafirmen diskreditieren wollten, um andere (eigene) Medikamente verkaufen zu wollen. Schließlich würde die Pharmaindustrie damit riesige Umsätze machen, und das wäre der Konkurrenz nicht lieb.
Ich meinte, den Eindruck hätte ich von diesem Forum nicht; aber ein Eindruck läßt sich natürlich nicht beweisen.
Er erklärte, daß Absetzsymptome logisch wären; Schwächegefühle wären auch bekannt. Er selbst würde die Medis auch sehr langsam ausschleichen.
(Allerdings hatte ich sie damals noch langsamer ausgeschlichen als er das machte, und hatte dennoch die Absetzsymtome).
Er erklärte mir auch, warum die Absetzsymtome logisch wären: der Körper verfügt über einen Seretoninspeicher. Erst wenn dieser leer wäre, würde man sich sich richtig elend fühlen. Und da der erstmal durch die Medis aufgesättigt wäre, würden Antrieb und Stimmung erstmal bleiben, auch wenn die Medis schon abgesetzt wären. Jeder Speicher würde einen individuellen Zeitraum haben um wieder leer zu sein. Beim einen würde das nach 14 Tagen der Fall sein, beim nächsten erst nach 4 Wochen. Zudem hätte der Körper verlernt Seretonin selbst herzustellen und müsse das erst langsam wieder üben.
(Klingt verständlich. Wieder was dazugelernt.)
Ich fragte ihn, was für Nebenwirkungen denn so bekannt wären.
Bei Männern wäre Impotenz häufig.
Nun wollte ich es wissen: "Bei Frauen auch?"
"Nein, bei Frauen nicht! Das wäre schon unmöglich, weil die Libido bei Frauen nicht an den Serotoninhaushalt eingebunden wäre".
Nun musste ich mich outen, wenn ich glaubwürdig weiter darüber diskutieren wollte.
Ich sagte also, ich selbst nähme auch SSRI und ich würde sehr unter Impotenz leiden.
Hm. Diese Nebenwirkungen wäre bei Frauen nicht bekannt, meinte er.
Ich sagte, das könne nicht sein, ndenn in jedem Forum über Antidepressiva würden auch Frauen darüber klagen.
Er fügte noch hinzu, daß er sehr genau Bescheid wüßte über Nebenwirkungen, denn gerade auf Impotenz hätte man damals sehr geachtet, als man die Medikamente überprüfte, denn die alten AD hatten ja alle Impotenz als Nebenwirkungen.
Er selbst hätte auch noch von keiner Frau gehört, die darüber klagte.
Und ob meine Probleme nicht vielleicht mit der Depression selbst in Zusammenhang stünden?
"Nein, ganz sicher nicht. Mein Freund wohnt weit weg und wir sehen uns nur alle 14 Tage. Ich setze dann das Medikament für 2-3 Tage ab, und schon am zweiten Tag geht "es" besser."
Ob ich Partnerschaftsprobleme hätte?
"Nein, ist noch die Verliebtheitsphase."
Dann wüßte er es wirklich nicht!
Das hat mir schon zu denken gegeben.
Warum wird das nicht als Nebenwirkung angegeben?
Eigentlich hatte ich die Antwort auf diese Frage schon die Antwort bekommen: weil das kaum ein Arzt schlimm findet.
(Ob diese Ärzte auch so lässig reagieren, wenn der Tierarzt vorschlagen würde ihren Hund zu kastrieren? Ein Punkt an dem die meisten Männer empfindlich reagieren).
Weil man Impotenz bei Frauen nicht nachmessen kann. Ein Mann hat eine sichtbare Erektion; Frauen nicht.
Manche Frauen haben nie einen Orgasmus. Wie sollten sie also ihr Fehlen bemerken?
Außerdem frage ich mich, ob einige männliche Ärzte nicht denken: "Wieso Potenzprobleme? Frauen können doch immer die Beine breit machen".
(Achtung" Frustrierte Vermutung)
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß, Lill
Mein Arzt fand das aber überhaupt nicht schlimm und wechselte erst auf mein Drängen auf Cipramil.
Leider änderte sich nichts.
2 andere (auch männliche Ärzte) fanden meine Impotenz auch überhaupt nicht schlimm.
Das hat mich ziemlich gewundert. Schließlich ist Viagra ein Hit geworden, WEIL Menschen anscheinend unter so einer Einschränkung sehr leiden.
Das Seltsame: jeder Arzt reagierte exakt gleich:
"Haben sie Probleme mit dem Medikament?"
"Ja, es macht mich impontent"
"Das ist ja keine schlimme Nebenwirkung!"
"Finden sie?"
"Ja!!!!"
Dieses "ja" war so betont, daß es jede weitere Diskussion deutlich verhindern sollte.
Beim ersten Arzt fiel mir das noch nicht auf.
So richtig mißtrauisch wurde ich erst beim dritten.
Wieso finden (männliche) Ärzte es nicht schlimm, wenn man jede Lust auf Sex verliert?
Ich wollte zu diesem Thema die Meinung eines Arztes hören der selbst an Studien über SSRI Nebenwirkungen beteiligt war und auf dem Gebiet viel Ahnung hat. Ein Arzt den ich privat kenne, der mich nicht behandelt und der nicht wußte, daß ich selbst auch welche nehme.
Eigentlich hat mich seine ganze Meinung über SSRI interessiert.
Ich erzählte ihm also, daß ich ein Forum im Internet darüber gefunden hätte, daß es doch mehr Nebenwirkungen bei SSRI geben würde, als allgemein bekannt wäre.
Er meinte, da müsse man vorsichtig sein, weil er Internetforen kenne deren Ziel es nicht wäre Menschen zu informieren, sondern die ledigleich die marktführenden Pharmafirmen diskreditieren wollten, um andere (eigene) Medikamente verkaufen zu wollen. Schließlich würde die Pharmaindustrie damit riesige Umsätze machen, und das wäre der Konkurrenz nicht lieb.
Ich meinte, den Eindruck hätte ich von diesem Forum nicht; aber ein Eindruck läßt sich natürlich nicht beweisen.
Er erklärte, daß Absetzsymptome logisch wären; Schwächegefühle wären auch bekannt. Er selbst würde die Medis auch sehr langsam ausschleichen.
(Allerdings hatte ich sie damals noch langsamer ausgeschlichen als er das machte, und hatte dennoch die Absetzsymtome).
Er erklärte mir auch, warum die Absetzsymtome logisch wären: der Körper verfügt über einen Seretoninspeicher. Erst wenn dieser leer wäre, würde man sich sich richtig elend fühlen. Und da der erstmal durch die Medis aufgesättigt wäre, würden Antrieb und Stimmung erstmal bleiben, auch wenn die Medis schon abgesetzt wären. Jeder Speicher würde einen individuellen Zeitraum haben um wieder leer zu sein. Beim einen würde das nach 14 Tagen der Fall sein, beim nächsten erst nach 4 Wochen. Zudem hätte der Körper verlernt Seretonin selbst herzustellen und müsse das erst langsam wieder üben.
(Klingt verständlich. Wieder was dazugelernt.)
Ich fragte ihn, was für Nebenwirkungen denn so bekannt wären.
Bei Männern wäre Impotenz häufig.
Nun wollte ich es wissen: "Bei Frauen auch?"
"Nein, bei Frauen nicht! Das wäre schon unmöglich, weil die Libido bei Frauen nicht an den Serotoninhaushalt eingebunden wäre".
Nun musste ich mich outen, wenn ich glaubwürdig weiter darüber diskutieren wollte.
Ich sagte also, ich selbst nähme auch SSRI und ich würde sehr unter Impotenz leiden.
Hm. Diese Nebenwirkungen wäre bei Frauen nicht bekannt, meinte er.
Ich sagte, das könne nicht sein, ndenn in jedem Forum über Antidepressiva würden auch Frauen darüber klagen.
Er fügte noch hinzu, daß er sehr genau Bescheid wüßte über Nebenwirkungen, denn gerade auf Impotenz hätte man damals sehr geachtet, als man die Medikamente überprüfte, denn die alten AD hatten ja alle Impotenz als Nebenwirkungen.
Er selbst hätte auch noch von keiner Frau gehört, die darüber klagte.
Und ob meine Probleme nicht vielleicht mit der Depression selbst in Zusammenhang stünden?
"Nein, ganz sicher nicht. Mein Freund wohnt weit weg und wir sehen uns nur alle 14 Tage. Ich setze dann das Medikament für 2-3 Tage ab, und schon am zweiten Tag geht "es" besser."
Ob ich Partnerschaftsprobleme hätte?
"Nein, ist noch die Verliebtheitsphase."
Dann wüßte er es wirklich nicht!
Das hat mir schon zu denken gegeben.
Warum wird das nicht als Nebenwirkung angegeben?
Eigentlich hatte ich die Antwort auf diese Frage schon die Antwort bekommen: weil das kaum ein Arzt schlimm findet.
(Ob diese Ärzte auch so lässig reagieren, wenn der Tierarzt vorschlagen würde ihren Hund zu kastrieren? Ein Punkt an dem die meisten Männer empfindlich reagieren).
Weil man Impotenz bei Frauen nicht nachmessen kann. Ein Mann hat eine sichtbare Erektion; Frauen nicht.
Manche Frauen haben nie einen Orgasmus. Wie sollten sie also ihr Fehlen bemerken?
Außerdem frage ich mich, ob einige männliche Ärzte nicht denken: "Wieso Potenzprobleme? Frauen können doch immer die Beine breit machen".
(Achtung" Frustrierte Vermutung)
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß, Lill
Liebe Lill,
was Du hier schreibst und auch,was Du in Deinem ersten Bericht geschrieben hast ist mir sehr vertraut.Zudem hatten wir in einem anderen Forum mal heftige Diskussionen mit einer Frau,die auch die sexuellen Nebenwirkungen nicht schlimm fand und sich sehr emörte,wie man das zum Problem machen kann.
Obwohl ich meinen Neurologen gut finde,habe ich die selben Erfahrungen gemacht.....so Sätze wie:das kann nicht sein oder soger...wie oft"brauchen"sie denn Sex(als wäre ich ein Sex -Monster)
Zuerst nahm ich Paroxetin-habe dann aus diesen Gründen zu Nefadar gewechselt und es ging mir prima.Fast keine sexuellen Nebenwirkungen.Dann wurde Nefadar vom Markt genommen und seitdem kämpfe ich schwer ein anderes Antidepressiva zu finden,dass ich gut vertrage und das keine sexuellen Nebenwirkungen macht.
Inzwischen nehme ich wieder Paroxetin und warte sehnsüchtig auf die Wirkung,da es mir psychisch noch schlecht geht.Und dann werde ich versuchen langsam abzusetzen...und wenn das nicht klappt muss ich wohl weitersuchen nach einem AD ohne diese sex.Nebenwirkungen
Lieber Gruss
Jade
was Du hier schreibst und auch,was Du in Deinem ersten Bericht geschrieben hast ist mir sehr vertraut.Zudem hatten wir in einem anderen Forum mal heftige Diskussionen mit einer Frau,die auch die sexuellen Nebenwirkungen nicht schlimm fand und sich sehr emörte,wie man das zum Problem machen kann.
Obwohl ich meinen Neurologen gut finde,habe ich die selben Erfahrungen gemacht.....so Sätze wie:das kann nicht sein oder soger...wie oft"brauchen"sie denn Sex(als wäre ich ein Sex -Monster)
Zuerst nahm ich Paroxetin-habe dann aus diesen Gründen zu Nefadar gewechselt und es ging mir prima.Fast keine sexuellen Nebenwirkungen.Dann wurde Nefadar vom Markt genommen und seitdem kämpfe ich schwer ein anderes Antidepressiva zu finden,dass ich gut vertrage und das keine sexuellen Nebenwirkungen macht.
Inzwischen nehme ich wieder Paroxetin und warte sehnsüchtig auf die Wirkung,da es mir psychisch noch schlecht geht.Und dann werde ich versuchen langsam abzusetzen...und wenn das nicht klappt muss ich wohl weitersuchen nach einem AD ohne diese sex.Nebenwirkungen
Lieber Gruss
Jade
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Linda
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Hallo Lill.
Lilly, der Hersteller von Prozac, hat ein Medikament entwickelt, das die sexuellen Nebenwirkungen von Prozac begegnen soll!
Ein Artikel darüber gibt es auf englisch unter
http://news.bbc.co.uk/1/low/health/1565110.stm
zu lesen.
Wahrscheinlich braucht man wieder ein anderes Medikament, um die Nebenwirkungen von diesem Medikament zu begegnen....
Ich verstehe das Problem und Du hast recht, dass Du es zur Sprache bringst. Natürlich können Frauen genauso darunter leiden wie Männer.
Übrigens, diese Webseite ist eine Privatinitiative, wird von niemandem finanziell oder anderweitig unterstützt und dient ausschließlich der Information von Betroffenen. Und das mit dem Serotoninspeicher ist absoluter Quatsch. Es ist nicht einmal richtig nachgewiesen, dass ein niedriger Serotoninspiegel Depressionen verursacht. Oliver wird bestimmt mehr dazu schreiben.
Viel Glück mit der neuen Beziehung!
Liebe Grüße
Linda
Lilly, der Hersteller von Prozac, hat ein Medikament entwickelt, das die sexuellen Nebenwirkungen von Prozac begegnen soll!
Ein Artikel darüber gibt es auf englisch unter
http://news.bbc.co.uk/1/low/health/1565110.stm
zu lesen.
Wahrscheinlich braucht man wieder ein anderes Medikament, um die Nebenwirkungen von diesem Medikament zu begegnen....
Ich verstehe das Problem und Du hast recht, dass Du es zur Sprache bringst. Natürlich können Frauen genauso darunter leiden wie Männer.
Übrigens, diese Webseite ist eine Privatinitiative, wird von niemandem finanziell oder anderweitig unterstützt und dient ausschließlich der Information von Betroffenen. Und das mit dem Serotoninspeicher ist absoluter Quatsch. Es ist nicht einmal richtig nachgewiesen, dass ein niedriger Serotoninspiegel Depressionen verursacht. Oliver wird bestimmt mehr dazu schreiben.
Viel Glück mit der neuen Beziehung!
Liebe Grüße
Linda
Re
Tja, ich vermute schon stark daß männliche Ärzte dieses Problem bei Frauen einfach nicht so dramatisch sehen, nach dem Motto, es ist ja äußerlich nicht sichtbar.
Ich selbst hatte neben dem allgemeinen "Lustverlust" anfänglich auch das Problem, nicht zum Orgasmus kommen zu können. Vom Gefühl her war es wie eine Art Sperre im Hirn - bis hierher und nicht weiter. Und eigentlich ist das ja die Wirkungsweise des Medikaments. Was mir bei Angst hilft, nämlich einen bestimmten Gedanken nicht zu Ende denken zu können, wirkt sich hier eben negativ aus, und da kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen erkennen.
Die Orgasmusfähigkeit kam aber nach einer gewissen Zeit und viel Übung wieder. Naja, die Lust hält sich aber immer noch in Grenzen.
Das Problem ist, daß wenn man die Behandlung beginnt ist man eh ziemlich im A..... und sieht diese Nebenwirkung eher als weniger schlimm an. Auf Dauer jedoch nervts natürlich.
Ich selbst hatte neben dem allgemeinen "Lustverlust" anfänglich auch das Problem, nicht zum Orgasmus kommen zu können. Vom Gefühl her war es wie eine Art Sperre im Hirn - bis hierher und nicht weiter. Und eigentlich ist das ja die Wirkungsweise des Medikaments. Was mir bei Angst hilft, nämlich einen bestimmten Gedanken nicht zu Ende denken zu können, wirkt sich hier eben negativ aus, und da kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen erkennen.
Die Orgasmusfähigkeit kam aber nach einer gewissen Zeit und viel Übung wieder. Naja, die Lust hält sich aber immer noch in Grenzen.
Das Problem ist, daß wenn man die Behandlung beginnt ist man eh ziemlich im A..... und sieht diese Nebenwirkung eher als weniger schlimm an. Auf Dauer jedoch nervts natürlich.
Remergil
- Ich möchte dieses Medikament auf keinen Fall loben oder empfehlen, aber es verursacht meines Wissens und meiner persönlichen Erfahrung nach keine sexuellen Funktionsstörungen.
Auch wenn man es zusätzlich zu einem SSRI nimmt, bestehen gute Chancen, daß die Potenz bald wieder einigermaßen normal funktioniert.
- Ich möchte dieses Medikament auf keinen Fall loben oder empfehlen, aber es verursacht meines Wissens und meiner persönlichen Erfahrung nach keine sexuellen Funktionsstörungen.
Auch wenn man es zusätzlich zu einem SSRI nimmt, bestehen gute Chancen, daß die Potenz bald wieder einigermaßen normal funktioniert.
Liebe Jade,
Obwohl ich meinen Neurologen gut finde,habe ich die selben Erfahrungen gemacht.....so Sätze wie:das kann nicht sein oder soger...wie oft"brauchen"sie denn Sex(als wäre ich ein Sex -Monster)
puh! Das ist ganz schön heftig!
...und wenn das nicht klappt muss ich wohl weitersuchen nach einem AD ohne diese sex.Nebenwirkungen
Weiter unten habe ich schon stehen sehen, daß es ein Medikament dagegen geben soll. Werde ich mir jetzt nochmal genauer durchlesen.
Lieben Gruß, Lill
Obwohl ich meinen Neurologen gut finde,habe ich die selben Erfahrungen gemacht.....so Sätze wie:das kann nicht sein oder soger...wie oft"brauchen"sie denn Sex(als wäre ich ein Sex -Monster)
puh! Das ist ganz schön heftig!
...und wenn das nicht klappt muss ich wohl weitersuchen nach einem AD ohne diese sex.Nebenwirkungen
Weiter unten habe ich schon stehen sehen, daß es ein Medikament dagegen geben soll. Werde ich mir jetzt nochmal genauer durchlesen.
Lieben Gruß, Lill
Re: Re
Vom Gefühl her war es wie eine Art Sperre im Hirn - bis hierher und nicht weiter.
Richtig!
Als ob man Gedanken die man sonst denkt und die geradezu notwendig sind um "weiterzukommen" nicht denken kann, nicht?
Was mir bei Angst hilft, nämlich einen bestimmten Gedanken nicht zu Ende denken zu können, wirkt sich hier eben negativ aus, und da kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen erkennen.
Ja, mit diesem Zusammenhang könntest Du recht haben.
Also findet die Impotenz eher im Kopf statt?
Die Orgasmusfähigkeit kam aber nach einer gewissen Zeit und viel Übung wieder.
So war es auch bei mir: mit etwas Übung ging es etwas besser.
Aber wie früher war/ist es eben nicht.
Liebe Grüße, Lill
Richtig!
Als ob man Gedanken die man sonst denkt und die geradezu notwendig sind um "weiterzukommen" nicht denken kann, nicht?
Was mir bei Angst hilft, nämlich einen bestimmten Gedanken nicht zu Ende denken zu können, wirkt sich hier eben negativ aus, und da kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen erkennen.
Ja, mit diesem Zusammenhang könntest Du recht haben.
Also findet die Impotenz eher im Kopf statt?
Die Orgasmusfähigkeit kam aber nach einer gewissen Zeit und viel Übung wieder.
So war es auch bei mir: mit etwas Übung ging es etwas besser.
Aber wie früher war/ist es eben nicht.
Liebe Grüße, Lill
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Oliver
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Hallo.
Ich habe Paroxetin genommen, und als ich meinem Neurologen nach 2 Wochen meine Nebenwirkungen aufgezählt habe, hat er bei Anorgasmie (Unfähigkeit zum Orgasmus zu kommen) sofort abgewunken und gesagt dann hätte ich ihm die anderen Nebenwirkungen gar nicht erzählen müssen. Für ihn war das ein ausreichender Grund das Paroxetin sofort abzusetzen ... aber ich bin ja auch ein Mann
Was diese Erklärung Deines Freundes angeht ... die ist sehr ... na ja ... eigenwillig
SSRIs funktionieren eigentlich anders. Sie füllen nicht irgendwie die Serotoninspeicher auf, sondern verhindern die Wiederaufnahme des Serotonins in die Synapse. Wen das genauer interessiert der kann das z.B. hier nachlesen:
http://www.kssg.ch/fachbereiche/klinike ... vatext.htm
Das Entscheidende an der ganzen Sache ist allerdings, daß in Wirklichkeit keiner genau weiss wie das Ganze funktioniert und wieso Antidepressiva bei nur ca. 60% der Patienten überhaupt eine Wirkung haben (im Vergelich zu 30% die auf Placebo ansprechen). Es gibt viele Vermutungen und leider sehr wenig unabhängige Forschung auf diesem Gebiet. Vor allem die langfristige Einnahme (d.h. länfer als 3 Monate) von SSRIs ist eigentlich überhaupt nicht erforscht und es deutet vieles darauf hin, daß sie auch nicht wirklich sinnvoll ist.
Es gibt keine Bluttests mit denen man Depressionen durch einen zu niedrigen Serotoninspiegel diagnostizieren kann und es gibt keinen Grund zur Annahme, daß dies der entscheidenden Faktor in der Entstehung einer Depression sein könnte.
Ob und wie jemand auf ein Antidepressuvum anspricht kann man nur durch Ausprobieren herausfinden. Auch ob und wie stark die Probleme die beim Absetzen sind kann man nur durch Ausprobieren herausfinden ... wäre aber nett, wenn die Ärzte langsam mal anfangen würden es einem vorher zu erzählen, was auf einen zukommen kann.
Serotonin ist ein sehr alter (kommt schon in Nacktschnecken vor) und somit sehr tief in unser Funktionieren eingebundener Neurotransmitter der für eine Unzahl von Funktionen eine Schlüsselrolle spielt.
Viele Drogen haben auch Einfluss auf den Serotoninhaushalt, wei z.B. Alkohol, Nikotin, Cannabis, LDS und MDMA (Ecstacy).
Muss jetzt leider los. Bei Interesse erzähle ich gerne noch ein bisschen mehr oder versorge Dich mit Links.
Oliver
Ich habe Paroxetin genommen, und als ich meinem Neurologen nach 2 Wochen meine Nebenwirkungen aufgezählt habe, hat er bei Anorgasmie (Unfähigkeit zum Orgasmus zu kommen) sofort abgewunken und gesagt dann hätte ich ihm die anderen Nebenwirkungen gar nicht erzählen müssen. Für ihn war das ein ausreichender Grund das Paroxetin sofort abzusetzen ... aber ich bin ja auch ein Mann
Was diese Erklärung Deines Freundes angeht ... die ist sehr ... na ja ... eigenwillig
http://www.kssg.ch/fachbereiche/klinike ... vatext.htm
Das Entscheidende an der ganzen Sache ist allerdings, daß in Wirklichkeit keiner genau weiss wie das Ganze funktioniert und wieso Antidepressiva bei nur ca. 60% der Patienten überhaupt eine Wirkung haben (im Vergelich zu 30% die auf Placebo ansprechen). Es gibt viele Vermutungen und leider sehr wenig unabhängige Forschung auf diesem Gebiet. Vor allem die langfristige Einnahme (d.h. länfer als 3 Monate) von SSRIs ist eigentlich überhaupt nicht erforscht und es deutet vieles darauf hin, daß sie auch nicht wirklich sinnvoll ist.
Es gibt keine Bluttests mit denen man Depressionen durch einen zu niedrigen Serotoninspiegel diagnostizieren kann und es gibt keinen Grund zur Annahme, daß dies der entscheidenden Faktor in der Entstehung einer Depression sein könnte.
Ob und wie jemand auf ein Antidepressuvum anspricht kann man nur durch Ausprobieren herausfinden. Auch ob und wie stark die Probleme die beim Absetzen sind kann man nur durch Ausprobieren herausfinden ... wäre aber nett, wenn die Ärzte langsam mal anfangen würden es einem vorher zu erzählen, was auf einen zukommen kann.
Serotonin ist ein sehr alter (kommt schon in Nacktschnecken vor) und somit sehr tief in unser Funktionieren eingebundener Neurotransmitter der für eine Unzahl von Funktionen eine Schlüsselrolle spielt.
Viele Drogen haben auch Einfluss auf den Serotoninhaushalt, wei z.B. Alkohol, Nikotin, Cannabis, LDS und MDMA (Ecstacy).
Muss jetzt leider los. Bei Interesse erzähle ich gerne noch ein bisschen mehr oder versorge Dich mit Links.
Oliver
Hallo Uschi
Nicht zunehmen lach das haben die mir damals auch erzählt und was war nach etwas über einem Jahr der Einnahme 18 Kilo zugenommen,und dann meinte doch ein Arzt zu mir ich müsste abnehmen weil wegen der Leberwerte das war echt der Hammer....
Mittlerweile habe ich auch schon wieder 4 Kilo zugenommen,bin jetzt bei 85 Kilo vorher nach dem Jahr war ich sogar auf 94 kg.
Mittlerweile habe ich auch schon wieder 4 Kilo zugenommen,bin jetzt bei 85 Kilo vorher nach dem Jahr war ich sogar auf 94 kg.
Ich habe bei Gesprächen mit "Fachärzten für Psychiatrie" oft das Gefühl, die wissen nicht einmal welche Nebenwirkungen in der Packungsbeilage stehen.
Ganz allgemein ist der Satz, den ich bisher am häufigsten von Psychodocs gehört habe:" Das kann nicht sein!"
Ach ja, Absetzsymptome gibt es natürlich auch nicht.
8)
Ganz allgemein ist der Satz, den ich bisher am häufigsten von Psychodocs gehört habe:" Das kann nicht sein!"
Ach ja, Absetzsymptome gibt es natürlich auch nicht.
Hallo Lill,
ich bin dir geradezu dankbar dafür, dass du das Thema Sexualität eröffnet hast. Nicht nur an der überdurchschnittlichen Menge von Antworten, sondern auch an den Aussagen erkennst du, dass du genau richtig liegst.
Ich sprach meinen Neurologen sehr bald nach der Einnahme von Paroxetin darauf an, dass sich bei mir eine große sexuelle Lustlosigkeit breit macht.
Er erklärte mir sofort, dass ihm die Nebenwirkung Impotenz bei Männern als eine eher übliche bekannt ist. Von Frauen habe er noch nicht davon gehört. Er vermutete aber, dass Frauen ähnlich betroffen seien, sich aber vielleicht weniger (vor allem gegenüber einem männlichen Arzt) darüber aussprechen.
Das kann gut sein. Ist mir gut vorstellbar.
Fakt ist, es gibt sie bei Männern wie bei Frauen, die Impotenz oder sogar schon die Lustlosigkeit (Libidostörung). Ich hab Glück, dass mein Mann sehr sensibel auf mich eingeht. Das hilft mir auch daran zu glauben, dass alles wieder gut wird.
Das wünsche ich dir auch!
Astrid
ich bin dir geradezu dankbar dafür, dass du das Thema Sexualität eröffnet hast. Nicht nur an der überdurchschnittlichen Menge von Antworten, sondern auch an den Aussagen erkennst du, dass du genau richtig liegst.
Ich sprach meinen Neurologen sehr bald nach der Einnahme von Paroxetin darauf an, dass sich bei mir eine große sexuelle Lustlosigkeit breit macht.
Er erklärte mir sofort, dass ihm die Nebenwirkung Impotenz bei Männern als eine eher übliche bekannt ist. Von Frauen habe er noch nicht davon gehört. Er vermutete aber, dass Frauen ähnlich betroffen seien, sich aber vielleicht weniger (vor allem gegenüber einem männlichen Arzt) darüber aussprechen.
Das kann gut sein. Ist mir gut vorstellbar.
Fakt ist, es gibt sie bei Männern wie bei Frauen, die Impotenz oder sogar schon die Lustlosigkeit (Libidostörung). Ich hab Glück, dass mein Mann sehr sensibel auf mich eingeht. Das hilft mir auch daran zu glauben, dass alles wieder gut wird.
Das wünsche ich dir auch!
Astrid
Hallo Oliver,
Ich habe Paroxetin genommen, und als ich meinem Neurologen nach 2 Wochen meine Nebenwirkungen aufgezählt habe, hat er bei Anorgasmie (Unfähigkeit zum Orgasmus zu kommen) sofort abgewunken und gesagt dann hätte ich ihm die anderen Nebenwirkungen gar nicht erzählen müssen. Für ihn war das ein ausreichender Grund das Paroxetin sofort abzusetzen ... aber ich bin ja auch ein Mann
Ja, das ist schon seltsam wie unterschiedlich das bewertet wird!
Sie füllen nicht irgendwie die Serotoninspeicher auf, sondern verhindern die Wiederaufnahme des Serotonins in die Synapse.
Aber auf dem Umweg, daß sie nun nicht wieder aufgenommen werden können ja vielleicht die Speicher aufgefüllt werden?
Vielleicht hat er das gemeint?
Es gibt keine Bluttests mit denen man Depressionen durch einen zu niedrigen Serotoninspiegel diagnostizieren kann und es gibt keinen Grund zur Annahme, daß dies der entscheidenden Faktor in der Entstehung einer Depression sein könnte.
Hm. Aber vieles spricht dafür, daß der Seretoninhaushalt niedrig ist.
z.B sollen depressive Menschen mehr Schokolade essen als nicht Depressive. Und in Schoko ist ja eine Vorstufe des Serotonins vorhanden, soweit ich weiß.
wäre aber nett, wenn die Ärzte langsam mal anfangen würden es einem vorher zu erzählen, was auf einen zukommen kann.
Das wäre wirklich sehr nett *g*
Viele Drogen haben auch Einfluss auf den Serotoninhaushalt, wei z.B. Alkohol, Nikotin, Cannabis, LDS und MDMA (Ecstacy).
Ach!
Darüber wüßte ich wirklich gerne mehr. Besonders über das Nikotin, weil ich Raucherin bin. Baut das ab oder auf?
Danke schon mal für die Infos,
Lieben Gruß, Lill
Ich habe Paroxetin genommen, und als ich meinem Neurologen nach 2 Wochen meine Nebenwirkungen aufgezählt habe, hat er bei Anorgasmie (Unfähigkeit zum Orgasmus zu kommen) sofort abgewunken und gesagt dann hätte ich ihm die anderen Nebenwirkungen gar nicht erzählen müssen. Für ihn war das ein ausreichender Grund das Paroxetin sofort abzusetzen ... aber ich bin ja auch ein Mann
Ja, das ist schon seltsam wie unterschiedlich das bewertet wird!
Sie füllen nicht irgendwie die Serotoninspeicher auf, sondern verhindern die Wiederaufnahme des Serotonins in die Synapse.
Aber auf dem Umweg, daß sie nun nicht wieder aufgenommen werden können ja vielleicht die Speicher aufgefüllt werden?
Vielleicht hat er das gemeint?
Es gibt keine Bluttests mit denen man Depressionen durch einen zu niedrigen Serotoninspiegel diagnostizieren kann und es gibt keinen Grund zur Annahme, daß dies der entscheidenden Faktor in der Entstehung einer Depression sein könnte.
Hm. Aber vieles spricht dafür, daß der Seretoninhaushalt niedrig ist.
z.B sollen depressive Menschen mehr Schokolade essen als nicht Depressive. Und in Schoko ist ja eine Vorstufe des Serotonins vorhanden, soweit ich weiß.
wäre aber nett, wenn die Ärzte langsam mal anfangen würden es einem vorher zu erzählen, was auf einen zukommen kann.
Das wäre wirklich sehr nett *g*
Viele Drogen haben auch Einfluss auf den Serotoninhaushalt, wei z.B. Alkohol, Nikotin, Cannabis, LDS und MDMA (Ecstacy).
Ach!
Darüber wüßte ich wirklich gerne mehr. Besonders über das Nikotin, weil ich Raucherin bin. Baut das ab oder auf?
Danke schon mal für die Infos,
Lieben Gruß, Lill
Kein Cipramil mehr, sondern Euthyrox (Schilddrüsenhormon)
-
Oliver
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Das weiss wohl nur er wie er das gemeint hatAber auf dem Umweg, daß sie nun nicht wieder aufgenommen werden können ja vielleicht die Speicher aufgefüllt werden?
Vielleicht hat er das gemeint?
Was ich meine ist, daß es keinen Grund zur Annahme für einen monokausalen Zusammenhang zwischen Serotoninspiegel und Depression gibt. Der Serotoninhaushalt spielt sicher eine wichtige Rolle, weil Serotonin einfach ein absolut zentraler Neurotransmitter ist, der so ziemlich überall seine Finger mit drin hat, aber es ist eben ein bisschen verwurschtelter. Es gibt/gab Antidepressiva die genau so gut oder besser als SSRIs wirken, welche aber absolut keinen Einfluss auf den Serotoninspiegel haben, sondern nur auf den Noradrenalinspiegel. Wenn es so einfach wäre, würden die ja nicht funktionieren. Cortisol steht z.B. auch im "Verdacht" bei Depressionen eine Rolle zu spielen .. ist ein endloses Thema ... der Schluss den ich für mich daraus gezogen habe ist, daß es nicht so einfach ist, wie die Pharmaindustrie mich glauben machen will und das die selber gar nicht genau wissen, wie und wieso das Zeug (in 62% der Fälle über einen Zeitraum von einigen Wochen - das ist alles was durch Studien belegbar ist) wirkt.Hm. Aber vieles spricht dafür, daß der Seretoninhaushalt niedrig ist.
z.B sollen depressive Menschen mehr Schokolade essen als nicht Depressive. Und in Schoko ist ja eine Vorstufe des Serotonins vorhanden, soweit ich weiß.
Nun ... Ecstacy wirkt zum Beispiel so, wie ich die Beschreibung von Deinem Bekannten verstanden habe: Es bewirkt die Ausschüttung von Unmengen von Serotonin aus den Speichern in den synaptischen Spalt und sorgt so für die bekannten Effekte. Danach kommt es für einige Tage zu depressiven Verstimmungen, weil die Speicher erstmal wieder aufgefüllt werden müssen.Viele Drogen haben auch Einfluss auf den Serotoninhaushalt, wei z.B. Alkohol, Nikotin, Cannabis, LDS und MDMA (Ecstacy).
Ach!
Darüber wüßte ich wirklich gerne mehr. Besonders über das Nikotin, weil ich Raucherin bin. Baut das ab oder auf?
Über die Wirkung von Nikotin gibt es eine nette Seite: http://www.rauchen.de/gifte/neuro.htm
Lustigerweise erwähne die dort auch Zyban - ein SSRI, welches zur Raucherentwöhnung benutzt wird
Alles Gute
Oliver
Es gibt/gab Antidepressiva die genau so gut oder besser als SSRIs wirken, welche aber absolut keinen Einfluss auf den Serotoninspiegel haben, sondern nur auf den Noradrenalinspiegel.
Die Wirkungsweise des Medikaments unterscheidet sich von der dadurch ausgelösten Veränderung im Gehirn.
Das Gehirn ist ein komplexes System von Neurotransmittern, d.h. wenn ich mit einem Medikament eine höhere Konzentration von Noradrenalin auslöse, dann wirkt sich das auf das System insgesamt aus, somit auch auf die anderen Neurotransmitter wie Serotonin.
Die Wirkungsweise des Medikaments unterscheidet sich von der dadurch ausgelösten Veränderung im Gehirn.
Das Gehirn ist ein komplexes System von Neurotransmittern, d.h. wenn ich mit einem Medikament eine höhere Konzentration von Noradrenalin auslöse, dann wirkt sich das auf das System insgesamt aus, somit auch auf die anderen Neurotransmitter wie Serotonin.
http://www.rauchen.de/gifte/neuro.htm
Lustigerweise erwähne die dort auch Zyban - ein SSRI, welches zur Raucherentwöhnung benutzt wird
Hallo Oliver,
danke für den Link, das ist ja faszinierend, was darin steht!
Ich würde denken, daß zu dem erwähnten "Belohnungssysthem" auch noch Bewegung dazugehört.
Auf Essen und Trinken auszuweichen ist nicht unbedingt sinnvoll; Sex steht einem nicht unbedingt so zur Verfügung wie man es gerne hätte; zudem ist es auch problematisch dieses Belohnungsprizip überall mal eben anzuwenden.
Da bleibt nur noch Bewegung.
Oder fällt Dir noch etwas anders dazu ein?
Gruß, Lill
Lustigerweise erwähne die dort auch Zyban - ein SSRI, welches zur Raucherentwöhnung benutzt wird
Hallo Oliver,
danke für den Link, das ist ja faszinierend, was darin steht!
Ich würde denken, daß zu dem erwähnten "Belohnungssysthem" auch noch Bewegung dazugehört.
Auf Essen und Trinken auszuweichen ist nicht unbedingt sinnvoll; Sex steht einem nicht unbedingt so zur Verfügung wie man es gerne hätte; zudem ist es auch problematisch dieses Belohnungsprizip überall mal eben anzuwenden.
Da bleibt nur noch Bewegung.
Oder fällt Dir noch etwas anders dazu ein?
Gruß, Lill
Kein Cipramil mehr, sondern Euthyrox (Schilddrüsenhormon)
hi Oliver,
Ich werde nicht müde die heilsamen Effekte speziell des Ausdauertrainigs und noch spezieller des Dauerlaufes zu preisen
Für mich ist es definitiv das beste Antidepressivum was ich bisher ausprobiert habe.
Ja, da ist was dran...
vor 10 Jahren bin ich auch noch 15 Kilometer gelaufen; dann habe ich ein paar Jahre Pause gemacht und danach gelang es mir nicht mehr da anzuknüpfen. Irgendwie war es sonst so, daß ich schnell Kondition aufbaute. Da konnte ich jeden Tag 0,5 Kilometer mehr laufen.
Im vorletzten Herbst habe ich versucht nochmal mit dem Laufen anzufangen, aber ich brauchte einfach nach 100 Metern ein Sauerstoffzelt und es blieb auch so. Es wurde nicht besser. Im Moment wäre Laufen auch nicht richtig für mich; ich bin zu dick geworden, das würde nur die Gelenke belasten.
Radfahren ist okay, das mach ich auch gerne.
Alles Gute
Dir auch, Lill
Oliver[/quote]
Ich werde nicht müde die heilsamen Effekte speziell des Ausdauertrainigs und noch spezieller des Dauerlaufes zu preisen
Ja, da ist was dran...
vor 10 Jahren bin ich auch noch 15 Kilometer gelaufen; dann habe ich ein paar Jahre Pause gemacht und danach gelang es mir nicht mehr da anzuknüpfen. Irgendwie war es sonst so, daß ich schnell Kondition aufbaute. Da konnte ich jeden Tag 0,5 Kilometer mehr laufen.
Im vorletzten Herbst habe ich versucht nochmal mit dem Laufen anzufangen, aber ich brauchte einfach nach 100 Metern ein Sauerstoffzelt und es blieb auch so. Es wurde nicht besser. Im Moment wäre Laufen auch nicht richtig für mich; ich bin zu dick geworden, das würde nur die Gelenke belasten.
Radfahren ist okay, das mach ich auch gerne.
Alles Gute
Dir auch, Lill
Oliver[/quote]
Kein Cipramil mehr, sondern Euthyrox (Schilddrüsenhormon)
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Gast
Ich würde mich hier auch gerne äussern. Ich habe meine Geschichte ja bereits ausführlich geschildert. Bis vor einer Woche hatte ich sowieso keine Lust auf sex, es war viel zuviel passiert. Ich habe dann mit der Einnahme von Citalopram begonnen und das Medikament scheint für mich gemacht zu sein. Nach anfänglichen und zugegebenemassen schrecklichen Nebenwirkungen (Suizid) geht es mir mittlerweile sehr gut. Ich merke eine gesteigerten Antrieb und mein Libido kommt sehr stark zurück.
Ich denke das liegt vor allem daran, das es mir die Panik nimmt. Es gibt mir wieder Sicherheit. Bis jetzt komme ich zu dem Schluß das es eine kluge Entscheidung war, das Zeug zu nehmen. Alternativen wie Sport waren bei mir einfach ausgeschöpft. Ich habe selbst in der schlimmsten Zeit 10 h die Woche trainiert. Es tritt einfach eine Gewöhnung ein...
Ich denke das liegt vor allem daran, das es mir die Panik nimmt. Es gibt mir wieder Sicherheit. Bis jetzt komme ich zu dem Schluß das es eine kluge Entscheidung war, das Zeug zu nehmen. Alternativen wie Sport waren bei mir einfach ausgeschöpft. Ich habe selbst in der schlimmsten Zeit 10 h die Woche trainiert. Es tritt einfach eine Gewöhnung ein...